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Übersicht > City-Guide > Deutschland > Berlin > Allgemein

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Die Meinung für´s Klo
Bericht wurde 1445 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 5 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Hallo lieber Leser.

In Anlehnung an einen vergangenen Berlinbesuch, möchte ich hier über ein für mich einschneidendes Erlebnis in einer öffentlichen Bahnhofstoilette in unserer Hauptstadt Berlin berichten.
Ja, von einer Bahnhofstoilette!
Jener ruhige, gemütliche Ort, jenseits des Großstadtgetümmels, inmitten all der Drogen- und Alkoholabhängigen des Großstadtmolochs Berlin.

Um Gottes Willen, werdet Ihr jetzt sagen.
Genau das habe ich auch gedacht, als mich diesen Sommer nach einem langem gemütlichem Kneipenabend in der Oranienburger Strasse (in Berlin natürlich!) so ein, doch sehr dringendes Gefühl überkam. Irgendeiner der 3 bis 12 Caipirinja war wohl nicht gut. Also, ich war ja bereits auf dem Heimweg, eine Toilette muss her, aber ganz dringend!

Ich wurde bei meiner Suche nach der selben immer schneller. Dabei erinnerte ich mich zurück, an die gemütlichen letzten Stunden in der gemütlichen Kneipe und an die weiche Chaiselongue (Sofa!). Natürlich gab es hier ein Klo, aber ich hatte noch kein Bedürfnis danach. Tja, dumm gelaufen für mich.

Ich näherte mich also dem Bahnhof in der Friedrichstraße. Allein bei dem Gedanken an den bevorstehenden Besuch des dortigen Bahnhofklo´s überkamen mich schreckliche Visionen. Ich dachte an all die schönen Hamburger oder Kieler Großstadttoiletten.
Die mit den fehlenden Klobrillen, den krummen Klofrauen, dem Urinflecken und Suppenwürfeln vor der Kloschüssel und natürlich dem fehlenden Klopapier. Nein, eigentlich hätte ich mir bei diesen Gedanken lieber in die Hose gemacht. Aber das tut man nicht! Obwohl...aber nein.

Nun stehe ich vor dem Bahnhof, der mit seinen bunten Zeitschriftenläden kaum noch an die vergangenen sozialistischen Zeiten erinnert.

Ich krampfe, gehen kann man das nicht mehr nennen, über die Straße. Beinahe wäre ich von diesem urmelgrünen Trabbi angefahren worden, aber Glück gehabt.

Nun noch vorbei an den "Haste ma ne Mark" Typen.
Nein, ich habe keine Mark für Dich!
Man, wenn ich erst im Lotto gewinne, dann drücke ich ihm ´nen 1000,- Markschein in die Hand und frage ob er auf 999,- Mark rausgeben kann. Nein, kannste nicht? Schade.
Aber ich komme vom Thema ab.
Ich gehe also die Treppe zum Klo hinab. Sch.... ich hätte ja sogar den Fahrstuhl benutzen können. In meiner Situation bestimmt nicht die schlechteste Idee.
Ich schleife mich vorsichtig durch die großen Glastüren in den Klovorraum. Hier steht noch eine Kundin mit ihren 250 Gramm Suppenfleisch an der Leine ( Minikampfhundfutter ).

Boaaaa? Bin ich hier richtig???? Das ist kaum zu fassen. Mir fehlen die Worte. Ich bin so überwältigt, daß ich ganz vergesse, was ich wollte. Erst als die nette Klofrau mich aus meinen Träumen reißt, fällt es mir wieder ein. Ich muß dringend auf Klo.

Doch erst will ich erzählen warum ich so erstaunt bin.
Im ersten Moment dachte ich ich hätte mich ins Adlon (Eines der teuersten Hotels in Berlin) verlaufen. Glastüren. Alles ist in Mintgrün gehalten. Alles ist neu! Und es riecht! Nicht nach Abort, sondern eher wie in einer Drogerie oder besser, wie in einer Pafümerie. Meister Proper war auch schon hier. Wie sonst könnte es sein, daß ich mich im Boden spiegeln kann?
Leise spielt die Musik im Hintergrund. Ja, eigentlich würden hier die Berliner Philharmoninker bestens ins Ambiente passen.

Doch halt, bevor ich auf den Topf komme, muß ich bezahlen. Kein Problem, es gibt ja einen Wechselautomaten am Eingang. Also Geld nehmen und durch die Automatikdrehtür aufs Töpfchen.
Ich komme aus dem Staunen nicht heraus. Es gibt weiches Toilettenpapier in Hülle und Fülle. Die Klobrille ist sauber und ich finde nicht den kleinsten Urinfleck.

Wow, ich spüre hier sogar die S-Bahn, die ein paar Meter über mir in den Bahnhof einfährt. Das ist direkt animierend...
Die nächsten 23 Minuten des Kampfes zwischen meinem Darm, dem Klo und mir, möchte ich der geneigten Leserschaft ersparen...

So fertig! Selbstredend, daß sogar die Spülung funktioniert. Kaum aus der Klotür, da sprintet auch schon die Klofrau an mir vorbei, um die Klobrille mit einem feuchten Tuch zu desinfizieren. So haben Bakterien keine Chance. Übrigens war das die hübscheste Klofrau der Welt, zumindest von hinten. Und mit Klofrauen, da kenn ich mich aus.

Ich bin begeistert von diesem Ort und schreite deutlich erleichtert Richtung Waschbecken. Ich traue mich ja nicht, ein so sauberes Klo mit dreckigen Händen zu verlassen. Hier liegt kein Papier rum und es gibt keine überfüllten Papiereimer.
Ich komme mir jetzt vor wie auf einem 5 Sterne Klo.
So eine Toilette hat Michael Jackson bestimmt auch.
Und wenn ich mal reich bin, dann lasse ich das Klo hier ausbauen und bei mir wieder einbauen.
Mit Klofrau natürlich!

Ich verlasse diesen Ort mit einem angenehm zerstörten Weltbild, was Bahnhoftoiletten angeht. Noch lange werde ich an diesen schönen Ort zurückdenken. Doch spätestens zu Hause auf meinem Klo fällt mir dann wieder ein, daß man nicht alles haben kann.

Ich möchte dennoch jedem diesen Ort als absolute Sehenswürdigkeit dieser Stadt empfehlen. Zumindest Kleinstädter wie mich, kann man damit noch begeistern.
Danke liebe Stadt Berlin, daß es solche Toiletten gibt.
Gruß Euer Fan goedefeld


Geschrieben am: 20. Sep 2001, 16:02   von: goedefeld



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