| KONTAKT | | HILFE | | HOMEPAGE |
 MyReise   MyTickets   MyShopping 
 
    STARTSEITE
Suche in
  Auswahl

Kategorie:

Aktuelles
Was ist Q-Test.de
Geld verdienen
Mitglied werden
Kontakt

  User Login
Username

Passwort



Passwort vergessen ?
 

Übersicht > Familie > Haustiere > Fische > Guppy (Poecilia reticulata)

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
wunderschöne Farben, problemlose Haltung

Nachteile:
bei mir bisher noch keine




Meine Fische haben bunte Kleider
Bericht wurde 1995 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Hallo !!
Heute möchte ich euch einen meiner Aquarienbewohner vorstellen, nämlich den Guppy.

Der Guppy ist einer der ältesten Aquarienfische überhaupt, aber auch einer der durch Menschen am stärksten geprägten Süßwasserfische.
Die zu der Familie der lebend gebärenden Zahnkarpfen gehörenden Fische sind recht anspruchslos und so vermehrungsfreudig, dass man auch vom „Millionenfisch“ spricht.

Ursprünglich lebten die wilden Guppies in den Küstengewässern des nördlichen Amazonas bis nach Venezuela, teilweise sogar auf Barbados und Trinidad.
Heute sind sie im gesamten Tropengebiet zu finden.

Wildguppies sind im Aquarienhandel sehr selten zu finden, da sie sehr teuer sind. Und dies obwohl sie kleiner und nicht so farbenprächtig sind wie die bei uns angebotenen Zuchtformen.

Ich habe durch Zufall von einem bekannten Aquarienhändler einige Wildguppies bekommen und bin sehr stolz darauf.

Die normalen Zuchtguppies werden in der Regel vom Fachhandel sehr preiswert angeboten und sind immer wieder eine Augenweide wegen ihrer bunten Farben und den verschiedenen Arten, die es gibt.

In den meisten Fällen jedoch sind nur die kleineren Männchen, sie messen ca. 3-4 cm ohne Schwanz, wirklich bunt und haben verlängerte Flossen.
Die fast doppelt so großen Weibchen sind dagegen meist nur einfarbig, gelbliches braun, und haben transparente Flossen. Manchmal sind die Flossen auch in Richtung weiß-blau gefärbt.

Interessant vielleicht zu wissen, dass die Zuchtstämme nach ihren Schwanzflossenformen benannt werden. So gibt es unter anderem Doppelschwert-Guppies, Nadelschwanz-Guppies, Rundschwanz-Guppies, Triangel-Guppies und viele mehr.

Guppies sind wie gesagt relativ pflegeleicht und können auch in kleineren Aquarien, so ab etwa 30 Litern, gehalten werden. Das Wasser sollte aber nicht zu sehr bewegt werden, eine schöne Bepflanzung sollte selbstverständlich sein. Diese dient dem Wohlbefinden der Fische und auch als Versteck.
Während die Temperaturen hier keine besonders große Rolle spielt, es reicht eine Temperatur von 22 – 25 Grad, sollte der pH-Wert nicht unter 7 liegen.

Guppies sind anspruchslos, aber wer große und wirklich farbenprächtige Tiere haben möchte, sollte auch beim Futter etwas für Abwechslung sorgen.
Sehr gerne fressen die Tiere Mückenlarven und kleine Insekten. Ab und zu füttere ich sie auch mit lebendem Teichfutter wie zum Beispiel Wasserflöhe oder ähnlichem. Dies mach ich aber nur während den Sommermonaten, wenn ich solche Nahrung von unserem Gartenteich abfischen kann.
Selbstverständlich erhalten meine Guppies auch noch das übliche Trockenfutter und ab und zu einmal eine Futtertablette, die ich dann an die Scheibe klebe. Diese Tabletten sind zum Teil auf pflanzlicher Basis und zum Teil auf tierischer Basis hergestellt.

Wie auch schon angedeutet gehören die Guppies zu den Lebendgebärenden Zahnkarpfen. Die Männchen begatten die Weibchen, die im Anschluss daran allmählich deutlich an Körperfülle zunehmen.
Kurz vor der Geburt sehen die Weibchen regelrecht „eckig“ aus und ihr „Trächtigkeitsfleck“ wird besonders Dunkel.
Der Trächtigkeitsfleck befindet sich im Afterbereich.
Die Weibchen halten sich dann gerne zwischen den Schwimmpflanzen versteckt.
Ein Wurf besteht meistens zwischen 50 und 150 Jungen, die schon sehr agil sind und mit feinem Staubfutter gefüttert werden können.

Für reinrassige „Zuchtformen“ müssen die Jungen baldmöglichst nach Geschlechtern getrennt werden, damit sich die nicht so schönen Tiere nicht miteinander verpaaren.
Die jetzt noch ungefärbten Männchen erkennt man leicht an dem sich andeutenden Begattungsorgan ( Gonopodium), das sich aus der Afterflosse bildet..
Die Geschlechtsreife ist in der Regel nach 3 Monaten erreicht. Zur Zucht verwendet man am besten optimal gefärbte und gebaute Partner.
Eine einmalige Befruchtung reicht für mehrere Würfe aus, weshalb man auch von „Vorratsbefruchtung“ spricht.

Von meinem Aquarienhändler, bei dem ich mich recht oft aufhalte habe ich noch folgende kleine Geschichte über die Fortpflanzung erfahren.

Langflossige Männchen sind, wenn sie erwachsen sind, oftmals nicht mehr schnell genug um ihre Weibchen erfolgreich zu begatten. Daher schnitt man früher den langflossigen Männchen einfach die Flossen zurück. Diese Methode wird heute allerdings nicht mehr angewandt.
Heute verwendet man junge Männchen, deren Flossen noch nicht zu lang sind und die deshalb den Weibchen problemlos folgen können.

Eigentlich war’s das schon. Aber mein Vater hat mir den Tipp gegeben wichtige Punkte noch einmal in Kürze zusammen zu fassen. Also hier noch einmal das Wichtigste in Kürze:

~~ Aquarium: ~~

ab 30 Liter Rauminhalt, mehr ist immer besser, aber das Aquarium sollte nicht zu hoch sein

~~ Wasserhärte ~~

10 – 20 Grad deutscher Wasserhärte, bei weicherem Wasser etwas Salz hinzusetzen, oder im Handel käufliche Materialien

~~ Temperatur ~~

sollte zwischen 22 und 30 Grad liegen

~~ Bodengrund und Dekoration ~~

der Boden sollte am besten sehr weich und feinsandig sein, eine Dekoration ist eigentlich nicht nötig, aber wenn dann nur recht spärlich

~~ Beleuchtung und Bepflanzung ~~

die Beleuchtung recht stark, die durch Schwimmpflanzen abgeschattet wird und die Möglichkeit für Jungfische zum Verstecken bietet. Dazu gehört die Bepflanzung, die im Hintergrund ziemlich dicht sein sollte und möglichst bis zur Wasseroberfläche reicht. Gleichzeitig aber den Schwimmraum nicht zu sehr einengen.

~~ Wasserbewegung, Futter und Anfälligkeit ~~

Die Wasserbewegung sollte möglichst gering gehalten werden, auf keinen Fall die Pumpe voll „aufdrehen“. Da Guppies fühlen sich am wohlsten, wenn sie in größeren Kolonien gehalten werden.
Als Futter empfiehlt sich Flockenfutter, kleine Würmchen, feines Frostfutter und , wenn die Möglichkeit besteht auch Wasserflöhe und diverse andere Larven aus dem Gartenteich.
Guppies sind relativ robust und unempfindlich, allerdings sollte ein regelmäßiger Wasserwechsel stattfinden.

Ich kann eigentlich jedem Aquarienliebhaber den Guppy nur empfehlen. Vor allem Anfänger werden ihre Freude damit haben.

Ich würde mich freuen, wenn ihr nun etwas besser über Guppies Bescheid wisst und wenn euch mein Bericht ein wenig gefallen hat. Ich würde mich über eure Meinung freuen. Dankeschön.

Fische habe ich jedenfalls genug, über die ich euch noch weitere Berichte schreiben könnte.

Euer Jens


Geschrieben am: 20. Feb 2003, 11:57   von: Blue_Shark



Bewertungen   Übersicht


Weitere Infos? Versuchen Sie doch mal folgende Suchen bei Google:

Alle evtl. aufgeführten Marken gehören ihren jeweiligen Inhabern und unterliegen den jeweiligen Bestimmungen.


Was ist Q-Test.de | Impressum | Werbung | Geld verdienen | Banner | Counter | Preisvergleich | Download