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Übersicht > Computer > Software > Betriebssysteme > Linux > Knoppix

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
genial zum Kennenlernen von Linux, für mich als Rettungs-CD unentbehrlich

Nachteile:
absolut nichts




Linux absolut ohne jedes Risiko ausprobieren
Bericht wurde 1922 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 3 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Jeder, der einmal mit den Tücken eines Microsoft-Betriebssystems gekämpft hat, also jeder PC-Nutzer, hat sich bestimmt schon einmal eine Alternative gewünscht. Und diese Alternative gibt es ja in Form von Linux. Doch Linux hat immer noch zu Unrecht den Ruf des Bastler- und Hacker-Betriebssystems und daher trauen sich viele PC-Nutzer, die sich eher als Anwender und nicht als Computerfreak sehen, nicht, es auf ihrem Rechner zu installieren.

Doch es gibt eine einfache und geniale Methode, Linux auf seinem eigenen PC ohne jedes Risiko zu testen und die nennt sich Knoppix.


Was ist Knoppix eigentlich?
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Knoppix ist ganz einfach ausgedrückt ein vollständig von CD boot- und lauffähiges Linux, das keinerlei Veränderung am bestehenden Betriebssystem vornimmt. Und das ganze ist völlig kostenlos (wenn man es sich aus dem Netz zieht oder legalerweise kopiert; Anbieter, die die CD versenden, nehmen einen kleinen Kostenbeitrag).

Klaus Knopper, ein deutscher Ingenieur hat auf der Grundlage von Debian, einer der bekanntesten und anerkanntesten Linux-Distributionen, ein System entwickelt, dass komplett mit jeder Menge Tools auf eine CD passt und von dort aus läuft. Jetzt werden einige sagen, dass es doch auch von anderen Linux-Anbietern wie z.B. Suse oder RedHat sogenannte Runtime-Evaluation-Versionen gibt, die es auch auf einer CD kostenlos gibt und häufiger als Beilage in PC-Zeitschriften zu finden sind. Doch diese CDs sind eher Appettithäppchen auf die Kaufversion. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade die Hardware-Erkennung sehr schwach ist und außerdem ist auf diesen CDs nur eine Minimalausstattung.

Und genau diese 2 Punkte zeichnen gerade Knoppix aus meiner Sicht aus. Die Hardware-Erkennung, die Klaus Knopper gebaut hat, ist phänomenal und schlägt die mir bekannten Tools in Distributionen wie Suse, RedHat oder auch das eigentlich Knoppix zugrundeliegende Debian um Längen. Ich habe die Knoppix-CD in mindestens 20 Rechnern eingesetzt, von der Pentium-II-Gurke über Laptops bis hin zu Highend-Rechner der neuesten Generation. So gut wie immer wurde die Hardware, und war sie noch so ausgefallen, einwandfrei erkannt und angesprochen, egal ob CD-Brenner, Platten, Soundcard oder Netzwerkkarten. Einzige Ausnahme war ein Compaq Armada-Laptop, dessen Soundcard nicht erkannt wurde. Doch dieses Teil ist als Problemfall bekannt und hat auch schon Windows XP Probleme gemacht.

Bei der Softwareausstattung, die auf der 700-MB-CD dabei und lauffähig ist, kann man ebenfalls nicht klagen. Leute die Linux kennen, werden mit der Zunge schnalzen, daher nenne ich hier mal bewusst einige Produkte, auch wenn sie dem Laien nicht so viel sagen werden, aber auch der wird die Vielfalt erkennen. Beginnend mit KDE 3.0 als Desktop, gibt es sowohl für die Multimediafreaks mit xmms und xine sehr gute Player für Audio und Video, GIMP als Grafikprogramm ist fast schon Legende, natürlich ist für die DFÜ alles von Einwahlsoft bis zum Browser vorhanden, mit OpenOffice ist ein (fast) komplettes Office-Paket vorhanden, das sich mit dem Microsoft-Produkt messen kann (nur die Datenbank fehlt), es gibt jede Menge Tools für Programmentwickler und auch die Systemdiagnose kommt nicht zu kurz. Natürlich sind auch ein Brennprogramm und entsprechende Spiele vorhanden. Und Vieles, Vieles mehr. Also ein vollständig ausgestattetes und funktionsfähiges System.


Voraussetzungen für Knoppix:
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Die Anforderungen, um Knoppix laufen zu lassen, sind sehr gering. Der Rechner sollte mindestens ein 486er mit Intel-kompatibler CPU sein. Wenn man nur textbasiert arbeiten will (was aber für jemanden, der Linux ausprobieren will, eher nicht der Fall sein wird) braucht man 20 MB Hauptspeicher; für die normalerweise übliche grafische Oberfläche werden 96 MB Hauptspeicher benötigt.

Da Knoppix von CD läuft, sollte auch ein CDROM-Laufwerk vorhanden sein. Und da es sich hierbei ja um ein Betriebssystem handelt, sollt das CDROM auch bootfähig sein. Doch selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, kann man Knoppix trotzdem verwenden. Denn auf der auch unter Windows lesbaren CD ist u.a. ein Disketten-Image, mit dem man sehr leicht eine Bootdisk erstellen kann. (Wie das genau geht, würde den Rahmen dieser Meinung sprengen, aber wer die Infos braucht, kann mich gerne fragen)


Knoppix in der Praxis:
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Man legt die CD ein, fährt den Rechner hoch (eventuell noch im BIOS prüfen, ob auch von CD gebootet wird); einmal kurz Return drücken und man sieht schon wie Knoppix die Hardware-Erkennung durchläuft und bekommt recht schnell eine grafische Oberfläche, auf der auch Windows-User schnell zurecht kommen werden.

Die Performance von Knoppix ist für die Tatsache, das man ja komplett von CD arbeitet, erstaunlich gut. Natürlich merkt man, dass immer wieder auf die CD zugegriffen wird, aber man kann, zumindest ist das mein Eindruck, flüssig arbeiten, probieren oder spielen.

Alle Programme sich einfach über Popup-Leisten erreichbar und gut sortiert, so das man schon aufgrund der Einordnung weiß, wo man rumprobiert und nicht aus Versehen kryptische Systemtools aufruft. Doch auch die können ja nichts kaputt machen, denn Knoppix kann zwar die Festplatten des eigentlichen Systems (im Regelfall wohl Windows-Varianten) problemlos sehen, aber es ist aus Sicherheitsgründen so eingestellt, dass es nur lesend zugreifen darf. Der Freak, der weiß was er tut, kann dies natürlich auch ändern (aber auf eigene Gefahr :-)


Einsatzmöglichkeiten von Knoppix:
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Neben der Möglichkeit risikolos Linux kennenzulernen, kann man die Knoppix-CD aber auch für viele andere Zwecke wunderbar nutzen. Ich will einfach ein paar Fälle schildern, in denen sie mir persönlich gute Dienste geleistet hat:

Für mich persönlich ist die Verwendung als eine Art Rettungs-CD der wichtigste Einsatz-Zweck. Denn auch Maschinen, die scheinbar nicht mehr laufen, kann man mit Knoppix aus dem Dornröschenschlaf wecken.
Konkreter Fall: Ich hatte eine Win ME-Kiste (nicht fragen, es gibt bestimmte Gründe, warum ich mich nicht ganz von Microsoft trennen kann), die plötzlich im Boot hängen blieb. Also Knoppix rein, booten, und erst einmal die Windows-Bootlogs auf der Festplatte gelesen. Aha, eine Fehlermeldung. Bevor ich rumprobiere erst einmal einige Dokumente, die für mich wichtig waren, per FTP an einen anderen Rechner in meinem Netzwerk geschoben, damit ich sie nicht aus versehen kille. Danach DSL unter Knoppix aufgerufen. Er erkennt die Netzwerkkarte, findet heraus, dass sie ans DSL angeschlossen ist, fragt die Einlogparameter (User/Password) ab und in sage und schreibe 2 Minuten habe ich eine Internet-Verbindung (wer DSL mal unter Win konfiguriert hat, hat jetzt eine Kinnlade bis zum Boden). Per Suchmaschine nach meiner Fehlermeldung gesucht, herausgefunden, dass die Win-Recovery übergelaufen ist, Schreibschutz aufgehoben, Müll in der Recovery gelöscht, Knoppix runtergefahren, booten und Win ME lief wieder.

Genauso nutze ich es, um kurzfristig eine DFÜ-Verbindung von einem Win XP-Rechner aufzubauen. XP ist bekanntermaßen sehr mittelungsfreudig und schickt alles mögliche an persönlichen Daten an Microsoft, wenn man damit ins Internet geht. Man kann es „kastrieren“, aber wenn das nicht gemacht werden soll, man aber trotzdem mal einen Patch braucht -> Knoppix hilft .

Eine andere Nutzung bei mir ist das Aufbauen von kurzfristigen Netzwerken mit fremden Rechnern, bei denen ich dann nicht das ganze Windows-Netzwerk verbiegen will. Verkabeln, Knoppix-CDs rein, IP-Adresse angepasst und schon hat man ein Netzwerk und kann z.b. große Datenpakete hin- und herschaufeln.

Wer Rechner kauft und dem Händler/Verkäufer bei der Ware auf die Finger schauen will, sollte einfach eine Knoppix-CD mitnehmen und prüfen, ob auch wirklich die Hardware drin ist, die versprochen wurden.

Eine kleine Besonderheit ist die Möglichkeit, mit der Knoppix-CD ein Debian-System auf der Festplatte zu installieren. Debian ist, wie schon erwähnt, nach Expertenmeinung die beste Linux-Distribution, aber nicht gerade einfach zu installieren. Auf der Knoppix-CD gibt es ein Script, mit dem man von der Partitionierung der Platte, über die Installation bis zum Bootmanager geführt wird. Ich weiß natürlich, dass dies weder eine vollständige noch besonders optimierte Debian-Installation ist (Debian besteht normalerweise aus 7 CDs) und die Linux-Puristen werden mich jetzt erschlagen. Aber ich habe diese Installation auf einem Laptop und komme wunderbar klar damit. Was will man mehr.

Wahrscheinlich könnte ich noch Seite um Seite schreiben, nur irgendwann liest das keiner mehr. Aber ich glaube, auch so ist meine Begeisterung rübergekommen :-)))



Wie bekomme ich Knoppix?
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Nachdem ich hier so sehr geschwärmt habe, wird mancher die berechtigte Frage stellen, wie er den an dieses Wundersystem kommen kann.

Es gibt dazu mehrere Möglichkeiten:

Auf der Webseite des Entwickler www.knoppix.org ist eine ganze Reihe von Versendern angegeben, die gegen eine Unkostenbeitrag, der so zwischen 3,50 und 6 Euro plus Versandkosten liegt, eine Knoppix-CD liefern. Dabei sollte man drauf achten, dass die Version möglichst aktuell ist. Die aktuelle Versionsnummer ist nun schon etwas länger 3.1, entscheiden ist daher das Release-Datum. Momentan (Februar 2003) ist die letzte Veröffentlichung vom 20.01.2003.

Wer eine schnelle Internet-Anbindung hat (DSL) kann sich auch ein sogenanntes ISO-Image der jeweils aktuellen Knoppix-CD herunterladen. Auch dazu sind auf der Seite www.knoppix.org eine größere Anzahl von Quelladressen (FTP-Server u.ä) angegeben.
Dieses ISO-Image kann man mit den meisten herkömmlichen CD-Brennprogrammen unter Windows auf eine CD brennen und ist dann auf dem gleichen Stand wie bei einer bestellten CD. (Die Details würden auch hier wieder den Rahmen sprengen, aber wer Frage oder Zweifel hat, kann sich gerne an mich wenden).
Das Herunterladen ist meine Standardbezugsmethode. Sie hat den Vorteil, dass man sich immer die aktuellste Version besorgen kann. Nach meinen Erfahrungen dauert die Download-Prozedur mit DSL etwa 3-4 Stunden, der Durchsatz der Server ist sehr gut. Man sollte nur vermeiden, direkt nach der Ankündigung einer neuen Version auf die Server loszustürzen. Denn Knoppix ist sehr begehrt und in den ersten Stunden geht die Performance merklich herunter. Etwas Geduld erspart hier viel Zeit :-) Ich rate auch dringend zum Einsatz eines Tools, dass die Möglichkeit hat, abgebrochene Downloads wieder aufzusetzen; ich persönlich nutze hierzu unter Windows seit Jahren GetRight. Denn ein Abbruch nach 680 von 700 MB ist dann doch ärgerlich.

Aktuell (Februar 2003) gibt es noch eine dritte Alternative, die für die Meisten der einfachste Weg sein wird:

In der Ausgabe 03/2003 der PC-Welt (die PC-Zeitschriften sind mit ihrer Nummerierung ja den Monaten immer weit voraus; dieses Heft gab es seit Ende Januar 2003 bias vor einigen Tagen; aber vielleicht hat der Händler noch Restanten) liegt eine Knoppix-CD bei. Dies ist leider eine Version vom 10-10-2002, also nicht mehr ganz aktuell. Aber zum Ausprobieren reicht sie völlig; die meisten Änderungen seither betrafen den Austausch von mitgelieferten Programmen wie z.B. dem Brennprogramm. Es gibt zwar auch einige Bugfixes. Doch ich habe diese konkrete Version längere Zeit als Notfall-CD genutzt und keinerlei Probleme damit gehabt.

Und die c't hat sich auch sehr intensiv mit Knoppix beschäftigt. Im Heft 04/03 gab es ein spezielle Version von Knoppix auf CD und mehrere Artikel dazu. Im Heft 05/03 folgte dann auch noch eine genaue Anleitung, wie man aus Knoppix eine Festplattenistallation macht.


Fazit:
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Eines der genialsten Stücke Software, die mir in den letzten Jahren in die Finger gekommen ist.
Der Anfänger kann risikofrei Linux ausprobieren und als Rettungsdisk ist es unübertroffen. Ich habe eigentlich immer eine Knoppix-CD dabei, wenn ich irgendetwas mit PCs mache.



Geschrieben am: 05. Mar 2003, 23:38   von: emty



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