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Übersicht > Health > Sakool Zungenreiniger

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Minimierung der Mundbakterien.

Nachteile:
Unappetitlicher Anblick nach Gebrauch.





Zungenkuss und Herzinfarkt
Bericht wurde 5552 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 2 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Ich bin dieser Tage mit einem völlig neuen Produkt konfrontiert worden, von dem ich bislang gar nicht wusste, dass es so etwas überhaupt gibt - dem SAKOOL Zungenreiniger.

Zwei Mal im Jahr gehe ich zum Zahnarzt und lasse einen prophylaktischen Check-up machen, der auch die professionelle Zahnsteinentfernung beinhaltet. Da ich kein Masochist bin, kann ich dieser unangenehmen Tortur nur bedingte Freude abgewinnen. Es ist halt erforderlich, gehöre ich doch zu jenen angeblichen 90% aller Deutschen, die an Parodontose leiden. Parodontose lässt sich bekanntlich nicht heilen, aber man kann ihr ungestümes Voranschreiten zumindest verlangsamen oder sogar ganz aufhalten - die richtige Mundhygiene vorausgesetzt. Nur rückgängig machen kann man den einmal erlangten Parodontalstatus nicht.

Nun hat mein guter Zahnarzt die penetrante Angewohnheit, mir vor Verlassen seiner Praxis immer noch etwas anzudrehen, mir fürsorglich das Eine oder Andere mit auf den Weg zu geben, gegen Barschaft versteht sich. Jedes Jahr hält er sich zwei Monate lang in den USA auf und verbindet diverse Weiterbildungskurse mit einem anschließenden Urlaub. Von diesen USA Aufenthalten bringt er jedes Mal die neuesten Mundhygieneprodukte mit zurück, die er dann mit der Krämerseele eines Flohmarkthändlers unter seiner Klientel in klingende Münze umzusetzen versteht.

Mal ist es ein Zahnfleischbluten unterbindendes Gel, dann wieder eine Zahnhals schützende Zahnpasta. Ein anderes Mal ist es der neueste Schrei von flauschiger Zahnseide, oder auch eine neue Zahnbürste mit Tuff-Borsten aus Skandinavien in V-Form. So manches Mundbakterien vertilgende Gurgelwässerle hat er mir schon aufgeschwatzt. Wenn ich dem Gejammere dieses Porschefahrers glaubte, so ist der Berufsstand der Zahnärzte eine wegen Armut vom Aussterben bedrohte Spezies.
Rettet die Zahnärzte.

Von Ultra-Floss Zahnseide aus Frankreich und Oral-B Zahnbürsten hat er mich längst schon ebenso überzeugt wie vom Gebrauch der sündhaft teueren Oxyfresh Zahnpasta, die er in den USA für seine Privatpatienten kistenweise hortet.
Die große weite Welt in meiner kleinen Gosch.

Doch diesmal kam alles anders.
"Sie brauchen einen Zungenreiniger", sagte er.
"Einen was?" fragte ich ungläubig.
"Einen Zungenreiniger", erwiderte er ganz selbstverständlich.
"Sie meinen, ich habe eine schmutzige Zunge?" fragte ich ihn zwar zögerlich, doch mit jener nachdrücklich provozierenden Intonation, die klarstellen sollte, ob er dies nun wirklich ernst gemeint habe oder ob er wieder einmal nur rumflachste.
"Alle Zungen sind schmutzig", entgegnete er mir Staub trocken.

Ich zögerte einen Augenblick. Einen solchen Satz hätte ich allenfalls von einem römisch-neurotischen Pfaffen erwartet, doch niemals vom Zahnarzt meines langjährigen Vertrauens. Will mich der Mann verschaukeln? Doch bevor ich diese Frage zu meiner Sicherheit beantworten konnte, hatte er auch schon eine kleine Packung aus seinem Utensilienschrank geholt und streckte sie mir entgegen. Mein Zahnarzt beherrscht virtuos die Unsitte, die Packungen der dargereichten Produkte, die er einem aufzuschwatzen droht, ganz rasend flinkfix aufzureißen, so dass man nicht mehr "Nein" sagen kann. Diese Strategie gehört wohl mit zum psychologischen Verkaufsgespräch. Einmal geöffnete Produkte SOLLEN gefälligst auch gekauft werden, versucht er wohl zu suggerieren. Außerdem wollte er mir wohl mit allem Nachdruck vermitteln, dass ein OB oder OB NICHT ohnehin nicht zur Debatte standen. Er zog ein rotes, biegbares Plastikstäbchen aus einer Dreierpackung SAKOOL.

"Ich zeig ihnen mal, wie das geht. Zunge Raus!", herrschte er mich militärisch an.
Gehorsam befolgte ich seinen Befehl.
"Aaaaaaaaaa".
"Das "Ah" können Sie sich sparen", belehrte er mich.

Die Sprechstundenhilfe hielt mir einen jener Handspiegel vors Gesicht, mit denen die Friseure nach Beendigung ihrer Schnipseleien zwar ritualmässig aber meist viel zu schnell und damit ungesehen hinter einem vorbeihuschen. Doch hier hieß es ganz genau hingucken. Mein Zahnarzt spannte den biegbaren Plastikstreifen zwischen jeweils Daumen und Zeigefinger seiner beiden Hände, so dass er sich zu einem roten U krümmte. Ich musste an Bimmel und Bommel denken. Womit man sich beim Zahnarzt nicht alles von seinen Urängsten abzulenken versucht. Mit diesem gebogenen U streifte er mir über den Zungenrücken. Mühsam unterdrückte ich mit Erfolg einen Würgereflex. Der Zungenreiniger förderte Erstaunliches zu Tage: Gallertartigen Glibber, eine braun-gelblich schleimrotzige Soße aus verwesenden Pizzas, Kaffeesatz und den diversen Amuses Gueules des Vorabends blieb darin hängen. Er hielt mir den Sabber wie ein stolzer Apportierhund als Sammler und Jäger um Anerkennung heischend vors Gesicht.
"Nicht schlecht, was?
Ich erwiderte seine Frage mit einem stummen Nicken, wobei ich die Augen weit aufriss, die Augenbrauen hoch- und die Mundwinkel runterzog. Das signalisiert "ehrfurchtsvoll einsichtige Zustimmung", hab ich mal in einem Pantomimebuch von Sammy Molcho gelesen.
Es funktioniert.

"Was putzen Sie bei sich zu Hause am häufigsten?, fragte er mich.
Na, wenn ich diese Frage jetzt mit "meine Zähne" beantworte, klingt das nicht gerade glaubwürdig.
"Den Fußboden, hab ich Recht?", fügte er gottlob sogleich hinzu.
"Staubsaugen, ja genau!" hab ich Dummerle ergänzt. Erst hinterher fiel mir ein, dass dies keine Antwort auf seine Frage war.

"Sie müssen sich das so vorstellen.........", belehrte er mich.
"Der Zungenrücken ist wie ein Teppichboden. Da hat es Zotteln und Fransen. Da können sich Bakterien ganz wunderbar einnisten und verstecken. Dort machen sie dann Liebe und vermehren sich wie die Karnikel."

Angewidert schaute ich mir noch ein Mal den gallertartigen Glibber an. Meine Zunge als bakterielles Kuschelsofa? Ein Liebesnest in meinem Mund? Unter Oralsex hatte ich mir bisher immer etwas ganz anderes vorgestellt.

"Sie können sich noch so häufig die Zähne putzen, die Zahnzwischenräume mit Zahnseide polieren und Mundwasser mit antiseptischer Wirkung benutzen, das hilft alles nur bedingt. Die HAUPTURSACHE des Bakterienbefalls im Mund- und Rachenraum ist und bleibt DIE ZUNGE", sprach's mit der Überzeugungskraft eines Lehrbuches. "Die Mundhöhle ist der erste Teil des Verdauungstraktes. Hier wird durch Kauen, Beißen und durch die Untermengung von Speichel ihre Nahrung nicht nur zerkleinert, sondern auch vorverdaut. Chemische Zersetzungsprozesse finden hier statt, Fäulnisrückstände bilden sich und folglich breitet sich bakterieller Siff aus und versucht zu überleben, indem er sich an einem lauschigen Plätzchen versteckt, wo er seine Ruhe hat. Jetzt raten sie mal, wo das ist?", fragte er mich doch tatsächlich.

"Auf der Zunge?", antwortete ich zögernd abwartende wie jener Fernseh-Quizkandidat, der ob der Naivität der ihm gestellten Frage an der Integrität des Senders zweifelt.

"R-i-c-h-t-i-g, B-r-a-v-o!", lobte er mich wie ein enthusiastischer Oberstudienrat, der weniger die Leistung eines Schüler lobt, wenn dieser brav seine Hausaufgaben gemacht hat, als vielmehr selbstgefällig seine eigene didaktische Begabung bebauchpinselt. Jetzt war es ganz um ihn geschehen. Einen so gelehrigen Schüler wie mich schien er nicht alle Tage unter den Bohrer zu bekommen.

"Diese Bakterienstämme sind nicht nur die Hauptursache von Karies, Plaque, Zahnstein und Parodontose, sondern auch von Mundgeruch. Neueste Untersuchungen haben außerdem ergeben, dass diese Bakterien auch für Infektionen der Atemwege und Herzerkrankungen mitverantwortlich sind."

Letzteres war mir absolut neu. Doch schon die Glibber-Vorführung war überzeugend genug. Meine Zweifel sind gewichen. Ich glaube nur was ich sehe, und was ich zu sehen bekam, das wollte ich nicht glauben. Kurzum, das Teil muss her.
"Und was kostet der Spaß?", fragte ich ihn.
Der alte Beckmesser tat so, als ob er dies selbst nicht so genau wisse und warf seiner Sprechstundengehilfin einen auffordernd ermutigenden Blick zu.
"Amelie, sagen Sie mal, was kostet das eigentlich?"
"Acht Mark", antwortet die sogleich servil und kleinlaut, ihrem an Fachkenntnissen übermächtigen Boss hündisch ergeben.
Hm, kommt mir ziemlich teuer vor für drei rote biegbare Plastikstäbchen. Auf der anderen Seite ist es einer jener Beträge, um die man als Privatpatient nicht gerne feilscht.

Ich hab das angebrochene Dreierpäckchen gekauft, für besagte 8 Märker, der alte Halunke. Soll angeblich ewig halten. Na hoffentlich. Während ich von der Empfangsdame das Wechselgeld erhalte, kommt Amelie mit der angebrochenen Packung herbei und reinigt das benutzte Streifchen demonstrativ mit einem alkoholischen Reiniger, bevor sie mir das Ganze appetitlich neutral eintütet.
"Zweimal die Woche reicht" schallt es durch den Korridor hinter mir her, als ich gerade die Praxis verlasse.

Nach Hause zurückgekehrt wundere ich mich darüber, dass ich noch nie etwas von diesem Produkt gesehen oder gehört hatte. Auf der Packung ist eine Internetadresse angegeben, www.sakool.com. Ich klicke mich auf die Seite. Aha, ein amerikanisches Produkt aus Dearborn, Michigan. Und siehe da, ich staune nicht schlecht. Dort wird die Dreierpackung vom Hersteller für 5 Dollar feilgeboten. Mindestabnahme 3 Dreierpäckchen zuzüglich ein Dollar für den Versand innerhalb der USA plus zwei Dollar für den Überseeversand. Dann hat mich mein Zahnarzt also gar nicht übers Ohr gehauen..........?

Ich habe nunmehr eine gänzlich neue Theorie, warum es unseren Zahnärzten so schlecht geht. Sie sind im Kopfrechnen nicht so ganz fit und haben sich womöglich das eine oder andere Mal bei ihren Auslands-Devisengeschäften verrechnet.

Auf der SAKOOL-Seite bleibe ich hängen. Schon die alten Ägypter und die Römer hätten Vorrichtungen gekannt, womit sie sich die Zungen reinigten. Aha, es gibt das Produkt in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Farben: Pfefferminze - grün, Zimt - rot und geschmacksneutral in wahlweise blau, rosa oder weiß. Der "Sakool tongue scraper" (Zungenschaber) bestünde aus "FDA grade plastic", was immer dies auch heißen mag, und die scharfen Reinigungskanten seien abgerundet, so dass man sich nicht versehentlich in die Zunge schneidet. Informationen über MUNDGERUCH zuhauf. Es habe inzwischen drei Weltkonferenzen über MUNDGERUCH gegeben, die letzte 1997 in Vancouver, Kanada. Klinische Untersuchungen haben gezeigt, dass Bakterien nach einmaligem Gebrauch des SAKOOL Zungenreinigers eine Woche benötigten, um wieder ihre vormalige Besiedlungsdichte zu erreichen. Der SAKOOL Zungenreiniger beugt also nicht nur der gefürchteten Plaque und Zahnsteinbildung vor, sondern hilft auch ganz maßgeblich dabei, die Mundflora (oder Fauna?) zu verbessern, was sich vor allem bei Leuten mit bakteriell bedingtem Mundgeruch (Fatale Halitosis) positiv bemerkbar machen dürfte. Auch (Zungen-) Küsse schmecken damit besser.

Ganz erstaunliche wissenschaftliche Erkenntnisse habe ich über jene sexgeilen und vermehrungswütigen Bakterien gefunden, die sich auf unseren Zungen so urig wohl fühlen, dass sie's dort treiben bis die Zähne wackeln. Sogenannte anaerobe Bakterien.

In der CHICAGO TRIBUNE vom Montag, dem 16. Februar 1998 war das erste Mal die Rede von einem experimentell nachgewiesenen Zusammenhang zwischen Mundbakterien und Herzerkrankungen (blood-clotting, inflame arteries). Dr. Mark Herzberg, ein Professor der Präventivmedizin von der University of Minnesota, stellte seine Untersuchungsergebnisse erstmals bei der "American Association for the Advancement of Science" vor. Er habe Kaninchen jenen Bakterienstamm ins Blut gespritzt, den man für gewöhnlich in menschlicher Zahnplaque findet. Die Mikrobenart habe bei den Kaninchen sehr schnell jenen Typ von "blood-clotting" ausgelöst (Ich bin kein Mediziner. Es muss sich um irgend eine Art von Blutklumpenbildung handeln), der beim Menschen den Herzinfarkt auslöse. Die Verabreichung dieser Bakterienstämme habe bei den Kaninchen ebenfalls zu erhöhtem Blutdruck und einer schnelleren Herzschlagrate geführt. Je höher die gespritzte Dosis gewesen sei, desto größer sei der zu beobachtende Effekt gewesen. Dr. Herzberg vermutet zwei Wirkmechanismen hinter diesen "Mundbakterien":

1.) Die Bakterienstämme entzünden die Koronararterien , was zu deren Verengung führt.
2.) Die verursachten Blutklümpchen können Arterien blockieren und dadurch den Herzkranzgefäßen Sauerstoff vorenthalten.

Dr. Herzberg verweist auf mindestens ein halbes Dutzend epidemische Untersuchungen, die belegen, dass Menschen mit schlechter Mundhygiene ein erhöhtes Herzinfarktrisiko haben. Die Ergebnisse der statistischen Medizin sprechen hier eine eindeutige Sprache.

Dr. Frank Scannapieco, ein Dentalprofessor an der "State University of New York at Buffalo", hat in einer vorläufigen Forschungsarbeit die Ergebnisse von Dr. Herzberg bestätigt. Er hat einen Zusammenhang zwischen Mundbakterien, die Zahnfleischentzündungen verursachen, und den atherosclerotischen Ablagerungen in den Koronargefäßen festgestellt. Er stellte zudem Zusammenhänge mit Erkrankungen der Atemwegsorgane fest.

In den USA ist das "Tongue Scraping", die Zungenreinigung, mittlerweile fast so selbstverständlich, wie bei uns das bloße Zähneputzen. Wenn man sich die neuesten medizinischen Erkenntnisse zu Nutze macht, so dürfte die umfassend adäquate Mundhygiene in Bälde einen völlig neuen Stellenwert erfahren.
Zunge gut, alles gut.
Herzilein, Du mußt nicht traurig sein.
Lunge, komm bald wieder.

Ich benutze den SAKOOL Zungenreiniger seit nunmehr etwa vier Monaten dreimal wöchentlich. Solange da der Glibber drin hängen bleibt, ist es für mich chemisch/physikalisch einleuchtend, dass dieses Teil einen wichtigen Beitrag zur allgemeinen Mundhygiene leistet. Ich würde nicht so weit gehen und mir das Produkt für 18 Dollar in den USA bestellen (3 x 5 Dollar für die Mindestabnahme von 3 Dreierpäckchen zuzüglich Versandkosten). Doch eine Nachfrage beim nächsten Zahnarztbesuch oder die Visite in einer internationalen Apotheke empfehle ich jedem, der es mit der Mundhygiene ernst meint.

Ich bin mal gespannt, was mir mein Zahnarzt bei meinem nächsten Besuch andreht.


Geschrieben am: 09. Sep 2001, 16:08   von: RudiRe



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