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gute Story, Darsteller




Tja das war es wohl für die Ente.
Bericht wurde 2844 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Tja das war es wohl für die Ente.


Da war ich mal wieder vor einiger Zeit in einer Sneak Preview. Leider kam zu meinem Erschrecken ein Film den ich auch schon am Tage zuvor in einer Sneak gesehen hatte. So da schnappte ich mir also meine Freundin und wir machten uns auf in den Nachbarsaal, ohne zu wissen, welcher Film wohl in diesem Saal laufen würde. Wir hatten Glück der Film hatte noch nicht angefangen, die Werbung lief noch.

Vorhang zu .. Eismann rein .. Eis gekauft .. Eismann raus .. Vorhang auf.

Schnell war klar es handelte sich um den Film „About a Boy“. Der Film hat noch einen Nebentitel und zwar „Der Tag der toten Ente“. Im vorhinein machte ich mir alle möglichen Gedanken, welchen tieferen Sinn dieser Zweittitel hat und ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass es keinen gibt – für mich jedenfalls nicht – es ist einfach nur eine zeitliche Angabe, wann die Tragödie beginnt, aber dazu später mehr.

Kurz zum Inhalt
°`°`°`°`°`°`°`°`°`°
Die Geschichte spielt in London. Will ist 38 Jahre und allein. Frauen haben in Wills Leben eher nur eine Nebenrolle. Ich denke er hat Bindungsangst, so sind die Beziehungen sehr kurz. Will mag keine Bindung aber auch keine Verantwortung und er zeigt uns wunderbar, dass er auch keine Kinder mag, so versucht er sich auch krampfhaft aus einer Patenschaft für ein Kind rauszureden.
Er lässt sich lieber von der Mutter des Kindes verkuppeln. Aber für Will ist natürlich klar, wenn es zu einer Beziehung kommt, dann aber soll sie kurz sein.
Nach einer Weile, als er mal wieder Single werden will, passiert das unglaubliche für ihn. Die Frau will ihn verlassen, aber nicht weil Will ein schlechter Mann ist, nein es geht mehr um den Vater ihres Kindes und um die Beziehung zu ihm, über welche sie noch nicht hinweg ist.
Das ist wunderbar für Will, denn er will die Trennung, musste es aber nicht sagen.
Da kommt Will die ultimative Idee. Alleinerziehende Mütter sind die ideale Zielperson, die Kinder sollten klein sein und die alte Beziehung erst kurz vorüber. Sie würden dann nach einer Weile von ganz allein mit Will Schluss machen, weil sie noch am Exmann hängen und Will hat so keinen Stress mit dem Schlußmachen.
So nun hat er aber neuen Stress. Wie lernt man alleinerziehende Mütter kennen? Wenn man sich das mal überlegt, ist das gar nicht einfach. Will versucht es im Supermarkt, steuert einfach auf eine Frau mit Kind zu. Kurz vor dem Zusammentreffen, taucht plötzlich der Ehemann hinter einem Regal auf und Will „biegt“ schnell ab.
Das bringt nicht, denkt sich auch Will und da entdeckt er durch Zufall ein Flugblatt einer Selbsthilfegruppe.
Will geht hin, hat sich natürlich vorher ein Kind erfunden, er ist jetzt ja schließlich alleinerziehender Vater. Sonst sind nur Frauen da – wunderbar für Will könnte man denken – sie stellen sich alle vor, die Kamera fährt dafür von Person zu Person und da merkt der Zuschauer, dass die Frauen nicht wirklich attraktiv sind.
Aber Glück im Unglück so ist wenigstens eine für Will dabei. Und diese Frau beißt auch noch an – na wunderbar.
Einziges Problem das fehlende Kind, wir erinnern uns, Will hat ja gar keines. Will kauft einen Kindersitz und macht diesen erst mal dreckig, soll ja schließlich benutzt aussehen und wenn er zur Verabredung geht, erzählt er, dass das Kind bei der Mutter ist.

Eines Tages ist ein Picknick in einem Park. Wills Freundin soll den Sohn ihrer Freundin mitnehmen, bekommt sogar noch frisches selbstgebackenes Brot mit. Marcus, so heißt der Junge, ist ein eigenartiger Junge. Vom Aussehen und vom Typ her ein Außenseiter, was aber nicht ausschließlich an ihm liegt, sondern auch an der Mutter.
Als alle bemerken, dass das frische Brot nicht gerade genießbar ist, entschließt sich Marcus, die Enten mit dem Brot zu füttern.
---Alle denken jetzt, dass nun die Ente stirbt. Bloß wie ist die frage.---
Nach einer kleinen Weile geht Marcus das Ganze irgendwie auf die Nerven und er wirft einfach das restliche Brot – eigentlich das Ganze, denn man hat ja nix abgekriegt – und Plumps war die Ente tot.

Das war der Tag der toten Ente und von da an entwickelte sich die Geschichte erst so richtig.
Marcus mag Will irgendwie und versucht viel Zeit mit ihm zu verbringen, aber Will stört das eigentlich, denn er ist ja lieber allein. Marcus versucht Will mit seiner Mutter zu verkuppeln, was aber nie und nimmer klappen kann, da braucht man sich die Mutter nur anschauen.
Vom Tag der toten Ente an machen einige Personen eine Wandlung durch. Wandlung ist vielleicht etwas viel gesagt, ich nenne es lieber Entwicklung. Besonders bei Will ist dies spürbar. Will stört die Anwesenheit von Marcus nicht mehr, mag ihn vielleicht sogar ein bisschen, auch wenn er es nicht zeigt – nun gut er kauft ihm Schuhe. Er lernt auch seine Traumfrau kennen. Ich behaupte einfach mal, sie sei es, denn bei ihr scheint alles anders zu sein. Er will sie auch nicht anlügen – wir erinnern uns, Will hat ja noch das erfundene Kind – aber irgendwie kommt es doch dazu, dass diese Frau glaubt Will hätte einen Sohn. Das ist total verzwickt und schade für Will, hat er zu diesem Zeitpunkt vielleicht seine Bindungsangst überwunden. Noch soll es nicht sein, die Figur muss sich noch entwickeln.

Hoffe, dass ich mich kurz gehalten habe und das nichts verwirrend klingt.


Der Zuschauer könnte den Film nun als eine Komödie auffassen. Ich allerdings denke, der Film ist viel mehr. Wie sagt man doch so schön, der Film versucht den Spagat zwischen einem ernsten Thema und dem Spaß. Am Tag der toten Ente ist nämlich noch mehr passiert. Die Mutter von Marcus hat versucht sich umzubringen und das war ein Schock für alle, auch für Will, der die Frau gar nicht kannte. Die Mutter von Marcus ist auch alleinerziehend und ist auch nicht über die Trennung vom Mann hinweggekommen, sie hat im Film viel geweint, ich sag mal geheult. Das ist ein ernstes Thema und es wurde behutsam behandelt, es wurde nicht lächerlich gemacht. Der Stimmungswechsel von Spaß zu Schock wurde gut vollzogen, die Komödie ist in den Hintergrund getreten.
Wenn man es genau nimmt, erkennt man noch einen ernsten Teil und das ist Will. Er ist ende dreißig, er arbeitet nicht, er hat keine Familie und scheinbar keine Perspektive. Der Vater von Will hat vor langer Zeit einen Song geschrieben und der war so erfolgreich, dass sogar Will noch davon leben kann. Trotzdem kann es nicht so weitergehen. Es ist zwar schön in einer großen Wohnung zu wohnen, sich alles kaufen zu können, ein großes Auto zu fahren, aber für wen soll das sein. Will kann nicht teilen und ehrlich gesagt ist das nun auch kein schönes Leben und das scheint im Verlauf des Films sogar Will zu begreifen.
Der Titel lässt vermuten, dass es sich um ein Jungen dreht. Na gut das macht es auch. Aber der Junge könnte auch Will sein, der innerlich klein geblieben ist und nun auch erwachsen zu werden scheint.


Daten zu Film:
Komödie GB/USA 2002, 101 Minuten
Start 22.08.2002 FSK ab 6 Jahren

Regie: Chris und Paul Weitz (sind auch für American Pie verantwortlich)
Hauptdarsteller: Hugh Grant (Will)
Nicolas Hoult (Marcus)
Weiter Darsteller: Toni Collette, Rachel Weisz, Victoria Smurfit

Fazit:
Ich denke dies ist ein Film, der allen gefallen könnte.
Der Film verbindet schön Humor mit tieferen Sinn und ist das Eintrittsgeld alle mal Wert. Und die Regisseure beweisen damit, dass sie nicht nur eine Gagparade wie American Pie abliefern können, sondern auch das Ernste gekonnt mit dem Lustigen verbinden können.

08.10.2002 RengerT



Geschrieben am: 08. Oct 2002, 17:51   von: RengerT



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