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Übersicht > Elektronik > Audio & Hifi > Tragbare Audio-Geräte > Tragbare MD-Player > Sharp > MD-SR 70

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Klein, klingt gut und ist günstig

Nachteile:
Akkulaufzeit, kleine Tasten, Display nicht beleuchtbar




Treuer Freund und Begleiter
Bericht wurde 2397 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 5 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Inzwischen ist Sharp zu einem großen Konkurrenten von Sony auf dem Gebiet der tragbaren MiniDisc-Recorder geworden. Dabei sind sie über die Jahre immer winziger und doch besser geworden. Und vor allem eines: Billiger!

Daher bin auch ich jetzt auf den fahrenden Zug aufgesprungen und habe mir selber letztes Jahr ein (Vor-)Weihnachtsgeschenk gemacht: den tragbaren MD-Recorder MD-SR 70 von Sharp.


Datenblatt

Farbe: Silber oder blau
Abmessungen: Breite 99,9 mm; Höhe 22,9 mm; Tiefe 77,9 mm
Gewicht incl. Akku: 191 g
Eingänge: Kombi analog Line-In und digital optisch (Spezialstecker), Mikro (mit Stromversorgung)
Ausgang: Kopfhörer (3 stufige Bassanhebung, auch für Line-Out geeignet)
Kodierung: ATRAC 6, 24 Bit Genauigkeit
Abtastfrequenz: 44,1 kHz (mit Abtastratenwandler für 32 und 48 kHz)
Frequenzgang: 20-20000 Hz
Aufnahmedauer: mit MD-74, 74 min Stereo, 148 min Mono
Ausgangsleistung: 2* 10 mW
Batterielaufzeit: Akku 6,5 Stunden Wiedergabe, 4,5 Stunden Aufnahme
Ladezeit: 5,5 Stunden
Pufferspeicher: 10 s


Lieferumfang

Neben dem eigentlichen, kleinen Gerät enthält die recht schlichte Pappschachtel: Kabelfernbedienung, einen Knopfhörer, Netzteil, Nickel-Metall-Hydrid (Ni-MH) Akku, Batterietragebox, ein Cinchkabel, Digitalkabel (mit Spezialstecker), eine Tragetasche und eine Betriebsanleitung. Auf der Schachtel sind bereits alle wichtigen Features des Geräts vermerkt. Die Ausstattung ist komplett und man kann gleich loßlegen.


Bedienung

Der schick designte, stabil wirkende MD-SR 70 ist sehr übersichtlich aufgebaut und leicht zu bedienen. Die Oberseite zieren 12 Knöpfe, die die grosse Funktionsvielfalt erschließen. Die wichtigsten Tasten für die Wiedergabefunktionen, Lautstärke und Aufnahme sind funktionell über Design und Größe von den unwichtigeren wie Bassmode und Displaymodus getrennt. Insgesamt sind sie aber groß genug und noch problemlos bedienbar.

Über das unbeleuchtete und recht kratzfeste Display des Gerätes läßt sich der Status ablesen. Angezeigt wird die Spielzeit, der Name von MD bzw. Track, die Tracknummer oder Anzahl, der Wiedergabe/Aufnahmepegel, die Lautstärke und der Ladezustand der Batterie. Kenner wünschen sich vielleicht ein beleuchtbares Display, denn bei Dunkelheit erfolgt die Bedienung nur nach Gefühl. Ein weiteres kleines Manko: Es ist manchmal schwer ablesbar, man muß das Gerät kippen, um einen günstigen Ablesewinkel zu erreichen.

Ausserdem kann man die Wiedergabefunktionen und Lautstärke über die Plastikfernbedienung (mit Clip, um sie gut erreichbar zu befestigen) ausführen. Die Fernbedienung wird dazu über einen Kombistecker mit der Kopfhörerbuchse verbunden. Leider sind diese Taste wirklich klein, aber mit etwas Übung gelingt die Bedienung auch blind. Ein eigenes Display fehlt völlig. Sowohl die Tastatur auf dem Gerät, als auch die Fernbedienung lassen sich separat über einen "Hold" Schalter gegen unbeabsichtigte Bedienung schützen.

Ein wirkliches Highlight ist bei den Aufnahmefunktionen zu finden: Analog Aufnahmen lassen sich manuell aussteuern. So läßt sich etwa bei der Aufzeichnung von verschieden lauten Titeln ein einigermaßen gleichmäßiger Pegel einstellen und die Dynamik bewahren. Hiermit sollten auch Mikroaufnahmen perfekt gelingen.

Kompfortabel ist auch die "Sync"-Funktion für analoge und digitale Aufnahme. Einmal in Aufnahmebereitschaft versetzt, startet das Gerät vollautomatisch und sehr zuverlässig wenn ein Signal eingeht. Bei der Überspielung von CDs erkennt die Automatik korrekt die einzelnen Titel und setzt die Tracks originalgetreu um. Obwohl die Erkennung über die Pausenlänge erfolgt, manche Musiktitel enthalten ja auch einmal kurze Pausen, hatte ich bislang noch keine Probleme mit falsch eingeteilten Tracks. Bei digitaler Kopie erhält man so ein akurates Duplikat des Originals. Freilich ist aufgrund des Kopierschutzes keine weiter digitale Kopie dieser Kopie der "ersten Generation" möglich.

Wer etwas Geduld mitbringt, kann auch mittels verschiedener Tastenkombinationen und etwas Geduld Titelnamen eintippen. Diese "scrollen" dann im kleinen Display hin und her. Ausserdem lassen sich die bestehenden Titel auch vielfach editieren, wie bei den großen MD-Heimgeräten. Man kann Titel beliebig verschieben, teilen oder verbinden. Mit der "Name Stamp"-Funktion können MD- und Titelbezeichnungen zwischen MDs übertragen werden, nützlich, wenn man bei einer Kopie nicht wieder alles neu eingeben mag. Denn alle Titel manuell einzutippen kann dauern...

Was wirklich fehlt, ist eine Titelprogrammierung mit der man ein festes Abspielprogramm festlegen kann. Stattdessen gibt es nur eine Repeatfunktion. Eine bestimmte Reihenfolge kann man also nur über die Edit-Funktionen erreichen, in dem man Titel verschiebt. Unpraktisch! Ansonsten läßt es sich bequem zwischen Titeln springen. Ein längerer Druck auf die Titelsprungtasten betätigt die Spulfunktion.

Der mitgelieferte, leistungsfähige Ni-MH Akku läßt sich bei eingestecktem Netzteil über den MD-Rekorder wieder aufladen. Über die Ladeanzeigen läßt sich der Prozess überwachen. Es handelt sich um einen handelsüblichen Akku in "Mignon" Größe (1,2 V, 1600 mA). In das kleine Batteriefach kann man daher auch einfach eine handelsübliche Mignonbatterie einsetzen. Laut Anleitung ist der Einsatz von günstigen Nickel Cadmium Akkus NICHT möglich! Die Laufzeit ist durchaus ausreichend, aber andere Geräte erreichen schon mal das Doppelte.

Das Gerät läßt sich über den Kopfhörerausgang auch an einen Verstärker anschließen, dazu wird empfohlen den Kopfhörerausgang ganz aufzudrehen. Einen extra Line-Ausgang gibt es aber nicht.

Hinter der "Tragetasche" verbirgt sich ein einfacher Stoffbeutel, nicht wirklich praktisch! Eine festere Tasche mit einer Gürtelhalterung hätte es schon sein dürfen. Für meine Zwecke (Spaziergänge, in der Bahn) reicht der Erschütterungsspeicher von 10 s, mit dem Zeiten in denen der Player nicht von der MD lesen kann ohne "Aussetzer" überbrückt werden sollen, völlig aus. Beim Joggen empfiehlt es sich, spezielle gedämpfte MD-Medien (zB von Sony, "shock absorbing") zu verwenden und das Gerät fest am Körper zu tragen, damit es nicht anschlägt und so stark erschüttert wird. Für den wirklich harten Einsatz eigenen sich aber Geräte mit 40 s Speicher sicherlich besser.


Klang

Nicht ganz unwichtig bei einem solchen Gerät ist natürlich der Klang. In der Regel wird man zunächst den beigelegten Knopfhörer benutzen. Er bietet im Ohr einen guten Tragekompfort und bei gemäßigter Abhörlautstärke ist auch "Straßentauglichkeit" gegeben. Man stört seine Mitmenschen nicht unnötig und bekommt auch noch etwas von den Umweltgeräuschen mit. Etwas störend ist das nur leidlich flexible Kabel, das leicht einen einmal eingeknoteten "Drall" aufnimmt. Beim Tragen windet sich das Kabel dann immer wieder in dieselbe Richtung. Lästig aber nicht weiter tragisch!

Viel wichtiger ist der Klang und der kann sich wirklich hören lassen. Die typische Basschwäche läßt sich beseitigen, in dem man die Bassanhebung auf Stufe 2 stellt. Dann kommen Bässe, Mitten und Höhen mit leichten Einschränkungen wirklich gut rüber und Musikhören macht, nicht zuletzt wegen der überzeugenden Dynamik, Spaß. Leider klingen bei solch kleinen Hörern Stimmen leicht metallisch, was gewöhnungsbedürftig ist. Besonders S-Laute kommen etwas überspitzt. Kleinstkopfhörer können eben prinzipbedingt mit ihren großen Brüdern nicht konkurrieren! Ein klarer Kompromiss an die Größe, aber unterm Strich hörenswert.

Wirklich brüllend Laut kann man die Kombi nicht stellen, der Hörer beginnt mit Verzerrungen um Gnade zu schreien und dem eingebauten Verstärker des SR-70 geht dann die Puste aus. So laut sollte man im eigenen Interesse aber sowieso nicht hören!

Aber bringt das ATRAC-Verfahren wirklich keinen Klangverlust? Schließlich werden bleibt nur 1/5 der Musik zurück. Auf jeden Fall ist der Unterschied bei Einsatz des Beipackhöreres nicht zu entdecken. Verwendet man wirklich hochwertige Kopfhörer oder hört über eine gute Anlage, so fällt eine leichte "Unruhe" in der Musik auf. Im Vergleich zu einem hochwertigen CD-Player bringt dieser auch irgendwie mehr "swing" rüber. Der Unterschied ist nicht groß, aber fein.

Eigenaufnahmen über den Digitaleingang gelingen erwartungsgemäß rauschfrei und klar, im Normalfall sollte man diesen Weg wählen. Aber auch der Analogeingang kann sich hören lassen, auch hier kein Rauschen, allenfalls eine leicht gebremste Dynamik und etwas mehr Probleme mit S-Lauten als bei Digitalaufnahmen. Wirkliche Unterschiede sind es nicht, eher Nuancen. Den Mikroeingang habe ich (bislang) nicht ausprobiert.


Fazit

Die leichten Schwächen läßt man dem Gerät ob des niedrigen Preises gerne nach. Kein Gerät der Konkurrenz bringt für so wenig Geld einen derart großen Funktionsumfang. Der beigepackte Kopfhörer ist durchaus brauchbar. Andere Kleinstkopfhörer klingen auch nicht besser als dieses angenehm klingende Exemplar. Auch für den Heimeinsatz ist der MD SR-70 durchaus brauchbar, zumal er bei gutem Klang extrem wenig Platz verbraucht.

Bei leichten Abstrichen ein gutes Allroundgerät zu geringem Preis: Ein Kauftip unter den Portablen!


TIP
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Da mir die Akkulaufzeit etwas zu mager war, habe ich mir NiMH Akkus der Firma Friwo besorgt, die die selben Leistungsdaten (1,2 V, 1600 mAh) wie der beigelegte Akku auweisen. Im vierer Pack kosten sie lediglich 18,70 DM und sind z.B. im Media Markt erhältlich. Das Aufladen im SR 70 klappt tadellos und die Akkus halten bei mir sogar eine Stunde länger als der mitgelieferte Typ.
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Geschrieben am: 23. Oct 2001, 18:40   von: expansin



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