| KONTAKT | | HILFE | | HOMEPAGE |
 MyReise   MyTickets   MyShopping 
 
    STARTSEITE
Suche in
  Auswahl

Kategorie:

Aktuelles
Was ist Q-Test.de
Geld verdienen
Mitglied werden
Kontakt

  User Login
Username

Passwort



Passwort vergessen ?
 

Übersicht > City-Guide > Deutschland > Rendsburg > Allgemein

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
siehe Text

Nachteile:
siehe Text




In der Mitte von Europa
Bericht wurde 1803 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 3 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Hallo lieber Leser.

Nachdem ich hier als seriös recherchierender Schreiber bekannt bin, möchte ich diese Einschätzung mit einer Meinung zu der Stadt, in der ich seit längerem lebe, untermauern.
Ich werde Euch nicht mit der langen Geschichte langweilen, sondern eher aus dem Leben hier berichten sowie einige Sehenswürdigkeiten anpreisen. Denn zu sehen gibt es hier genug, aber lest selber. Zur besseren Übersicht habe ich den Text andeutungsweise gegliedert, damit erfülle ich dann auch einigen von Euch einen Herzenswunsch bezüglich langer Meinungen. Im übrigen übernehme ich keine Haftung für Vollständigkeit.

Es war einmal...
...im Jahr 1199, da wurde ein kleiner Ort mit Namen Reinoldesburch zum ersten Mal schriftlich erwähnt.
Damals hießen die Siedlungen ja noch ein wenig anders als heute.
Irgendwann im 13Jh. erhält Rendsburg dann das Stadtrecht und gehört nach einem Schiedsgerichtsspruch zu Holstein.
Doch schon 1460 wird Rendsburg in den Herrschaftsbereich den Dänenkönigs Christian I. eingegliedert.
Erst während des 30 jährigen Krieges steht Rendsburg wieder unter deutscher, damals noch kaiserlicher, Herrschaft.
Aber nicht lange, denn die Schweden fanden Rendsburg auch ganz toll und kamen uns so um 1644/45 besuchen und blieben, bis die Dänen sie wieder rauswarfen.
Dann wurde Rendsburg eine Garnisionsstadt. So ging das mit den Kriegen immer weiter, bis 1848 die Preußen ihre Truppen hier stationierten.
1867 wird Rendsburg im Rahmen der Abtretung Schleswig-Holsteins wieder deutsch, oder besser vorerst preußisch. Im Jahr 1994 zieht dann die wichtigste Persönlichkeit der Stadt nach Rendsburg, ich!
Ihr seht also, wir waren schon fast alles, ob dänisch oder schwedisch, ja sogar die Russen waren schon hier.
Aber ich sehe schon, die Geschichte ist nichts für Euch, daher erstmal schluss damit.

...wo ist Rendsburg?...
...na mitten im Bundesland Schleswig-Holstein. Direkt am Knotenpunkt der A7 (Hamburg-Flensburg) und des NOK, auch bekannt als Nord-Ostsee-Kanal.
Außerdem muß ich mich sehr wundern, daß ihr Rendsburg nicht kennt. Denn zieht man eine Linie vom Nordcap nach Sizilien und vom Ural zu den Shetlandinseln, dann liegt Rendsburg im Mittelpunkt europas.
Rendsburg ist mit seinen 30.000 Einwohnern nicht gerade eine Metropole, aber durch die vielen Randgemeinden und den Durchflußverkehr über die A7 nicht gerade Menschenleer. Erst ab 20.00 Uhr ist man hier alleine auf dem Bürgersteig.

...wie ist es da?...
...naja, Ansichtssache.
Zunächsteinmal ist Rendsburg geprägt durch die Geschichte (siehe oben). Rendsburg ist eine ehemalige Granisionsstadt und das sieht man ihr heute noch an. An vielen Plätzen und Orten begegnet man Relikten aus der Vergangenheit, so sind viele Gebäude noch aus Zeiten der Garnision vorhanden.
Bis heute ist die Bundeswehr ein wichtiger Faktor in und um Rendsburg. Alleine im Stadtgebiet gibt es zwei Kasernen von Y-Reisen (Wir buchen, Sie fluchen).
Jeder, der nach Rendsburg kommt, überquert irgendwann den allgegenwärtigen Nord-Ostsee-Kanal, der Rendsburg seit 1895 vom Rest Deutschlands trennt und somit unter anderem dafür sorgt, daß die Bauern hier keine Probleme mit Schwarzwild (Wildschweine) haben, denn die würden ja ertrinken beim Versuch, den NOK zu überqueren.
Ansonsten gibt es eine schöne Altstadt und auch viele Neubaugebiete und Mietskasernen, im Volksmund auch Arbeiterschließfächer genannt.
Wer in Rendsburg arbeitet, der tut dieses selten in einem Industriebetrieb, denn großflächige Industriegebiete sucht man im traditionsgemäß Industriell unterentwickelten Schleswig-Holstein vergebens. So sind es nur eine Hand voll Firmen, die bekannte Namen haben, hierzu zählen die Mobilcom (kennt jeder), ACO (seit München 1972 weltweit erbauer von Olympiastadien), Hobby (Marktführer im europäischen Wohnwagenbau) oder Nobiskrug (große Werft). So ist dann aber die Bundeswehr einer der größten Wirtschaftsfaktoren hier in Rendsburg.

...Verkehr in Rendsburg...
...gibt es auch. Natürlich ist die A7 (hier kann man nicht nur am Sonntag seinen Porsche in Richtung Flendsburg ausfahren) die ideale Verkehrsanbindung für Rendsburg. Aber auch per Eisenbahn und Schiff über den Nord-Ostsee-Kanal ist Rendsburg zu erreichen.
In Rendsburg selber wird der Autofahrer mit roten Ampeln und einem für Nichtkenner unverständlichem Einbahnstraßensystem orientierungslos gemacht. So ist der Stadtkern völlig umgeben von einer bis zu 4 spurigen Einbahnstrasse. Das heißt, wenn du die Einfahrt zum Bahnhof verpasst hast, musst du wieder rum um die Altstadt. Tolle Sache das.
Aufgrund dieser tollen Einbahnstraßenregelung und einer sehr verwirrenden Kreuzungsregelung und Beschilderung am Thormannplatz (kommt fast jeder mal vorbei), haben Rendsburger Bürger einige Erfahrung mit Falschfahrern. Ich bin gerade letzte Woche wieder einem 116jährigem Geisterfahrer-Opa entkommen.
Parkplätze in der Innenstadt gibt´s auch, aber nur am Rand der Altstadt und nur kostenpflichtig, zumindest solange die Geschäfte geöffnet haben.
Ich möchte noch ein echtes Rendsburger Erlebnis einfügen.
Ich werde in Rendsburg am Tage von einem Streifenwagen angehupt, weil ich ca. 60Km/h fahre. Nachts werde ich angehalten weil ich 50 fahre. Natürlich frage ich die netten Polizisten, warum ich nachts angehalten werde, wo ich doch 50 fahre. Was soll ich sagen, die dachten ich wäre betrunken, denn nachts fährt doch keiner vorschriftsmäßig 50. Aua...das tut weh, was soll ich nun tun?
Ach ja, es gibt in Rendsburg keine festen Blitzanlagen, aber dafür mobile und eine Laserpistole.
Und nicht erschrecken, wenn ihr nach Rendsburg kommt. Direkt neben Rendsburg befindet sich ein Bundeswehrflughafen und die Flieger müssen über Rendsburg einfliegen. Daher sieht man desöfteren große fette Transportmaschinen am Himmel. Aber keine Angst, die fallen nicht runter, die sind immer so langsam.

...Einkaufen in Rendsburg...
...kann man am gemütlichsten in der Altstadt. Hier reiht sich Laden an Laden, wobei man von einer Stadt wie Rendsburg nicht erwarten darf, daß alle Geschäfte bis 20.00 Uhr geöffnet haben. An unseren Ladenbesitzern ist die Lockerung des Ladenschlußgesetzes vorbei gegangen. Ab 18.oo Uhr ist man in der Innenstadt alleine. OK, nicht ganz alleine, da die Verkäuferinnen ja nach Hause wollen.
Wer jedoch keine Probleme mit Einkaufszentren auf der grünen Wiese hat, der kann auch bis 20.00 Uhr einkaufen.

...Sehenswürdigkeiten...
findet man in Rendsburg mehr als genug.
Am wichtigsten natürlich, der Gang zum Nord-Ostsee-Kanal. Man geht am besten zum Hafen, hier findet man dann die "Eisenbahnhochbrücke", daß Wahrzeichen von Rendsburg. In 42 Meter Höhe fährt hier die Bahn über den Kanal. Wer aber den unter der Brücke liegenden Kleingärtnern was gutes tun will, der wird enttäuscht, denn die Toiletten werden vor der Überfahrt verschlossen, wir sind ja nicht blöd. Aufgrund des Alters der Brücke (erbaut 1911-1913) fährt die Bahn nur sehr langsam und man hat eine schönen Blick über Rendsburg.
Da der Bahnhof direkt neben dem Ende der Wasserüberquerung der Brücke liegt, muß die Bahn nun einen langen Umweg in Form einer Schleife durch Rendsburg fahren, um anschl. unter der Brücke hindurch zum Bahnhof zu gelangen. Den Bahnhof muß man nicht gesehen haben.
Steht man nun auf der Rendsburger Seite unter der Brücke, so erblickt man etwas einmaliges. Die "Schwebefähre". Dieses Ungetüm hängt an einer Seilkonstruktion unter der Hochbrücke und befördert noch heute Personen und Fahrzeuge über den Kanal.
Neben der Schwebefähre liegt ein kleines Kaffee mit einer schönen Aussicht auf den Kanal und einer Schiffsbegrüßungsanlage. Eigentlich eine Empfehlung, wenn die Bedienung nicht so unsagbar langsam ist. Aber Rendsburger wissen das seit Jahren und haben Zeit.
Hier kann man sich ausruhen und die Pötte auf dem Kanal beobachten. Wer jetzt glaubt hier fahren nur Provinzdampfer lang, der irrt. Der "Nord-Ostsee-Kanal" ist knapp 100 Kilometer lang und die meistbefahrene Wasserstrasse der Welt. Hier kommen auch große Kreuzfahrer lang, aber dann ist es am Ufer ziemlich voll, daher rechtzeitig kommen.
Noch etwas wichtiges, wer über den Kanal will, kann das auch mit div. Fähren tun. Alle Verkehrsmittel, die über den Kanal führen sind kostenlos! Das haben wir noch unserem Kaiser zu verdanken, der den Kanl für seine Truppen hat bauen lassen. Somit kann man von Brunsbüttel bis Kiel eine Abkürzung um Dänemark und schlechtes Wetter nehmen.
Ein paar Meter weiter, in Sichtweite der Eisenbahnhochbrücke, findet man eine Bank. Eine Bank? Ja, "die längste Bank der Welt". Natürlich ist niemand so breit, daß er alleine auf ihr sitzen könnte, aber bei 501,35 Meter Länge kann man schon mal die Familie antreten lassen und vom anderen Kanalufer aus fotografieren.
Noch eine Bitte an Besucher, fahrt schneller als 25Km/h wenn ihr am Kanal seid, ich sehe die Schiffe jeden Tag und Sonntagsfahrer, die bei jedem Schiff auf dem Kanal eine Vollbremsung machen, sind mir zuwieder geworden.
Auf dem Weg zur Bank kommt ihr an einem Tunnel an. Das ist der "Fußgängertunnel".
Nun ist ein Tunnel unter einer Wasserstraße nichts besonderes, aber wer mal eine XXL-Rolltreppe (ehemals die längste in Euopa) fahren will, der ist hier richtig. Der Tunnel, am Ende der Hafenausfahrt (von der Eisenbahnhochrücke aus gesehen).
In der "Innenstadt" gibt es neben vielen gemütliche Kneipen sehr viele alte Gebäude zu sehen. Da ich keine Ärger mit div. Rendsburger Wirten bekommen möchte, empfehle ich hier keine Kneipen.
Unbedingt empfehlen möchte ich jedoch meinen Lieblingseisladen. Der befindet sich im Provianthaus neben dem "Paradeplatz" und heißt Rialto. Unbedingt hingehen, ist lecker dort. Auf dem Paradeplatz finden gelegentlich Veranstaltungen statt. Wenn ihr auf dem Paradeplatz steht, dann geht in den angrenzenden Park, um Euch einen Spaziergang zu gönnen oder ins "Arsenal", denn hier finden schon mal Ausstellungen statt. Im Sommer gibt es auch immer ein Freiluftkino im Arsenal, so richtig mit Blasmusik und großer Leinwand.
Von Rendsburg aus kann man auch prima Farradtouren starten. Immer am Kanal lang oder dem traditionellen Ochsenweg. Am Bahnhof in Rendsburg gibt es übrigens Farräder zu leihen.
Es gibt sogar regelmäßige Stadtführungen in Rendsburg. Die Touristeninformation befindet sich in der Innenstadt im alten Rathaus. (Tel. 04331-21120)
Gute Discos oder ähnliches findet man in Rendsburg nicht, zumindest kann ich keine weiterempfehlen.
Aber einmal im Jahr, da kann man sich ins Koma saufen, wer es denn will. Ich tu das natürlich nie! Denn einmal im Jahr ist "Rendsburger Herbst". Das ist eine Veranstaltung, bei der man versucht ganz Rendsburg und Gäste in die Altstadt zu zwängen. Neben Wurstbuden und Bierständen erfreut ein buntes Programm das Herz des Besuchers.
Ansonsten kann man von Rendsburg aus ideal zu vielen anderen Sehenswürdigkeiten starten. Rendsburg ist umgeben von viel Natur. Wer Richtung Westen fährt, der wird sehen, wie gut es den Schleswig-Holsteinern gelungen ist, die Berge abzutragen und den Blick auf die Nordsee freizugeben.
Wer sich in Rendsburg sportlich betätigen will, der hat die Möglichkeit div. Tennisplätze, Minigolfanlagen, Fitnesscentren oder das Schwimmbad zu nutzen. Keinesfalls jedoch sollte man im Kanal baden.

Noch ein Tipp für durchreisende. Auf der A7 vor der Rendsburger Autobahnhochbrüche (aus Richtung Süden kommend, sonst hinter der Brücke) gibt es einen Rastplatz. Neben dem Rastplatz fürht ein kleiner Weg an den Brückenabsatz. Von dort hat man einen tollen Ausblick über den Kanal und einen Teil von Rendsburg und Umgebung, natürlich aus luftiger Höhe.

...und wo kann man so hin?...
...die nächstgrößeren Städte sind Schleswig, Eckernförde, Neumünster, Heide und Kiel.
Wer also mehr Leben in der Bude haben will, sollte nach Kiel fahren. Über die Autobahn sind das 30 min.
die Ihr benötigt.
Zur Nordsee fährt man ca. 1,5-2h, je nach Verkehr und Zielort.

Die Ostsee ist in gut 30 min. über Eckernförde zu erreichen.
Empfehlenswert ist auch ein Besuch bei unseren ehemaligen Besitzern in Dänemark. Dazu müßt Ihr etwa 50-90 Minuten auf der A7 mitbringen. Die Zeit die man benötigt hängt stark vom den pingeligen Zöllnern auf deutscher Seite ab. Zöllner-Azubis brauchen sehr lange. Vorsicht bei abgelaufenen Personalausweisen!
Wer also seinen Urlaub in Schleswig-Holstein verbringen möchte, der hat von Rendsburg aus einen idealen Ausgangspunkt für Ausflüge aller Art.

...wie lebt man in Rendsburg...
naja, ich als geborener Großstädter habe mich inzwischen an das gemütliche Rendsburg gewöhnt.
Auch nach einigen Jahren verzweifle ich an 8 roten Ampeln auf dem Weg zur A7, obwohl ich mir Mühe gebe, sind die nicht bei grün zu schaffen.
Aber alles in allem lebt man in und um Rensburg sehr ruhig und beschaulich. Hier möchte ich meine Kinder aufwachsen sehen, auch wenn ich die Atmosphäre der Großstadt vermisse.

goedefeld


Geschrieben am: 18. Sep 2001, 16:43   von: goedefeld



Bewertungen   Übersicht


Weitere Infos? Versuchen Sie doch mal folgende Suchen bei Google:

Alle evtl. aufgeführten Marken gehören ihren jeweiligen Inhabern und unterliegen den jeweiligen Bestimmungen.


Was ist Q-Test.de | Impressum | Werbung | Geld verdienen | Banner | Counter | Preisvergleich | Download