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Übersicht > Medien > Musik > Alben & Label > The Lion and the Cobra - Sinead O'Connor

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
sehr unterschiedliche Songs, tolle Stimme, rockig...

Nachteile:
leider ein sehr kurzes Album




You will tread upon the lion and the cobra
Bericht wurde 1487 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Inzwischen gibt es ja einige junge „Künstlerinnen“, die sich rebellisch geben, d. h. das rotzfreche Mädchen spielen, um mit diesem Image mehr CDs zu verkaufen. Deshalb stelle ich heute eine CD aus meiner Sammlung vor, von einer wirklich rebellischen Künstlerin, namens Sinéad O’Connor. (Sie hatte auch Jahre später durchaus ihre Skandale – beispielsweise, hat sie in einer Fernseh-Show ein Foto des Papstes zerrissen.) Die Rede ist aber hier von Sinéad O’Connors Debütalbum „The Lion and The Cobra“. Dieses Album ist 1987 erschienen. „Damals“ war es wirklich noch eine unerhörte Sache, dass sich eine junge hübsche Frau mit Glatze präsentiert hat.
Sinéad O’Connor hat die meisten Songs selbst geschrieben oder zumindest mitgeschrieben. Ausserdem hat sie auf dem Album auch E-Gitarre gespielt.
Richtig berühmt geworden ist die Sängerin ja erst mit „Nothing compares 2 U“, das auf ihrem späteren Album „I do not want what I haven’t got“ enthalten ist. Somit habe ich dieses Album auch erst gekauft, nachdem ich „I do not want...“ kannte. Ich war von „The lion and the cobra“ positiv überrascht.

Das Album gibt es offensichtlich mit etwas unterschiedlichen Coverbildern. Meine CD zeigt ein stark überbelichtetes Foto, auf dem die Sängerin halb im Profil zu sehen ist und den Mund aufreisst. Leider enthält das Booklet keine Texte, nur zwei weitere Fotos und ein paar Infos über die Musiker etc.

1) Jackie
Ein sehr kurzer, rockiger Song, bei dem Sinéads Stimmvolumen gut zur Geltung kommt. Das Lied hat etwas unheimliches, beunruhigendes. (Es ist im Lied zwar immer wieder von „Jackie O.“ die Rede, aber ich glaube nicht, dass es sich um Jackie Onassis handelt – die „Namensgleichheit“ ist eher ein Scherz.) Ein guter Auftakt für das Album.

2) Mandinka
Dieses Lied gehört zu meinen Favoriten auf diesem Album. Es ist ein frischer Pop-Rock-Song und mir gefällt sehr gut, wie kräftig Sinéads Stimme bei diesem Lied klingt. Der Text ist natürlich auch sehr selbstbewusst: „I don’t know no shame/ I feel no pain/ I can’t see the flame...“

3) Jerusalem
Noch ein sehr mitreissender Song, bei dem Sinéads Stimme teilweise sehr sanft und geheimnisvoll und dann wieder richtig trotzig klingt. Im Mittelteil hört man sogar Walgesänge (oder zumindest klingt es so – allerdings verstehe ich auch nicht, was Wale mit Jerusalem zu tun haben könnten).

4) Just like u said it would be
Nun wird es deutlich sanfter, mit akkustischen Gitarren. „Just like u said it would be“ erinnert mich am ehesten an einen irischen Folksong. Sinéad singt hier sehr sanft, aber deshalb ist das Lied keineswegs langweilig. In der Melodie sind immerhin einige Brüche, die gut zu diesem eher traurigen Lied passen. „...when I’m walking from stage/ when everything’s quiet/ will you stay/ will you be my lover/ will you be my mother/“
Mir gefällt dieses Lied sehr gut.

5) Never get old
Hier hört man zuerst eine Frau sprechen (teilweise gälisch, teilweise englisch) und diese Stimme gehört Enya! Ich hätte sie nicht erkannt. Dieses Lied besteht hauptsächlich aus gesprochenen Passagen, mit leisem Gesang von Sinéad im Hintergrund, sowie orientalisch klingenden „Stimmübungen“ von Sinéad. Erst spät setzen Instrumente ein. Eigentlich ist das kein richtiges Lied. Es gefällt mir aber auch.

6) Troy
Jetzt kommt ein bombastischer Song über enttäuschte Liebe. Aufgrund der mythischen Anspielungen im Text gehe ich davon aus, dass mit „Troy“ das historische „Troja“ gemeint ist. „Do you love her/ is she good for you/ does she love you like I do“. Mir gefällt das Lied gut, weil Sinéad hier auf so unterschiedliche Weise singt – mal sehr zart und verletzlich, dann wieder sehr wütend. Am Schluss siegt die Enttäuschung „You silly lier!“

7) I want your (hands on me)
Nach dem sehr dramatischen „Troy“ kommt jetzt ein leichteres Lied. Textlich hat das Lied nicht so viel zu bieten, es besteht hauptsächlich aus „Put your hands on me/put them on me/ put them on me/...“ Aber es klingt gut, schließlich kann Sinéad wirklich singen. Ihre Stimme klingt auch hier unverwechselbar. Nicht das beste Lied des Albums, aber auch nicht schlecht.

8) Drink before the war
Jetzt kommt ein ruhigeres, nachdenkliches Lied. Die Melodie ist sehr dezent, die Instrumente halten sich im Hintergrund. Sinéads Gesang beginnt sehr zart und wird dann immer kräftiger. Der Text handelt meiner Meinung nach davon, dass Sinéad jemanden davon abhalten will, als Soldat in den Krieg zu ziehen: „You live in a shell/ Create your own hell/... you dig your own grave/ It’s a life you can save“ Mir fällt dabei ein Wortspiel auf, das vielleicht gar nicht beabsichtigt war: „Shell“ kann sowohl „Muschel“ als auch „Granate“ bedeuten. Mir gefällt das Lied sehr gut.

9) Just call me Joe
Der letzte Titel klingt recht zurückhaltend, zumindest singt oder eher haucht Sinéad durchgehend sehr sanft und zurückhaltend. Trotzdem klingt der Song recht widerborstig, mit den verzerrten Gitarren und Rückkopplungen. Zuletzt hört man ein Stimmgewirr aus männlichen Stimmen (Leslie Winer) und darüber Sinéads sanften Gesang. Als Ausklang für das Album gefällt mir das gut.


Mir gefällt dieses Album sehr gut, weil es so rockig klingt (mit den vielen Gitarren), nicht so dezent und farblos wie spätere Alben der Künstlerin. Sinéads Stimme kommt sehr gut zum Ausdruck, jedes einzelne Lied klingt unverkennbar nach ihr. Sie war noch sehr jung, als das Album entstanden ist. Auch nach sehr häufigem Anhören mag ich dieses Album noch sehr gern, gerade weil es Ecken und Kanten hat. Die einzelnen Lieder passen gut zusammen, sind aber auch sehr unterschiedlich.
Die Stimme der Sängerin finde ich gerade auf diesem Album erstaunlich. Sie singt auf so unterschiedliche Art und Weise, sie kann Gefühle zum Ausdruck bringen, ohne kitschig zu klingen. Sinéads Gesang klingt nie gekünstelt, dafür oft aggressiv. Ich finde es nur ein bisschen schade, dass im Booklet keine Texte enthalten sind. (Auch wenn zugebenermaßen nicht alle Texte originell sind.) Schade, dass Sinéad O’Connor später musikalisch gesehen so brav geworden ist.
Das Album enthält zwar leider nur neun Songs und ist damit nicht einmal 45 Minuten lang. Aber dafür ist meiner Meinung nach kein einziger schlechter Song dabei und das ist besser, als wenn noch drei schwache Songs als Füllmaterial enthalten wären.
Ich empfehle das Album uneingeschränkt weiter.


Geschrieben am: 08. Mar 2003, 18:39   von: Dragonfly



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