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Übersicht > Familie > Haustiere > Fische > Blauer Antennenwels (Ancistrus dolichopterus)

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Allesvertilger

Nachteile:
Geht auch u.U. an Wasserpflanzen




Der nützlichste Fisch im Aquarium
Bericht wurde 10979 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 2 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Schon seit über 25 Jahren hat mich stets eine Fischart begleitet, nämlich der Blaue Antennenwels (Ancistrus dolichopterus). Er wird auch „Fensterputzer“ genannt, weil er meistens die Scheiben nach Algen oder auch ggf. nach Schneckennester abraspelt. Seine Färbung ist je nach Laune dunkelgrau bis bläulich-schwarz.

Eine Schönheit ist er nicht gerade, aber für die Aquaristik ein sehr interessanter und nützlicher Fisch. Sein nach unten gerichtetes Saugmaul ermöglicht ihm ein problemloses Abweiden und -raspeln der Algen im Becken.


Als ich damals die ersten Zuchterfolge mit dieser Art erzielte war das eine größere Sensation. Mein Zoohändler (er ist jetzt auch Mitglied in unseren Verein) riss mir die Jungfische regelrecht aus der Hand und gab mir für einen Wels in der Größe von 2,5 bis 3 cm immer gut 3,-- DM. Heute sind sie schon für ca 2,-- € im Fachhandel zu erhalten.


Erwachsene Männchen werden etwa 10 -15 cm gross und haben tentakelähnliche Antennen auf dem Kopf. Die Weibchen sind etwas kleiner und ohne Antennen.

Sehr nützlich, weil er Futterreste von den anderen Fischen vertilgt und weil er an die Algen geht. Man muss jedoch beachten, dass es mehrere Arten von Algen gibt und der Antennenwels bestimmte Arten nicht mag. Für den Wels uninteressante Algen bilden sich dann, wenn sich die Lichtverhältnisse im Aquarium verändern (zu hell oder zu dunkel) oder bei Überfütterung, dass selbst der Antennenwels die zu Boden gesunkenen Futterreste nicht mehr bewältigen kann. Sie bilden nämlich einen hervorragenden Nährboden für einen unbeliebten und starken Algenwuchs.
An seinem Verhalten kann man erkennen, in welcher Qualität sich die Wasserwerte gerade befinden.


Interessant ist seine Brutpflege, die nur vom Männchen betrieben wird. Das Weibchen laicht in einer Höhle oder einer halbierten Kokosnussschale ab. Das Männchen befruchtet die Eier, verscheucht das Weibchen, bewacht und verteidigt das Gelege, das bis zu 100 Eier betragen kann. Es hält sich ständig am Höhleneingang auf und fächert dem Gelege mit den Brustflossen frisches Wasser zu. Die ist auch sehr wichtig, weil das Gelege sonst zu verpilzen droht.
Nach ein paar Tagen schlüpfen die Larven. Klein, gelb und noch nicht als Fisch, geschweige als Wels erkennbar. Lediglich an den winzigen Flossenbewegungen und den schwarzen Augenpunkten kann man erkennen, dass das keine Eier mehr sind, sondern die Larven.
Nach gut zwei Wochen ist der Dottersack aufgebraucht und die jungen Welse beginnen allmählich ihre nähere Umgebung zu erkunden und verlassen dann schliesslich den Laichplatz. Das kann aber für die Kleinen mitunter sehr gefährlich werden:

1. Sie reagieren sehr empfindlich auf negativen Veränderungen der Wasserqualität
2. Sie können von anderen Beckeninsassen als Bereicherung des Speiseplans betrachtet werden

Wenn sie aber eine Größe von etwa zwei Zentimeter erreicht haben, dann dürften sie das Schlimmste überstanden haben.
Um eine ungefährdete Aufzucht der Jungfische zu gewährleisten muss man beachten, dass sich im Gesellschaftsbecken nur Friedfische wie Neon, Schwertträger, Platy, Guppy usw. befinden. Bei Buntbarschen oder anderen räuberischen Fischarten ist die Aufzucht der jungen Antennenwelse chancenlos.

Fazit:

Positiv: Er vertilgt alles Verwertbare. Man soll aber nicht zu viel füttern.

Negativ: Es wird ihm nach gesagt, dass er auch an vorhandene Wasserpflanzen geht.
Ich habe mir von einem Aquabiologen erklären lassen, warum das so ist:
Wenn sich die Wasserqualität verschlechtert hat, holt er sich aus den Blättern von den Wasserpflanzen auf Grund der Fotosynthese den darin enthaltenen, wertvollen Sauerstoff und die Pflanzen gehen zu Grunde. Das hat so zu sagen nichts mit Nahrungssuche zu tun. Wenn keine Pflanzen vorhanden sind, holt er sich atmosphärischen Sauerstoff von der Wasseroberfläche.

Ein Tipp an den Pfleger: Die optimalen Wasserbedingungen wieder herstellen und die „Sucht“ wird vom Wels wieder eingestellt.

Ich denke, dass ich Euch damit einen sehr hilfreichen Tipp gegeben habe, wenn ihr die Art in Euerem Aquarium pflegt oder zu pflegen beabsichtigt.

Mit aquarianischen Grüßen

Euer Sepp


Geschrieben am: 05. Mar 2003, 14:14   von: wuschel111



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