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Übersicht > Reisen > Deutsche Bahn

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
ohne die RBs müßte man mit dem Auto fahren

Nachteile:
was meistens besser wäre




Ein Viehtransporter ist nicht bequemer - aber wenigstens pünktlich
Bericht wurde 2328 mal gelesen Produktbewertung:  mangelhaft
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Der NRW-Express Bielefeld -> Aachen ist einer der wenigen mir bekannten Züge der Bahn, die wirklich gut ausgelastet sind.
Speziell Samstags hat man schon ab Dortmund kaum eine Chance, einen Sitzplatz in der 2.Klasse zu bekommen.
Der Grund ist sehr einfach, ist dies doch die fußballerische Lebensader durch NRW. Angefangen in Bielefeld, über Dortmund, Bochum, Duisburg, Leverkusen, Köln bis hin nach Aachen liegen sieben Vereine der 1. und 2.Bundesliga direkt an der Strecke. Hinzu kommt die Metropole D`dorf (incl. Flughafen). Ich kenne diese Strecke hauptsächlich von meinen Fahrten nach Köln (Heimspiel des FC) samstags zwischen 10.15 und 12.15 Uhr ab Dortmund (der Zug verkehrt stündlich). Ich kann mit Fug und Recht behaupten, vor D´dorf habe ich noch nie einen Sitzplatz gehabt. Manchmal ergibt sich die Gelegenheit als Gepäck 1.Klasse zu reisen, um nicht die Treppen oder den Ausstiegsbereich zu blockieren. Selbst als ich mal nach D´dorf zum bummeln gefahren bin, an einem Samstag als nur Leverkusen und Bochum Heimspiele hatten, musste sich unsere Dreiergruppe trennen, um sitzen zu können. Einen Kontrolleur habe ich noch nie gesehen, der käme durch die 2.Klasse gar nicht durch.
Wer mit diesem Zug samstags morgens nach D´dorf-Flughafen (womöglich noch mit Gepäck) ist selber Schuld, wenn der Urlaub mies anfängt. Soweit der Normalzustand.

Dem Ganzen die Krone aufgesetzt, hat die letzte Fahrt am 01.12. zum Spiel Köln - Dortmund.
Da die Bahn sich über die problematischen Zustände, was die Frequentierung dieser Verbindung betrifft, im Klaren sein musste, hatten wir die naive Hoffnung, dass vielleicht ein oder zwei Wagen angehängt wurden. Naja, träumen wir weiter.

Wir kommen also um kurz nach 11 Uhr auf einen brechend vollen Bahnsteig. Nach einem kurzen Unwohlsein (für die Fahrt von Dortmund nach Köln war rot-weiß die falsche Trikotfarbe) wurden unsere Hoffnungen verzweifelter. Mit einem leichten Scherz ("Wir verlangen Rechenschaft für jede dieser 3 Minuten") nahmen wir diese Verspätung hin. Das Lachen sollte uns vergehen. Der Zug fuhr ein, und selbst in der 1.Klasse standen die Leute schon. Das kann ja heiter werden. Nach viel Schieben, Drängeln, Stoßen und Schubsen (nein wir waren noch nicht beim Fußball) passten dann doch noch alle rein. Gegenseitiges auf die Füße treten wurde Gott sei Dank auch von Fans der jeweils gegnerischen Mannschaft als unvermeidbar hingenommen, es kam zu keinen Streitereien. Jeder war bemüht, die nun anstehenden 100 Fahrminuten bis nach Köln möglichst friedlich hinter sich zu bringen. Nach dem Austausch gegenseitiger Sticheleien und dem Fachsimpeln über die anstehende WM-Auslosung war die erste halbe Stunde auch gut überstanden. Leider war dies nicht die erste halbe Stunde der Fahrt, da der Zug sich noch keinen Millimeter bewegt hatte. Er war schlichtweg zu voll, Türen gingen nicht mehr zu, etc.. Dann endlich ruckte er an, um handgemessenen 3,5 Meter später wieder stehen zu bleiben.
O.k., es hat insgesamt nur 45 Minuten gedauert, bis er dann endlich losgefahren ist. 45 Minuten von der Einfahrt bis zur Ausfahrt, ich wusste gar nicht wie lang der Dortmunder Hauptbahnhof ist.
Nach einer guten Stunde in diesem Viehtransporter wurde es in Düsseldorf dann endlich leerer. Den Erfahrungsvorteil gegenüber den BVB-Fans ausnutzend, orientiert man sich schon mal Richtung Sitzplätze, so wurde der letzte Teil der Fahrt dann vergleichsweise bequem.
Statt um 13.00 Uhr liefen wir dann 13.50 Uhr im Kölner Hbf ein. Für das angeblich pünktlichste Verkehrsmittel Deutschlands ziemlich blamabel.
Als Studi und Kartenkäufer im Vorverkauf fahre ich von Dortmund aus umsonst. Wer für diese Fahrt bezahlt hat, ist betrogen worden. Von Komfort möchte ich gar nicht sprechen nicht mal in der 1.Klasse. Hinzu kommt, dass eine solche Horde Fußball-Fans mehr Müll hinterlassen können, als man sich ausmalt. Die Toiletten waren ständig blockiert, da standen ja auch Leute vor, der Weg dahin dauerte Minuten. Nichtraucher-Abteile gab es auch nicht, versuch mal jemand dieser Horde Einhalt zu gebieten. Besonders als Kunde der 1.Klasse hätte ich mich über den Tisch gezogen gefühlt.

Das alles hätte soviel einfacher sein können, wenn bei der Bahn jemand mitgedacht hätte. Zwei Wagen dranhängen, und die Situation wäre merklich entspannter gewesen. Aber jetzt werde ich schon wieder naiv.

Übrigens die Rückfahrt um kurz nach 19 Uhr war nicht viel besser aber wenigstens pünktlich.


Geschrieben am: 06. Dec 2001, 19:22   von: mipoh



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