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Übersicht > Medien > Musik > Gruppen > V > VanZant > Brother to Brother

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
hervorragendes Southernrock-CD

Nachteile:
keine




Southernrock-CD für einen toten Bruder
Bericht wurde 1613 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Van Zant?? Da werden einige meinen: „Der Name sagt uns was“. Aber die Interpreten der hier besprochenen CD haben weder etwas mit Steven VanZandt, besser bekannt als Little Steven aus dem Umfeld von Bruce Springsteen und als Schauspieler in den "Sopranos" bekannt, noch mit Townes Van Zandt, dem begnadeten minimalistischen und leider zu früh verstorbenen Folksänger zu tun. Wer bei dem Namen an Lynyrd Skynyrd denkt, liegt dann schon eher richtig.

Denn die beiden Interpreten Johnny und Donnie VanZant sind die Brüder von Ronnie VanZant, dem Gründer, Sänger und Hauptsongschreiber dieser Band. Songs wie „Sweet Home Alabama“ oder „Free bird“ sollte eigentlich jeder kennen.

Aber vielleicht trotzdem ein paar Worte über die Band: Lynyrd Skynyrd war zwischen 1970 und 1977 die bestimmende Band in Punkte Southernrock, viele sagen, daß sie ihn quasi erfunden haben. Mit einer Mischung aus Rock, Blues und Countryelementen schufen sie einen ganz eigenen Stil. Besonderes Markenzeichen waren die 3 Gitarristen. Das ihre Text manchmal etwas fraglich patriotisch waren, sollte man vielleicht nicht verschweigen. Die Geschichte der Band endete 1977 tragisch als VanZant zusammen mit weiteren Mitgliedern der Band und Crew bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.

Aber Musik liegt scheinbar in der Familie, den seine beiden Brüder betätigen sich in der gleichen Richtung: Donnie ist der Kopf von 38 Special, einer weitern wirklich guten Souternrock-Band; Johnny übernahm 1987 beim Neuanfang von Lynyrd Skynyrd mit den 4 verbliebenen Mitgliedern den Platz seines verstorbenen Bruders am Mikro.

Mit dem hier besprochenen Album „Brother to Brother“ haben die Brüder zum erstenmal gemeinsam aufgenommen und nicht nur der Titel, auch die Widmung der CD „Ronnie, your star still shines on everynight we take the stage. You‘re still the man. Brother, we hope we’ve made you proud“, läßt erkennen, daß die kein normales Album, sondern eine Art Tribut für ihren verstorbenen Bruder sein soll. Aber sie haben zum Glück nicht den Fehler gemacht, ihm zu Ehren alte Lynyrd-Skynyrd-Songs neu aufzunehmen; stattdessen haben sie ein sauberes Souternrock-Album hingelegt und ihn damit und in einigen Texten geehrt.

Aber nun zur Platte:

„Rage“, der erste Song der CD fängt langsam mit einer Country-Gitarre, die ein wenig an den Sound des Jon Bon Jovi-Soloalbum „Blaze of Glory“ erinnert (als Erklärung für „Nicht-Southern-Rock-Hörer“; natürlich gibt es den Sound schon viel länger als das Album, der Vergleich ist eher umgekehrt „Bon Jovi klingt dort wie ...“), und Solo-Stimme an. Zur Mitte wird der Song aber durch E-Gitarre, Schlagzug und beide Singstimme richtig rockig.

Auch „Can’t say it loud enough“, ein Midtempo-Stück, lebt vom Gesang und den der bestimmenden akustischen Gitarre. Darum herum wird wieder ein rockiger Sound gelegt.

„Show me“ ist ein typisches Southern-Rock-Stück. Ein wenig Rock, ein wenig Country und schöne Harmonien mit einem einprägsamen Refrain. Was will man mehr?

Mit „I’m a want you kinda man“ wir es wieder etwas langsamer, mehr in Richtung Blues. Wieder wird deutlich, daß hier zwei wirklich zwei sehr guten Sängern zu tun hat, bei denen es derjenige, der gerade nicht die Leadvocals singt, trotzdem hervorragend versteht, unterstützend zu singen ohne sich in der Vordergrund zu spielen. Eines der schönsten und gefühlvollsten Liedern der CD.

Gefolgt wird es gleich vom nächsten Bluesrock, „Right side up“. Wieder Midtempo, und wieder schöne mehrstimmige Chorpassagen. Auch einer meiner Spitzenreiter. Um ein Bogen zu einer anderen Meinung von mir zu schlagen: Laut Booklet gewidmet Stevie Ray Vaughan.

Das Titelstück „Brother to Brother“, ist gerade unter den oben genannten Gesichtspunkten alleine vom Titel und dem Text als Statement zu sehen. Dementsprechend nachdenklich und durchaus pathetisch, aber ohne schwülstig zu wirken, ist dieser wunderschöne Song. Mit richtig großem Chor, fast ein wenig gospelmäßig arrangiert. Der Höhepunkt der CD.

Danach wird es wieder richtig rockig mit Livin‘ a lie“. Vom Stil fast ein wenig an KISS angelehnt. Da leider keine Autoren der Songs genannt werden, weiß ich nicht ob es eventuell sogar ein Cover sein könnte.

„That was yesterday“ ist wieder ein Souternrock-Song. Auffällig die den Gesang begleitenden Gitarrensolis und die markante Orgel.

„Downright and Dangourous“ ist ein Boogie, fast wie live aufgenommen, mit einleitendem Piano und Gesprächsfetzen, wird dann aber recht schnell fetzig.

Und dann wird wieder ganz tief in die Country-Blues-Kiste gegriffen: „Black bottom rose“: Einleitende Akkustikgitarre, schleppende E-Gitarren, zweistimmige Gesänge, relativ langsam, aber trotzdem mit einem richtigen Drive.

Zum Abschluß gibt es dann noch eine richtige Ballade mit „Friend“. Auch vom Text wieder etwas pathetisch, aber auch hier zumindest aus meiner Sicht nicht störend und mit etwas Abschwächung mit „Brother to Brother“ zu vergleichen, aber in der Musik etwas zurückhaltender. Gelungener Abschluß einer rundum gelungenen Platte.

Insgesamt, auch wenn man die Platte nicht wegen der Verbindung zu Lynyrd Skynyrd oder 38 Special hört, ein wirklich sehr gelungenes Sothernrock-Album, das auch mit Blues, Rock und sogar Boogie-Elementen aufwarten kann.


Geschrieben am: 25. Feb 2003, 22:19   von: emty



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