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Übersicht > City-Guide > Ausland > Stockholm

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
schönes Stadtbild, viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, gute Einkaufsmöglichkeiten

Nachteile:
wie alle Hauptstädte nicht ganz billig




Stockholm - du Schöne des Nordens!!!
Bericht wurde 4177 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 3 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Im Sommer 1971 war ich zum ersten Mal zusammen mit meinem Mann (damals noch Verlobter) und einer Gruppe von insgesamt 20 jungen Leuten in einem kleinen Vorort von Stockholm, der Hauptstadt Schwedens. Wir wohnten dort in einem romantischen falunroten Schwedenhaus mit Utdass (Außentoilette), einem ehemaligen Bauernhof. Mittlerweilen war ich mit meiner Familie schon einige Male in Schweden, da dieses Land seit dieser Zeit einen ganz besonderen Reiz auf uns ausübt. Darum möchte ich hier von Stockholm berichten.

Das ist aber gar nicht so einfach, denn wo fange ich an und wo höre ich auf? Dieser Bericht soll ja schließlich nicht so lange werden, dass ihn niemand mehr liest. Allerdings könnte ich ein Buch über Stockholm schreiben.

Deshalb unterteile ich meinen Bericht wie folgt:
1. Lage, Stadtnamen, Einwohnerzahl
2. Geschichte
3. Wirtschaft und Industrie
4. Feiertage
5. Schlösser
6. Kirchen
7. Museen
8. Berühmte Persönlichkeiten
9. Sonstiges
10. Erfahrungen und Fazit

LAGE, STADTNAMEN, EINWOHNERZAHL:

Stockholm liegt auf der Ostseite Schwedens ungefähr am Ende des ersten Drittels von Süden aus gesehen. Die Stadt ist auf 20 Inseln erbaut und wird von Schären umgeben. Viele kleine Inseln sind der Stadt vorgelagert. Sie liegt am Rande des Regierungsbezirks Stockholms Län.

Von den 4 900 qm bestehen ca. 30 % aus Wasser und 30 % aus Parks und anderen Grünflächen. Stockholm hat ein sehr schönes Stadtbild, obwohl Großstadt, kann man hier auch Ruhe finden.

Den Mittelpunkt bildet Gamla Stan (Alte Stadt) und besteht aus drei Inseln, nämlich Stadsholmen mit dem Schloß, Helgeandsholmen mit dem Reichstag und Mittelaltermuseum, sowie Riddarholmen mit vielen alten Adelspalästen

Stockholm bedeutet soviel, wie Insel auf Stämmen. Hier findet man vielleicht einen Bezug zu Venedig. Dies ist aber nicht die einzige Verbindung zu Italien.

Im Großraum Stockholm einschließlich der Vorstädte leben ca. 1, 5 Millionen Menschen, davon in der Innenstadt ca. 750 000.

GESCHICHTE:

Hier möchte ich nur ein paar wichtige Punkte nennen.

Lange bevor Stockholm gegründet wurde siedelten schon Menschen in dieser Gegend, wo sich die Ostsee und der Mälarsee treffen. Die Wikinger, sie lebten von 800 bis 1050 nach Chr., hatten hier ein wichtiges Handelszentrum. Rund um Stockholm weisen noch Runensteine auf diese Zeit hin. Die wichtigsten Ausgrabungen haben auf Björkö stattgefunden, welche 1993 durch die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

Die Stadt Stockholm wurde von Birger Jarl im 13. Jahrhundert gegründet. Sein Grab ist in Varnhem.

Karl X. Gustav war von 1654 – 1660 König von Schweden. Er war der Sohn von Kasimir von Pfalz-Zweibrücken. 1648, also im letzten Jahr des Dreißigjährigen Krieges, war er der Oberbefehlshaber der schwedischen Heere in Deutschland. Karl X. starb am 13. Februar 1660 in Göteborg. Sein Nachfolger wurde sein Sohn Karl XI.

Der Vorfahre des heutigen Königs Carl XVI. Gustaf ist der französische Marschall Jean-Baptiste Bernadotte, der unter dem Namen Karl XIV. Johan 1818 zum König von Schweden gekrönt wurde.

Die heutige Königin Silvia stammt aus Deutschland und ist sehr stark im sozialen Bereich tätig.

Seit dem 1. Januar gibt es in Schweden ein Gesetz, das die kognatische Thronfolge vorschreibt. Somit wird das erstgeborene Kind Nachfolger des Königs. Die Kronprinzessin heißt Victoria.

In Stockholm wurde vor ungefähr 200 Jahren eine Verordnung erlassen, dass mindestens die Hälfte der Stadtverordneten Schweden sein mussten, da zu dieser Zeit mehr Deutsche als Schweden in Stockholm lebten.


3. WIRTSCHAFT UND INDUSTRIE:

Stockholm ist das Zentrum für Wirtschaft, Industrie, Finanzen, Transport und Kultur Schwedens. Die wichtigsten Industriebranchen sind Druckerzeugnisse, Elektrogeräte, Maschinen, Metallprodukte, Papier, Chemieprodukte, Textilien, Kleidung und Nahrungsmittel. Nicht zu unterschätzen ist auch der Tourismus und der Schiffsbau.

4. FEIERTAGE:

Die Schweden feiern gern ihre traditionellen Feiertage und dazu gibt es bestimmte Bräuche.

Als erstes ist Valborgsmässoafton (die Walpurgisnacht) zu nennen. Sie wird am 30. April gefeiert. Überall werden Feuer gezündet um Hexen und Geister zu vertreiben und das Frühjahr zu beginnen. An der Universität wird besonders heftig gefeiert.

Dann kommt midsommar (Mittsommernacht). Dieses Fest wird an dem Wochenende gefeiert, das dem 24. Juni am nächsten liegt. Es wird der längste Tag des Jahres gefeiert mit seinem Licht und dem Aufleben der Natur. Die meisten Stockholmer verleben midsommar in den Schären oder auf dem Land.

Ein großes Fest gibt es in Skansen, dem ersten Freilichtmuseum der Welt. Dazu gehört natürlich der Tanz um den Maibaum. Viele Menschen haben ihre Tracht an und die Frauen und Mädchen haben Blumenkränze auf dem Kopf. Von dem Middsommarbaum hängen Blumenkränze herunter.

Das traditionelle Essen ist hierbei Hering, der in Essig, Zucker, Zwiebeln und Gewürzen eingelegt wurde. Dazu gibt es Kartoffeln und Schnaps und Bier.

Im August folgt dann die kräftskiva (Krebsessen). Allerdings wurden schon vor längerer Zeit die Flusskrebsbestände Schwedens ausgerottet, sodass extra Krebse aus der Türkei, Spanien und der USA importiert werden. Dieses Fest hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der deutschen Kirmes oder dem sog. Kirchweihfest.

Am 13. Dezember wird der Luciatag gefeiert. Ursprünglich wurde es zu Ehren der Heiligen Lucie aus Syracus/Italien begangen. Das Mädchen, das zur Lucia gewählt wurde ist mit einem weißen Kleid und roter Schleife bekleidet und hat eine Kerzenkrone auf dem Kopf. Sie wird begleitet von weißbekleideten Dienerinnen und Sternjungen. Am Ende trifft sie auf Pfefferkuchenmänner und Heinzelmännchen. Alle zusammen singen im Chor die Lucia-Lieder.

Schwedens offizielle Lucia wird in einem Schönheitswettbewerb gewählt und wird im Skansen gekrönt.

Das traditionelle Frühstück besteht aus mit Safran gewürztem Lucia-Gebäck, Pfefferkuchen und Glögg. Glögg ist eine Art Glühwein mit Rosinen.

Dann kommt Weihnachten. Anders als in Deutschland ist der Hauptfeiertag der Heiligabend. Der erste und zweite Feiertag ist nachgeordnet. In fast jedem Fenster sieht man in der Vorweihnachtszeit bis zum neuen Jahr Adventskerzen leuchten und den typischen Adventsstern. Am Morgen des Heiligabend besucht man die Verwandten und Freunde. Am späten Nachmittag wird um den Weihnachtsbaum getanzt und oft klopft auch der Weihnachtsmann an der Tür. Um den Weihnachtsmann zufrieden zu stellen, stellt man eine Schüssel Brei vor die Tür.

Das Smörgåsbord (Festessen) besteht aus mariniertem Hering, Kartoffeln, köttbullar (Fleischklöpschen), Wurst, Rotkohl, Weihnachtsschinken und Johannsons Versuchung (Gratin aus Kartoffeln und Hering) und noch einigem mehr. Als Getränk wird auch hier Glögg gereicht.

5. SCHLÖSSER:

Stockholm besitzt 10 Stadtschlösser. Dies sind:

Das Stadtschloss
Schloss Rosendahl
Schloss Ulriksdal
Das Chinesische Schloss
Schloss Tullgarn
Schloss Strömsholm
Der Pavillon Gustav III
Schloss Drottningholm
Schloss Rosersberg
Schloss Gripsholm

Alle Schlösser sind der Öffentlichkeit zugänglich.

Etwas näher möchte ich hier nur auf das Stadtschloss eingehen.

Früher war das Stadtschloss das einzige Königsschloss, das auch für die Öffentlichkeit zugänglich war und trotzdem gleichzeitig Wohn- und Arbeitsstätte des Königs war. Heute lebt die Königsfamilie überwiegend im Schloss Drottningholm.

Das Stadtschloss liegt in Gamla Stan und steht teilweise auf den Überresten des im Jahre 1697 abgebrannten Schlosses Tre Kronor (Drei Kronen). Das Schloss ist eines der bedeutendsten Barockbauten Nordeuropas und wurde von Nicolaus von Tessin entworfen und 1754 fertiggestellt.

Man kann den Reichssaal, den Ordenssaal, die Schatzkammer und das Antike Museum Gustav III. das ganze Jahr über besuchen.

Besonders beliebt ist die Wachablösung vor dem Schloss.

6. KIRCHEN:

Geht man den Schlosshügel hinauf kommt man zur Storkyrkan, Dom und Krönungskirche. Sie wurde 1306 eingeweiht und wurde zuletzt im Jahre 1740 umgebaut. Hier findet man auch die älteste bildliche Darstellung von Stockholm. Die Kirche ist in barockem Stil eingerichtet. Bekannt ist die spätmittelalterliche Skulptur St. Göran und der Drache, geschaffen von Bernt Notke.

Auf Riddarholm findet man die Riddarholmkyrkan. Sie ist im mittelalterlichen Stil erbaut und wurde mehrmals erweitert. In dieser Kirche liegen auch die verstorbenen Könige von Schweden zur letzten Ruhe.

Die Kirche der deutschen Gemeinde ist die Tyska Kyrkan.

7. MUSEEN:

Obwohl Stockholm mindestens 70 Museen besitzt, möchte ich hier nur ganz wenige nennen.

Hier möchte ich zuerst das Vasa-Museum nennen. In seinem Inneren liegt ein mittelalterliches Schiff, das bei seiner Jungfernfahrt nach nur 1 300 Metern sank und 650 Jahre später geborgen wurde. In die Restaurierung dieses Schiffes wurde viel Aufwand investiert. So wurde das Schiff jahrelang mit einer bestimmten Lösung besprüht um es zu erhalten. Momentan ist man daran, die Farben nachzuprüfen und zumindest über Computer das Schiff in seinen ursprünglichen Farben darzustellen.

Auf ein Museum möchte ich noch besonders hinweisen. Es ist das Vin & Sprithistoriska Museum. Es behandelt die Geschichte um den Alkohol bis hin zu dem Verbot ihn überall zu verkaufen.


Das moderne Museum und Architekturmuseum beinhaltet auch ein Fotografiemuseum.

Die Tunnelbanan-Stationen (U-Bahn-Stationen) sind Museen besonderer Art. Jede Haltestelle wurde anders gestaltet als Kunstwerk.

Über den Skansen (Freilichtmuseum) habe ich oben schon kurz berichtet.

Der Käknastorn (Käknas TV Turm) bietet einen herrlichen Rundumblick. Er ist 155 Meter hoch und hat 34 Ebenen. Er liegt auf der Insel Norra Djurgården. Man kann ihn mit dem Bus 69 erreichen.

8. BERÜHMTE PERSÖNLICHKEITEN:

Alfred Nobel wurde in 1833 in Stockholm als einer von fünf Jungen einer Ingenieursfamilie geboren. Die Familie stammte von Schwedens Genie des 17. Jahrhunderts Olof Rudbeck d. Ä. ab. Allerdings verließ Alfred Nobel mit 9 Jahren Stockholm um mit seiner Familie nach St. Petersburg zu ziehen. Er studierte in Paris und den USA. Es ist der Erfinder des Dynamits, dem er auch den Namen gab. Er legte mit 31,5 Millionen Kronen den Grundstock für die Nobelstiftung, die jedes Jahr Nobelpreise in den Bereichen Literatur, Chemie, Medizin, Physik und Frieden vergibt.
Alfred Nobel war nie verheiratet und ein eher zurückhaltender und einsamer Mensch. Er starb im Jahre 1896 in Italien.

Von 1740 – 1795 lebte Carl Michael Bellmann. Er machte Stockholm mit kargen und persönlichen Portraits bekannt. Heute noch werden seine Lieder gesungen. Er verarbeitete in seinen Texten soziale Konflikte. Außerdem schrieb er Trinklieder. Seine bekanntesten Werke sind Fredmans sånger und Fredmans epistlar.

Von 1849-1912 lebte August Strindberg, dessen Gedichte, Theaterstücke, Romane und Briefe weltweit bekannt sind. Er lebte die längste Zeit seines Lebens in Stockholm.

Als wohl bekannteste Autorin ist Astrid Lindgren zu nennen. Sie wurde 1907 geboren Ihre Bücher wurden in 76 Sprachen übersetzt und über 80 Millionen Mal verkauft. Pippi Langstrumpf, Michel, und die Brüder Löwenherz, sowie Ronja Räubertochter sind wohl ihre bekanntesten Werke. Sie fing als ledige Mutter mit dem Schreiben von Geschichten für ihre Tochter an. Sie setzte sich auch sehr für die Tierwelt ein. Als sie vor ein paar Wochen starb wurde ihr ein Staatsbegräbnis zu teil.

9. SONSTIGES:

Zu Übernachtungsmöglichkeiten möchte ich hier nicht viel mehr sagen, als dass es wie in jeder Metropole viele Hotels, Pensionen und auch Jugendherbergen gibt. Am besten erkundigt man sich danach über das Touristbyro oder im Internet unter www.stockholmtown.de. Unter dieser Internetadresse kann man sich auch persönliche Angebote holen.

Die Preise dürften etwas höher sein, als allgemein im Land.

Sehr empfehlenswert ist das Stockholmticket für 220 Kronen. Dies sind ca. 24,-- EURO. Mit diesem Ticket hat man freien Eintritt zu 70 Museen und Sehenswürdigkeiten, eine kostenlose Sightseeingtour per Schiff sowie die kostenlose Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.

10. ERFAHRUNGEN UND FAZIT:

Da Stockholm nicht ganz so billig ist, lohnt es sich, nicht direkt eine Unterkunft in Stockholm zu suchen. Die Freundlichkeit der Schweden wird selbst in dieser pulsierenden Stadt spürbar. Stockholms Stadtbild finde ich faszinierend durch die Lage auf den zwanzig Inseln. Trotz des Großstadttreibens ist Stockholm eine schöne Stadt, in der man auch zur Ruhe kommen kann. Ihre hübschen Häuser tragen zu ihrem Flair bei. Im Sommer findet man eine ganze Menge Straßencafés zum Ausruhen nach oder während einer Stadtbesichtigung.

Ein Besuch der vielen Sehenswürdigkeiten, Museen und Theater ist sehr lohnenswert. Die Wachablösung am Königsschloß wird bestimmt für manchen, wie auch für mich, unvergessen bleiben. Einen Einkaufsbummel ist bestimmt auch sehr interessant. In Stockholm bekommt man eigentlich alles, was Schweden zu bieten hat, angefangen von den typisch schwedischen Lebensmitteln, wie Knäckebrot bis hin zu Kunsthandwerk. Auch ein Stöbern in Antiquariaten macht Freude, vorausgesetzt, man versteht die schwedische Sprache.

Stockholm ist wohl eine der schönsten Städte, die ich besucht habe. Ich denke jeder kommt hier auf seine Kosten. Die Geschichte Stockholms ist für mich besonders interessant, da die Entwicklung der Stadt auch sehr stark von vielen Deutschen geprägt wurde. In Stockholm findet man Menschen aus den verschiedensten Ländern, die das Leben der Stadt bereichern. Die Schweden haben meiner Ansicht nach die richtige Politik in puncto Einwanderung betrieben da Ausländer immer willkommen waren und sind.

Stockholm hat bei mir einen sehr freundlichen Eindruck hinterlassen. Gerne reise ich wieder hin. Ich kann eine Reise nach Stockholm bestens empfehlen.
Renate50


Geschrieben am: 22. Feb 2003, 14:05   von: rena50



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