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Übersicht > Familie > Haustiere > Hunde > Rassen

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
mutig, unerschrocken, gutmütig und ruhig

Nachteile:
dickköpfig, stark, ernstzunehmender Gegner




Puppa, für was sind Deine Zähne da...
Bericht wurde 2174 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 2 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Heute möchte ich über meinen zweiten Hund etwas schreiben. Über Igor, den Dobermann habe ich schon einen Bericht geschrieben. Und heute kommt meine Rottweilerhündin Gina mal dran, die die Älteste in meiner Hundegemeinschaft ist. Sie wird dieses Jahr 11 Jahre alt. Gina ist nicht mein erster Rottweiler, sondern bereits mein vierter Hund dieser Rasse. Unser allererster Rottweiler war ein 80kg schwerer Rüde, danach folgte ebenfalls ein Rüde, der aber schon wesentlich kleiner und leichter war. Damals wurde diese Rasse teilweise noch sehr groß und schwer gezüchtet. Da es aber immer häufiger zu Gelenkproblemen kam, hielten die Züchter es dann doch wohl für besser, den Rottweiler nicht mehr ganz so schwer zu züchten. Mein dritter Rottweiler war eine Hündin, die Joy hieß, sie wurde leider nicht alt, da sie Krebs hatte. Im Jahr 1995 kauften wir dann Gina bei einem Züchter, die Hündin ist auch sehr groß, wiegt 50kg und ist ziemlich träge. Mit Gina habe ich damals, wo sie noch jung und gut drauf war, einige Preise bei Hundeausstellungen gewonnen. Kevin, mein Sohn, holte damals den ersten Preis mit ihr.

Ich möchte jetzt etwas zur Rasse schreiben. Wie gesagt, damals wurden Rottweiler teilweise noch sehr groß und schwer gezüchtet. Die großen Exemplare wurden zum Karren ziehen benutzt, während kleiner Hunde, die ja auch beweglicher waren, zum Viehtreiben herangeholt wurden. Man legte auch keinen großen Wert auf äußerliche Erscheinungen. Früher gab es auch durchaus Rottweiler die weiße Flecken im Fell hatten. Das Abtrennen der Rute, was heute ja verboten ist, wurde damals vorgenommen, da sich die Hunde, die Karren zogen, immer wieder die Schwänze an den Seilen und Ketten gebrochen hatten. Irgendwann hatten die Bauern und Metzger wohl die Nase voll davon und schnitten den Hunden einfach die Schwänze ab, damit sie wohl nicht immer einen Tierarzt aufsuchen mußten, der wieder die gebrochenen Stellen behandeln mußte. Ein Rottweiler mit langem Schwanz sieht direkt freundlicher aus, finde ich zumindest.

Zur Herkunft der Rasse: Der Rottweiler ist, wie der Dobermann, ein deutscher Hund. Wie der Name schon sagt, ist die Stadt Rottweil der Ursprungsort der Rasse. Man hat sich schon viele Gedanken über den Rottweiler gemacht, welche Hunderassen wohl bei seiner Entstehung mitgewirkt haben könnten. Züchter sind sich aber ziemlich sicher, dass die alten Römer, die mit ihren mastiffartigen Hunden, Bullenbeißern, Treibhunde, Herdenschutzhunde, über die Berge kamen, um zu handeln, mit am Ursprung des Rottweilers zu tun hatten. Die Rasse Rottweiler wurde erst um die Jahrhundertwende anerkannt. Den Rottweiler verbindet wohl auch vieles mit ihm verwandten Rassen, dem Bernhardiner, Berner Sennenhund und doggenartigen Hunden. Man nannten den Rottweiler auch schlicht und einfach Metzgerhund. Er ist ein ausgezeichneter Schutzhund und Wachhund. Seine Größe liegt im Durchschnitt zwischen 55 und 68 cm, sein Gewicht bei ca. 35-50kg. Seine Farbe ist schwarz, mit rostbraunen Brand, am Hinterteil, Brust und Kopf.

Die ganze Gestalt des Hundes ist muskolös, kraftvoll und vielleicht auch etwas träge, doch da sollte man sich lieber nicht täuschen. Ich habe seit ich Kind bin immer mit Hunden zu tun gehabt. Ich kenne viele Rassehunde, habe auch selbst einige Rassen gehabt. Und ich muß eines sagen, der Rottweiler ist der Hund, der, wenn es drauf ankommt, am ernstesten eine Sache angeht. Wo der Schäferhund bellt und Angriffe anzeigt, wo er Dobermann wie verrückt versucht jemanden in Schach zu halten, da macht der Rottweiler kein Federlesen, sondern schreitet direkt zur Tat. Es gibt wohl unter unseren gängigen Wachhunderassen kaum eine andere Rasse, die so unbestechlich, so kompromisslos, so mutig und schmerzunempfindlich, einen Gegner stellt, oder seinen Besitzer beschützt.

Der Rottweiler ist ein Kindskopf. Er kann lustig sein, mit Kindern spielen, und er läßt sich verdammt viel von den Kleinen gefallen, das war bei all unseren Rottweilern so, da der Rottweiler in Kindern keinerlei Gefahr oder Konkurrenz sieht. Ich habe immer viel Wert darauf gelegt, dass all meine Hunde mit Kindern zu tun hatten, von klein auf, auch immer mit anderen Hunden spielen und toben durften. Bei fast allen Hunden hatte ich keine Probleme. Unsere Rottweiler waren immer sehr vorsichtig im Umgang mit Kindern, nie so wild, wie unsere Schäferhunde es oft waren. Ausser unsere Hündin Joy, vertrugen sich die Hunde auch überwiegend mit anderen Hunden, meistens ignorierten sie andere Hunde. Na ja, Joy war eine Ausnahme, sie war eine typische Ziege! Gina lässt sich auch von frechen Hunden nicht aus der Ruhe bringen, sie wurde schon oft angegriffen, dumm angemacht, doch zeigt sie solchen Hunden immer die kalte Schulter. Da sie mit ihren 50kg meistens schwerer ist als die anderen Hunde, kann man sie auch nicht so schnell umwerfen, was viele Hunde schon versucht haben. Dafür hat Gina immer nur einen trägen Blick nach hinten dann gehabt.

Nur einmal, da hat sie sich gebissen, da hat Gina gezeigt, was ein Rottweiler machen kann, wenn er wirklich wütend ist. Es ist schon viele Jahre her, da war Gina noch ein junger Hund, vielleicht so 3 Jahre alt. Ich ließ sie auf unserem Feld immer frei laufen. Und eines tages kam ein Stafford angerannt, ein Rüde, und griff Gina sofort an, ohne knurren, ohne vorher zu warnen, und verbiss sich in ihrem Hals. Da Rottweiler aber eine ziemliche Wamme haben, das ist das Fettpolster, oder lose Haut am Hals, tat es ihr wohl auch nicht so weh und war auch hinterher halb so wild. Ich fing Gina dann ein, sie zog den Staff hinter sich, am Hals hängend, her. Der Besitzer des Hundes machte den Staff dann von ihr los. Kaum war das geschehen erkannte ich meinen Hund nicht mehr wieder. Sie drehte sich um und packte sich den Staford-Terrier. Sie hatte den halben Kopf von ihm in ihrem Maul, und ich dachte nur, so, dass wars dann wohl für den Staff. Gina machte den Hund regelrecht nieder, sie drückte ihn mit ihrem Gewicht nach unten. Mit aller Gewalt zog ich sie dann schließlich weg, da ein Rottweiler, wenn er so ausser Rand und Band ist, einfach nicht mehr hört, deswegen kann man aus dieser Rasse auch keinen Hund für die Arena machen. Der Stafford konnte froh sein, dass ich einen so lieben Hund habe, denn er hatte kaum einen Kratzer abbekommen. Gina hatte nicht zugebissen. Alles sah viel schlimmer aus als es war. Mit meiner Hündin mußte ich allerdings zum Tierarzt. sie bekam das Loch in ihrer Wamme genäht.

Der Rottweiler ist kein Hund für jedermann, das ist wohl klar. Wenn ich mir die letzten Jahre durch den Kopf gehen lassen, was aus dieser Rasse geworden ist! Welch schlechten Ruf diese Rasse bekommen hat, durch irgendwelche schizophrenen, minderbemittelten, voller Komplexe steckender Personen, die ihre kranken Triebe durch Hunde ausleben. Ich kann nur mit dem Kopf schütteln. Da ich Mitglied beim DVG und PHV bin, bekam ich für meine Gina die Leinen und Maulkorb Befreiung, die man sonst machen muß, wenn man einen Rottweiler hat, da diese Rasse in NRW auf einer der Listen steht. Gina hat viele Prüfungen hinter sich und die wenigsten Menschen hatten bisher Angst vor ihr. Der Rottweiler sollte nicht einfach in jedermanns Hände gegeben werden. Er ist ein willenstarker Hund, der sich auch versucht durchzusetzen. Und er kennt keine Angst. Ich empfehl diesen Hund auch nicht weiter. Denn ich möchte diese Rasse vor noch schlimmeren bewahren.

Also Leute, kauft Euch lieber einen Retriever, den kann jeder ohne Schwierigkeiten erziehen(falls er vom guten Züchter kommt), aber von komplizierteren Rasse, da lasst lieber die Finger von..

PS. Meine Gina starb am 29.06.06 wir mußten sie einfschläfern lassen...


Geschrieben am: 20. Jul 2006, 09:58   von: racheengel65



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