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Übersicht > Games > PC > Strategie > Anno 1503

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Grafische Finesse des Spiels, zufriedenstellendes Gameplay, Handbuch, CD-Rom Box

Nachteile:
Das Spiel stürzt sehr oft ab (auch mit Patch nicht 100% stabil), wird aufgrund der ungenügenden Spieltiefe viel zu schnell langweilig, nicht vorhandene Möglichkeit des „unendlichen Weiterspielens“, Kampfsystem




Neue Peinlichkeit aus dem Hause EA
Bericht wurde 1468 mal gelesen Produktbewertung:  ausreichend
Bericht wurde 3 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Erst einmal Gratulation zum neuen Design der Seite!

Einleitung
Anno 1503 ist das wohl bekannteste Strategiespiel, das in den letzten Monaten auf den Markt gekommen ist. Nachdem ich so viele Berichte zum Spiel gelesen habe - die meistens sogar von einem einzigartigen Strategiespektakel sprachen - wollte ich mir die Gelegenheit nicht nehmen lassen, Anno 1503 zu kaufen. Obwohl vielleicht der Ausdruck Gelegenheit in meinen Augen nicht der richtige ist, denn ich habe das Spiel für 49.99 Euro bei Karstadt gekauft und einen Tag später fand ich es bei uns in Karlsruhe, in der Post-Galerie bei Saturn, ganze 5 Euro billiger. Was soll's, dachte ich mir, wenn das Spiel gut ist, dann kann man auch mal von dieser Differenz absehen. Doch ist Anno 1503 wirklich gut? Darüber lässt sich streiten und in meinem heutigen Bericht, werde ich versuchen positives und negatives zum Spiel von Electronic Arts, meiner „Lieblingsfirma“ in Sachen PC-Games, zu analysieren.

Die PC CD-Rom
Die CD-Rom Box von Anno 1503 ist dreiseitig. Die zwei CD-Roms befinden sich in der mittleren und rechten Seite der Box. Die erste CD-Rom wird als Installations-CD beschriftet und die zweite einfach nur als CD-2 (und muss immer bei Beginn eines Spiels im CD-Rom Fach sein). In der linken Seite der Box ist das 78seitige Handbuch des Spiels vorzufinden. Das Handbuch selbst ist sehr übersichtlich und lässt keine Fragen offen. Es ist jedem selbst überlassen, ob man vor dem Spiel einen Blick hineinwirft oder sich sofort ins Spiel wirft. Ich bevorzuge die letztere Variante, denn ich habe meistens nicht die Geduld, mich mit Theorien zu beschäftigen, wenn die Praxis doch so nahe liegt. Gleichzeitig findet man in der Box ein Poster. Auf der einen Seite ist eine wunderschöne Abbildung von einem Schiff, so wie am Anfangsvideo des Spiels, zu sehen und auf der anderen Seite werden die Produktionsketten dargestellt. Letztere Ansicht ist sehr hilfreich, wenn man mitten im Spiel z.B. nicht weiß, wie Lampenöl hergestellt wird. Hat man das Poster aufgehängt, kann man auf einen Blick erkennen, dass Walspeck dafür nötig ist. Last but not least sollte ich noch erwähnen, dass man auf einem kartonähnlichen Papier, auf zwei weitere Spiele von Electronic Arts aufmerksam gemacht wird: Command & Conquere Generals und Sim City 4. Letzteres ist für uns Strategiefreunde eines der meisterwarteten Spiele des neuen Jahres!

Gameplay
Wie in den meisten Strategiespielen, so auch in Anno 1503, hat man es sich zur Aufgabe gemacht, eine Stadt (oder mehrere) aufzubauen, sie zu verteidigen, sie gewinnbringend zu machen und letztendlich so dominant zu entwickeln, dass sie mit ihren Kräften andere Nachbarstädte eliminieren kann. Gilt das gleiche nicht auch bei Settlers, Knights and Merchants, Empire Earth und anderen Strategiehits? Das Prinzip bleibt also das gleiche. Es ist lediglich die Art und Weise wie man eine Insel erkundet, sie besiedelt, aber auch die verschiedenen Produkte, die für das Überleben und die Weiterentwicklung der Bevölkerung von Nöten sind, die Anno 1503 von anderen Strategiespielen unterscheidet. In Anno wird man niemals auf Festland treffen, sondern nur auf Inselwelten. Ziel ist eine der Inseln zu besiedeln und auf dieser sein Volk aufblühen zu lassen.

Sein Volk aufblühen zu lassen hört sich so schön an, aber ist meistens sehr schwer in der Verwirklichung. Anno 1503 ist in meinen Augen vom Gameplay kein einfaches Strategiespiel, sondern eher für den Profi gedacht. Zwar ist auf der CD-Rom Box das Alter von 6 Jahren als Freigabejahr für das Spielen von Anno 1503 freigegeben, aber wie soll ein 6 oder 8jähriger in solch einer Kombination von Strategieaufgaben überstehen? Es gibt natürlich auch Kampagnen mit dem Schwierigkeitsgrad des einen Sterns, aber auch bei denen wird man in diesem Alter Probleme bekommen. Sehr leicht kommt man ins finanzielle Stocken, wenn man die Wünsche seiner Bevölkerung vollkommen befriedigen will. Der Bau von Kirchen, Universitäten oder militärischen Einrichtungen sind außer platzraubend auch besonders teuer und lassen die Goldschatztruhe im linken unteren Teil des Bildschirms nicht unberührt. Zu Anfang jedes Spiels hat man auf dem einen Schiff, mit dem man meistens (mit wenigen Ausnahmen in den Szenarien) sein Spiel beginnt, einen sogenannten Scout, der vorher die Insel, die man besiedeln möchte, nach Erdschätzen erforscht. So kann das Erz- oder Goldvorkommen auf einer Insel sehr wichtig für den finanziellen Rückhalt der Stadt sein. Gold und Erz, bzw. die daraus erzeugten Produkte, sind meistens viel wert und können mit den Nachbarstädten, aber auch Piraten durch Handel verkauft werden. Dadurch kommt Geld in die Stadtkasse, dass man später für seine Kaufleute oder eben einfache Bürger investieren kann. Ohne das Badehaus fühlen sich die Herren der höheren Gesellschaft zum Beispiel nicht besonders wohl. Oder die Investition in ein Schloss oder Theater sind auch Alternativen, um seinen Stadtbewohnern etwas luxuriöses zu bieten.

Die Häuser der Inselbewohner beginnen anfänglich mit dem einfachen Pionierstatus, um sich dann im Laufe des Spiels und unter den idealen Bedingungen der gelieferten Waren, zu Siedlerhäusern, Bürgerhäusern und letztendlich Wohnungen der Kaufleute zu entwickeln. Gleichzeitig sieht man auch wie die Häuser an Größe und architektonischer Finesse gewinnen. Produkte wie Nahrung, Salz, Tabak und Gewürze sind in den ersten Stadien ihrer Entwicklung nötig (in Kombination mit manchen Gebäudearten). Später kommen dann Seidenstoffe oder Lampenöl dazu. Da man leider nicht alles auf seiner Insel anbauen kann, aufgrund der nicht vorhandenen Rohstoffe, sollte man entweder schnellstens eine zweite Insel besiedeln oder versuchen mit seinen Nachbarn in Kontakt zu treten und den Handel aufblühen zu lassen. Der Handel ist einer der wichtigsten Bereiche von Anno 1503. Hat man regen Handelsverkehr mit den anderen Inselbewohnern, so wird man auch früher oder später Anno 1503 unter Kontrolle haben.

Der große Vorteil des Spiels
Grafisch hat Anno 1503 sicherlich, im Vergleich zu anderen Strategiespielen, viel positives aufzuweisen. Beeindruckende Details zu allen Gebäuden und den Inselbewohnern sind das Merkmal der grafischen Finesse des Spiels. Wunderschöne Farben runden das ganze imposant ab! Besonders hat mir die natürliche Umgebung des Spiels gefallen. Die verschiedenen Tierarten (150 sollen es laut Spielentwickler an der Zahl sein), die auf der Landkarte zu sehen sind, haben mich von der grafischen Perfektion beeindruckt. Die Standarteinstellung des Spiels zeigt die Insel in der vorletzten Zoomfunktion. Ich spiele Anno 1503 in der letzten Zoomeinstellung, so dass man zwar eine weniger guten Überblick über die ganze Insel hat, aber aus grafischer Sicht alles besser genießen kann. Der große Pluspunkt für Anno 1503 kommt also durch die Grafik.

Nachteile von Anno 1503
Als größten Nachteil von Anno 1503 sehe ich ganz klar das häufige Abstürzen des Spiels. Wenn man ein Originalspiel kauft, dafür 50 Euro ausgibt und dann feststellen muss, dass das Spiel nach 20 oder 30 Minuten, mitten im Gameplay abstürzt, dann ist das mehr als ärgerlich. Es ist wieder typisch von EA Sports! Da hat man wohl an Beta-Testern sparen wollen! Wäre nicht das erste Spiel, dass frühzeitig auf den Markt gekommen ist, um die Weihnachtsfeiertage auszunutzen und für Kommerz zu sorgen, aber absolut unstabil ist! Das Spiel stürzte andauernd in den ersten Spielversuchen ab. So hat man mich gezwungen im Internet nach einem sogenannten Patch zu suchen, wobei auch dieser nicht für die Stabilität sorgt, die ich von solch einem Spiel erwarte. Zwar stürzt das Spiel jetzt seltener ab, aber ganz aus der Welt konnte das Problem nicht geschafft werden. Allein das ist schon ein Grund das Spiel abzuwerten.

In meinen Augen hat Anno 1503 nicht die Spieltiefe, wie ich sie von einem Strategiespiel, das Ende 2002 erschienen ist, erwarte. Man spricht auf der Rückseite der CD-Rom Box von 350 verschiedenen Gebäuden, wobei das Herz des Strategiespielfreunds sofort höher schlägt. Im Spiel selbst wird man dann jedoch feststellen, dass man selbst nur einen Bruchteil dieser Gebäude zur Verfügung gestellt bekommt, denn jede Volkergruppe hat auch in verschiedenen Bereichen ihre eigenen Gebäudetypen. Also gilt das mit den 350 Gebäuden schon mal für den Spieler selbst nicht! Die wenigen Gebäude bzw. Einrichtungen muss man dann noch durch Wissen, was mir als Feature in einem Strategiespiel auch nicht besonders gefällt, in den Universitäten erforschen. Viel zu schnell hat man alles aufgerichtet, seinen Bevölkerungsstatus in Kaufleute umgewandelt und den Gegner eliminiert. Schade, denn bereits nach wenigen Tagen wurde mir Anno 1503 schon langweilig!

Das Kampfsystem des Spiels hat mir absolut nicht gefallen. Jede der Einheiten sollte die Möglichkeit haben, des Gegners Gebäude zu zerstören. Leider ist das nicht der Fall. Greift man mit einer Truppe Armbrustmännern (meiner Lieblingseinheit in allen Strategiespielen) oder einer Kavallerie an, so kann man z.B. nur des Gegners Truppen ausschalten, jedoch z.B. nicht den Kanonenturm des Feindes zerstören. Das Hafengebäude muss ich mit meinen Schiffen angreifen, um es eliminieren zu können. Man hätte hier ganz klar alle Einheiten die Eigenschaft geben können, feindliche Gebäude dem Erdboden gleich zu machen!

Als einen letzten Nachteil des Spiels möchte ich noch erwähnen, dass mir Anno 1503, nach erfolgreicher Vollbringung einer Mission nicht die Möglichkeit gibt weiterzuspielen. Es erscheint die Karte mit den Daten zu den gesammelten Punkten, die durch Besiedlung von Inseln, Schiffsanzahl usw., entsteht und das war es dann auch! Wenn man z.B. die Mission der einen Kampagne, die von mir 3000 Kaufleute auf einer Insel forderte erfüllt, dann bricht das Spiel sofort ab. Aber wer hat mich gefragt, ob ich danach nicht, nach solcher Mühe der Entwicklung meiner Insel(n) nicht weiterspielen möchte? Auch hier hat Electronic Arts versagt den Effekt des „unendlichen Weiterspielens“ dem Spieler zu sichern!

Fazit
Um ehrlich zu sein, würde ich heute, nachdem ich Anno 1503 schon seit einigen Wochen zu Hause habe, nicht wiederkaufen. Das mag zwar etwas blöd klingen, denn jetzt kann jemand kommen und behaupten: „jetzt wo du dich sattgesehen und sattgespielt hast, bist du auf einmal mit dem Spiel nicht mehr zufrieden“. Doch das Gefühl der geringen Spieltiefe hatte ich schon wenige Stunden nach dem Erkunden von Anno 1503. Wenige Male habe ich in den letzten Jahren in einem Spiel so schnell mit der Langweile Bekanntschaft machen müssen, wie in Anno 1503. Es mangelt an einigen Sachen, wie ich sie auch im Bericht analysiere. Das häufige Abstürzen, die geringe Spieltiefe, die nicht vorhandene Möglichkeit des Weiterspielens einer Kampagne nach Vollbringung der Aufgaben, aber auch das mangelnde Kampfsystem stören mich an Anno 1503. Aufgrund der grafischen Vorteile des Spiels, aber auch des zufriedenstellendes Gameplays, werde ich trotzdem Anno 1503 noch mit drei Sternen versehen. Vielleicht lernt endlich Electronic Arts aus seinen Fehlern!


Geschrieben am: 10. Feb 2003, 23:25   von: trampastheo



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