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Übersicht > Ausbildung > Fachschulen

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Kurze Ausbildungsdauer, praxisorientiert, Alternative zum Gymnasium

Nachteile:
viel Lernstoff, unbezahlte Praktika




Fachoberschule Regen
Bericht wurde 6000 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 2 mal kommentiert Berichtbewertung: 

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FOS REGEN
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1.) Wie bin ich zu dieser Schule gekommen?
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Seit dem 13.09.2006 besuche ich den sozialen Zweig der Fachoberschule in Regen (Niederbayern) und möchte euch heute gerne über meine Erfahrungen, die ich dort bis jetzt sammeln konnte, berichten. Erstmal erkläre ich euch, wie ich dazu kam:
Im Jahr 2002 habe ich die Realschule abgeschlossen und erstmal eine Ausbildung zur Bürokauffrau begonnen, aber sehr schnell festgestellt, dass das nichts für mich ist und sie nach zwei Jahren wieder abgebrochen. Blöd von mir, werdet ihr jetzt denken, hätte ich das letzte Jahr auch noch machen können! Wollte ich auch, aber leider hätte ich zusätzlich noch ziemliche Probleme mit der Chefin. Sie hatte mich zu Unrecht des Diebstahls beschuldigt, zwar konnte das aufgeklärt werden (sie hatte sich einfach nur verrechnet...), aber das Misstrauen war da und von da an hatte ich echt Hundstage in der Firma und immer wenn etwas nicht passte, wurde die Schuld zuerst bei mir gesucht. Das ging mir echt tierisch an die Nieren und die Chefin wollte mich auch um jeden Preis loswerden, da sie mir ja nicht mehr über den Weg traute, also haben wir einen Auflösungsvertrag gemacht. Ab Mitte 2004 habe ich mich dann erstmal mit Nebenjobs wie Pizza ausliefern, Kellnern und sogar als Bauhelferin durchgeschlagen und bin, wie's der Teufel will, kurze Zeit darauf auch noch schwanger geworden. Manche Leute sind halt mit 19 noch saudoof und wissen nicht, dass sich die Pille nicht mit Antibiotika verträgt *mir-selbst-ans-Hirn-klatsch* ;-) Im Juli 2005 kam dann meine Tochter Nina (um die ich inzwischen natürlich sehr froh bin!) zur Welt und nach einem Jahr zu Hause dachte ich mir, ich könnte den Rest des Erziehungsurlaubes eigentlich auch für eine schulische Weiterbildung nutzen. Da meine Mutter sich bereit erklärt hat, während der Schulzeit die Betreuung der kleinen Nina zu übernehmen, war das zum Glück kein Problem. Also habe ich mich erkundigt, was es hier in der Nähe für Möglichkeiten gibt und bin dabei auf die Fachoberschule in Regen gestoßen, für die ich mich allein schon wegen der Nähe zu meinem Wohnort (25 km einfach) entschieden habe. Nun wusste ich ja bereits, dass etwas Kaufmännisches für mich nicht in Frage kommt und dass ich auch technisch nicht allzu sehr bewandert bin. So blieb nur noch der soziale Zweig als Option für mich. Dieser wird von den Schülern der anderen Fachrichtungen oft als der "Faulenzweig" verschrien, denn er soll angeblich der einfachste sein und nur von Leuten gewählt werden, die "sonst nichts können". Ich kann euch sagen, dem ist nicht so, aber dazu später, genug aus dem Nähkästchen geplaudert ;-)

2.) Warum schreibe ich diesen Bericht?
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Vor meinem Schulantritt an der Fachoberschule hatte ich null Plan von gar nichts und tausend Fragen.Wie läuft das mit dem Praktikum ab? Wie lange dauert ein Schultag? Was habe ich für Fächer? Welches Notensystem hat die Schule? Und vieles mehr. Ein paar der Fragen konnten durch einen Besuch auf der Homepage der Schule geklärt werden, gleichzeitig warf dieser aber wieder neue auf. Ich kannte niemanden, der eine FOS besucht, oder besucht hat und mich über alles hätte informieren können und im Sekretariat anzurufen wäre zwar für ein oder zwei Fragen okay gewesen, aber die Leute drei Stunden zu löchern, bis sie mir alles haarklein erklärt hätten, wäre unverschämt gewesen, die haben eh genug zu tun. Also habe ich das Internet durchforstet und hier auch einige Berichte über Fachoberschulen gefunden, die zwar nicht schlecht waren, aber viel zu wenig verwertbare Infos enthielten (ich will's halt immer ganz genau wissen ;-) Ich wusste also kaum, was auf mich zukommt und ging ziemlich unvorbereitet zu meinem ersten Schultag in Regen. Ich möchte nicht, dass es anderen, die mit dem Gedanken spielen eine FOS zu besuchen, genauso ergeht und versuche deshalb heute alle Fragen zu klären, die mir damals durch den Kopf gingen. Wenn euch das bei der Entscheidungsfindung über eure weitere schulische Karrierelaufbahn weiterhilft, würde mich das sehr freuen und mein Bericht hätte seinen Zweck erfüllt.

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ALLGEMEINES
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Kontaktdaten:
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Staatliche Berufs- und Fachoberschule
Obere Bachgasse 23
94209 Regen

Telefon:.....................09921-3631 bzw. 09921-5173
Fax:...........................09921-69 87
E-Mail:.....................verwaltung@fos-rege n.de
Homepage:................www.fos-regen.de

Au f der Homepage findet man z.B. auch die Anmeldeformulare zum Download als PDF-Datei, den Stundenverteilungsplan, die Sprechzeiten der Lehrer, Abschlussprüfungstermine und ein paar grobe Infos zum Schulbesuch, aber leider sehr vage und teilweise missverständlich, weshalb ich euch hier mit genaueren Informationen versorgen werde ;-)
Der reguläre Unterricht dauert von 07:45 bis 12:30, mit einer Pause von 10:00 bis 10:15 Uhr. In der 11. Klasse hat man (außer der zweiwöchig stattfindenden Praktikumsbetreuung, siehe weiter unten im Bericht), keinen Nachmittagsunterricht. In der 12. hat man einmal in der Woche eine Nachmittagsstunde (bei uns am sozialen Zweig ist das Biologie) und natürlich den Wahlunterricht, falls man sich denn für ein Wahlfach entscheidet. Im Folgenden gehe ich zwar speziell auf die FOS Regen ein, das meiste trifft aber auch auf alle anderen Fachoberschulen zu.

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AUFNAHME
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1.) benötigter Abschluss
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V oraussetzung für die Aufnahme an der FOS ist ein mittlerer Schulabschluss, z.B.
- Mittlere Reife durch Abschlussprüfung an einer Realschule
- Erfolgreiches Beenden einer 10. Klasse Gymnasium
- Abschluss einer Wirtschaftsschule
- Mittlere Reife durch Abschlussprüfung in einer M10-Klasse der Hauptschule
Dazu muss ich allerdings sagen, dass von den anfänglich fünf M10-Abgängern, die wir in der Klasse hatten, nur noch einer übrig ist und der hat auch eher schlechte Noten. Die anderen vier haben bereits im ersten Halbjahr der 11. Klasse wieder aufgegeben.

2.) benötigter Notendurchschnitt
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Der Notendurchschnitt der Hauptfächer Mathematik, Deutsch und Englisch darf höchstens 3,5 betragen und nur eine der drei Noten darf eine 5 sein, eine 6 darf man nicht haben. Ist man schlechter, hat man aber noch die Option an einer Aufnahmeprüfung teilzunehmen. Ich musste sie nicht machen, da mein Schnitt 2,5 betrug, aber angeblich soll sie nicht allzu schwer sein, denn alle aus meiner Jahrgangsstufe, die zur Prüfung geschickt wurden, haben diese auf Anhieb bestanden und meinten, sie wäre überraschend einfach gewesen.

3.) Bestehen der Probezeit
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W enn man dann soweit ist, hat man seinen Platz an der FOS aber noch nicht sicher, denn es gibt eine halbjährige Probezeit. D.h. wenn man im Halbjahreszeugnis der 11. Klasse zweimal die Note 5 oder einmal die Note 6 aufweist, muss man die Schule verlassen. Dasselbe gilt auch, wenn man sich im ersten Halbjahr etwas zu Schulden kommen lässt, wofür man einen Verweis kassieren würde und auch die Anzahl der Fehltage ist ausschlaggebend. Bei mehr als 6 unentschuldigten ist man draußen, außerhalb der Probezeit darf man mit 6 unentschuldigten Fehltagen zwar an der Schule bleiben, aber das Schuljahr gilt dann als nicht bestanden und man muss es wiederholen. Fehlt man an einem Schulaufgabentag unentschuldigt (d.h. man legt kein Attest vor), wird die Schulaufgabe automatisch mit einer Sechs bewertet. Während dem Praktikum zählen auch die entschuldigten Fehltage, da darf man nur auf höchstens 15 kommen sonst muss man die 11. Klasse noch mal machen, egal wie gute Noten man hatte. Dasselbe gilt, wenn man das Praktikum, auf das es ja auch eine Note gibt, nicht besteht, d.h. wenn auf der Bewertung "Das Praktikum wurde ohne Erfolg durchlaufen" steht. Jedes Schuljahr darf nur einmal wiederholt werden, man kann also einmal in der 11. und einmal in der 12. Klasse sitzen bleiben, müsste man eine der beiden Klassen bereits zum zweiten Mal wiederholen, bekommt man diese Chance leider nicht mehr und muss die Schule ohne Abschluss verlassen. Ausnahmeregelungen gibt es aber schon, wenn man wirklich nichts dafür kann, z.B. weiß ich von dem Fall einer Schülerin einer anderen Fachoberschule, die wegen eines 6-monatigen Krankenhausaufhaltes die 11. Klasse bereits zum zweiten Mal nicht bestanden hätte und somit eigentlich nicht mehr hätte wiederholen dürfen, aber trotzdem eine Sondergenehmigung bekam.

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AUSBILDUNG
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1.) Ausbildungsrichtungen und Dauer
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An der FOS Regen gibt es die Ausbildungsrichtungen Wirtschaft, Technik und Sozialwesen. An anderen Fachoberschulen werden auch noch die Zweige Gestaltung und Agrarwirtschaft angeboten. Ich habe mich, wie bereits erwähnt, für den sozialen Zweig entschieden, bei dem man Pädagogik / Psychologie als Hauptfach hat. Die Ausbildung dauert zwei Jahre (11. und 12. Klasse) an deren Ende man eine Art Abiturprüfung, genannt "Fachhochschulreife" in den Hauptfächern Mathematik, Englisch, Deutsch und Pädagogik / Psychologie ablegt. Da ich von dieser Prüfung noch ein halbes Jahr entfernt bin, müsst ihr euch noch bis zur Jahresmitte gedulden, danach werde ich den Bericht noch um meine Erfahrungen mit den Abschlussprüfungen ergänzen (Schwierigkeitsgrad, was wurde gefragt, etc..) und natürlich erfahrt ihr dann auch, ob ich bestanden habe ^^

2.) Möglichkeiten nach der FOS
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Mit Bestehen dieser Prüfung hat man die Berechtigung an einer Fachhochschule zu studieren, allerdings muss man schon gut abgeschnitten haben, da z.B. für das Studienfach Soziale Arbeit meist ein NC von 2,3 verlangt wird (kommt aber auch auf die jeweilige FH an, schwankt zischen 2,1 und 2,8). Weiterhin hat man die Möglichkeit noch ein Jahr dranzuhängen um das Vollabitur zu erlangen, mit dem man dann auch auf Universitäten studieren kann, denn dies geht mit Fachhochschulreife leider nicht! Die FOS 13 kann man allerdings nur machen, wenn man mindestens vier Jahre eine zweite Fremdsprache hatte (z.B. am Gymnasium) oder in der 12. Klasse am Wahlunterricht Französisch teilnimmt bzw. eine Prüfung darin ablegt, andere Sprachen werden an unserer Schule nicht angeboten. Anerkannt werden für die FOS 13 auch nur die Sprachen Französisch, Latein, Italienisch, Spanisch und Russisch, sehr zum Ärger meiner rumänischen und polnischen Mitschüler, deren Muttersprache leider nicht als zweite Fremdsprache anerkannt wird. Zwar kann man auch ohne zweite Fremdsprache zur 13. zugelassen werden, allerdings kann man dann nur dass fachgebundene Abitur erlangen, d.h. man ist bei seinem Studium an die Ausbildungsrichtung gebunden (sprich: wer am sozialen Zweig war, kann auch nur was soziales studieren). Von dem her ist für diejenigen, die noch nicht genau wissen, was sie wollen, das allgemeine Abitur auf alle Fälle besser, man hat damit einfach mehr Möglichkeiten. Eine FOS 13 gibt es in Regen im Moment noch nicht, auch wenn sie bereits seit längerem im Gespräch ist. Deshalb weiß ich noch nicht, ob ich diese machen werde, da die nächste 13. Klasse für den Sozialzweig sich in Straubing befindet (weitere wären Schwandorf und Passau), also bereits in einem anderen Landkreis und ein gutes Stück weiter zu fahren. Natürlich kann man auch eine Ausbildung beginnen, mit Fachhochschulreife in Pädagogik / Psychologie bietet sich ein Beruf im pflegerischen oder erzieherischen Bereich an, da man im Rahmen des FOS-Besuches auch eine fachpraktische Ausbildung in diesen Bereichen durchlaufen musste und somit bereits Erfahrungen sammeln konnte. Viele Arbeitgeber ziehen Fachoberschüler wegen deren praxisbezogenem Unterricht sogar den Gymnasiasten vor. Der Besuch einer Fachoberschule ermöglicht einem auch, an dem Auswahltest für die Beamtenlaufbahn im gehobenen nichttechnischen Dienst teilzunehmen, hab ich gemacht, war sauschwer ^^ Sobald ich mein Ergebnis weiß, ergänze ich es hier noch. Schneidet man sehr gut ab, so hat man die Chance (keine Garantie!), ein Studium bezahlt zu bekommen und einen Job als Beamter angeboten zu bekommen.

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FÄCHER
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1.) PRÜFUNGSFÄCHER
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* PÄDAGOGIK / PSYCHOLOGIE
Dieses Fach umfasst vier Wochenstunden und behandelt stofflich z.B. die psychosexuelle Entwicklung nach Sigmund Freud (ziemlich krank, aber sehr interessant ^^), das personenorientierte Verhaltenskonzept (also wie man mittels eines so genannten "Shapings" eine Verhaltensstörung therapiert) oder das Selbstbild nach Carl Rogers. Ich finde das Fach teilweise sehr trocken und manche Theorien sind wirklich sehr steif und absolut "theoretisch", sind also sehr kritisch zu betrachten. Andererseits lernt man aber auch viel über sich selbst und gelangt oft zu erstaunlichen Erkenntnissen (z.B. warum man sich in einer bestimmten Situation ausgerechnet so und nicht anders verhält).

* MATHEMATIK
Umfasst ebenfalls 4 Wochenstunden und ist aufgeteilt in Analysis und Stochastik. In Analysis lernt man z.B. Kurvendiskussionen durchzuführen (d.h. eine Funktion auf Nullstellen, Extremwerte, Wendepunkt, etc. zu untersuchen) und in Stochastik stehen Wahrscheinlichkeitsrechnung und Kombinatorik im Vordergrund (z.B. Baumdiagramme, Urnenmodell, etc.). In Mathe habe ich mich immer schon recht schwer getan und hatte in der Realschule nur eine sehr knappe 4, da aber in der 11. Klasse FOS der Stoff der 10. Realschule noch mal wiederholt wird, bin ich doch relativ gut mitgekommen und hatte letztes Jahr eine glatte 3. Heuer in der 12. war's schon etwas schwerer und im Moment stehe ich wieder auf 4, aber mit Tendenz zur 3 *g*

* DEUTSCH
Der Deutschunterricht ist auch auf 4 Wochenstunden verteilt. Jedes Jahr wird eine Lektüre gelesen, deren Inhalt auch Stoff einer Schulaufgabe ist (Charakterisierung einer Person, Kapitelzusammenfassung, usw.). Wir hatten "Der Vorleser" von Bernhard Schlink und "Blueprint" von Charlotte Kerner als Schullektüren. Des Weiteren werden Stellungnahmen (Pro- und Contra-Argumentation und Synthese) ausführlich behandelt und sind auch schulaufgaben- und prüfungsrelevant. Da wir alles, bis auf Personencharakterisierung bereits in der Realschule hatten, finde ich den Deutschunterricht nicht allzu schwer, außerdem schreibe ich ja gerne, wie man sieht ;-)

* ENGLISCH
Wie jedes Prüfungsfach beinhaltet auch Englisch 4 Wochenstunden Unterricht. Im Gegensatz zur Realschule ist Englisch an der FOS um einiges schwerer und nicht mehr so auf das allgemeine Schulenglisch beschränkt. Stattdessen müssen z.B. Nachrichtensendungen oder Interviews auf Englisch angeschaut werden und deren Inhalt wiedergegeben werden. Wegen einer leichten Hörschwäche habe ich bei den nuschelnden Engländern echt meine Probleme ;-) Trotzdem ist Englisch mein Lieblingsfach, aber wer vorher nicht schon gute Noten in diesem Fach hatte, kommt auch auf der FOS auf keinen grünen Zweig mehr. Sogar die ehemaligen Gymnasiasten in meiner Klasse dümpeln größtenteils im 4er bis 5er Bereich vor sich hin.

2.) HAUPTFÄCHER
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* WIRTSCHAFT
Dies ist erst in der 12. ein Hauptfach (d.h. darin werden Schulaufgaben geschrieben), in der 11. wird es
noch als Nebenfach unterrichtet. In den 2 Unterrichtsstunden pro Woche behandelt man beispielsweise die Themen Marketing und Werbung (AIDA-Formel, Marktforschung, etc.), sowie Unternehmensformen (z.B. Franchise System). Ich finde es eigentlich recht interessant, auch nicht allzu schwer, aber sehr viel zum Auswendiglernen.

* CHEMIE
Chemie wird nur in der 11. Klasse unterrichtet, die Note zählt aber leider fürs Abschlusszeugnis. Ich hasse Chemie wie die Pest und habe den kompletten Chemieunterricht des letzten Jahres verdrängt und kann mich wirklich nicht mehr erinnern, was ich da gelernt habe, bzw. gelernt haben hätte sollen (sagt man das so?). Irgendwas über Stöchiometrie, Moleküle, Schalenbelegung und das Periodensystem. Sorry, ich weiß es echt nicht mehr genauer und will es auch gar nicht mehr wissen 

* BIOLOGIE
Statt Chemie hat man in der 12. Klasse Biologie, insgesamt drei Stunden, wobei eine Wochenstunde den Teilbereich Ökologie behandelt (wir haben da auch zwei unterschiedliche Lehrer, die Noten der beiden Fächer werden aber zu einer Biologienote zusammengefasst.) Man lernt den Aufbau der DNA, die Vererbungslehre nach Mendel, Mitose und Meiose, sowie ein sehr interessantes Thema: Mutationen. Darüber werde ich auch mein Fachreferat halten, aber darüber später mehr. Ist sehr viel zu lernen, dafür ist Ökologie umso einfacher, dort werden Themen wie biotische und abiotische Faktoren, Feind-Beute-Beziehungen, ökologische Potenz, Symbiose und Parasitismus behandelt. Finde ich persönlich sehr interessant und ist wirklich nicht schwer.

3.) NEBENFÄCHER
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* MUSIK
Normalerweise kann man zwischen den Fächern Kunst und Musik wählen (bzw. man MUSS sich für eines der beiden entscheiden, denn es handelt sich um Wahlpflichtfächer), aber aus Mangel an einem Kunstlehrer gibt es an unserer Schule z.Zt. nur die Option Musik. An Themen hatten wir bisher eigentlich nur Neue Musik, minimal music, Orchesterbelegung und alternative Musikinstrumente (z.B. wie man aus einer Paprika eine Flöte baut *lol*). Wir sehen uns sehr viele Filme an, die etwas mit Musik zu tun haben (z.B. Theaterstücke), aber mich langweilt das, ich nutze die Stunden meistens, um zu malen, ich hätte nämlich lieber Kunst genommen, wenn ich eine Wahl gehabt hätte ^^

* RECHTSLEHRE
In diesem Fach, das zwei Wochenstunden umfasst, werden keine Stegreifaufgaben geschrieben, sondern so genannte Kurzarbeiten. D.h. die Arbeiten werden eine Woche vorher angekündigt, umfassen dafür aber nicht wie die Stegreifaufgabe die letzten zwei Unterrichtseinheiten, sondern die letzten zehn. Es liegt in allen Nebenfächern aber im Ermessen des Lehrers, ob er lieber Stegreifaufgaben oder Kurzarbeiten abhalten will, er kann das am Jahresbeginn selbst festlegen. Behandelt werden Themen wie Strafrecht, Sozialrecht, Betriebsrat, Kündigungsschutz, Mutterschutz, Familienrecht, usw. Alles Dinge, die man eigentlich noch von der Realschule her wissen müsste und somit auch nicht zu anspruchsvoll

* SOZIALKUNDE
Bei uns auch ein zweistündiges Kurzarbeitenfach, unterrichtet werden u.a. Themen wie NATO, UNO, Rechtsextremismus, die Stellung der Familie im Staat, Bundesrat und Bundestag... Finde ich persönlich meist sehr interessant, ist aber auch viel zum Auswendiglernen.

* RELIGION
An unserer Schule gibt es nur den katholischen Religionsunterricht, ein Ersatzunterricht wie evangelische Religion, Ethik, oder Philosophie gibt es für die "ungläubigen" leider nicht! Finde ich einerseits sehr schade, denn Ethik war immer eines meiner Lieblingsfächer, andererseits genieße ich aber auch den Vorteil von zwei Freistunden pro Woche ;-) Der Religionsunterricht umfasst Themen wie z.B. Kinderarmut und -prostitution, Gewissen, usw., im Prinzip eigentlich eh genau das, was ich in Ethik auch immer gelernt habe. Ach ja, Religion gibt es auch erst in der 12. Klasse!

* GESCHICHTE
Hat man ebenfalls erst in der 12. Klasse, je zwei Stunden pro Woche. Der Stoff beginnt mit der Machtergreifung Hitlers und behandelt weiterhin den gesamten zweiten Weltkrieg. Nicht tragisch, denn das hatte man ja schon in der Realschule.
Dann geht es weiter mit der Nachkriegszeit, Marshallplan, Potsdamer Abkommen, Kalter Krieg, Teilung Deutschlands, usw. Superinteressante Themen, wie ich finde.

4.) WAHLFÄCHER
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Auf der Homepage der Schule steht, es werden für die 12. Klassen die Wahlfächer Französisch, Italienisch und Informatik angeboten. Die einzige Italienischlehrerin ist aber letztes Jahr in Pension gegangen. Somit fällt dieses Wahlfach weg. Ich habe Französisch gewählt und kann euch auf alle Fälle sagen: ohne Vorkenntnisse ist es sehr schwer! Zwar wird schon von vorne begonnen, aber der Stoff von mehreren Gymnasialjahren wird auf ein Jahr gequetscht, denn der Französischunterricht der 12. und 13. Klasse FOS soll ja für das Abitur reichen. Ziemlich happig! Informatik habe ich nicht genommen, denn das hatte ich bereits vier Jahre an der Realschule sehr intensiv, wir haben sogar veraltete Programmiersprachen lernen müssen, die ich mit Sicherheit niemals brauchen werde ^^ Mit Word, Excel, Powerpoint, digitaler Bildbearbeitung usw. kann ich auch gut umgehen, von dem her gibt's eigentlich nichts wichtiges, was ich in Info noch lernen müsste ;-)

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PRAKTIKUM
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In der 11. Klasse sind zwei Praktika abzuleisten, jedes umfasst ca. 8 Wochen, die sich aber im Zwei-Wochen-Takt mit dem Schulunterricht abwechseln Man hat also die gesamte 11. Klasse durch immer zwei Wochen Schule, zwei Wochen Praktikum, zwei Wochen Schule, zwei Wochen Praktikum, usw. Das ist allerdings nicht an jeder Schule gleich, die FOS Deggendorf zum Beispiel wechselt im Vier-Wochen-Takt. Beim Praktikum muss man in der Woche mindestens 35 und höchstens 38,5 Stunden zusammenbekommen und es gibt kein Geld dafür, man darf auch keines annehmen, sollte man vom Praktikumsleiter welches angeboten bekommen. Wie ich oben schon mal gesagt habe, darf man während der Praktikumszeit nicht zu viele Fehltage zusammenbekommen, da es sonst nicht anerkannt wird. Es gibt aber die Möglichkeit, die versäumte Praktikumszeit in den Ferien nachzuholen, ist zwar blöd, aber die Alternative wäre, das Jahr zu wiederholen, also sollte man sich natürlich für das Nacharbeiten entscheiden. Beim Stundensatz kann man auch Ausnahmeregelungen treffen, z.B. habe ich 40 Stunden die Woche gearbeitet und hatte dafür am Praktikumsende ein paar Tage frei. Beim sozialen Zweig ist jeweils ein Praktikum im erzieherischen und eines im pflegerischen Bereich abzuleisten, welches man zuerst macht, ist egal. Mein erzieherisches Praktikum habe ich im Kindergarten abgeleistet, wie die meisten anderen auch,
bis auf eine Schülerin, die hat ihres in einer sonderpädagogischen Einrichtung gemacht.
Beim pflegerischen Teil habe ich mich für eine Einrichtung für schwerst geistig Behinderte entschieden, weitere Möglichkeiten wären Krankenhaus, Altenheim und Physiotherapie. Es ist allerdings im Gespräch, das Praktikum in der Physiotherapie ab nächstem Jahr nicht mehr zu erlauben, da in unserer Klasse fast alle dieses gemacht haben und dort aber keine wirklich "pflegerischen" Tätigkeiten auszuüben hatten, sondern meistens nur Telefongespräche annehmen und Termine ausmachen mussten. Während den Praktika muss man eine Art Berichtsheft führen, in dem man täglich alles, was man gemacht hat, einträgt und das man am Ende der Woche vom Praktikumsleiter unterschreiben lässt und anschließend in der Schule vorzuzeigen hat. Am Ende müssen die Praktikumsleiter einen Bewertungsbogen ausfüllen, der in die Gesamtnote mit einfließt, denn die Praktika werden auch benotet! Des Weiteren muss man drei Praktikumsberichte schreiben, ich hatte die Themen: Eingangsreflexionen und Erfahrungen im ersten Praktikum, Pädagogische Ziele eines Festes (z.B. Erntedank, Weihnachten,...) in einer sozialen Einrichtung und ein selbstgewähltes Thema, dass mit dem Praktikum und dem Unterrichtsstoff in Pädagogik / Psychologie zu tun hat (Da hab ich die Anwendung des operanten Konditionierens im Umgang mit behinderten Menschen genommen). Den letzten Teil der Note vergibt der Fachlehrer für Pädagogik / Psychologie, dieser kommt je Praktikum einmal in der Praktikumsstelle vorbei und führt ein Gespräch mit den Leitern und macht sich Notizen darüber, wie gut man zurecht kommt, usw.
Während der Schulzeit hat man einmal alle zwei Wochen für zwei Stunden "FPA" (= Fachpraktische Ausbildung), dort kann man dem Fachlehrer erzählen, wie es einem so ergeht in der Praktikumsstelle (ob man z.B. Probleme hat) und muss ab und an auch kleinere Referate über die Tätigkeiten abhalten. Blöd fand ich, dass wir sozusagen ins kalte Wasser geworfen wurden. Gleich am ersten Schultag wurde uns mitgeteilt, dass wir sofort am nächsten Tag mit dem Praktikum zu beginnen hätten, ohne große Einführung oder sonst was. Da standen einige ganz schön dumm da, denn sie hatten noch nicht mal eine Praktikumsstelle. Aber naja, ihr wisst ja jetzt worauf ihr euch einstellen müsst und könnt euch schon frühzeitig um einen Praktikumsplatz bemühen ;-) Man muss sich nämlich selbst um einen kümmern, da man aber wie gesagt, kein Geld dafür bekommt, nehmen einen die meisten Einrichtungen eh mit offenen Armen auf.
Um euch einen besseren Einblick in das Tätigkeitsfeld während dem Praktikum zu geben, möchte ich euch jetzt noch kurz über meine Erfahrungen berichten.

1.) ERZIEHERICHES PRAKTIKUM
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Wie bereits erwähnt leistete ich dieses in einem Regelkindergarten mit katholischem Träger ab. Da ich selbst schon ein Kind habe, dachte ich, das würde bestimmt schön, ich mag Kinder total gerne und komme prima mit ihnen klar. Nun, hier hab ich mich getäuscht, es ist echt ein riesen Unterschied ob man ein Kind oder 26 Kinder zu betreuen hat! Die ersten Tage habe ich größtenteils erst mal die Erzieherinnen beobachtet, wie sie mit den Kindern umgehen und was sie so tun. Diese haben aber außer beim Stuhlkreis nicht wirklich viel mit den Kindern gemeinsam gemacht und haben die meiste Zeit nur den Kleinen beim Spielen zugeschaut oder irgendwas geschrieben. Nur zuzusehen war mir aber zu langweilig, deshalb habe ich mich zu den Knirpsen gesetzt und mit ihnen gemalt, gebastelt, Geschichten vorgelesen und auch gespielt (z.B. Lego oder mit Puppen, etc.). Das hat mir leider den Ruf als das "27. Kind" in der Gruppe eingebracht, die Erzieherinnen waren gar nicht davon begeistert, dass ich die Kinder nicht nur beaufsichtigen, sondern auch mit ihnen spielen wollte Naja, ob es nun zum Aufgabenbereich einer Erzieherin gehört auch mit den Kindern zu spielen oder nicht, ist wohl Ansichtsache, ich finde es aber schade, nur dazusitzen und die Zwerge immer sich selbst beschäftigen zu lassen. Des weiteren musste ich noch den Kindern bei der Brotzeit helfen und auch so Sachen wie Tee kochen und Geschirr abspülen übernehmen. Ihnen auf der Toilette zu helfen, bzw. die ganz kleinen zu wickeln gehörte natürlich auch dazu. Wie bei jeder Arbeit ist am Ende des Tages auch Aufräumen angesagt: Spielsachen sortieren, staubsaugen, Müll raustragen und einmal in der Woche alle Regale und Bänke abwischen. Was ich sonst noch alles so gemacht bzw. mitgemacht habe: Spaziergänge, Gruppenspiele im Turnraum, Organisation von Feierlichkeiten (Geburtstage, Weihnachtsfeier, Nikolaus, etc...), Gruppenraumdekoration, Ausräumen der Kellerräume (z.B. Spielzeuglager), Botengänge (z.B. Fotos der Kinder für die Eltern vervielfältigen lassen). Im Großen und Ganzen fand ich das Praktikum weniger schön, auch wenn ich Kinder sehr liebe, kann ich mir nicht vorstellen, diesen Job auch später zu machen. Durch diese Erfahrungen weiß ich aber jetzt zumindest, dass der Beruf der Erzieherin keiner für mich ist! Und das ist ja zumindest schon mal etwas, denn die Praktika sollen unter anderem ja dazu dienen, die Entscheidungsfindung bei der späteren Berufswahl zu erleichtern.

2.) PFLEGERISCHES PRAKTIKUM
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Hier haben sich ebenfalls meine Erwartungen nicht erfüllt, allerdings im positiven Sinne.
Da ich noch nie etwas mit Behinderten und schon gar nicht mit schwerst geistig behinderten Menschen zu tun hatte, dachte ich anfangs, es würde mir sehr schwer fallen und mir an die Nieren gehen. Überraschenderweise fand ich die Arbeit aber sehr schön, wenn auch äußerst anstrengend sowohl physisch, als auch psychisch. Hier war mein Aufgabenfeld wesentlich breiter gefächert, als im ersten Praktikum und im Gegensatz zu den Erzieherinnen, begrüßten die Pflegefachkräfte mein Eigenengagement sehr und fanden es prima, wenn ich mich selbst mit den Bewohnern beschäftigt habe. Ein Arbeitstag in der Behinderteneinrichtung sah etwa so aus: Zuerst wird für alle Frühstück zubereitet und der Tisch gedeckt, dann werden die Bewohner einer nach dem anderen aus den Betten geholt und zur Morgenpflege gebracht, wo sie entweder geduscht, gebadet oder teilgewaschen werden. Auch Zähneputzen, Haare kämmen, eincremen, an- und auskleiden, beim Toilettengang helfen (bzw. wickeln) gehört dazu. Ein paar Bewohner konnten diese Dinge unter Anleitung selbst bewerkstelligen, den meisten muss man aber bei allem zumindest behilflich sein. Am schwierigsten ist das bei denjenigen, die zusätzlich auch noch schwer körperbehindert sind, da ich ja schon mal als Bauhelferin gearbeitet habe, kann ich euch sagen: den ganzen Tag Gerüstteile durch die Gegend zu schleppen ist weniger anstrengend, als 2-3 Leute aus dem Bett zu heben und zu versorgen (alleine geht das gar nicht, außer man will sich tierisch den Rücken verrenken!) Vor allem geht es bei der Morgenpflege immer recht hektisch zu, da alle zu einer bestimmten Zeit am Frühstückstisch sein sollen, und ihre Medikamente rechtzeitig bekommen müssen. Sind die Bewohner fertig gewaschen und angezogen, führt man sie zum Tisch und hilft ihnen beim Frühstück, teilweise muss man auch das Essen eingeben, bei denjenigen, die selbst kein Besteck halten können. Danach wird abgeräumt und abgewaschen und man hat bis zum Mittag Zeit, sich mit den Bewohnern zu beschäftigen. Ich habe z.B. mit ihnen gemalt, gespielt, geredet, Spaziergänge gemacht, etc. Dann wird Mittagessen gekocht (hab meistens ich gemacht, ich koche echt gerne) und wieder wie beim Frühstück allen beim Essen geholfen. Nach dem Essen ist Mittagsruhe, d.h. die Bewohner halten für eine Stunde Mittagsschlaf. In dieser Zeit hatte ich Pause und hab meistens im Gruppenraum ferngesehen oder mit den Pflegern geplaudert. Das Haus verlassen darf man natürlich auch während der Pause nicht, da ja ab und an auch mal einer der Bewohner früher aufwacht und Hilfe benötigt.
Nachdem man die Leute nach der Mittagsruhe wieder aus dem Bett geholt hat, kann man sich wieder frei mit ihnen beschäftigen, zu einigen kommt aber nachmittags ein Ergo- oder Physiotherapeut. Am Abend gibt es dann logischerweise Abendessen, anschließend folgt die Abendpflege der Bewohner (waschen, Zähne putzen, etc.). Wenn alle bettfertig sind, können sie entweder noch ein wenig fernsehen, Musik hören oder gleich zu Bett gehen, wenn sie das möchten. Jetzt wird noch aufgeräumt und Dokus geschrieben, d.h. alles was man mit den Bewohnern gemacht hat, wird genauestens dokumentiert (z.B. wurde er geduscht oder gebadet, war er im Garten, hat er gespielt, war er auf der Toilette, wurden Windeln gewechselt, etc.). War der Bewohner an diesem Tag in irgendeiner Weise auffällig oder anders als sonst (z.B. war sehr aktiv, hat viel gelacht, wollte nichts essen, hat mit anderem Bewohner gestritten, etc.) wird das auch aufgeschrieben. Puh, ein anstrengender Job, aber er hat mir sehr viel Spaß gemacht, es gibt einem echt ein schönes Gefühl, zu sehen, wie sich die Menschen freuen, wenn man etwas mit ihnen unternimmt und sie sich sogar für Kleinigkeiten begeistern lassen. Außerdem finde ich es echt schön, anderen helfen zu können, gebraucht zu werden. Was sonst noch so zu meinem Aufgabenbereich gehörte: Zimmer der Bewohner ordentlich halten (z.B. Betten machen), "Unfälle" beseitigen (wir hatten eine Bewohnerin, die gerne mal auf den Boden gemacht hat und das dann im ganzen Zimmer verteilte, nicht sehr angenehm, kann ich euch sagen, aber man gewöhnt sich an alles *lol*), zur Reittherapie mitfahren (das war hart für mich, denn ich habe panische Angst vor Pferden, aber wie gesagt, man kann sich echt zu allem überwinden), Entspannungsübungen mit den Bewohnern machen, usw. Das einzige, was ich nicht machen durfte, war die Medikamentenvergabe, das dürfen nur die Fachkräfte, ansonsten habe ich echt alles machen dürfen, wenn auch zum Teil nur unter Anleitung oder Aufsicht einer Pflegefachkraft und konnte so einen sehr schönen Einblick in die Tätigkeit einer Pflegerin bekommen.

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NOTENSYSTEM
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1 .) PUNKTE
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Auf der FOS Regen gibt es seit zwei Jahren keine Noten mehr, sondern ein Punktesystem von 0-15, damit lässt sich der aktuelle Stand viel genauer berechnen, da z.B. bei einer Drei auch unterschieden wird, ob es eine glatte Drei, eine Drei plus oder eine Drei minus ist. Nur bei der Sechs gibt es kein plus oder minus, 0 Punkte ist einfach nur Note Sechs. Aber ich mach euch mal schnell eine Tabelle, damit ihr seht, wie sich die Noten im Einzelnen gliedern.

Punktzahl: Notenwert: Note:
15......................0,66................ .1+
14................ ....1,00..................1
13.................... .1,33..................1-
12.....................1 ,66..................2+
11.....................2 ,00 ................2
10.....................2,33..... .............2-
9..... .................2,66..................3+
8....... ................3,00.... . ...........3
7.......................3,33......... .........3-
6......... .............3,66..................4+
5........... ............4,00........ . .......4
4.......................4,33............. .....4-
3............. .........4,66..................5+
2............... ........5,00............ . ...5
1.......................5,33................. .5-
0................. .....6,00..................6

2.) BEWERTUNGSEINHEITEN
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Am Anfang fällt es einem ein bisschen schwer, Punkte nicht mit Bewertungseinheiten zu verwechseln. Wenn man in einer Probe 15 von 30 möglichen Bewertungseinheiten (umgangsprachlich werden die eben auch häufig Punkte genannt!) erreicht hat, hat man deshalb nicht auch 15 Punkte (= Note 1). Man rechnet die erreichten Bewertungseinheiten in Prozent, um die Punkte zu erhalten, das geht wie folgt:

Punktzahl: erreichte BE in %:
15....................100 - 96
14......................95 - 91
13......................90 - 86
12......................85 - 81
11......................80 - 76
10......................75 - 71
9........................70 - 66
8........................65 - 61
7........................60 - 56
6........................55 - 51
5........................50 - 46
4........................45 - 41
3........................40 - 34
2........................33 - 28
1........................27 - 21
0........................20 - 0

Kleinere Abweichungen von 1 - 2 % sind je nach Fach oder Schule möglich.

3.) NOTENDURCHSCHNITT
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Um den korrekten Notendurchschnitt im Zeugnis zu erhalten, muss man nicht erst alle Punkte in Noten umrechnen, sondern dafür gibt es eine Formel. Man zählt zuerst die Punkte alle Fächer zusammen und teilt diese durch die Anzahl der Fächer. Das Ergebnis zieht man (immer, egal wie viele Fächer oder Punkte es sind!) von der Zahl 17 ab und teilt das daraufhin erhaltene Ergebnis durch drei. Klingt kompliziert, ist es aber gar nicht. Machen wir mal ein Rechenbeispiel. Angenommen wir haben neun Fächer und in diesen die Punktzahlen 13, 10, 10, 8, 14, 6, 9, 11 und 8 erreicht, so zählen wir diese Zahlen zusammen, ergibt 89. Nun teilen wir das ganze durch neun, weil es ja neun Fächer sind, ergibt 9,89. Wir ziehen diese Zahl von 17 ab, ergibt 7,11. Jetzt nur noch durch drei teilen und wir haben unseren Notendurchschnitt: 2,37.
Die Formel sieht so aus:

(17 - (Summe aller Punkte) ) : 3 = NC
Anzahl der Fächer

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FACHREFERAT
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In der 12. Klasse der Fachoberschule MUSS jeder Schüler ein Fachreferat halten, welches ein Drittel der mündlichen Note zählt, in welchem Fach man das macht, ist frei wählbar. Außer natürlich die Hälfte der Klasse würde sich für dasselbe Fach entscheiden, normalerweise nimmt jeder Lehrer höchsten 4-5 Schüler für das Fachreferat. Es kommt aber auf den Lehrer an, manche wollen überhaupt nicht, dass man bei ihnen eins hält und lehnen es ab. Ich hab mich für Biologie entschieden, mit dem Thema Mutationen, da ich das sehr interessant finde und außerdem kann ich in Bio eine gute mündliche Note gebrauchen *g*
Es gibt zwei verschiedene Arten von Fachreferat, die ich kurz vorstellen möchte.

1.) FACHVORTRAG
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Dauer: ca. 20 Minuten (15 Minuten sind Minimum!)
Wie man es schon von "normalen" Referaten gewöhnt ist, hält man vor der Klasse einen freien Vortrag über das gewählte Thema. Erlaubte Zusatzmaterialien sind z.B. Folien, Powerpoint-Präsentationen und Filmausschnitte. Eine Woche vor dem Termin muss man ein "Handout" (auch "Exposé" genannt) abgeben, das ein Deckblatt, eine Gliederung und eine schriftliche, stichpunktartige (manche Lehrer wollen aber auch Fließtext) Ausarbeitung dessen, was man vortragen wird, enthält. Außerdem muss eine genaue Quellenangabe dabei sein (Fachliteratur, Fachzeitschriften). Das Internet darf für die Recherche genutzt werden, aber die meisten Lehrer sehen es nicht gerne, wenn bei den Quellen nur Internetadressen stehen, also auf alle Fälle Bücher zum Vortragsthema besorgen! Das Thema sollte Lehrplanbezug haben (also zum aktuellen Unterrichtsstoff passen).

2.) SCHÜLERUNTERRICHT
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Dauer: 45 Minuten (also eine Schulstunde), mindestens aber 35 Minuten!
Wie der Name schon sagt, muss man hier eine Unterrichtsstunde zu seinem Thema abhalten,
quasi mal für eine Stunde Lehrer spielen Besonders gut eignet sich der Schülerunterricht für das Fach Mathematik, es geht aber auch in allen anderen, wenn man ein passendes Thema hat (das natürlich auch dem aktuellen Lehrstoff entsprechen sollte!). Neben den auch für den Fachvortrag erlaubten Zusatzmaterialien, gehören hier aber auch noch Arbeitsblätter für die Mitschüler und Tafelanschriften dazu. Die Mitschüler dürfen (bzw. sollen sogar) aktiv mitarbeiten, sich melden, Fragen beantworten, etc. Beim Exposé muss man auch die Arbeitsblätter, die man austeilen möchte und die geplanten Tafelanschriften mit abgeben, also eine Art Unterrichtsskizze mit allen Visualisierungselementen.

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ABSCHLUSSP RÜFUNGEN
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Die schriftlichen Abschlussprüfungen finden nach den Pfingstferien statt, bei uns wird das heuer Mitte Juni sein. Die zu prüfenden Fächer sind am Sozialzweig Mathematik, Deutsch, Englisch und Pädagogik / Psychologie. Für Deutsch hat man vier Stunden Zeit, für die anderen Fächer jeweils drei. Geprüft wird der gesamte Stoff aus der 11. und 12. Klasse und die Abschlussprüfungsnote zählt zusammen mit der Jahresfortgangsnote die Hälfte zur Gesamtnote. Kommt aber ein Schnitt von beispielsweise 3,5 raus, überwiegt die Prüfungsnote. D.h. Prüfung: Note 4 und JF: Note 3 ergibt Gesamt: Note 4, bei Prüfung: Note 3 und JF: Note 4 bekommt man als Gesamtnote eine 3. Die Abschlussprüfung gilt als nicht bestanden bei einmal der Note Sechs oder zweimal der Note Fünf in den Vorrückungsfächern, sofern kein Notenausgleich möglich ist. Bei einer Sechs in Deutsch ist ein Notenausgleich von vornherein ausgeschlossen. Ansonsten ist es möglich eine Sechs (oder zwei Fünfen) mit einer Eins bzw. zweimal die Note Zwei in einem anderen Vorrückungsfach auszugleichen. Hat man mehr als zwei Fünfen (bzw. eine Sechs) oder sowohl die Note Sechs, als auch eine Fünf, geht das mit dem Ausgleich wieder nicht. Kompliziert, hm? In Englisch ist die Teilnahme an der mündlichen Prüfung Pflicht, bei uns ist das eine Gruppendiskussion. Man bekommt ein Thema (z.B. Wo fahren wir in den Urlaub hin?) und jeder aus der Gruppe bekommt einen Standpunkt zugewiesen (z.B. einer will nach Mallorca, einer nach London und einer in die Berge) und muss diesen überzeugend auf Englisch vertreten. Die Diskussion dauert 20 Minuten und bewertet werden die Aspekte Sprache, Inhalt und wie gut man sich selbst eingebracht hat (und auch, ob man andere ausreden lassen hat, ob man höflich war, etc...). Ansonsten muss man an keiner mündlichen Prüfung teilnehmen, kann dies aber, wenn man möchte, um seine Note zu verbessern, allerdings nicht in allen Prüfungsfächern. Die Teilnahme ist nur in einem Fach möglich, man muss sich also für eines entscheiden. Ich glaube, ich hab's schon mal gesagt, ich hab die Prüfung noch vor mir, deshalb endet mein Bericht vorerst an dieser Stelle. Sobald ich die Schule beendet habe, ergänze ich ihn noch um genauere Angaben zum Ablauf der Prüfungen.

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SCHLUSSWORT
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Jetzt fällt mir gleich die Hand ab und was lernen wir daraus? Die Mona schreibt genauso wie sie plappert, nämlich viel zu viel ;-) Ich glaube, mehr gibt's echt nicht mehr zu beschreiben, naja, ich könnte euch noch erzählen, dass das Schulgebäude aussieht, wie ein Gefängnis, ein hässlicher grauer Betonklotz, aber das haben Schulhäuser nun mal so an sich, außerdem werde ich unten noch Fotos anfügen, dann seht ihr es ja selbst. Fragt mich bitte nichts über die einzelnen Lehrer, ich werde mich hüten, deren Unterrichtsmethoden zu bewerten (obwohl im Großen und Ganzen alle sehr fähige Lehrer und auch menschlich absolut okay sind ;-) Außerdem könnt ihr auf der Homepage der Schule (www.fos-regen.de) unter dem Unterpunkt "Lehrkräfte" Fotos aller Lehrer mit Namen und welche Fächer sie unterrichten, einsehen. Sollten tatsächlich noch Fragen offen sein, dann fühlt euch frei, diese zu stellen, dann werde ich meinen Bericht gerne noch ergänzen. Meine Meinung habe ich bereits im Laufe des Berichts bei den jeweiligen Unterpunkten mit eingebaut, möchte euch abschließend aber noch soviel sagen: Bis jetzt habe ich es kein Stück bereut, auf die Fachoberschule zu gehen, auch wenn es manchmal sehr stressig und sehr viel zu lernen ist. Finde ich eine sehr gute Alternative zum Gymnasium, Gymnasiums-Abbrecher und gute Realschüler werden sich auch nicht allzu schwer tun mit dem Lernstoff der FOS und bekommen so doch noch die Möglichkeit, Abitur zu erlangen und evtl. zu studieren. Mit 23 Jahren bin ich natürlich die älteste in der Klasse, aber in dem Alter noch, bzw. wieder zur Schule zu gehen, ist ja keine Schande. Besser spät, als nie ;-) Zudem weiß ich von einer 34-jährigen Frau an einer anderen Fachoberschule, die sich auch erstmal auf ihre Familie konzentriert hat und nun das Abitur nachholt. Ich finde das bewundernswert, wenn man eigentlich schon so lange Zeit aus der Schule ist und es dann doch noch einmal anpackt. Wenn man nicht direkt von einer anderen Schule übertritt, muss man allerdings ein amtliches Führungszeugnis vorlegen, kostet 13,50 Euro auf der Gemeinde des jeweiligen Wohnortes. So, und jetzt hoffe ich natürlich auf jede Menge guter Bewertungen, dafür, dass ich die nächsten drei Tage meine Hand nicht mehr spüre *lol*

VIELEN DANK FÜR'S LESEN, BEWERTEN & KOMMENTIEREN !!!
Liebe Grüße, eure Mona

P.S.: Dieser Bericht erschien auch auf anderen Plattformen unter dem Namen "monanina"

Fazit: empfehlenswerte Weiterbildungsmöglichkeit


Geschrieben am: 30. Jul 2008, 23:30   von: monanina



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