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Übersicht > City-Guide > Deutschland > Dinkelsbühl

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Schönes Stadtbild in herrlicher Landschaft, gute Restaurants, Hotels und Ferienwohnungen

Nachteile:
keine festgestellt




Kinderzeche und Nachtwächter!
Bericht wurde 2162 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

In den letzten beiden Jahren habe ich zusammen mit meinem Mann jeweils eine Woche Kurzurlaub in Dinkelsbühl gemacht. Dinkelsbühl liegt im schönen Frankenland in der Nähe von Nördlingen, Rothenburg ob der Tauber, und Feuchtwangen an der Romantischen Straße.. Dieses mittelalterliche Städtchen mit seinen schönen bunten Häusern hat uns sehr gut gefallen. Deshalb hier ein Bericht.

GESCHICHTE:

Die Gründung Dinkelsbühl liegt wohl in der Völkerwanderungszeit, ein genaues Datum ist nicht bekannt. Der Ursprung ging wohl von einem Königshof aus, der zur Sicherung einer Furt angelegt war. Die Besiedlung begann somit im 7. oder 8. Jahrhundert.

Der Name Dinkelsbühl leitet sich vom Eigennamen Dingolt ab. Die Nachsilbe bühl bedeutet Hügel.

Zum ersten Mal wird Dinkelsbühl als „burgus tinkelspuhel“ im Jahre 1188 erwähnt. Dies war in einer Heiratsurkunde Kaiser Barbarossas für seinen Sohn Konrad von Rothenburg.

Ende des 14. Jahrhunderts hatte das Stadtregiment alle Rechte einer Reichsstadt. Im 15. und 16. Jahrhundert hatte die Stadt ihre Blütezeit. Aus dieser Zeit stammen noch der komplette Mauerring und das Münster St. Georg.

Handwerk und Zünfte bestimmen im Mittelalter das wirtschaftliche Treiben. Bekannt waren die Schmiedeerzeugnisse und das Dinkelsbühler Tuch.

Nach dem schmalkaldischen Bund herrscht ein katholischer Rat über die überwiegend protestantische Bevölkerung.

Im Dreißigjährigen Krieg dringen die Schweden nach Dinkelsbühl ein. 1632 setzen die schwedischen Eroberer den katholischen Rat ab.

1806 wird Dinkelsbühl ein Teil vom Königreich Bayern. Die wirtschaftliche Blütezeit war zu dieser Zeit vorbei.

1945 kamen viele Flüchtlinge aus Sudetenland, Schlesien und Siebenbürgen und siedelten sich hier neu an.

Seit dem 1. Januar 1998 ist Dinkelsbühl große Reichsstadt. Heute ist der Tourismus eine große Einnahmequelle.

SEHENSWERTES:

Die ganze Altstadt kann man als Sehenswürdigkeit an sich bezeichnen. Ihre schön restauerierten Häuser, die gepflasterten Straßen, das Münster St. Georg und die alte Stadtmauer mit einer Länge von 2,5 km, 16 Türmen und 4 Toren lassen die Gedanken an eine längst vergangene Zeit aufkommen.

Das Münster St. Georg, eine große Hallenkirche ist sehenswert. Sie ist wohl eine der schönsten Hallenkirchen Süddeutschlands. Dort werden auch Führungen durchgeführt.

EMPFEHLUNGEN:
Im Laufe des Jahres finden verschiedene Krämermärkte statt. Oft sind damit auch verkaufsoffene Sonntage verbunden. Davon ist ganz besonders der Kinderzech-Jahrmarkt zu nennen. Außerdem gibt es noch den Siebenbürger-Markt und den Weihnachtsmarkt.

Eine Stadtführung sollte man auf jeden Fall mitmachen, denn da sieht man einiges, woran man sonst vielleicht achtlos vorbeigeht.

Eine Führung mit dem Nachtwächter ist ein besonderes Erlebnis. Aber man sollte schon trinkfest sein oder sich etwas zurückhalten, denn an fast jeder Gaststätte oder jedem Hotel wird angehalten und die Wirte verteilen Wein. Aber ein Erlebnis ist es für jeden, ob groß oder klein.

In Dinkelsbühl gibt es eine ganze Reihe von Hotels, Pensionen, Gaststätten und Ferienwohnungen. Überall kann man den guten Frankenwein bekommen. Außerdem gibt es auch eine Schnapsbrennerei, eine Töpferei und ein Antiquariar.

Viele Gaststätten und Hotels haben in der warmen Jahreszeit sog. Biergärten geöffnet. Man kann dort köstlich speisen und den Frankenwein genießen.

Bei Festen kann man oft auch Trachtengruppen bewundern.

Die schöne Umgegend mit ihren Burgen und Schlössern lädt zu Ausflügen ein.

Nun noch zu der besonderen Geschichte von Dinkelsbühl.

KINDERZECHE

Im Frühjahr des Jahres 1632 hat der schwedische Oberst Sperreuth wochenlang mit seinen Truppen die Stadt belagert. Die Not wurde immer größer. Der katholische Rat erkannte, dass es eine ausweglose Lage gab. Der eine Teil des Rates war für Kapitulation, der andere Teil für die Treue zu Kaiser und Kirche. Als man sich endlich zur Übergabe durchgerungen hatte, kam die Turmwächterstochter – die Kinderlore – auf eine besondere Idee. Sie sammelte Kinder um sich und zog singend mit diesen den Schweden entgegen. Da Sperreuth selbst kurz vorher viel Leid erfahren hatte, ließ er sich umstimmen. Er verschonte die Stadt vor Plünderung und Brandschatzung. So hatte die Kinderlore mit den Kindern die Stadt gerettet.

Zur Erinnerung wird alljährlich diesem Ereignis mit einem Festspiel gedacht. Bei diesem Festspiel spielen viele Kinder mit.

FAZIT:

Dinkelsbühl ist eine wirklich romantische mittelalterliche Stadt mit einem ganz besonderen Flair. Mein Mann und ich haben uns in Dinkelsbühl sehr wohl gefühlt. Aber macht euch selbst ein Bild von dieser Stadt. Ihr seid bestimmt begeistert.


Geschrieben am: 16. Feb 2003, 20:32   von: Rena50



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