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Übersicht > Internet > Geld verdienen > Meinungsportale > Griasdi.de

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Die Mühe war da.

Nachteile:
Aber zum Überleben hat es nicht gereicht.




DER GRIASDI TALER oder NACHRUF AUF EINE PLATTFORM
Bericht wurde 1798 mal gelesen Produktbewertung:  ausreichend
Bericht wurde 5 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Ähm, ich glaub die Batterien meines Taschenrechners sind leer, oder hab ich mich verlesen?

1 Griadsi Taler = 0,0005 Euro,

so steht seit heute (10. Januar 2002) im Accountbereich eines jeden angemeldeten Griasdi Nutzers zu lesen.

Liege ich mit meinen Kopfrechenkünsten richtig, dass ein Griadsi-Taler somit der Hälfte eines hundertstel Eurocent entspricht, beziehungsweise wahlweise fünf Zehntausendstel Euro? Dies hieße bei angewendetem Dreisatz, dass das Einstellen einer griasdi-Meinung (10 griasdi-Taler) mit einem spartanischen halben Eurocent, also umgerechnet etwa einem Pfennig, zu Buche schlägt. Wenn ja, dann hat sich Griasdi.de damit sein eigenes Todesurteil ausgesprochen: Es wird über Nacht zur virtuellen Geisterstadt mutieren.

Nach nunmehr 61 bei griasdi eingestellten Meinungen und 721 "sehr hilfreich" Lesungen konstatiere ich auf meinem Konto den atemberaubenden Zugewinn von 2 Euro 68 Cent. Das ist nicht mal ne Schachtel Zigaretten. Gut, ich wollte ohnehin aufhören zu rauchen.

Womit jedoch eines ziemlich klar zutage tritt: Die Onlinekosten für das Einstellen von Meinungen übersteigen bei griasdi bei weitem die zu erwartenden Einkünfte durch griasdi Taler. Vielleicht sollte man die Dinger deshalb auch nicht "Taler" nennen. Das klingt so satt und fulminant, als ob es sich dabei um eine Währung handelte, deren kleinste Einheit ein hundertstel ihres Nennwerts ist, so ähnlich wie das Verhältnis vom Pfennig zur Mark oder vom Cent zum Euro. Wieso nicht einfach nur "Griasdi-Millicent". Das assoziierte zumindest die atomare Beschaffenheit dieser virtuellen Währung etwas zutreffender.

Ich bin der festen Überzeugung, dass durch die Bekanntgabe des Punktewerts der Traffic auf dieser Plattform ebenso schnell zum Erliegen kommen wird, wie dies zuvor schon bei Knol.de und MyOpinion zu beobachten war.

Klar, das Betreiben einer Meinungsplattform kostet Geld. Gerade für eine neue Plattform dürften die Anfangsinvestitionen und die noch spärlichen Einkünfte ein hartes Brot sein, an dem es zu knabbern gilt. Doch ohne eine halbwegs akzeptable und konsensfähige Bezahlung der User fürs Einstellen von Meinungen und Gelesenwerden macht das ganze Unterfangen keinen Sinn. Hier hat griasdi.de zu hoch gepokert und die User werden daraus die einzig sinnfällige Konsequenz ziehen - sie werden der Plattform in Massen fernbleiben. Aber eine Plattform ohne user, das ist wie eine Geisterstadt in der virtuellen Prärie.

Hätten wenigstens Navigation, Rubrizierung und technische Vorkehrungen zur Interaktivität zwischen den Usern im Vorfeld gestimmt, so hätten die meisten User dieser Plattform wohl verziehen und ihr die Stange gehalten. Aber so unausgereift, wie griasdi.de an den Start ging, war das einfach internettechnisch verfrüht und markwirtschaftlich bereits zu spät.

Das Internet frißt seine Kleinsten.
Der Net-Darwinismus hat wieder einmal obsiegt.
Schade eigentlich, und dann wieder auch nicht.

NEKROLOG:
Griasdi.de war eine neue Verbrauchermeinungsplattform, deren Gründer, drei Abiturienten aus dem Allgäu, allen Ernstes glaubten, sie könnten in dem bereits gesättigten deutschsprachigen Marktsegment zwischen dooyoo, ciao und hitwin noch einen Nischenplatz erhaschen und belegen. Sorry folks, aber der Kuchen war bereits vor dem Onlinestart von griasdi am 11.11.2001 aufgeteilt und Krümel fielen in dem hart umkämpften Markt auch keine ab. Der Nischenplatz, in den sich griasdi durch seine lange hinausgezögerte Bekanntgabe des Punktewertes katapultierte, liegt auf dem schnell vergessenen Friedhof der gescheiterten Internetauftritte.

So ruhet denn in Frieden.


Geschrieben am: 10. Jan 2002, 21:32   von: RudiRe



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