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Übersicht > Medien > Bücher > Buchtitel > T > The Green Mile (King, Stephen)

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung



Ungewöhnlich und genial!
Bericht wurde 2235 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Wie kann man ein ernstes Thema wie die Todesstrafe mit einer Fantasie-Geschichte verknüpfen?
Wie kann man ein Buch in 6 Teilen verfassen, ohne die Fans zu verärgern?
Man kann, wenn man Stephen King heisst....

Einleitung

Was ist die „Green Mile“?
„Green Mile“ so nennen die Wärter des Gefängnis Cold Mountain den Flur im Todestrakt, welcher zum elektrischen Stuhl führt.
Dieser Todestrakt und seine „Green Mile“ ist der Schauplatz dieses Buches, welches ebenso ungewöhnlich wie typisch für Stephen King ist.
Ein Horror-Buch?
Nicht unbedingt, es gibt zwar auch einige übernatürliche Elemente, doch der Kern des Buches liegt ganz woanders.

Willkommen in Cold Mountain

Paul Edcomb hat keinen einfachen Job.
Er ist der oberste Wärter von Block E, dem Todestrakt des Cold Mountains Gefängnis.
Wer hier landet hat im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr viel vom Leben zu erwarten, die Häftlinge hier beschäftigt nur noch die Frage wann es denn soweit ist, und sie ihre Gang über die Green Mile antreten.

Doch Edcomb ist ein guter Mensch, der alles versucht um seinen Häftlingen die Tage so gut wie möglich zu bereiten, ihre Vergangenheit zählt für ihn nicht, er sorgt nur für Ruhe und Frieden in seinem Block.
Unterstütz wird er dabei von Wärtern wie Brutus Howell, doch es gibt auch Wärter wie Percy Wetmore, der gerne mal seine Macht missbraucht und die Gefangenen quält.
Dennoch hat Paul die Lage stets im Griff, in seinem Block herrscht Ruhe und Ordnung und selten hinterfragt er seinen Job.
Doch all dies ändert sich mit dem Eintreffen eines Mannes und dem Auftauchen einer gewöhnlichen Maus und für Paul und seine Männer wird weder Job noch das Leben an sich je wieder das selbe sein....

John Coffee und Mr. Jingels

Bis zu diesem Zeitpunkt gibt nur einen Häftling im Todestrakt, den Franzosen Eduard Delacroix, verurteil wegen Vergewaltigung und Mord.
Dennoch ist Eduard in diesem Buch nicht wirklich zu den „Bösen“ zu zählen, den ich denke jeder Leser wird im Verlauf der Geschichte eine gewisse Symphatie für den Franzosen entwickelt, was wohl hauptsächlich an Mr. Jingles liegt.
Mr. Jingles ist eine kleine Maus, die sich in den Todestrakt verirrt hat und von Delacroix gefangen wird.
Er bittet Paul die Maus behalten zu dürfen und dieser billigt ein, als er sieht wie liebevoll Edurad mit der Maus umgeht.
Doch Mr. Jingles ist nicht der einzige Neuankömmling, den wenig später wird der farbige John Coffee eingeliefert.
Von Anfang an ist allen klar, das John Coffee etwas ganz besonderes ist.
Von der Statur her riesig und bedrohlich, ist sein Gemüt eher schlicht, er wirkt zurückgeblieben und friedlich, kaum vorstellbar das dieser Mann zwei kleine Mädchen getötet haben soll, doch genau deswegen hat man ihn verurteilt.
Doch Pauls Job ist es nicht, sich Gedanken über Gerichtsurteile zu machen, doch dies ändert sich bald, denn die weiteren Ereignisse lassen schwere Zweifel aufkommen, ob dieser Mann wirklich ein brutaler Mörder sein kann.
Alles beginnt als Psycho-Wärter Percy Mr. Jingels verletzt, natürlich nur um Delacroix zu quälen.
Doch dann bittet John Coffee Paul ihm die schwer verletzte Maus zu übergeben.
Noch völlig planlos was der Riese mit dem Tier vorhat, gewährt Paul ihm die Bitte und erlebt ein Wunder.
John Coffee heilt die Maus in dem er ihre Schmerzen in sich aufnimmt ( kanns nicht besser erklären ) und Jingles ist putzmunter als wäre nichts gewesen.
Sofort regen sich in Paul wieder Zweifel über Coffee´s Schuld, denn würde Gott dem Mörder von zwei Kindern eine solche Gabe geben?
Das ganze wird noch verstärkt, als Coffee Paul von einer Blasenkrankheit heilt.
Und da wäre ja auch noch die Frau des Gefängnisdirektors, welche an Krebs erkrankt ist.
Könnte Coffee auch sie retten?
Und dann?
Diesem Menschen über die „Green Mile“ führen?
Dieses Wunder Gottes zum Tode verurteilen?
Und was hat es mit Billy, the Kid auf sich, dem verrückten Jugendlichen der später auch noch eingeliefert wird.
Eine Menge Fragen, die Paul sich stellen muss, die Antworten werde ich hier bestimmt nicht verraten, auch nicht ob Coffee nun schuldig ist oder nicht, denn das würde zuviel der Spannung nehmen.

Fazit:

Selten hat mich ein Buch so bewegt.
Die Figur des John Coffee ist so genial charaktisiert, das man Paul zuschreien möchte er soll ihn ja retten.
Aber auch alle anderen Figuren sind sehr realistisch dargestellt, Paul selbst oder der psychopatische Bastard Percy, eigentlich die einzig unsymphatische Figur in der Geschichte.
Das Buch ist schön und beklemmend gleichzeitig, grausige Szenen wie die eine von Percy sabotierte Hinrichtung stehen im Kontrast zu wundersamen Momenten wie die Heilung von Mr. Jingles.

King traute sich mit dem Thema Todesstrafe ein heißes Eisen anzufassen, ohne wirklich dafür oder dagegen zu sprechen, das überlässt er ganz dem Leser.
Verpackt in seine sehr einfühlsame Story zeigt er Pro und Contra der Todesstrafe auf, ohne dabei in Klischees zu verfallen.

Ein Buch das zum Nachdenken anregt, aber auch sehr unterhaltend ist.


Zusatzinfos:

Ursprünglich wurde Green Mile in 6 Teilen veröffentlicht, welche im monatlichen Abstand erschienen.
Ein gewagtes Experiment, was aber voll aufging, ich hatte jedes Buch von Anfang an und das Warten auf den nächsten Teil war immer eine Qual ohne Gleichen.

Zum Buch gibt es auch eine gleichnahmige Verfilmung mit Tom Hanks in der Hauptrolle, welche, was selten vorkommt, dem Buch in nichts nachsteht.
Das diese 3 Stunden geht, zeigt vielleicht am Besten, wie komplex King´s Story ist.

Viel Spaß beim Lesen, den das solltet ihr wirklich tun.



Geschrieben am: 23. Jan 2002, 17:53   von: zerocool



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