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Übersicht > Internet > Provider > Talknet

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Immerhin teilweise pauschal

Nachteile:
Leider nur teilweise pauschal, anfänglich instabil (im Vergleich zu anderen Providern)




Talknet-Flat - oder: Wer zuletzt lacht ...
Bericht wurde 1880 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Wir gehen mal zurück ins Jahr 2000. Im Frühsommer befand sich die Internetgemeinde in Deutschland in einem Zustand kollektiver Glückseligkeit und Zufriedenheit. Es gab Flatrates unter 80 Mark - Surfer-Herz was willst du mehr? Und dann gab es Ende Juli 2000 diese Meldung

"Talkline will Teil-Flatrate für 59,90 DM anbieten"
(http://www.heise.de/newsticker/data/axv-27.07.00-002/)

"Meinen die das wirklich ernst?" war eine der noch harmlosen Reaktionen auf dieses damals doch kuriose Angebot. (Wer möchte kann ja unter oben genannten Link die "Kommentare" durchlesen). Durchaus verständlich, denn es gab unbegrenzte Flatrates von T-Online, Versatel/Sonnet, NGI und dann auch noch AOL. Und diese wie schon erwähnt für weniger als 80 Mark. Also wer brauchte eine Flatrate, die nur unwesentlich billiger ist, dafür aber doch stark limitiert war? Eigentlich niemand, aber heute muss man einfach feststellen, dass wohl bei Talkline die kaufmännischen Überlegungen besser waren als jene der "unlimitierten" Konkurrenz, denn die Talknet-Flat gibt es immer noch, während andere Anbieter teilweise heute weiter unter dem damaligen Flatrate-Fieber leiden müssen. (Jetzt werden sicherlich einige grübeln und an existierende Flat-Angebote von T-DSL oder QSC und anderen denken - gemach - in diesem Bericht geht es um sogenannte Analog/ISDN-Flatrates, also solche, die über herkömmliche Wählverbindungen (DFÜ) zustande kommen. Es soll Leute geben, bei denen kein DSL verfügbar ist oder die aus religiösen Gründen, ich zb., kein DSL wollen, weil sie DSL für ein Teufelswerk halten)


Wie sieht denn das Angebot von Talknet im Detail aus?
- Grundgebühr 29,90 Euro (58,47 DM - vorher 59,90 DM)
Dadurch sind jedoch nur die Nebenzeiten (Mo-Fr zw. 18 und 9 Uhr, WE und bundeseinheitliche Feiertage ganztägig) abgedeckt. Ok, damit könnten sicherlich noch viele leben - nun kommt aber die wesentliche Einschränkung dieser Flat: Man hat im Monat nur 500 Megabyte Transfervolumen (Up und Down) frei. Nun - Talknet selbst gibt zwar an, dass dies "das zehnfache Übertragungsvolumen eines durchschnittlichen Surfers" seien, aber das ist natürlich Humbug. Ich schätze mal, dass manche hier am Tag auf 50 MB Traffic und mehr kommen (Stichwort Musiktauschbörsen).

Bevor ich mich im Juli 2001 für diese Flat entschieden habe, habe ich über mehrere Wochen mit Hilfe des SWR3 OnlineCounters (http://www.swr3.de/oc2000/) mein "Onlineverhalten" aufgezeichnet und analysiert. Dabei habe ich festgestellt, dass man bei etwas Einschränkung (man muss es nicht unbedingt als Lebensziel verfolgen, ein Top-Autor auf einer Meinungsplattform zu werden) durchaus mit 500 MB im Monat auskommen kann. Ich habe mir vorgenommen, im Schnitt stündlich 5 MB zu verbraten - was am Ende des Monats mind. 100 Stunden mit diesem Tarif ergeben würde. Das wären pro Stunde (man verzeihe die ungenauen Rundungen) 30 Eurocent bzw. 60 Pfennig - das bietet mir ansonsten kein Provider. Ich war bisher jeden Monat über 100 Stunden, teilweise sogar bei 120 Stunden mit der Talknet-Flat. Man muss immer überlegen, was man online so treibt. Wie schon erwähnt, Musiktauschbörsen oder ähnliches sind tabu, aber auch bei dem Aufenthalt auf Seiten mit zahlreichen (und teilweise überflüssigen) Multimediainhalten kommen pro Stunde schnell mal mehr als 10 MB zusammen (was dann hochgerechnet nur 50 Stunden pro Monat ermöglichen würde - da sind normale Internet-by-Call-Provider unter Umständen günstiger). Chattet man jedoch viel oder liest gemütlich News oder Erfahrungsberichte, um deren Qualität auch angemessen zu würdigen, dann könnte dieser Tarif durchaus interessant sein. Schnellklicker, äh, Vielleser sind hier nicht gut aufgehoben. Spaß beiseite: Ich musste auch feststellen, dass manche Plattformen (insbesondere hitwin oder dooyoo) eher Talknet-Flat ungeeignet sind, da manche Seiten teilweise schon über 200 kb Umfang besitzen.

Was passiert nun, wenn man mal außerhalb der Nebenzeit online geht oder die 500 MB überschreitet?
Ganz klar, dann werden zusätzliche Gebühren fällig:
- Montag - Freitag 9-18 Uhr 1,99 Cent bzw. 3,89 Pfennig/Minute (ganz klar: hier gibt es etliche, wesentlich günstigere Alternativen)
- Für weitere angefangenen 100 MB jeweils 4,99 Euro bzw. 9,76 DM

Wie kontrolliert man eigentlich nun seinen Verbrauch?
Auf der Webseite von Talknet kann man im Kundenbereich jederzeit sein angefallenes Transfervolumen kontrollieren, jedoch wird dies dort mit teilweise 2 Tagen Verzögerung aktualisiert. Deswegen empfiehlt es sich, den Verbrauch selbst mit irgendwelchen Tools zu überwachen (wie schon erwähnt, ich nutze den SWR3 OnlineCounter).

Gibt es noch etwas unangenehmes zu vermelden?
Ja leider. Man muss eine Einrichtungsgebühr von 29,90 Euro bezahlen und es gibt eine Mindestvertragslaufzeit von 6 Monaten, was praktisch in den ersten 6 Monaten die Grundgebühr auf fast 35 Euro (ca. 69 DM) monatlich erhöht.
Und Insider werden sicherlich bei dem Provider Talknet an die Talkcities denken ... genau, auch diese spielen bei dieser "Flat" eine Rolle, denn dieser Tarif gilt in der beschriebenen Form nur in den 480 Talkcities ... liegt der Wohnort außerhalb von diesen Talkcities, dann kostet diese Flat monatlich 49,90 Euro bzw. 97,60 DM - da ist vielleicht Surftime 120 von T-Online für 50,60 Euro sicherlich eine mehr als überlegenswerte Alternative, da diese ja dann nicht Traffic-beschränkt sind. (Welches die Talkcities sind, findet sich auf der Webseite von Talknet - www.talknet.de)

Wichtig ist auch zu wissen, dass die Talknet Flat an eine Rufnummer gebunden ist, welche jedoch einmal im Monat über das Kundenmenü geändert werden kann. Wichtig dabei ist, dass man bei der Angabe der Rufnummer, gerade wenn man diesen Tarif über ISDN nutzen möchte, höchste Sorgfalt walten lässt, da mir in der Vergangenheit schon so einige Horrormeldungen zu Ohren kamen, bei denen die Leute fröhlich Stunde um Stunde verbraten haben und bei der nächsten Telefonrechnung Internet-by-Call-Gebühren berechnet bekamen. Deswegen im Zweifelsfall nachfragen (evtl. im Forum bei Onlinekosten.de - ich selbst bin leider ISDN-unerfahren - genauso ein Teufelswerk wie DSL) - sollte im Kundenmenü spätestens nach einem, maximal zwei Tagen der Verbrauchszähler immer noch auf 0 kb stehen, heißt es höchste Alarmstufe.

Wo wir beim Thema sind: die Rechnungsstellung
Diese erfolgt direkt von Talkline (und wird freundlicherweise per Lastschriftverfahren erledigt). Bisher hatte ich nur einmal eine Beanstandung gegen die Rechnung vorzubringen - mir wurden 400 MB (also fast 40 Mark) fälschlicherweise in Rechnung gestellt. Jedoch war dies kein Einzelfall, denn bei einigen Flat-Kunden wurden die zustehenden 500 MB Frei-Traffic nicht berücksichtigt, so dass der Traffic gleich mit 4,99 Euro pro 100 MB berechnet wurde. Aber da muss ich sagen, dass Talkline das Problem durchaus zufriedenstellend gelöst hat. Unmittelbar nach der fehlerhaften Rechnung kam ein Schrieb, dass der Fehler auf der nächsten Rechnung wieder beglichen wird (ohne dass ich oder andere Einspruch einlegen mussten, Talkline hat von sich aus reagiert). Inzwischen wurden mir die zu viel berechneten Gebühren gut geschrieben und ich muss im Dezember nur 20,30 DM bzw. 10,38 Euro bezahlen.

Wie ich an anderem Ort schon geschildert habe, ist ja beispielsweise bei T-Online der Abrechnungszeitraum ein großes Mysterium. Nicht so bei Talknet. Der Anmeldungstag ist auch gleichzeitig der Beginn des Abrechnungszeitraums (bei mir der 5. jeden Monats bis zum 4. des nachfolgenden Monats). Die 500 MB werden dagegen immer beginnend vom Ersten eines Monats berechnet. Man erhält per Post automatisch einen Einzelverbindungsnachweis, jedoch wird dieser wohl ab Januar durch eine Online-Rechnung ersetzt.

Zur Anmeldung selbst:
Am einfachsten geht es wohl mit der Online-Anmeldung. Die Daten werden dabei über eine verschlüsselte Verbindung übertragen - wodurch die Angaben beispielsweise der Kontonummer in der Regel doch sicher aufgehoben sind. Einen Benutzernamen (Zahlen-Buchstabenkombination) bekommt man zugewiesen. Das Passwort und den (das?) Mail-Alias kann man festlegen. Erfreulich dabei, dass man nach gelungenen Abschluss der Anmeldeprozedur eine Übersichtsseite angezeigt bekommt (welche man auch ausdrucken sollte), auf der alle Zugangsdaten wie Einwahlnummer, Mail-, Homepage- und Proxy-Server angegeben sind. Nach zwei Tagen bekam ich per Post meine Auftragsbestätigung, welche sozusagen auch gleichzeitig meine sofortige Freischaltung beinhaltete. Zusätzlich wird ein Informationsblatt mitgeschickt, welches die Einrichtung einer DFÜ-Verbindung erläutert. So dürften auch ungeübte Internetnutzer kein Problem haben, sich den Zugang einzurichten. Sollte das alles nicht klappen, gibt es ein Konfigurationstool, welches man downloaden kann - jedoch bin ich immer skeptisch, was solche Dinge betrifft, da man nie genau nachvollziehen kann, was so ein Tool tatsächlich anstellt.

Zugang und sonst nix?
Nein, natürlich gibt es wie schon angedeutet 15 MB Webspace und ein POP3-Postfach mit 10 MB Kapazität. Sowohl Webspace als auch die Mailbox lassen sich per WAP-Handy abrufen. Für mich eher ein vernachlässigbares Feature, aber vielleicht für den einen oder anderen mehr als nur Spielerei. Zusätzlich kann man diesen Tarif auch nutzen, wenn man sich über das Handy einwählt (vielleicht mit Organizer oder Handy), jedoch fallen dabei bei Einwahl über die Kurzwahl 22258 20 Cent/Minute bzw. über 040/23794 Gebühren des Handy-Providers an. Da ich dies nicht nutze, kann ich nicht beurteilen, ob das ein sinnvolles (und günstiges) Feature ist.

Weiß man mal so gar nicht weiter, kann man ja die Talknet-Hotline anrufen. Hierbei gibt es 2 Nummern: Zum einen die Nummer für allgemeine Fragen (Rechnung) 01805-38 38, welche 12 Cent/Minute kostet und der technische Service unter 01908-58479, welcher jedoch nicht unerhebliche 1,86 Euro/Minute kostet. Einmal kam ich in den Genuss dieser technischen Hotline. Dazu gleich mehr.

Wie ist denn nun die Leitungsqualität?
Kurz und knapp: Inzwischen bin ich zufrieden. Die Einwahl war eigentlich nie ein Problem, selbst in den gefürchteten Abendstunden um 19-22 Uhr kam es seltenst vor, dass die Verbindung erst bei dem 2. Einwahlversuch zustande kam. Auch die Geschwindigkeit kann ich subjektiv als normal einstufen. Besonders langsam oder schnell kommt es mir im Vergleich mit anderen Providern (u.a. T-Online, Tiscali) nicht vor. Jedoch einen Mangel hatte der Zugang in den ersten 2 Monaten meiner Nutzung: Ich flog im Schnitt wohl jeden Tag einmal raus, im Klartext: meine DFÜ-Verbindung wurde getrennt. Da ich bei anderen Providern dieses Problem nicht hatte (ich bin in meiner T-Online-Zeit in mehr als einem Jahr geschätzt 5 mal rausgeflogen) und auch eine Neukonfiguration meines Rechners (mit dem Tool DFÜ-Speed) keine Verbesserung brachte, fragte ich mal bei oben erwähnter technischer Hotline nach. Als ich knapp mein Problem schilderte ('im Schnitt einmal am Tag aber nur bei Talknet'), bekam ich zur Antwort, dass man das so auf die Schnelle nicht beantworten kann (sprach da etwa unser Verteidigungsminister?!) - überraschenderweise fragte man mich dann spontan nach der Länge meiner Modemzuleitung. (TAE-Dose > Modem), worauf ich eine doch schon ziemliche Länge (paar Meter, eben von einem Zimmer in anderes Zimmer - durch den Flur) bestätigen musste. "Sehen sie, daran liegts vielleicht" "Ahja, danke" und ich legte ohne meinen Gesprächspartner zu beleidigen auf. Also merke: Lange Modemzuleitungen funktionieren immer - nur mit Talknet kann es Probleme geben. Aua.

Jedenfalls hörten diese elendigen Verbindungsabbrüche (Disconnects) irgendwann einmal ohne mein Zutun in Form von Kabelkürzung (als Talknet tagsüber für fast 12 Stunden off war) schlagartig auf (Talknet muss irgendetwas intern umkonfiguriert haben - so etwas erwähnte jedenfalls die Rechnungshotline). Seit diesem Zeitpunkt (wohl seit etwa 3 Monaten) bin ich erst einmal unplanmäßig rausgeschmissen worden. Planmäßig wird bei Talknet übrigens nach 12 Stunden ununterbrochener Onlinezeit bzw.15 Minuten ohne Datentransfer die Verbindung getrennt. Und praktischerweise werktags noch 9 Uhr morgens und 18 Uhr abends (Ende bzw. Beginn des Flat-Fensters).

Wie soll ich nun diesen Tarif beurteilen?
Natürlich nutze ich tagsüber meine Surftime 30 von T-Online, gerade für Software-Downloads. Aber dennoch bin ich mit der Talknet-Flat ausreichend bedient. Gerade wenn ich wie jetzt im Moment etwas tippe und gelegentlich bei der einen oder anderen Webadresse nachschauen muss, ich also über einen längeren Zeitraum kaum Traffic verursache, ist es doch ideal, trotzdem pauschal online sein zu können, ohne die Pfennige bzw. Cent sinnlos zu vergeuden. Gut, der Tarif ist sicher kein Ersatz für eine vollwertige Flat und von dem Speed eines DSL-Zugangs kann man nur träumen, aber ich brauche ja im Grunde genommen beides nicht. Ich bin inzwischen sowieso etwas kritischer gegenüber dem ständigen Online-sein oder Erreichbar-sein - mal die Kiste und das Handy ausschalten und wichtigen, wirklich wichtigen Dingen nachgehen. So habe ich unter der Woche wieder Motivation gefunden, ab und an die Universität zu besuchen (war in den letzten 2 Monaten immerhin fast 20 Mal anwesend, seltsam nur, dass mich Kommilitonen siezen und am Kopierer vorlassen, aber ich schweife ab).

Deswegen möchte ich dem Tarif "Talknet-Flat" eine gute Bewertung aussprechen (ein Rechnungsfehler und anfängliche Stabilitätsprobleme verhindern Optimalbewertung). Empfehlen möchte ich diesen Tarif auch, jedoch nur dann, wenn Interessenten sich der Einschränkungen bewußt sind, unter anderem, dass diese Flat eigentlich keine Flat ist.


xxxxxxx
29.12.01 EV @ ciao, dooyoo, hitwin, yopi, ecomments (V), griasdi (1), myopinion


Geschrieben am: 29. Dec 2001, 14:06   von: nova87



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