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Übersicht > Reisen > Urlaubsziele > Niederlande

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
sehr vielseitiges Reiseland

Nachteile:
danach muss ich suchen,
ich habe keine gefunden!





In den Niederlanden ist nicht nur alles Käse!
Bericht wurde 1891 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 2 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Jedem, der sich mit den Niederlanden beschäftigt, ist bestimmt schon mehr oder weniger häufig aufgefallen, dass viele dieses Land nicht „Niederlande“, sondern „Holland“ nennen. In jedem Stadt, Land, Fluss-Spiel wird dies auch akzeptiert. Die Niederländer sagen es übrigens auch häufig selbst. Man wird deshalb also nicht an den Pranger gestellt. Bestimmt hat es auch einen Hintergrund. Allerdings sollte man wissen, dass Holland sich in Nord- und Süd-Holland aufteilt. Dabei handelt es sich hierbei um zwei der insgesamt zwölf Provinzen, in die sich dieses Land unterteilt. Zur Information seien diese hier nochmals mit ihren jeweiligen Provinzhauptstädten genannt:

Limburg - Maastricht

Noord-Brabant - ’s Hertogenbosch

Zeeland - Middelburg

Zuid-Holland - Den Haag

Noord-Holland – Haarlem

Utrecht – Utrecht

Gelderland - Arnhem

Overijssel – Zwolle

Flevoland – Lelystad

Friesland – Leeuwarden

Drenthe – Assen

Groningen - Groningen

Die Hauptstadt des Landes ist Amsterdam. Der Regierungssitz befindet sich in Den Haag. Landessprache ist Niederländisch, wobei in den Provinzen Friesland und Groningen außerdem Friesisch gesprochen wird. In Friesland ist es sogar Pflichtfach an den Schulen. Die Niederlande bestehen in ihren heutigen Staatsgrenzen seit 1839, vorher gehörte Belgien noch dazu.

Wer sich ein wenig mit Sprache beschäftigt, wird hier seine helle Freude haben. Man denkt, es sei einfach, über eine Lautverschiebung alles mühelos verstehen und erklären zu können. Hört man dann einmal genauer hin, stellt man fest, dass dies nicht unbedingt immer zutrifft. Selbst auf den vier westfriesischen Inseln stellt man pro Insel Spracheigenheiten fest, die sich nur auf der jeweiligen Insel finden. Die Insel Ameland hat sogar ihr eigenes Wörterbuch „WOA’DEBOEK fan ut AMELANDS“. Texel, die größte Nordseeinsel der Niederlande gehört noch zur Provinz Nord-Holland. Aber nicht nur der Norden des Landes ist sprachlich interessant. Auch im Süden findet man Einfärbungen in der Sprache, die es selbst einem Nord-Niederländer schwer machen können, einem Gespräch zu folgen, wenn es in gewohnt schneller Manier stattfindet.

Die seit 1839 bestehenden bereits erwähnten geografischen Grenzen der Niederlande sind im Norden die Nordsee, im Osten die Bundesrepublik Deutschland und im Süden Belgien, wobei der flämische Teil Belgiens noch zum Niederländischen Sprachraum zählt, allerdings mit einem kleinen Anteil sehr unterschiedlichen Wortgebrauchs. Wo man in den Niederlanden Romanismen, Anglizismen, Germanismen und auch weitere Spracheinflüsse zulässt, legen die Flamen sehr viel Wert auf ein Wort, welches der eigenen Sprache entstammt. Dies hängt natürlich auch mit der Problematik zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen in Belgien zusammen. Das soll natürlich jetzt nicht der Schwerpunkt dieser Meinung werden.

Die Niederlande sind ein Handelsstaat.

Politisch handelt es sich bei den Niederlanden um eine Parlamentarische Monarchie. Das Parlament besteht aus der 1. Kammer (Senat, 75 Sitze) und der 2. Kammer (150 Sitze).

„Die Niederlande sind Mitgliedstaat von EU, Europarat, NATO, OECD, OSZE, UNO und WEU.
OECD = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

OSZE = Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (Nachfolgeorganisation der 1975 gegründeten Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa / KSZE)

WEU = Westeuropäische Union“

Die Daten zwischen den Anführungszeichen habe ich dem Jahrbuch ‚Harenberg aktuell 2000’ entnommen.

Zu den Niederlanden gehören noch die autonomen Niederländischen Antillen und Aruba, die sich geografisch in der Karibik befinden.

Die meisten Menschen assoziieren die Niederlande mit Käse, Tulpen aus Amsterdam, Rudi Carell, Zandvoort und Scheveningen. Manche wissen noch etwas mehr über das Königshaus, eventuell über berühmte Maler wie Frans Hals, Rembrandt, Vermeer van Delft oder van Gogh. Letzterer war auch ein Niederländischer Maler, schuf aber seine Werke vermehrt im Ausland.

Wenn das alles wäre, könnte ich hier mit meiner Beschreibung über die Niederlande schließen. Natürlich gibt es viel mehr, was man über diesen kleinen Nachbarstaat berichten kann.

Was die Niederlande so besonders auszeichnet, sind die teilweise gigantischen Bauwerke zum Schutz der zeitweise unberechenbaren Nordsee. Ich möchte hier auf die Deltawerke „Neeltje Jans“ in der Oosterschelde und auch auf den Bau des Abschlussdeiches zwischen Nord-Holland und Friesland verweisen.

Die Deltawerke haben aufgrund der Flutkatastrophe von 1953, der weite Teile der Provinz Zeeland zum Opfer fielen, ein Sturmflutwehr errichtet, welches 1986 – nach achtjähriger Bauzeit eröffnet werden konnte und nun bei einer drohenden Gefahr die Oosterschelde abschließen kann.

Der Abschlussdeich (afsluitdijk) wurde in der Zeit von 1929 bis 1932 errichtet. Eine Gedenktafel (Monument) etwa auf der Hälfte des Deiches erinnert an diese Bauzeit.

„Een volk, dat leeft, bouwt aan zijn toekomst mee“.

Ein Volk, das lebt, baut an seiner Zukunft mit, steht auf einer Gedenktafel innerhalb des Restaurants, welches zum Verweilen auf dem Deich einlädt, aber auch gleichzeitig einen guten Blick auf die Nordsee und die Zuiderzee – das Ijsselmeer ermöglicht. Der Abschlussdeich verbindet, wie bereits gesagt, die Provinzen Nord-Holland und Friesland miteinander.

Kleinere Bauwerke dieser Art finden sich viele in den Niederlanden. Wo in den 50er Jahren noch mit der Fähre (Pont) übergesetzt wurde, gibt es heute viele Zugbrücken und einige groß angelegte Aquadukte im Land. Die Zugbrücken sind nicht mehr vergleichbar mit den uns bekannten Gemälden aus früherer Zeit. Allerdings befinden sich schon noch einige dieser Zugbrücken als Fußgänger- und Radfahrerwege an diversen Stellen in den Niederlanden. Bei den neuen Zugbrücken handelt es sich um einen fest asphaltierten Straßenabschnitt, der technisch so angelegt ist, dass er bei Bedarf über eine Hydraulik nach oben gedrückt wird und so den vielen Schiffen, Segelbooten und anderen zu hohen Wasserfahrzeugen die Durchfahrt gewährt und ermöglicht. Wenn man das so hört oder liest, merkt man, dass es also einen ganz anderen Schwerpunkt, als den bisher angenommenen gibt, der dieses Land so unverwechselbar und einzigartig macht.

Die Niederlande sind wirtschaftlich gesehen ein Exportland. Man bedenke die Erdgasvorkommen in der Nordsee. Zwei Drittel dieser Erdgasvorkommen in der Niederländischen Nordsee werden im eigenen Land benötigt. Ein Drittel wird exportiert. Wichtigster Handelspartner der Niederlande ist die Bundesrepublik Deutschland.

Speziell in der Küstenregion (ca. 800 km Länge) und auf den fünf Inseln – Texel/Nord-Holland und den vier westfriesischen Inseln, sowie auf den drei Halbinseln Zeelands ist der Tourismus ein sehr stark dominierender Wirtschaftsfaktor. Laut Harenberg Länderlexikon beträgt der Landwirtschaftliche Faktor lediglich 4,2%. Die wirtschaftlich interessanten Zentren liegen mehr im Süden des Landes, zum Beispiel Philips in Eindhoven und Royal Dutch/Shell in Rotterdam.

Ein gutausgebautes Straßenverkehrsnetz ermöglicht es, relativ schnell zu den entsprechenden Zielen zu gelangen. Auch hier werden umweltschonende Verkehrsmittel steuerlich subventioniert.

Staatliche Luftverkehrslinie ist die KLM – Royal Dutch Airlines = Koninglijke Luchtvaart-Maatschappij. Schiphol, der Flughafen in der Nähe von Amsterdam hat ein beständiges Wachstum zu verzeichnen.

Auf dem Sektor der Schifffahrt ist Rotterdam – Hoek van Holland nicht unbedeutend. Von hier werden viele internationale Häfen angesteuert. Dabei handelt es sich nicht nur um Fracht- und Container-Schiffe, sondern auch um viele Passagierschiffe, die weltweit fahren und um einige Fähren, die zwischen Rotterdam und Groß Britannien verkehren.

Amsterdam ist das Kulturzentrum für Literatur, Musik und Theater in den Niederlanden. Es ist international anerkannt. Ein Besuch im Rijksmuseum in Amsterdam ist für Kunstkenner gewiss lohnend.

In Haarlem, der Provinzhauptstadt Nord-Hollands befindet sich das Frans Hals Museum. Auch hier ist der Besuch empfehlenswert. An dieser Stelle möchte ich eine kleine Begebenheit aus meiner Kindheit erzählen. Als Kind war ich einmal in diesem Museum zu Besuch. Ich muss noch recht jung gewesen sein. Beim Anschauen eines Bildes fiel mir eine Fliege auf. In meinem kleinen Kopf arbeitete es. Weil ich noch klein war, saß ich auf dem Arm meines Vaters, um die Bilder besser anschauen zu können. Plötzlich schlug ich mit meiner noch kleinen flachen Hand auf die vermeintlich lebende Fliege. Dieses eine Bild habe ich nie vergessen. Zum Glück hatte der Museumswärter ein Nachsehen mit mir. Aber es spricht für die excellente Fähigkeit des Malers Frans Hals.

Wenn man schon in Haarlem ist, sollte man sich die im spätgotischen Stil erbaute St. Bavo Kirche ansehen. Aber man sollte wissen, dass es zwei Kirchen mit diesem Namen gibt. Die große spätgotische protestantische Kirche befindet sich in der Innenstadt. Es finden während der Sommersaison in regelmäßigen Abständen Orgelkonzerte statt. Die katholische St. Bavo ist etwas außerhalb der Stadt in der Nähe des Leidsevaart’, einem Fluss, der durch Haarlem fließt, zu finden. Sie ist ebenfalls das Ansehen wert.

Nachdem wir nun Kenntnis über die Ergebnisse der Pisa-Studie haben, ist es bestimmt nicht uninteressant, so nebenbei etwas über das Niederländische Bildungswesen zu erfahren.

Die Schulpflicht beginnt hier bereits mit Vollendung des vierten Lebensjahres. In diesem Fall ist das Harenberg Lexi kon „nicht aktuell“ und auch nicht ganz korrekt. Die Kinder werden mit Vollendung des vierten Lebensjahres in die Schule (Basisschool) aufgenommen. Das geschieht monatlich. Eine Versetzung in die nächsthöhere Lerngruppe findet allerdings immer mit dem Beginn des nächsten Schuljahres statt. Insgesamt gibt es acht Lern- bzw. Niveaugruppen, die sich auf insgesamt sechs Schulbesuchsjahre verteilen. Mit dem Abschluss des sechsten Schuljahres werden die Kinder aus der Basisschule entlassen und in die verschiedenen weiterführenden Schulen übernommen und integriert. An dieser Stelle möchte ich die einzelnen Schultypen nur kurz erwähnen.

VBO = voortgezet basisonderwijs = Hauptschule
MAVO = middelbaar algemeen voortgezet onderwijs = Realschule
HAVO = hoger algemeen voortgezet onderwijs = Lyzeum/Gymnasium
Atheneum = Humanistisches bzw. Altsprachliches Gymnasium

Ein großer Schwerpunkt ist unabhängig vom Schultyp das Erlernen von Fremdsprachen. Hintergrund hierfür sind Handelsstaatliche Interessen. Früher wurde in den Schulen bereits ab der dritten Klasse als erste Fremdsprache Französisch unterrichtet. In der Niederländischen Sprache gibt es, wie bereits am Anfang erwähnt, viele Romanismen und Gallizismen. Wer sich schon einmal näher mit der Niederländischen Sprache beschäftigt hat, wird dies bemerkt haben. Heute ist die erste Fremdsprache Englisch, die zweite Fremdsprache Französisch oder Latein. Als dritte Fremdsprache wird Deutsch angeboten. Das Atheneum beginnt mit den Alten Sprachen und bietet erst in den höheren Klassen die Neuen Sprachen an. HAVO bietet die Alten nach den Neuen Sprachen zu einem späteren Zeitpunkt zusätzlich an.

VBO und MAVO sind ähnlich wie hier häufig in Gesamtschulen gemeinsam unter einem Dach. So ist ein Übergang in das höhere bzw. niedrigere Niveau ohne nennenswerte Schwierigkeiten möglich.

Zu den staatlichen Schulen finden sich in den Niederlanden noch recht viel e konfessionsgebundene und auch Privatschulen. Sehr häufig wird nach dem pädagogischen Prinzip von Maria Montessori, der bekannten Italienischen Kinderärztin, in den sogenannten Montessori-Schulen gearbeitet.

Grundsätzlich sind alle Schulen in den Niederlanden als Ganztagsschulen konzipiert. Es besteht in den Schulen die Fünf-Tage-Woche. Es gibt in der Basisschule zwei freie und in den weiterführenden Schulen meistens einen freien Nachmittag.

Da der Tourismus eine Haupteinnahmequelle der Niederlande ist, möchte ich noch einmal kurz darauf eingehen.
Die attraktivsten Reisegebiete liegen natürlich an der 800 km langen Küste und auf den Zeeland-Halbinseln, bzw. auf den westfriesischen Inseln.

Aber es gibt auch noch andere Reisegebiete. Das Ijsselmeer ist ein Paradies für Segelfreunde. Sie finden hier viele Möglichkeiten, ihrem Hobby nachzugehen. Ebenso ist die Niederländische Heide in der Provinz Gelderland eine sehr beliebte Reiseregion.

Den Haag ist nicht nur als Residenz der Niederlande bekannt. Die Miniaturstadt Madurodam ist hier ein beliebtes Ausflugsziel. Man kann sich dort einen Überblick über die meisten Bauwerke der Niederlande verschaffen. Sie sind maßstabgetreu nachgebaut worden.

Des weiteren befindet sich in Den Haag auch das Haager Tribunal, welches sich mit Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen in aller Welt beschäftigt. Seit Juli 2001 wird im Hochsicherheitsgefängnis von Scheveningen, dem bekanntesten Vorort von Den Haag, Slobodan Milosevic gefangengehalten.

Ich hoffe, dass ich die Niederlande einigermaßen darstellen konnte und nicht jeder denkt, dass alles in den Niederlanden nur mit Käse zu tun hat.

Die in der Meinungsmaske gestellten Fragen treffen nicht besonders gut zu. So weiß ich wirklich nicht, was ich bei der Ausstattung der Niederlande wählen soll. Nehm ich's halt mit Humor und sage, dass die Niederlande mit vielen sehr guten und interessanten Zielen ausgestattet sind. ;-)


Es handelt sich bei uns um unseren Familienurlaub. Geeignet sind die Niederlande ausnahmslos für jeden, der keine Probleme mit Wind und Wetter hat!



antjeeule 06/2004


Geschrieben am: 05. Jun 2004, 01:31   von: antjeeule



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