| KONTAKT | | HILFE | | HOMEPAGE |
 MyReise   MyTickets   MyShopping 
 
    STARTSEITE
Suche in
  Auswahl

Kategorie:

Aktuelles
Was ist Q-Test.de
Geld verdienen
Mitglied werden
Kontakt

  User Login
Username

Passwort



Passwort vergessen ?
 

Übersicht > Reisen > Urlaubsziele > England

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
s.o.

Nachteile:
s.o.




Die Industrialisierung in England
Bericht wurde 6002 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Dies ist ein von mir verfasster und ausformulierter Vortrag über die Industrialisierung in England, auf die ich 14 Punkte im Geschichts LK bekam


Der Fabrikarbeiteranteil an der Erwerbsbevölkerung war bis zur Mitte des 19.Jhd nicht nur im relativ rückstädnigen Deutschen Bund sondern auch in England noch relativ gering. So setig dieser Anteil in Deutschland von vier Prozent im Jahre 1850 auf 10 % im Jahr 1873 an. Auch in Engöand sah dies nicht anders aus: um die Jahrhundertmitte arbeiteten gerade mal zehn bis 12 % der Erwerbsbevölkerung in Fabriken.
Jedoch arbeiteten die meisten Fabrikarbeiter zu dieser Zeit nur in einer einzigen Branche, nämlich der Textilindustrie. Weder der typische deutsche noch der typische englische gewerbliche Arbeiter war in der Mitte des 19. Jhd also ein Fabrikarbeiter. Da zumeist noch die kleingewerblichen Handwerke der Schuster, Schneider, Tischler, Zimmerer, Maurer, Schlosser, Schmiede, Bäcker, Fleischer vorherrschten..
Da sich die Tendenz zur Maschinisierung und zur Zentralisierung der Produktion in Fabriken erst nach einer gewissen Gewöhnungs und Anpassungszeit einstellte, hatten sich die englischen Arbeiter in ihrer Mentalität und praktischen Lebensgestaltung schon längst auf die Anforderungen der städtischen Marktgesellschaft eingestellt.
Denn in Deutschland war dieser Sprung in einem viel kürzeren Abstand zu erkennen. Denn hier wurden die Arbeiter mit der Urbanisierung, der Kommerzialisierung des Gewerbes und der Fabrikindustrialisierung zugleich konfrontiert.

Einer der herausragensten englischen Theoretikern unter den sogenannten Frühsozialisten war Robert Owen. Dieser demonstrierte mit einem sozialen Experiment in seinen Textilfabriken von New Lanark, dass umfangreiche soziale Maßnahmen wie Arbeitskürzungen, angemessener Lohn, Betriebsküchen, Werkswohnungen, Schulunterricht für Kinder sich vorteilhaft auf die Ertragslage auswirkten. 1820 erschien sein Hauptwerk The Book of the New Moral World. Dabei formulierte er eine Gesellschaftsordnung ohne Privateigentum auf der Basis sich selbst organisierender Gewerkschaften. In Amerika scheiterte er jedoch mit seinem Experiment New Harmony. Somit gingen von ihm wichtige Impulse für die englische Arbeiterbewegung aus.


Wichtige Selbsthilfeorganiesation für die Lohnarbeiter in England waren sicherlich die Gewerkschaften. Diese unterstützten die Arbeiter vor allem in ihrer Eigenschaft als Anbieter von Arbeitskarft auf dem Arbeitsmarkt. Aufgrund der kampfkräftigen Gewerkschaftsbewegung in England war das Lohnniveau um erheblich höher im gesamten 19. Jhd als auf dem kontinent. Dies wurde realisiert durch die permanenten Streikdrohungen der engl. Gewerkschaften. In England stellten schon zu Beginn des 18. Jhd Gewerkschaften oder gewerkschaftsähnelnde Institutionen finanzielle Unterstützung bei streikbedingter, konjunkturbedingter oder arbeitsbedingter Arbeitslosigkeit bereit. Dabei entwickelten sie sich vorwiegend im Bereich des handwerklichen Gewerbes, aufgrund des frühen Verfalles des Zunftwesens in England. Außerdem schlossen sie, auch trade socities genannt, mit dem Arbeitgebern Tarife über Löhne und Arbeitszeiten oder Vorsorgeversicherungen ab oder regulierten die Lehrlingsausbildung. Diese Aktionen galten jedoch als illegal, da zu dieser Zeit noch die Gesetze des Common Law und der Arbeitsgesetzgebung des späten Mittelalters galten. Nach diesen seien Arbeitnehmer und Arbeitgeber keine gleichberechtigten Vertragspartner. In den 20er Jahren des 19- Jhd diktierten die Gewerkschaften regelrecht in machen Berufen die Arbeitgeber, obwohl die bis 1824/25 geltenden Koalitionsverbote überlokale Kontakte erschwerten und sie sich als Untergrundorganisationen tarnen mussten. Jedoch setzte um 1825 eine Reformpolitik ein, bei der Gewerkschaften legalisiert wurden, doch Aktionen wie Streiks oder Kampfmaßnahmen wurden immer noch unter Strafe gestellt. Der Aufschwung der Gewerkschaften lag vorangig an der Tatsache, dass es aufgrund der Konkurrenzbedingungen zwischen den Unternehmern kaum Arbeitgeberverbände zusammenschlossen. Denn dauerhafte Arbeitgeberverbände entstanden erst in der zweiten Hälfte des 19. Jhd. Das Fortschreiten der englischen Gewerkschaftsbewegung lässt sich an folgenden Statistiken verdeutlichen. 1861 waren in England 275 Berufe gewerkschafltlich organisiert. In Deutschlaand waren zu dieser Zeit zum Beispiel nur 2 Berufe, nämlich die der Buchdrucker und der Zigarrenarbeier gewerkschaftlich organisiert. Mit der Zeit reichten die nur mit einem lokalen Wirkungsbereich besitzenden Unions nicht mehr aus, sondern die Arbeiter forderten überregionale Gewerkschaften oder einer politischen Ziele verfolgenden Arbeiterpartei. Anfänge bestanden bis zur Parlamentsreform 1832. Doch die die versprochene Ausdehung des Wahlrechts blieb aus. Mit der Begründung der Grand National Consoldidates Trades Union 1843 wuchs wieder das Selbstvertrauen, doch kurz darauf scheiterte auch dieses Experiment.
Nun komme ich auf die Chartistenbewegung genauer zu sprechen, die jedoch auch zu dieser Zeit entgültig scheiterten Der Grund für dieses Scheitern, war der dass, durch die starken meinungsgegensätze auch innerhalb dieser Bewegung keine einheitlichen Ziele bestanden. Die Chartisten beschränkte ihr Handeln auf eine breite radikale Massenbewegung, dennoch waren sie nie als Partei tätig. Jedoch wurden viele Chartistenführer deshalb auch zu Gefängnisstrafen verurteilt. Weiterhin drohte die Regierung auch mit dem Einsatz vom Militär. Außerdem sind Gründe für das scheitern dieser Bewegung, dass wenig Geld zur Verügung stand, da schon die Gewerk und Genossenschaften und die friendly socities Geld verschlangen.
In der Folgezeit wurde der Weg der trade Unions fortgeführt Auch die Einkaufs und Konsumgenossenschaften propagierten nicht den Klassenkapf, forderten nicht den fundamentalistischen gesellschaftlichen Wandel, sondern akzeptiertenn in der Art ihres Handels, die gängigen Normen der Soziallehredes Viktorianismus.
Auf dieser Basis setzte nach 1850 die zweite der Gründungsphase der englischen Gewerkschaftsbewegung ein. Nun gab es erste dauerhafte überregionale Zusammenschlüsse wie die 1851 gegründete Union der Metallarbeitergewerkschaften., der Amalgated Society of Enginees mit 11000 Mitgliedern. Jedoch waren die Organisationen durch ihren unsicheren Rechtsstatus gegenbüber den ebnefalls nun in Verbänden zusammengeschlossenen Unternehmer stark eingeschränkt. Deshalb folgte die gründung der Dachorganisation Trade Union Congress um mit dessen Hilfe stärkeren Einfluss auf die gesetzgebung zu haben. Erfolge waren 1871 zu erkennen, da hier die Rechtsunfähigkeit der Unions abgebaut wurde und 1875, als das konservative Kabinett Disraeli die Gewerkschaften rechtlich anerkannte und akzeptierte. In den 70ern beendete jedoch die Große Depression den Aufschwung der Gewerkschaftsbewegungen: Lohnsenkungen und Niederlagen bei Streiks waren die Folge. Außerdem sank die Zahl der Mitglieder von 1870 bis 1880 um 50 5 auf 500000. Gleichzeitig verhärteten sich auch die Fronten zwischen der Arbeiter und der Mittelklasse, sodass die New Unions entstanden. Sie versuchten die Arbeiterschaft eines gesamten Berufszweiges zusammenzufassen und hatten einen deutlichen Scub militanten Klassenbewusstseins zur Folge. Die Situation verschärfte sich in den 90ern immer mehr als die Gewerkschaften mit einer Kette von Streiks gegenüber den inzwischen effektiv organisierten machtvollen Arbeitgebervereinigungen unterlagen. Der Höhepunkt war hierbei 1897/98 der landesweite vergebliche Streik der mächtigsten Gewerkschaft, der Amalgamated Society of Engineers mit dem diese den Acht-Stunden Tag durchsetzen wollten. Obwohl die Gewerkschaften errungene Rechte in der Rechtssprechung besaßen, definierten immer mehr Gerichte gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen als civial conspiracy, als willentlich daher strafbare und schadenspflichtige Schädigungen der Unternehmer.

Eine weitere Selbsthilfeeinrichtung zu dieser Zeit waren die Konsumgenossenschaften. Diese gewährten dem einzelnen Mitglied und der Familie falls benötigt Kredite bei Krisensituationen. Außerdem konnten über diese organisation Mengenrabatte bei den Lebensmittelhändlern erzeilt werden, da die Konsumgenossensschaften den Arbeiter als Konsument organisierten. Die Gewerkschaften hingegen organisierten den Arbeiter als Produzent. Auch in dieser Bewegung fand ein Aufschwung statt. In den 30ern des 19 Jhd riefen die Anhänger Robert Owens über 500 Konsumgenossenschaften ins Leben. 1864 hatten die Konsumgenossenschaften 130000 Mitglieder und 1872 gar 350000. Der Ausmaß der englischen Genossenschaftsbewegung wurde in Deutschland erst um die Wende vom 19. Ins 20 Jhd. erreicht.
Zahlreicher noch als die Konsumgenossenschaften waren in England die sogenannten friendly societies. Dies waren Unterstützungskassenvon Krankheit, Alter, Beerdigung und anderen Katastrophen des proletarischen Alltags. Schon 1800 gab es in London alleine schon über 1000 friendly socities. 1874 gab es in ganz England 32000 socities mit 4 Mio. Mitgliedern. Diese Organisationen des 19 Jhd blieben jedoch klein und lokal begrenzt. Meist wurden sie nur schlecht von den eigenen Mitgliedern verwaltet. Da die Mitglieder kaum unternehmerische Erfahrungen hatten, erlitten viele socities Schiffbrüche. Obwohl bereist im späten 18 Jhd die Koalitinsverbote galten, wurden diese Organisationen vom Staat anerkannt und mit gesetzlichen Privilegien ausgestattet, obwohl dem Staat klar war, dass manche Hilfskassen in wirklichkeit sich als Gewerkschaften oder radikale politische Clubs tarnten.

Ein weiteres Thema meines Vortrags ist die Geschichte der Arbeiterpartei ind England. Grundlage war hier das Jahr 1869. Denn obwohl 1867 bereits die Wahlrechtsreform einem Teil der Arbeiterschaft das Wahlrecht verliehen hatte, waren bislang alle Versuche eine Arbeitervertretung im Unterhaus zu schaffen gescheitert. Doch die 1869 begründete Labour Representation League alter Radikaler, neuer Sozialisten und einiger Gewerkschaftsgruppierungen hatte bis 1880 immer wieder vergeblich versucht Abgeordnete ins Unterhaus zu bringen, sodass sie sich im gleichen Jahr auflöste. Das gleiche gilt für die 1886 ins Leben gerufene Labour Election Assosiation. Obwohl diese einige Abgeordnete stellten, hatten sie wenig Zuhörer im Parlament. Mit Auflösung der viktorianischen Grundwerte, lebte die Theorie Marxsauf und gewann Zustimmer. Denn bis 1880 blieb Marx unbekannt in Engalnd obwohl er 1849 das Kapital schrieb und 1864 in London 1864 die Erste Internationale gründete. So gründete Henry M. Hyndman 1881 mit Londoner Radikalen die Democratic Federation und wurde 1884 in Social Democratic Federation aufgrund ihrer sozialistischen Denkensweise umbenannt. Jedoch die Massenbasis fehlte bei 1000 Mitgliedern Ende der 80er. Weitaus erfolgreiicher sollte die Vereinigung sozialistischer Intellktueller zur Fabian Society im Jahre 1884 werden. Sie selbst wollten keine Massenbewegung sein, sondern eher Wegberieter dieser sein. Versuche der Independent Labour Party 1895 bei den Wahlen erfolgreich zu sein scheiterten.
Erst 1899 beschloss dann endlich der Trade Union Congress 1900 gemeinsam mit den genossenschaftlichen und sozialistischen Organisationen einen Kongress einzuberufen. Aus dieser Konferenz am 27. Februar 1900 in Lodon ging das Labour Representation Committee hervor, deren Aufgabe es sein sollte eine eigene paralementarische Vertretung der englischen Arbeiterschaft zu organisieren. Die Geburtsstunde der englischen Arbeiterpartei war besiegelt. Jedoch errang die Partei bei den Wahlen 1900 nur 2 Mandate. Im Jahre darauf unterstützten die Gewerkschaften auch endgülig diese Partei, da sie durch das Urteil des Oberhauses im Taff-vale-Prozess für unerlaubte Handlungen ihrer Mitglieder haftbar gemacht wurden. Daraufhin brachten die Wahlen 1906 von 50 Manaten 29 Kandidaten ins Unterhaus. Die Struktur der ab 1906 in Labour Party umbenannte Partei blieb bis 1918 gleich. So war es ein zwölfköpfiger Ausschuss aus sieben Gewerkschaftern, zwei Repräsentanten der Labour Party, zwei der Social Democration Federationund ein Fabier. Die Labour Partei stnad in der Tradition der vorwiegend reformistisch ausgerichteten Gewerkschaftsbewegung mit ihrem durchgängigen Interesse an der Durchsetzung konkreter Verbesserungen für ihre Mitglieder. Die Labour wollte ihre Ziele nicht mit revolutionären Mitteln gegen den Staat, sondern auf demokratischem Wege erreichen.
Auch die Rolle der Kirche war in England eng verbunden zur Arbeiterbewegung. Keir Hardy verstand Sozialismus vor allem als die politische Verwirklichung der Nächstenliebe.




Nun komme ich auf die Arbeiterfamilie und Abeiterkultur in England zu dieser Zeit zu sprechen. Die friendly societies trugen zur Herausbildung und Pflege enger persönlicher Beziehungen. Dies zeigt sich in Trink - und Essgelagen, Brass-Band Umzügen. Dies stärkte die nachbarschaftliche, betriebliche und berufliche Gemeinschaft. Im Zentrum des Arbeiterlebens stand die Familie, die ihm Geborgenheit, gesellige Kontakte und Zuwendung verschaffte. Mitte des 19 Jhd lebten die Arbeiter ja aber auch schon in der zweiten, dritten oder gar vierten Generation in den Städten. Auch gab es keinerlei Heirats oder Niederlassungsbeschränkungen mehr. Das dies in Deutschland zur gleichen zeit nicht so war, zeigt folgende Statistik. So waren im Jahre 1849 in Leipzig nur 27,1 % und im Jahr 1875 nur 33,4 % der männlichen Arbeiter verheiratet. Auch die Rolle der Frau im alltäglichen Leben war in England im Gegensatz zu der in Deutschland. So unterstützten die Frauen in England aktiv die Chartistenbewegung durch Initiativen wie das allgemeine Wahlrecht zu erringen oder sozialpolitische Verbesserungen zu erreichen. Außerdem organisierten sie Unterstützungsaktionen, Bildungsvereine, Bibliotheken, Schulen. Dies war in Deutschland weniger der Fall.
Auch die als Turn oder Lesevereine getarnte Clubs fungierten nicht nur wie in Deutschland als Debattierclubs, sondern organisierten auch zahlreiche Freizeitvergnügen wie Wanderungen und so weiter. Besonders nach 1850 wurden sie populär, da damals der freie Samstagnachmittag erkämpft wurde.
Weitere später aufkommende Freizeitaktivitäten waren zum Beispiel eine Art Fußballspiel mit Verletzten und Toten, bei dem der Ball eine gefüllte Schweinsblase war, Boxkämpfe, Pferderennen, Fischen, Taubenzucht oder Hahnenkämpfe.


Geschrieben am: 14. Nov 2002, 22:36   von: konkrass



Bewertungen   Übersicht


Weitere Infos? Versuchen Sie doch mal folgende Suchen bei Google:

Alle evtl. aufgeführten Marken gehören ihren jeweiligen Inhabern und unterliegen den jeweiligen Bestimmungen.


Was ist Q-Test.de | Impressum | Werbung | Geld verdienen | Banner | Counter | Preisvergleich | Download