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Übersicht > Medien > Bücher > Autoren > Dean Koontz > Das Versteck

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
spannend, gute Figuren

Nachteile:
grausam, nix für schwache Nerven




Wiederbelebung mit grausamen Folgen
Bericht wurde 3150 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Als ich mal meinen Bücherschrank danach sortierte, über welche Bücher ich hier noch schreiben kann, fiel mir dieses in die Hände, das das Buch zum Film "Das Versteckspiel" ist, das wiederum auf dem Roman "Das Versteck", gleichfalls von Koontz, beruht.


** Die Geschichte **
Hatch Harrison und seine Frau Lindsey sind eigentlich ein glückliches Paar. Doch seit dem Tod ihres Sohnes ist nichts mehr so wie es war.
Eines Wintertages sind die beiden unterwegs zu ihrem Wochenendhaus, als ein querstehender Lastwagen die Straße blockiert und den Wagen ausbrechen lässt. Sie stürzen einen Abhang hinunter in einen Fluß und Hatch ertrinkt, während sich Lindsey gerade noch retten kann, ehe Helfer zur Stelle sind.

Im Krankenhaus kümmert sich Dr. Nyebern um sie. Was Lindsey nicht weiß, Nyebern hat sich der Reanimationsmedizin verschrieben und schon eine ganze Reihe Menschen aus dem Tod wieder zurück geholt. Vor allem Patienten, die in Zusammenhang mit einer extremen Abkühlung starben, haben sein Interesse. Und das ist ja bei Hatch der Fall.
Und so gelingt es dem Arzt in einer riskanten und aufwendigen Operation, Hatch wieder ins Leben zu holen.

Auf den ersten Blick sieht alles zu gut aus: es traten keine mentalen, neurologischen oder physiologischen Schäden auf. Hatch ist wieder der alte. Vielleicht nicht ganz, denn mit dem Bewusstsein einer zweiten Chance will er auch in seiner Ehe wieder von vorn beginnen.
Hatch und Lindsey beschließen, ein Kind zu adoptieren und damit den traumatischen Tod ihres eigenen Kindes abzuschließen.

Ihre Wahl fällt auf Regine, ein 13jähriges behindertes Mädchen, dass schon einiges durchgemacht hat ihn ihrem jungen Leben. Zunächst sehr misstrauisch und sogar abweisend aus Angst, zurückgestoßen zu werden, gewinnt sie doch das Herz des Ehepaares und zieht schon bald darauf in deren Haus ein.

Seit seiner Operation wird Hatch von seltsamen Alpträumen geplagt, in denen es düster und unheimlich ist und er seine Umgebung scheinbar mit den Augen eines anderen sieht. Doch da ist bisher nichts wirklich Beunruhigendes, weshalb er die Träume als unwichtig abtut. Bis er eines Nachts allerdings einen furchtbar realen Traum hat und er mit den Augen des anderen sieht, wie er selbst eine junge Frau erschießt. Das kommt ihm dann doch etwas bizzar vor.
Erst recht, als sie in den Medien vom Mord an einer jungen Frau hören, die man auf der Autobahn fand. Als Hatch sich die Stelle am nächsten Tag genauer ansieht, kann er die Gedanken des Fremden fühlen und seine Schritte nachvollziehen. Scheinbar ist er also irgendwie telepathisch mit diesem Mann verbunden, fühlt dessen Gefühle, sieht dessen Taten. Und die sind keineswegs gut.

Vassago, so nennt sich der dunkle Serienmörder, verabscheut alles, was voller Leben ist. Leider ist auch er auf diese mysteriöse Weise mit Hatch verbunden, sieht mit dessen Augen. Und was er sieht, ist ihm wert, es in seine abscheuliche Sammlung von Leichen einzuverleiben.


** Der Film **
Ich hab den Film, der übrigens auf dem Originalthriller von Dean Koontz beruht, sogar schon einmal gesehen. Die Darsteller sind:
Hatch Harrison – Jeff Goldblum (Jurassic Parc, Independence Day)
Lindsey Harrison – Christine Lahti (Chicago Hope)
Regina – Alicia Silverstone
Vassago – Jeremy Sisto
Dr. Nyebern – Alfred Molina (Nicht ohne meine Tochter, Maverick)

Ich kann mich noch gut erinnern, daß er ziemlich gruselig und echt grausam war.

Nun ist mir schleierhaft, warum es außer dem Original „Das Versteck“ von Dean Koontz noch ein Buch zum Film, ebenfalls von Dean Koontz gibt. Und worin der Unterschied besteht, kann ich nicht sagen, da ich die Vorlage nicht gelesen habe.


** Das Buch **
Fragt mich nicht mehr, was mich dazu bewogen hat, dieses Buch zu kaufen. Es ist einfach zu lange her. Vermutlich fiel der Kauf aber in die Zeit, in der ich auf Stephen King und seinen Grusel stand und solche Schinken wie Es, Friedhof der Kuscheltiere und ähnliches stand. Und damals dachte ich doch tatsächlich, dass Dean Koontz ebenso ein Pseudonym von King ist wie Bachmann.

Die Geschichte des Antiquitätenhändlers Hatch Harrison und seiner Familie beginnt eigentlich eher wie ein medizinischer Thriller. Gerade die Szenen mit dem Autounfall, Hatchs Tod und Lindseys Kampf gegen die Fluten sowie die anschließende Operation und der Kampf der Ärzte um das Leben des toten Mannes (das ist ja fast ein Oxymoron!) werden äußerst ausführlich und detailreich beschrieben. Man erlebt den Todeskampf in den eisigen Fluten fast körperlich mit und staunt über die Fortschritte in der Reanimationsmedizin.
Auch die Träume von Hatch nimmt man als Leser erst mal nicht ernst, denn Alpträume kann ja schließlich jeder haben.

Doch in dem Moment, wo die Gestalt des Vassago erstmals im Roman auftaucht, begreift der Leser, dass hier wohl doch einiges schief gelaufen ist mit der Wiederbelebung des Helden.

Genauso detailgetreu wie das Leben der Harrisons wird dann auch Vassago und seine Untaten beschrieben, seine Obsessionen und seine Bösartigkeit. Auch das tut irgendwie schon weh, wenn man liest, wie es einem Menschen Freude macht, sich am Leid und der Todesangst seiner Opfer zu weiden.
Wie bei vielen Serienmördern hab ich auch hier lange überlegt, ob es nicht eine Begründung für diese Taten gibt, irgendwas, was die Abartigkeit des Jungen erklären würde. Doch da ist leider nichts. Er wurde nicht von seinen Eltern gequält oder als Kind missbraucht – er ist einfach nur böse.
Und so gehen seine Morde und das anschließende Arrangieren der Leichen einem schon an die Nerven. Man sollte einen einigermaßen guten Magen haben und nicht zuviel Fantasie, wenn man die Szenen und die Beschreibungen der „Sammlung“ liest.

Doch auch Spannung bietet der Thriller, spätestens ab dem Zeitpunkt, an dem Vassago mit Hatchs Augen dessen Familie erblickt und sich an sie heranmacht, um sie zu ermorden. Ab da läuft alles auf einen äußerst dramatischen Showdown hinaus, der von Angst, Qual und Schmerz geprägt ist.

Sprachlich gesehen – um auch die Krümelzähler hier zu befriedigen – ist an der Schreibweise von Koontz nichts zu beanstanden. Er schreibt sehr detailliert, ergeht sich oft in ausgedehnten Beschreibungen von Orten und Personen, was aber nicht so weit ausgewalzt wird, dass es nervig ist. Ansonsten prägen kurz gehaltene, verständliche Sätze seinen Stil.

Ach ja, was den Roman noch vom Original unterscheidet, sind natürlich die für ein „Buch zum Film“ typischen Fotos aus dem Film. Die Ankündigung „Mit vielen Fotos!“ auf dem Cover ist eigentlich maßlos übertrieben. Ganze 14 Fotos sind enthalten, was ich nicht für VIEL halte.


** Meine Meinung **
Wie gesagt, ich habe keine Ahnung, was dieses Buch inhaltlich - mal von den paar Fotos abgesehen - vom Original unterscheidet. Insofern könnte ich mir maximal vorstellen, dass der Roman in dieser Fassung für Filmfans interessant sein könnte. Ansonsten würde ich mich eher an die originale Vorlage halten.


** Der Autor **
„Dean Koontz, geboren 1945 in Pennsylvania, gewann bereits mit 20 Jahren den ersten Literaturpreis und hat seither eine steile Karriere als Autor von Spannungsromanen gemacht. Seine fast 60 Romane - Thriller und Horrorromane - sind internationale Bestseller und wurden in 30 Sprachen übersetzt.“ Bol.de


** Daten **
Verlag: Heyne
Taschenbuch 413 Seiten
ISBN: 3-453-09063-2
Preis: 12,90 DM / jetzt 7,62 €
nicht mehr lieferbar, nur noch gebraucht erhältlich





Geschrieben am: 07. Jul 2004, 13:36   von: catmother



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