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Übersicht > City-Guide > Ausland > Edessa Griechenland

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Die größten Wasserfälle Griechenlands, Kleinstadt mit allen modernen Einrichtungen, großes kulturelles Angebot, natürliche Schönheit der Stadt

Nachteile:
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Die größten Wasserfälle Griechenlands
Bericht wurde 4869 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Edessa befindet sich im nördlichen Teil Griechenlands und ist die Hauptstadt der Pellaregion. Es handelt sich um eine recht kleine Stadt (weniger als 20.000 Einwohner), die doch einige wundervolle natürliche Schönheiten aufzuweisen hat. Die Wasserfälle der Stadt haben Edessa überhaupt berühmt gemacht, aber sind auch andere Dinge wie die fantastische Natur, das rege Leben in der Kleinstadt oder die kulturellen Angebote, die Edessa ausmachen und über die ich heute berichte werde.

Höhepunkt meiner Griechenlandreise war ohne Zweifel der Besuch der Wasserfälle Edessas. Es handelt sich um den größten Wasserfall Griechenlands. Für meine Familie ist es eigentlich fast schon zur Tradition geworden alle 3-4 Jahre diesem wunderschönen Naturphänomen einen Besuch abzustatten. Wir haben sogar noch einen ganz alten Film unseres Besuchs vor mehr als 14 Jahren dort, wo meine mittlerweile 94jährige Oma neben den Wasserfällen zu sehen ist. Aber auch Tausende von Touristen verpassen nicht die Chance die berühmten Wasserfälle aus der Nähe zu bestaunen. Mit dem Auto ist man in knapp 11/2 Stunden von Thessaloniki in Edessa angekommen. Man wird die Wasserfälle leicht finden. Überall sind, von der Stadt Edessas aus, Schilder mit der Bezeichnung „Katarraktes Edessas“ (was auf deutsch Edessas Wasserfälle bedeutet) oder eben auf englisch „Waterfalls of Edessa“ zu sehen.

Ist man bei den Wasserfällen angekommen, wird man von der faszinierenden Schönheit dieser Gegend erstaunt sein. Bevor man überhaupt die Wasserfälle zu Gesicht bekommen wird, hat man die Gelegenheit den Schatten gewaltiger Birken und Eichen zu genießen. Es handelt sich um einen Riesenpark, der perfekt für eine kleine Erholungspause geeignet ist. In den 50ern wurde das Gebiet rund um den doppelten Wasserfall von Edessa von der Stadt weiterentwickelt. Es wurde eine wahre Touristenattraktion geschaffen. Einige Cafes bieten eine angenehme Erfrischung und ein Informationszentrum steht dem Besucher auch zur Verfügung, um sich im Park zurechtzufinden und keine der Sehenswürdigkeiten zu verpassen. Doch genau in diesem Park hatte ich an diesem Tag einen sehr ärgerlichen Moment unter den gewaltigen Bäumen zu vermelden. Ein liebenswürdiges Federvieh hat wohl meinen Kopf als sehr attraktiv empfunden und hat sich seiner kleineren Arbeit entledigt. Der Lachanfall der beiden Damen, Mutter und Schwester, war vorprogrammiert. Wie lustig, Theo hat auf einmal weißes Haar und eine Fleck an der Hose! Na ja, ich ließ mich trotzdem nicht herunterziehen, denn ich wollte endlich die Wasserfälle nach so vielen Jahren wieder aus der Nähe sehen.

Schon von der Ferne hört man das Rauschen des Wassers, wenn es in die Tiefe stürzt. Kommt man den Wasserfällen näher, wird man außer dem Geräusch auch etwas anderes bemerken: ganz kleine Wassertröpfchen kommen einem entgegen. Eine angenehme Erfrischung in der heißen letzten Juliwoche, wo ich dort war. Dann hat man es endlich geschafft: vor einem fließen von 40 Meter Höhe aus gewaltige Wassermassen in die Tiefe. Ein beeindruckendes Naturspektakel, welches ich selbstverständlich auf Photos festgehalten habe. Bis ins Tal hinunter fließt der Wasserfall insgesamt über 70 Meter in die Tiefe. Miene Faszination solch ein Naturphänomen aus der Nähe zu betrachten war natürlich sehr groß. Das besonders schöne ist, dass man durch einen kleinen Pfad unter dem Wasserfall (ohne nass zu werden) durchlaufen kann. Es ist ein magisches Gefühl, wenn man neben einem so mächtigen Wasserfall laufen kann. Die 40 Meter des Wasserfalls kann man seitlich mit einer etwas alten Treppen auf dem Weg nach unten mitverfolgen. Unten angekommen, wird man auf das aufschäumende (durch den Fall) Wasser treffen. Hier befindet sich eine große Wiese, wo sich auch ein riesiger Feigenbaum befindet. Leider war zu dieser Zeit noch keine einzige Feige reif und so mussten wir auf diesen Genuss verzichten. Das Wasser ist übrigens sehr sauber und kann problemlos getrunken werden, wie das städtische Hydroamt Edessas mit ständigen Wasserkontrollen bestätigt. Kleinere Wasserfälle gibt es übrigens fast im ganzen Stadtzentrum von Edessa.

Neben den Wasserfällen gibt es eine kleine Höhle, mit einer besonderen Schönheit. Hier haben wir Stalaktiten und Stalagmiten aus der Nähe betrachten können. Nicht dass ich so etwas zum ersten mal gesehen habe (in Alistrati von Serres ist die Vielfalt sogar größer), aber genau in diesem Gebiet, neben den Wasserfällen, haben solche natürliche Schönheiten einen besonderen wert. Mit einem Eintrittspreis von einem Euro, hat man die Gelegenheit diese wunderschöne Höhle zu betreten. Im Gelände außerhalb des Parks der Wasserfälle kann man Souvenirs, wie T-Shirts zu den Wasserfällen, kleine Abbildungen der Wasserfälle oder Kaffeetassen kaufen. Die üblichen Souvenirs eben. Doch da gibt es auch einige Köstlichkeiten, die man nicht überall findet. Ich habe mir dieses Jahr eine 1 kg Packung mit Kokosloukumia gekauft. Es handelt sich um eine griechische geleeartige Süßspeise, für die sich die Gegend von Edessa besonders auszeichnet. Meine Schwester dagegen entschied sich für eine Art Kirschmarmelade mit ganzen Kirschen, nur mit einem überwältigenden süßen Geschmack.

Ein Besuch in der Stadt Edessas lohnt sich auf jeden Fall. Wenn der Big Ben das Stadtzeichen von London ist, dann ist die große Kirchenuhr das charakteristische Merkmal von Edessa. 1900 wurde sie erbaut und steht auch heute noch einwandfrei. Sie sticht sofort ins Auge, denn sie gehört zu den höchsten Gebäuden in der Stadt. Edessa hat im allgemeinen wenige Hochhäuser und irgendwie bekommt man hier auch das Gefühl nicht los, dass man sich nicht in einer richtigen Stadt, sondern viel mehr in einem großen Dorf befindet. Das hat in meinen Augen fast nur Vorteile. Man atmet frische Luft, hat eine tolle Aussicht (auf die ganze Stadt, die ansonsten durch die Hochhäuser nicht besonders gut sein würde) und auch das Gefühl, dass die zwischenmenschlichen Beziehungen hier enger sind, ist für mich sehr wichtig. Wer jetzt glaubt, dass es hier an den Vorteilen einer Großstadt irgendwie mangeln würde, täuscht sich. Cafes, Bars, Restaurants (bzw. Tavernen), Hotels, sind hier in großer Vielfalt und in allen Preisklassen vorhanden. Im Zentrum der Stadt wird man auch Internetcafes finden. In einem dieser waren meine Schwester und ich drin, um natürlich auch unsere Mail in den Ferien lesen zu können. Der Stundenpreis betrug 2.50 Euro, was auch nicht besonders teuer ist. Da in Griechenland die meisten Kinos wegen der Hitze im Sommer schließen, kann man sich trotzdem aktuelle Kinofilme in den Sommerkinos anschauen - Openair sozusagen. Im Stadtgebiet von Milos, zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, gibt es sogar eines dieser beliebten Sommerkinos.

Einer der schönsten natürlichen Sehenswürdigkeiten von Edessa ist der Gavaliotissa Wald, der sich im nördlichen Teil der Stadt befindet. Hier blüht die Natur so richtig auf. Ein riesiger Fichten- und Tannenwald, der für die saubere Luft der Stadt sorgt. Der Wald wird vor allem wegen, der im Sommer verursachten, Waldbrände strengstens bewacht und geschützt. Über dem Wald von Edessa befindet sich der bekannte Hügel von Edessa, an den man durch eine Kieselstrasse gelangt. Von hier aus haben wir die fantastische Aussicht auf die Stadt von Edessa und ihre Umgebung genossen. Für romantische Pärchen scheint das einer der beliebtesten Ort zu sein, was man leider auch an vielen Stellen aufgrund mancher benutzter Verhütungsmittel sehen konnte. Auch Bier und Coladosen waren hier alle fünf Meter zu finden. Schade, dass nicht alle die Natur respektieren können!

Edessa ist eine Stadt, die vor einigen Jahren noch eine Mannschaft in der 1. Bundesliga hatte. Das war für viele überraschend, vor allem wenn man bedenkt wie klein Edessa im Vergleich zu vielen anderen Städten ist und die keine Mannschaft in der 1. Liga bestaunen durften. Edessaikos was einst der Stolz von Edessa. Als Mitte der 90er ein anderes Team Mazedoniens, Doxa Dramas, die Mannschaft aus Edessa bei sich zu Hause am letzten Spieltag mit 1-0 gewinnen ließ (durch einen Elfmeter - was sehr übel als ein klares Geschenk an die Nachbarn kritisiert wurde) den Klassenerhalt schenkte, hatte man noch Hoffnung, auch in den nächsten Jahren in der 1. Liga zu spielen. Doch bereits in der kommenden Saison stieg man ab. Heute spielt Edessaikos in der 4. Liga des Landes, was natürlich die Fans hart getroffen hat. Die Mannschaft wurde im Stich gelassen und wird sich wohl auch so leicht nicht wieder erholen. Schade, aber auch so etwas soll vorkommen!

Auch aus kultureller Sicht hat Edessa eine Menge zu bieten. Das Folkloremuseum der Stadt ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Wie haben früher die Einwohner Edessas gelebt? Welche Bräuche gab es damals und welche davon werden auch heute noch von den Menschen der Stadt eingehalten? Welche Kleidungsstücke waren früher bei Frauen und Männern beliebt? All diese Fragen werden in diesem Museum mit faszinierenden Bilden beantwortet - viele davon in schwarz-weiß. In drei Stockwerken kann man Bilder und Skizzen, aber auch traditionelle Anzüge oder Werkzeuge betrachten. Ganz klar ging auch aus diesem Besuch hervor, dass sich das Leben der Menschen hier schon seit Jahrzehnten rund um die Wasserfälle drehte. Rund um die Wasserfälle entstand ein großes Tal, welches auch die besten Felder der Umgebung aufzuweisen hat. Dadurch entstanden natürlich viele landwirtschaftliche Berufe. Tabak und Baumwolle sind heute noch die Haupterzeugnisse von Edessa. Dazu gibt es noch ein Wassermuseum in der Stadt, welches wir leider durch enormen Zeitdruck nicht besuchen konnten. Dort soll es sogar ein riesiges Aquarium mit allen Fischarten der Gegend geben, aber auch viele Reptilien der Umgebung. Außerhalb des Museums kann man die legendären Wassermühlen Edessas aus der Nähe betrachten.

Edessa ist für den Besucher Nordgriechenlands sicherlich ein empfehlenswerter Ausflugsort. Uns zieht es wohl nicht ohne Grund alle Jahre wieder in die Stadt der Wasserfälle. Anziehungsort Tausender von Touristen, hat Edessa mit seinen Wasserfällen und den restlichen Schönheiten, das Herz vieler Menschen für sich gewinnen können. Meines auch! Deshalb werde ich unsere Familientradition auch mit großer Freude fortsetzen und hoffentlich in einigen Jahren wieder dort sein.




Geschrieben am: 16. Mar 2003, 12:03   von: trampastheo



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