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Übersicht > Verkehr > Service > Benzinpreise

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Man kann mal wieder so richtig schön über Wirtschaft und Politik lästern.

Nachteile:
Es ändert sich nichts, solange wir Konsumenten uns nicht ändern.





BENZIN INS FEUER oder WO LIEGT DIE SCHMERZGRENZE?
Bericht wurde 2688 mal gelesen Produktbewertung:  mangelhaft
Bericht wurde 2 mal kommentiert Berichtbewertung: 

An verschiedenen Stellen las ich davon, dass die SCHMERZGRENZE, was die Benzinpreise anbelangt, angeblich erreicht, wenn nicht gar schon überschritten sei.

Ich widerspreche aufs Energischste. Die SCHMERZGRENZE ist noch lange nicht erreicht. Seien wir doch mal ehrlich: Wer von uns hat denn durch die enorm gestiegenen Benzinpreise tatsächlich sein AUTOFAHRVERHALTEN geändert? Natürlich bin auch ich, wie jeder andere Automobilist, stinksauer ob der Überschreitung der bislang unangetasteten zwei Mark Grenze. Aber deshalb gleich von einer SCHMERZGRENZE zu reden, scheint mir verfrüht. Wir Deutschen sind ein Volk von Luxusjammerern. Wir jammern immer auf sehr hohem Niveau. Doch solange wir keine Handlungskonsequenzen aus dem Preisanstieg ziehen, bleibt es ein jämmerliches Jammern.

Der Preisanstieg PIEKST für den Moment wie jede Benzinpreiserhöhung in der Vergangenheit, aber unter einer SCHMERZGRENZE verstehe ich etwas anderes. ENERGIEWIRTSCHAFT und POLITIK werden solange an der Preisschraube weiter drehen KÖNNEN, wie wir Energieverbraucher keinerlei Handlungskonsequenzen aus dem Preisanstieg ziehen. Dann, und erst dann, ist die tatsächliche Schmerzgrenze erreicht. Interessante Frage: Wie hoch wird der Benzinpreis steigen können, bevor wir Konsumenten uns nicht länger melken lassen?

Müssen erst einmal 10% aller Automobilisten aufs heilige Blechle verzichten, bevor die Daimler Benz Lobbyisten Politikern und der Energiewirtschaft aufs Dach steigen? Wie viele Fließbänder müssen in Wolfsburg stillgelegt werden, bis Schröder endlich kapiert, dass derzeit die gesamte Volkswirtschaft direkt oder indirekt am Automobil hängt, und jede Energiesteuererhöhung seine sozialen Ziele des Arbeitslosenabbaus empfindlich gefährdet?

Die SCHMERZGRENZE mag für jeden einzelnen unterschiedlich hoch bemessen sein. Der eine KANN es sich einfach nicht mehr leisten, mit dem Auto zur Arbeit zu pendeln, wenn der Liter Benzin mehr als DM 3,00 kostet. Wieder ein anderer mag sich ausrechnen, dass es ab einem Preis von DM 3,99 pro Liter günstiger sei, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Ich für meinen Teil ließe es mich sage und schreibe bis zu DM 7,29 pro Liter kosten, bevor ich mich den Dummdödeln der Deutschen Bundesbahn, angefangen von pampig schludrigen Auskunftsschaltern über überteuerte und verspätete Zugverbindungen bis hin zu achtfacher (8-facher) Schaffnerkontrolle von München nach Mainz ausliefere. Meine Deutsche Bundesbahn SCHMERZGRENZE vermag der derzeitige Benzinpreis auf jeden Fall noch lange nicht zu knacken. Doch was sich da im Moment abspielt, vermag noch lange kein Automobil-Untergangsszenario in Gang zu setzen. Die Straßen sind noch genau so voller Autos wie vor der drastischen Benzinpreiserhöhung, und ich habe auch nicht den Eindruck, dass Staus auf deutschen Autobahnen weniger geworden sind.

Der Markt gibt (an Benzinpreis) her, was wir Konsumenten bereit sind zu opfern. Würde sich dieser Tage eine Bürgerinitiative gründen, die zum Automobilboykott aufrufen würde und die genügend Anhänger fände, dann hätten wir sehr schnell einen Rückgang der Benzinpreise zu verzeichnen. Aber solange wir nach wie vor mit dem Auto Zigarettenholen fahren, wird der Benzinpreis auch weiterhin ungestraft steigen können. Das wissen sowohl ENERGIEWIRTSCHAFT als auch POLITIKER jedweder Couleur. Erst wenn die ersten Automobilhersteller ihre Werkshallen schließen müssen, ist die wahre Schmerzgrenze erreicht. Ob wir das noch erleben dürfen, und wenn ja, bei welchem Benzinpreis?

ANGEBOT und NACHFRAGE bedingen das Preisspektrum des Machbaren. Dieses Spektrum hat nach oben hin noch sehr viel Luft. In Deutschland wird es schon allein deshalb keine Benzinpreisrevolte geben, weil man dazu den Rasen betreten müsste.

So lasst uns denn gediegen weiter jammern.


Geschrieben am: 28. Sep 2001, 08:43   von: RudiRe



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