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Übersicht > Familie > Haustiere > Fische > Blauer Antennenwels (Ancistrus dolichopterus)

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Bodenfisch, reinigt den Grund

Nachteile:
gefällt nicht jedem




The ugly catfisch
Bericht wurde 2055 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 3 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Hallo Leute !!!
Heute bin ich endlich mal wieder dazu gekommen einen neuen Bericht von einem meiner Aquarienfische zu schreiben.

Zuerst aber etwas zu meiner eher unfreundlichen Überschrift „The ugly catfish“
Diese Bemerkung kommt von meiner Mutter, die diesen etwas anders gebauten Fisch gar nicht schön findet.

Die Rede ist vom blauen Antennenwels oder auch „Bristle – nose catfish“ wie er in seiner Heimat genannt wird.

Antennenwelse sind fast über den ganzen südamerikanischen Kontinent verbreitet. Sie besiedeln so fast jedes Gewässer - angefangen von schnellfließenden, kühlen Bergflüssen, bis hin zu fast stehendem, über 30°C warmem Weißwasser. All dies deutet darauf hin, dass diese Art sehr anpassungsfähig ist.

Diese Temperaturen muss man im Aquarium aber keines falls nachstellen. Und so liegen die optimalen Temperaturen zwischen 15 und 30°C. Ich habe festgestellt, dass sich meine bei 27°C am wohlsten fühlen.
Eines sollte aber im Aquarium nie fehlen, nämlich Morkienwurzeln, da sie diese beraspeln um die Zellulose als Ballaststoff zur Nahrung auf zu nehmen.

Der Blaue Antennenwels liebt eine kräftige Filterströmung im Becken.

Nun zum Aussehen des Blauen Antennenwels (Ancistrus dolichopterus).

Antennenwelse haben immer eine dunkle Grundfärbung die von braun – fast schon schwarz variieren kann. Der dunkle Körper ist außerdem mit feinen weißen Punkten übersät, die hauptsächlich in der Kopfregion vorkommen.
Das sicherste Erkennungsmerkmal der Antennenwelse sind aber die beweglichen Zwischenkiemendeckel, an denen sich deutlich sichtbare Hakenstachel befinden, die sie bei Gefahr oder Erregung spreizen.
Deshalb bleiben die Welse auch im Netz hängen wenn man sie fängt. Die Bauchseite der Antennenwelse ist nicht gepanzert, und somit empfindlich.
„Ancistruse“ leben sehr substratgebunden, was ihnen nur dieser perfektionierte abgeflachte Körper und das große Saugmaul zum anheften an Steinen oder Wurzeln erlaubt.
Mit den kräftigen Flossen dazugerechnet können sie sogar in reißenden Flüssen leben.

Die Geschlechtsunterschiede dieser Fische sind sehr eindeutig, da die Männchen unterschiedlich zahlreiche, weiche, tentakelähnliche Fortsätze, die oft gegabelt sind auf dem Kopf haben.
Die Weibchen sind meist ein bis zwei Zentimeter kleiner als die Männchen, haben eine etwas „fülligere“ Körperform und haben keine oder nur wenige Antennen an den Kopfseiten. Die Rückenflosse der Weibchen sind kleiner und die Brustflossen etwas zierlicher als die des Männchens. Bei den Männchen sind diese Flossen zudem oftmals stärker ausgezogen und mit Dornen besetzt.

Blaue Antennenwelse können je nach Art und Platzangebot zwischen 10 und 15 Zentimeter groß werden.
Meine sind mit 12 cm ausgewachsen mehr oder weniger ausgewachsen.

Ancistrus sind zwar Abfallverwerter, sollten aber trotzdem regelmäßig gefüttert werden, wo ich je 7 cm eine Futtertablette rechne.
Im Aquarienfachhandel gibt es dazu eine Vielzahl von verschiedenen Futtertabletten.
Diese sinken recht schnell zum Boden des Aquariums und lösen sich dort langsam auf.
Wenn allerdings einmal ein Fisch verenden sollte, und er nicht zu groß ist, kann man ihn liegen lassen, da Antennenwelse Allesfresser sind, die auch gerne Aas fressen. Gerne nehmen sie auch tiefgefrorene Mückenlarven, Tubifex und ähnliches zu sich.

Blaue Antennenwelse bilden Paare!!!

Hat man jedoch erst einmal ein Paar vereint, ist die Zucht sehr leicht, und man kann alle 4 - 8 Wochen mit Nachwuchs rechnen.

*** Nun näheres zur Zucht ***

Nachdem mein Männchen eine Höhle bezogen hat (Tipp: Nur ein Eingang), lockt es das Weibchen mit eifrigem Werben in die Höhle.
Danach laicht das Weibchen am Dach der Höhle ca. 100 gelb leuchtende, ungefähr 2,5 Millimeter große Eier ab.
Anschließend „geht“ sie wieder ihrer Wege, während das Männchen die Eier jetzt mit Frischwasser befächelt und beschützt.
Nach 5 - 6 Tagen schlüpfen die Larven, die sich sofort „zusammenballen“, und weiterhin vom Vater bewacht werden.
Sie zehren noch weitere 10 Tage von ihrem großem Dottervorrat, während sie allmählich die dunkle Färbung der Alttiere annehmen.
Erst wenn der Dottersack völlig aufgezehrt ist und sie etwa 1 cm groß sind führen sie ab jetzt ihr selbstständiges Leben.
Ich habe die Erfahrung gemacht das die Höhle nur einen Eingang haben sollte, da die kleinen so nicht fliehen können, und dem Aquarianer so eine größere Überlebensrate an Babywelsen bleibt, es sei denn es sind viele Fressfeinde im Aquarium vorhanden.

Wie immer eine kurze Zusammenfassung:

~~~ Volumen ~~~

sollte nicht unter 60 Litern betragen, optimal ist zwischen 60 und 240 Litern

~~~ Wasserhärte und pH-Wert und Temperatur ~~~

Die Gesamthärte sollte zwischen 5 und 30 Grad dGH liegen, der pH-Wert zwischen 6 und 8, optimal wäre 7.
Die Temperatur ist empfohlen zwischen 15 und 30 Grad Celcius.
Bei mir ist im Becken eine Temperatur von 27 Grad Celcius

~~~Körperlänge, Soziales Verhalten~~~

Antennenwelse werden zwischen 10 und 15 cm lang.
Blaue Antennenwelse sind sehr friedlich gegenüber allen Fischen, außer während
der Brutpflege. Dann können die Männchen etwas aggressiv gegenüber Artgenossen sein.

~~~ Boden, Beleuchtung, Wasserbewegung ~~~

Der Boden stellt keine besonderen Ansprüche, etwas feinsandiger Grund ist nicht schlecht, auch Kies sollte nicht fehlen.
Die Beleuchtung sollte nicht zu stark.
Die Wasserbewegung etwas kräftiger, das heißt der Filter sollte ruhig etwas stärker eingestellt sein.

~~~ Futter und Wohlbefinden der Fische ~~~

Am liebsten ernähren sich Antennenwelse von Futtertabletten, die es in reichlicher Auswahl im Aquarienfachhandel gibt. Auch Tubifex, Mückenlarven, Wasserflöhe werden von den Welsen nicht verschmäht.

Der Antennenwels ist kein Schwarmfisch und fühlt sich Paarweiße am wohlsten.
Man kann in großen Becken auch 2 Paare halten mit ein paar Jungfischen.

Was nie fehlen darf sind große Morkienwurzeln, da diese die Verdauung der Fische anregt und sie ein gesundes Leben führen können.

So, jetzt bin ich wieder einmal am Ende angelangt und würde mich freuen, wenn Ihr wieder was über einen wunderschönen Aquarienbewohner ( aus meiner Sicht, meine Mama sieht das irgendwie anders ) erfahren habt.

Sollte ich etwas vergessen haben lasst es mich wissen, ich würde mich über viele Kommentare freuen.

Euer Jens


Geschrieben am: 05. Mar 2003, 10:55   von: Blue_Shark



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