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Übersicht > Familie > Haustiere > Katzen > Pflege

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung



*Operation Zäpfchen*
Bericht wurde 3868 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 



Wenn Paulchen krank ist muss er natürlich behandelt werden und meist ist es unumgänglich das Medikamente verabreicht werden müssen. Je nach Erkrankung verabreicht der Tierarzt verschiedene Präparate in Form von Spritzen, Tropfen, Tabletten, Pasten, Salben oder auch Zäpfchen können es sein.

All diese Medikamente durfte auch ich schon Paulchen und seinen Vorgängern in meiner Wohnung verabreichen. Selten ist eine Katze so einsichtig und versteht, dass diese Medikamente notwendig sind und lässt sie sich ohne Gegenwehr verabreichen. Kleine Tricks können dabei helfen dem lieben Tier die Medizin unterzujubeln.

Spritzen

Spritzen werden in der Regel nur vom Tierarzt selbst verabreicht. Manchmal ist es nötig mehrere Tage nacheinander zum Arzt zu fahren, damit die Katze ihre Spritze bekommt. Ich selbst würde Paulchen niemals eine Spritze selbst geben, da ich viel zu viel Angst hätte nicht die richtige Stelle zu treffen, oder das die Nadel sich von der Spritze löst, abbricht und in seinem dicken Fell stecken bleibt und ich sie nicht mehr finde.

Tropfen

Der Katzen Tropfen zu verabreichen ist noch eine der leichteren Angelegenheiten. Paulchen bekam sie bisher immer mit ein ganz klein wenig Sahne oder Joghurt verabreicht. Da er dies sehr gern frisst, hat er meist kaum bemerkt, dass Tropfen darin enthalten waren. Eine weitere Möglichkeit ist es, die Tropfen in eine kleine Einwegspritze (natürlich ohne Nadel) aufzuziehen und der Katze die Tropfen direkt ins Maul zu spritzen. Wenn man den Kopf leicht festhält gelingt es manchmal die Flüssigkeit zwischen den Zähnen ins Maul zu spritzen. Leider findet Katze diese Vorgehensweise oft nicht so toll und wehrt sich, sodass viel der Flüssigkeit daneben gehen kann. Sollte die Restflüssigkeit im Katzenfell gelandet sein, wird die Katze einen Teil davon noch aufnehmen, wenn sie ihr Fell trocken putzt.

Tabletten

Eine vollständige Tablette wird die Katze kaum in einem Stück artig schlucken. Der Versuch sie ihr einfach in den Hals zu schieben, endet in den meisten Fällen damit, dass die Katze sie in hohem Bogen wieder ausspukt. Auch hier ist die beste Möglichkeit die Tablette zu zerreiben und sie unter eine kleine Menge der Lieblingsspeise der Katze zu mischen. Eine weitere Möglichkeit ist genau wie bei den Tropfen die zerriebene Tablette aufzulösen und sie mit Hilfe einer Einwegspritze ins Maul zu spritzen.

Pasten

Wenn Paulchen Pasten zu sich nehmen soll, schmiere ich sie ihm immer ins Fell rund um sein kleines Mäulchen oder manchmal auch auf die Pfoten, da er freiwillig nie das Maul aufmacht wenn es um solche Pasten geht. Da diese Pasten für Katzen scheinbar nicht sehr wohlschmeckend sind, ist es meist sinnlos sie den Tieren einfach unters Futter zu mischen oder ihnen einen Löffel voll hinzuhalten. Auch der Versuch die medizinische Paste mit der guten Gimpet Käsepaste zu verrühren und Paulchen damit zu überlisten scheiterte bisher kläglich. Ist die Paste in seinem Fell, schleckt er sie mit Todesverachtung ab um schnell sein Fell wieder sauber zu bekommen und schon ist das Zeug in seinem Magen.

Salben

Bei Verletzungen oder Entzündungen müssen manchmal Körperteile mit Salben eingerieben werden. Das einreiben selbst kann schon ein Problem sein, wenn die Katze Schmerzen hat und weglaufen will. Sie Katze muss möglichst sanft festgehalten werden und sollte natürlich nebenbei ein wenig gestreichelt werden und ein paar leise, beruhigende Worte helfen dem Tier oft ruhiger zu bleiben. Die Salbe muss möglichst dünn aufgetragen und gut verrieben werden. Um zu vermeiden dass die Katze die Salbe wieder abschleckt, kann man einen dünnen Verband anlegen, bis die Salbe eingezogen ist.

Zäpfchen

Als mir der Tierarzt im Januar mitteilte, dass ich Paulchen Zäpfchen geben sollte, schaute ich mit entsetztem Blick zwischen den Zäpfchen und Paulchen hin- und her. Auch Paulchens wirrer Blick ließ mich ahnen, dass er messerscharf geschlossen hatte, dass da nichts Gutes auf ihn zukommt. Mein Tierarzt schaute mich leicht grinsend an und meinte, die Zäpfchen sollten natürlich nicht in einem Stück gegeben werden, sondern ich müsste sie dritteln und ihm dann „nur“ einen Teil des Zäpfchens in den Allerwertesten stecken. Der Anblick des Zäpfchens und ein Blick auf Paules zierlichen Katzenar*pieps* beruhigte mich nicht wirklich. Ich nahm die Zäpfchen und mein Paulchen und überlegte wie ich diese Herausforderung bestehen sollte.

Am Abend war es dann soweit, ich ging in die Küche und drittelte das Zäpfchen. Wie der Tierarzt mir geraten hatte, erwärmte ich es etwas, damit es besser „flutscht“. Natürlich hatte ich mir schon einen menschlichen Assistenten geholt, da ich mich allein außer Stande sah, Paulchen an dieser doch recht heikeln Stelle zu Nahe zu treten. Mein menschlicher Assistent wollte die Aufgabe übernehmen Paulchen während der „Operation Zäpfchen“ festzuhalten, während ich das Teil dahin befördern sollte, wo es seine Wirkung erzielt. Mit List und Tücke wurde Paulchen angelockt, während ich mir Gummihandschuhe anzog, da auch meine Liebe zu Paulchen doch Grenzen hat. Unter massivem Protest lag Paulchen dann in den Armen meines Assistenten, mit den Pfoten nach oben gerichtet, sodass sich sein kleines Hinterteil mir in seiner vollen Pracht entgegenstreckte. Leicht zittrig nahm ich nun das Zäpfchen in die eine Hand, hielt seinen Schwanz mit der andren Hand und beförderte das Teil in seinen Hintern. Paulchen wehrte sich natürlich verzweifelt und kaum das ich dem Glauben erlegen war, es sei wirklich drin, drückte er das Zäpfchen wieder raus. Beim zweiten Versuch hielt ich meinen Finger eine kleine Weile genau darauf *schüttel* und dann wurde Paule in die Freiheit entlassen. Das Zäpfchen blieb nun da wo es hingehört, mein Assistent war von heftigen Kratzspuren gezeichnet und ich mit meinen Nerven am Ende. Paulchen achtete in den nächsten Tagen sehr genau darauf, dass er mir seinen Hintern nicht mehr zeigte, aber das Zäpfchen hatte seine Wirkung getan und Paulchen hatte mich bald wieder ganz lieb.

Egal welche Art der Medikamente verabreicht werden müssen, muss man mit dem Tier sehr viel Geduld aufbringen und es laufend versuchen zu beruhigen und ruhig mit ihm reden. Der Katze geht es durch die Krankheit schon nicht gut und das verabreichen der Medikamente ist eine weitere Belastung und Stresssituation für sie. Mit viel Geduld und ein wenig Einfühlungsvermögen ist es meistens möglich dem Tier die Medizin zu verabreichen, ohne es zu sehr zu „nötigen“. Mir macht es auch keinen Spaß wenn Paulchen jammert vor mir liegt und ich ihn mit Einwegspritzen oder gar Zäpfchen „ärgern“ muss, aber bisher hat es ihm geholfen und er hat mir auch meinen „unsittlichen Angriff“ auf sein Hinterteil binnen kürzester Zeit verziehen.

Jeder Katzenhalter kennt sein Tier sicher so gut, dass er genau weiss mit welcher Leckerei er seine Katze locken kann und es damit erleichtert, die nötigen Medikamente zu verabreichen. Natürlich muss man sich bei der Dosis immer genau an die Vorschrift es Tierarztes halten und sollte auf keinen Fall auf die Idee kommen, menschliche Präparate zu verabreichen.

Paulchen ist kerngesund und falls er mal wieder Zäpfchen bekommen muss, werde ich auch das wieder hinbekommen, ohne das Paulchen zu sehr leidet. Sollte ich für eine erneute „Operation Zäpfchen“ einen neuen Assistenten brauchen, werde ich mich vertrauensvoll an Euch wenden.

Wer mit dem Gedanken spielt etwas von Paulchens Erfahrungen zu kopieren, sollte unsere fiese Zauberformel im Hinterkopf haben, durch die Paulchens Berichte geschützt sind.


Geschrieben am: 01. Jun 2004, 19:50   von: irias



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