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Übersicht > Familie > Haustiere > Katzen > Rassen

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Ein echter Freund/ Freundin

Nachteile:
sehr pflegeintensiv, sonst nix!




Langhaarig, wunderschön und vornehm
Bericht wurde 4153 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 4 mal kommentiert Berichtbewertung: 

In meiner Wohnung war es langweilig. Keine Zugfäden im Teppich, keine zerkratzten Tapeten, nicht einmal Kratzer an den Möbeln. Nirgendwo lagen Krümel von Katzenstreu herum. Wenn unerwarteter Besuch kam, konnte ich nicht sagen: „Ich hab heute schon dreimal gesaugt, aber diese Katzen krümeln immer alles voll.“

Eine Katze mußte her. Ich bin mit Katzen aufgewachsen und mir war klar, was es bedeutet, so ein Tierchen in die häusliche Gemeinschaft aufzunehmen. Jeder, der eine Anschaffung in Erwägung zieht, sollte daran denken, daß ein Tier - egal welches - kein „Ding“ ist, daß man nach ein paar Wochen oder Monaten wieder entsorgen kann!

Mein Entschluß stand fest und es sollte eine Perserkatze sein. Wie bin ich bloß auf den Gedanken gekommen, eine teure Langhaarkatze anzuschaffen? Wahrscheinlich war ich nicht ausgelastet, hatte zu wenig Arbeit – oder ich wollte einfach einen lieben, schönen Hausgenossen haben. Züchten wollte ich nämlich auf keinen Fall, ausstellen auch nicht. Ich war einfach auf dem „ich-gönne-mir-nun-eine-Edelkatze“ Trip!

Was ist denn eigentlich eine Perserkatze und wo kommt sie her?

Früher nannte man die Schönen mit dem langhaarigen Seidenfell Angorakatzen, dann gab es den Namen Perser nebenher und seit 1965 ist die offizielle Bezeichnung „Perserkatze“ anerkannt. Es gibt einige Versionen über die Herkunft. In Afghanistan gab es (und gibt es immer noch, glaube ich) echte „Perser“, in der Türkei „Angora“ Katzen, beide langhaarig und die Rasse der heutigen Perser soll aus einer Kreuzung entstanden sein. Der Name Angora soll von der Stadt Ankara abgeleitet sein oder vielleicht doch von der türkischen Angora-Ziege? Es gibt aber auch viele Vermutungen, daß durch gezielte Zucht verschiedener Mutationen mit langen Haaren diese Rasse entwickelt wurde. Jedenfalls liest man in der Naturgeschichte, daß im 17. Jahrhundert in einer persischen Provinz eine langhaarige Katze von blauer Färbung entdeckt wurde. Könnte die erste blaue Perser gewesen sein! Irgendwann sind dann wohl ein paar Kätzchen auf ein Schiff gesprungen und so nach Europa und auch in die USA gekommen. Dort wurde dann fleißig weiter gezüchtet und das Ergebnis ist sehr vielfältig.

Standardperser:

Schwarze Perser mit kupfer- oder orangefarbenen Augen. Das Fell sollte keine weiße oder rostige Spuren haben. Babys haben oft eine unansehnliche Farbe, die später schön rabenschwarz wird.

Weiße Perser mit blauen Augen. Das Fell ist reinweiß und die Tiere sind meistens taub. (Da hab ich mich ja früher unwissend, wie ich war, über die Züchter aufgeregt. Die sind aber gar nicht schuld! Die weißen „Angorakatzen“ kamen schon im 16. Jahrhundert aus der Türkei nach Europa, hatten da schon blaue Augen und die Taubheit ist eine natürliche, erbliche Entwicklung. Die Züchter versuchten sogar, durch Kreuzungen der Neigung zur Taubheit Einhalt zu gebieten. So gibt es nun auch weiße Perser mit verschiedenfarbenen Augen und auch welche mit einem blauen und einem orangenem Auge. Oft sind die Katzen auf der Seite taub, an der sie das blaue Auge haben. Inzwischen sind diese ungleichen Augenfarben auf Austellungen anerkannt und die Süßen können auch Champions werden!)

Blaue Perser dürfen alle Blau-Schattierungen haben, nur bitte vollkommen gleichmäßig ohne Abweichungen. Die Augen sollen orangefarben bis hin zum dunklem Kupfer sein.

Rote Perser haben einen tiefen warmen Mahagoniton und kupferfarbige Augen.

Creme-Perser haben einen warmen Pastellton, nicht rötlich, nicht sandfarben, auch nicht zu blaß und helle kupferfarbige Augen.

Andere Perser:

Es würde den Rahmen sprengen, alle zu beschreiben. Dann krieg ich ich hier die Abmahnung wegen eines zu langen Berichtes....ich mach‘s also kurz. Wer den Kauf einer Perserkatze plant, kann sich bei guten Züchtern informieren. Gute Gelegenheiten sind Katzenausstellungen, die von Züchterverbänden organisiert sind. Dort trifft man in der Regel seriöse Züchter und kann vielleicht auch ein bischen Geld sparen. Denn wer nicht züchten oder ausstellen will, liebt auch ein Kätzchen mit kleinen „Schönheitsfehlern“, z. B. ein Haar in der falschen Farbe, das gibt‘s dann günstiger, obwohl es den tollen Stammbaum hat!

Es gibt noch Rauchperser, Shell-Cameo-Perser (rote Chinchilla), Shaded-Cameo-Perser, Silver Tabby, Brown Tabby, Red Tabby (Tabby‘s sind gestromte), Perser-Chinchilla (schneeweiß und wunderschön, die einzigen Perser mit grünen Augen und ziegelrotem Näschen), Schildpatt-Perser, Bicolor, Tricolor, Seal-, Blue-, Chocolate-, Lilac-, Red-, Tortie-Point.

Die Farbe der Katzen soll ja auch angeblich einigen Aufschluß über den Charakter geben. Die schwarzen und blauen Perser sind die ruhigen. Die Weißen und die Chinchillas sind die temperamentvollsten. Cremefarbige sind die anschmiegsamsten und die Blau-Creme gar die intelligentesten. Ha, wenn ich das mal glauben könnte! Katzen sind erstens Individualisten, Farbe hin oder her und sind denn alle blonden Menschen gleich? Oder haben alle dunkelhaarigen den gleichen Charakter? Nee, an so was glaube ich nicht! Viel wichtiger finde ich, daß man sich gar nicht vorher auf eine Farbe festlegen sollte. Ich sitze beim Züchter, um mir eine rote Perserkatze zu kaufen (echt wahr, ich wollte mein Leben lang eine ROTE!!!) Was passiert? Das süße rote Baby faucht mich an, haut mir mit der Babytatze eine runter. Ein wunderschönes blaues Kätzchen, das ich zuerst gar nicht beachtet habe, schmeichelt mir immer um die Beine, reibt das Köpfchen.....nun gehört die Süße schon seit 20 Jahren zu meiner Familie!!!

Na, was den „Royals“ recht ist....Edward III., Prince of Wales, Sohn von Queen Victoria, schenkte schon damals den Züchtern BLAUER Perserkatzen, die auf Ausstellungen prämiiert wurden, sein signiertes Bild!

Perserkatzen haben einen großen, breiten Kopf, kleine, zierliche, gut behaarte Ohren, die weit auseinanderstehen. Die Augen sind groß und rund, die Nase ist sehr kurz mit einem deutlichen „stop“. Sie stehen auf kurzen, festen Beinen, der Schwanz ist kurz und buschig und endet niemals in einer Spitze. Eine dichte Krause des seidige Fells umrahmt das Gesicht.

Nun war also meine blaue Tashi von Rachman (Noblesse oblige..) in ihrem neuen Zuhause. Was die Eingewöhnung, die Erziehung, die Ernährung, die Impfungen, die Behandlung von eventuellen Krankheiten betrifft, unterscheidet sich eine Perserkatze nicht von anderen Rassen oder „normalen“ Hauskatzen.

Aber die Pflege!!! Das lange, seidige Fell muß jeden Tag sehr gründlich gebürstet und gekämmt werden! Katzen haben ja den Hang zur Sauberkeit aber mit dieser Haarpracht werden sie ohne Hilfe nicht fertig. Meine Tashi hatte die Prozedur sehr gerne, bis auf bestimmte Stellen. Die Kämmerei der Innenseiten der Schenkel und des Schwanzes waren immer mit kleinen Kämpfen verbunden. Normalerweise müssen Katzen nicht gebadet werden und sie haben es auch gar nicht gerne! Aber Perser sind nun mal keine „normalen“ Katzen. Also habe ich Spezialshampoo für‘s Kätzchen gekauft und ab in die Badewanne. Natürlich darf sie nur bis an den Bauch ins Wasser, das habe ich schon vorher alles gut nachgelesen. Allerdings hat mir niemand gesagt, daß eine Perserkatze in der Lage ist, glatte Wandfliesen mühelos zu erklimmen und über die Köpfe aller Beteiligten springend das Weite zu suchen. Sie war schon einshampooniert, als ich sie wiedergefunden habe, brauchte ich sie nicht mehr abduschen. Ich mußte nur meine Wohnung putzen, weil sie das Spezialshampoo in sämtlichen Räumen abgeschüttelt hatte. Beim nächsten Mal waren wir schlauer und haben die Badezimmertür abgeschlossen. Meine „Hilfestellung leistende zweite Person“ (so stand‘s in einem schlauen Buch) hatte aus Lebenserhaltungstrieb Arbeitshandschuhe angezogen, sie festgehalten, und ich konnte erfolgreich ans Werk gehen. Später haben mich die Nachbarn gefragt, wessen Kind ich denn zu Besuch gehabt hätte und warum es so geschrieen hat!!!

Dann war da noch die grüne Dose! Man sollte der Perserkatze zweimal in der Woche das Fell pudern. Ausgerechnet meine Tashi hatte einen ausgeprägten Talgfluß, das heißt, ihr Fell wurde schnell am Ansatz fettig. Pudern tut ja nun bestimmt nicht weh, aber sie mochte es nicht. Wenn sie die grüne Dose (natürlich ein Spezialpuder) sah, war sie weg. Sie fand die tollsten Verstecke, manchmal brauchte ich Hilfe, um sie wieder zu befreien!

Durch den angezüchteten, ausgeprägten „Stop“ der Nase kommen häufig Verkrustungen in den Augenwinkeln durch häufiges Tränen der Augen vor. Da nimmt man halt einen Tränenstein-Entferner. Die Ohren reinigt am besten mit einem Wattestäbchen und natürlich Ohrpflegelotion.

Dann gibt es noch das Kapitel Krallenpflege (kann die Perserkatze auch irgendwas alleine?). Sie ist durchaus in der Lage, sämtliche Wände, Teppiche, Möbel zu zerfetzen, aber ihre Krallen muß man beschneiden. Es gibt natürlich auch dafür im Fachhandel besondere Nagelzangen und Knipser. Es ist auch ganz einfach! Man drückt leicht auf den Ballen, schon kommt die Kralle heraus und „knips“, weg ist der überschüssige Krallenteil. Wenn sie einverstanden ist....

Mit der Geschlechtsreife wird jede Katze rollig (der Kater setzt seine Duftmarkierungen), die Kätzin miaut kläglich, wälzt sich auf dem Boden und man hat das Gefühl, sie ist unglücklich. Wenn sie dann zum Deckkater kommt – gut! Neue Baby‘s wollte ich aber nicht produzieren lassen, ich hätte ja nie eins abgeben können....Meine Tashi war rollig – und blieb rollig! Unerträgliches Geschrei, immerzu. Ich lernte wieder mal hinzu, Perserkatzen können dauerrollig sein! „Typisches nymphomanes Perserkatzenverhalten“ sagte der Tierarzt „wir sollten kastrieren.“ Wer nun beanstandet, eine Kätzin wird sterilisiert – nein! Beim Sterilisieren werden nur die Eileiter durchtrennt. Die Katze bleibt weiterhin rollig. Bei der Kastration werden die Eierstöcke herausgenommen, dann ist der Fortpflanzungstrieb dahin – es kehrt wieder Ruhe ein. Das ist natürlich bei jeder Katze so. Aber nicht jede Katze ist dauerrollig....

Eigentlich wollte ich nur sagen: über die Anschaffung eines Tieres und die Konsequenzen sollte man gut und lange genug nachdenken!
Ist es eine Perserkatze, nimmt die Pflege einige Zeit in Anspruch!

Wenn der Mensch zur Katze passt, wird man mit viel unbezahlbarer Freundschaft und Liebe belohnt!

Meine Süße ist jetzt 20 Jahre alt und immer noch putzmunter!

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Die vorgegebenen Angaben unten passen nicht, hier geht es um ein Lebewesen und nicht um ein Produkt.











Geschrieben am: 10. Nov 2001, 04:27   von: melody



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