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Übersicht > Health > Krankheit & co. > Alkoholismus

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Alarmsignale wahrnehmen

Nachteile:
Scheu davor, Betroffene direkt anzusprechen - Teufelskreis, aus dem es wenige Ausbrüche gibt.




Teufel Alkohol - kleine Hilfen für Angehörige von Alkoholikern
Bericht wurde 9006 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 2 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Allgemeines
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Wer kennt nicht in seiner Umgebung oder gar in seiner Familie das Problem „Alkoholismus“? Wohl jeder Erwachsene als auch Kinder sind schon damit konfrontiert worden. Oft wird er als Teufelskreis bezeichnet. Nicht zu Unrecht! Es ist einer. Einer, aus dem die wenigsten Menschen alleine wieder herauskommen. Selbst sehr junge Jugendliche sind schon in letzter Zeit mit dieser Krankheit befallen. Ja, es ist eine Krankheit. Jede Sucht ist eine Krankheit, die der ärztlichen und psychiatrischen Hilfe bedarf.

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Was ist Alkoholismus?
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Alkoholismus ist die Sucht nach Alkohol. Ein starkes Verlangen nach diesem. Mancher Alkoholkranke kann ohne Alkohol gar nicht mehr leben. Die Hände fangen an zu zittern, das Gedächtnis läßt nach. Die körperlichen Funktionen werden eingeschränkt. Familie, Kollegen und Bekannte werden in Mitleidenschaft gezogen. Ehekrisen entstehen usw. usw. Alkoholismus ist eine Trinksucht, die sich immer mehr steigert, erfährt der Betroffene nicht rechtzeitig genug Hilfe.

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Welche Arten von Alkoholismus gibt es?
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So verschieden, wie die Menschen, sind auch die Erscheinungsformen des Alkoholismus. Es gibt in der Regel 4 verschiedene Typen des Alkoholismus:

°°° Typ Alpha

Hierunter versteht man den typischen Konflikttrinker. Aus Angst heraus, oder Gehemmtheit, sowie Spannungszustände u. ä. Bei dieser Form des Alkoholismus besteht eine sogenannte psychische Abhängigkeit. Der Trinker findet immer wieder eine Gelegenheit und ein Grund, zu trinken.

°°° Typ Beta

Man spricht hier von dem typischen und klassischen Gesellschaftstrinker. Er nimmt jede Gelegenheit war, in der Öffentlichkeit und zu jedem Anlaß ein Glas mitzutrinken. Er läßt keine Gelegenheit aus und schlägt den Alkohol nicht ab, wenn er ihm angeboten wird. Es beginnt die „schleichende“ Sucht. Die Abhängigkeit ist noch relativ gering.

°°° Typ Gamma

Jetzt kommen wir schon zu dem absoluten süchtigen Trinker. Es besteht eine große seelische Abhängigkeit nach Alkohol. Hier treten auch die ersten körperlichen Erscheinungen in Betracht. Die Hände fangen an zu zittern. Ohne Alkohol ist kein Wirken des Trinkers mehr möglich. Gedächnisverlust setzt ein. Die inneren Organe sind stark angegriffen. Besonders die Leber. Es entsteht eine sogenannte Fettleber. Der Trinker verliert seine Kontrolle über den Alkoholgenuß. Er besitzt ein unwidestehliches Verlangen danach. Er kann nach einem Glas nicht aufhören, weiter zu trinken. Trotzdem ist es ihm noch möglich, kurze Abstinenzpausen einzulegen. Sagen wir von 1 Woche, oder einem Monat. Bis zum nächsten Rückfall!

°°° Typ Delta

Der Spiegeltrinker. Er benötigt ein gewisses Quantum an Alkohol, um seinen Spiegel aufrecht zu erhalten. Hat er diesen Spiegel nicht, ist er zum Denken und Arbeiten nicht fähig. Diese Art von Trinker ermöglicht es, sich die Tageszeiten für den Alkoholgenuß auszusuchen. Die meisten machen es Abends, wenn sie von der Arbeit nach Hause kommen. So bleibt diese Art von Trinkern eine lange Zeit unerkannt. Manche benötigen aber auch schon früh nach dem Aufstehen den ersten Schnaps, oder das erste Glas Wein, oder auch Bier. Dann haben sie erst einmal Ruhe und sie geben sich zufrieden, weil sie wissen, wenn ich nach Hause komme, gibt es ja wieder etwas zum Trinken. Er kommt ohne Alkohol in seinem Leben nicht mehr zurecht. Muß er ohne auskommen, entstehen die ersten Entzugserscheinungen.

„Entzugserscheinungen“ sind fürchterlich! Der Trinker bekommt schwere Magenkrämpfe, er muß brechen, er zittert und friert am ganzen Körper. Die Augen sehen nicht mehr richtig, und er sieht „Hirngespinster“ Angstzustände im höchsten Maße stellen sich ein. Er fängt an zu schreien, um sich zu schlagen. Alles ähnlich, wie bei einem epileptischen Anfall. Auch hier ist oft Schaum vorm Mund vorzufinden. Diese schweren Entzugserscheinungen sind nur ärztlich zu behandeln. Danach wird der Trinker meist für eine Langzeittherapie vorgeschlagen.

Dies muß der Trinker aber selbst entscheiden. Niemand kann ihn für eine Einweisung zwingen. Leider! So muß ich mal an dieser Stelle sagen. Da könnte das Gesetz schon etwas strenger sein, denn sonst könnte man einem Trinker vielleicht doch noch helfen. Auch wenn er es nicht will. Es ist leider so, dass ein Trinker erst „ganz tief am Boden sein muß, in der Gosse liegen muß, bis er selbst die Einsicht gewinnt, in eine Therapie zu gehen. Selbst dann gibt es noch vereinzelte Trinker, die es auch dann noch nicht einsehen. Sie haben mit ihrem Leben bereits abgeschlossen, und sehen in Nichts mehr einen Sinn. Schade.

°°° Typ Epsilon

Zu diesem Typ gehören die „Quartalstrinker“. Sie benötigen ihren Alkoholzufluß in regelmäßigen, aber größeren Abständen. Sie trinken 1 – 2 Tage durch dann ist Ruhe für ca. 1 Monat oder auch weniger. Manche trinken auch mehrere Wochen durch und halten dann Abstinenz für ¼ Jahr. Je nach Bedarf und Verlangen. Der Beginn für diese Trinkperioden ist meist, wenn sie „wieder einmal“ verstimmt sind oder unzufrieden. Sie trinken aus Wut, wegen Nichtverstandenwerden. Sich benachteiligt fühlen, oder ungerecht behandelt gewesen zu sein. Aber auch hier verkürzen sich die Abstände von Trinksucht und Abstinenz immer mehr. Der unaufhaltsame total abhänige Weg ist bereits vorgezeichnet. Alles eine Frage der Zeit.

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Meine persönlichen Tipps
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°°° Ich habe 3 ½ Jahre mit einem „trockenen“ Alkoholiker zusammengelebt, der seit 13 Jahren Abstinenz lebte. Er und ich, wir haben uns potentiellen Trinkern angenommen. Wir sind mit ihnen zusammen in eine öffentliche Beratungsstelle gegangen. Haben dort fachmännischen Rat und Hilfe gesucht. Bei einigen ist es uns gelungen, sie einsichtig für eine Langzeittherapie zu machen. Wiederum einige davon haben es „geschafft“ und andere sind leider wieder rückfällig geworden. Ja, das gibt es auch! Manche schaffen es nicht gleich nach „nur“ einer Therapie.

So eine Langzeittherapie dauert im Schnitt 3 – 4 Monate. Wir haben diese „willigen“ Trinker dann auch regelmäßig in den psychosomatischen Kliniken besucht. Dort gibt es sogenannte Familientage. Da dürfen Angehörige und Freunde mit an den Gruppensitzungen teilnehmen. Das ist sehr gut für die Angehörigen. Sie erfahren hier, wie man mit Alkoholikern umgehen sollte. Einigen Familienangehörigen wird dabei sogar „erst einmal so richtig bewußt“, wie schwer diese Krankheit ist, und welche schwerwiegende Folgen sie mitbringen kann. Während dieses Familientages haben die Angehörigen auch die Möglichkeit, den Bastelraum und andere kreative Räume zu besichtigen. Alle Gegenstände dieser Ausstellungen sind von den „Betroffenen“ selbst hergestellt worden. Das sind z. B. Bilder, Körbe, Vasen, Keramik, Handarbeiten, Seidenmalerei u. v. m. Darauf sind die Betroffenen und die Therapeuten sehr stolz. Mit Recht! Sie haben wieder „zu sich“ gefunden, haben bemerkt, dass sie noch was können und gebraucht werden.

°°° Familienangehörige sollten „ihre“ Betroffenen offen und feinfühlig behandeln. Auf sie eingehen. Hinterfragen, ob es Probleme gibt. Aber bitte „nie“ fragen: Warum trinkst du Alkohol? Das wäre verkehrt. Liebe die Frage stellen: Sag mir mal bitte, ich habe festgestellt, du bist in letzter Zeit so bedrückt. Kann ich dir vielleicht helfen? Der Trinker muß spüren, dass man sich seiner annimmt, dass man ihn versteht, dass man ihm helfen möchte.

°°° Wenn ihr den Verdacht habt, es könnte einer aus eurer Familie oder Freundes- und Bekanntenkreis ein Alkoholiker sein, oder werden, dann beobachtet unauffällig sein Trinkverhalten. Aber erwähnt in keinem Gespräch das Wort Alkohol. Ein Alkoholiker gibt es „nie zu“, dass er einer ist. Er sucht nach Ausflüchten, er lenkt ab oder wird ungehalten. Lieber erst länger beobachten, bevor ihr überhaupt mit ihm darüber sprecht. Ist er nämlich keiner, dann nimmt er es sehr übel.

°°° Befindet sich ein Alkoholiker in eurer eigener Familie, dann versucht bitte, ihm „nie“ die Flasche aus der Hand zu nehmen, falls ihr ihn wieder einmal beim Trinken ertappt. Das macht ihn jähzornig und aggressiv, was bis zu Tätlichkeiten führen kann. Wenn ihr zufällig eine Flasche findet, die er versteckt hat, vernichtet den Alkohol, kippt ihn aus.

°°° Versucht bitte, keinen Alkohol im eigenen Haushalt zu haben. Verlockt ihn nicht. Lieber immer wieder mit ihm reden. Mit ihm in die Natur hinaus gehen. Ablenken, ablenken und nochmals ablenken, wie auch immer, ablenken! Reden.

°°° Sollte er sich nach längerem guten und feinfühligen Zureden dazu entschließen, eine Therapie zu machen, dann geht mit ihm zu einer Beratungsstelle. Diese übernimmt die gesamten Formalitäten. Im übrigen gibt es auch Therapieeinrichtungen, wo der Kranke mit Kind hin darf. Diese Einrichtungen haben in dem Ort einen Kindergarten, mit dem sie einen Vertrag über die Tagesaufbewahrung haben. Das ist wichtig zu wissen, für diejenigen Frauen, die alleinstehend sind, und Kinder haben. Sind es mehrere Kinder, dann kommen die anderen während der Behandlungsmonate in ein Heim.

°°° Wichtig ist auch daran zu denken, dass es Pralinen und andere Lebensmittel gibt, wo Alkohol enthalten ist. Das gleiche gilt für Gesichtswasser, Rasierwasser usw. Starke abhängige Trinker besorgen sich in Kliniken so etwas und trinken es. Ja, auch so etwas ist möglich. Also im Haushalt nur das haben, was keinen Alkohol enthält. Es steht immer auf der Packung drauf. Also, auf jede Verlockung Ausschau halten und diese verhindern, so gut es geht.

°°° Beobachtet euer Umfeld, wenn ihr einen Verdacht habt. Wann, wie, zu welchem Anlaß und wieviel er trinkt. Je früher der Verdacht sich bestätigt, um so besser kann geholfen werden!

Meine eigene Mutti war eine Alkoholikerin. Viele Jahre haben wir alle nichts davon gewußt und nichts bemerkt. Bis es eines Tages, als wir es ahnten, zu spät war. Sie ist im Alter von 54 Jahren verstorben. Leberzerose! Daher wünsche ich mir, dass ich vielleicht ein ganz klein wenig Auskunft über Alkoholismus geben konnte, und auch ein paar nützlich Tipps für euch dabei waren.







Geschrieben am: 14. Oct 2001, 21:45   von: powerfrau



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