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Übersicht > Medien > Bücher > Buchtitel > K > Kalte Glut (Sheldon, Sidney)

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
superspannend und fesselnd

Nachteile:
teilweise sicherlich etwas unrealistisch, aber egal: Super Unterhaltung!




Mitfiebern mit der "bösen" Seite
Bericht wurde 1359 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Ich habe mal wieder ein Buch gefunden, daß mich von Anfang bis Schluß absolut gefesselt hat, und ich gar nicht mit Lesen aufhören wollte...
Aber hin und wieder muß man ja auch mal ein Buch aus der Hand legen, spätestens dann, wenn einem die Augen vor lauter Müdigkeit fast zufallen, und einem der Freund das Buch sachte aus der Hand nimmt...mit einem frechen Grinsen...und meint es ist Zeit mal wieder aufzuhören, das Bett ruft schon mehr als laut.
Diese Szene spielte sich nämlich in den letzten beiden Tagen ab...

So, dann ich werde ich mal loslegen, damit ihr wisst, welches Buch mich fast dazu veranlaßte, fürs Lesen meinen kostbaren Schlaf opfern zu wollen:

Hauptperson des Romans „Kalte Glut“ ist Tracy Whitney.
Für Tracy ist die ganze Welt im Moment einfach perfekt! Nicht nur das sie ganz einfach supertoll aussieht, so gut, daß sich fast jeder Mann auf der Straße nach ihr umdreht...nein, sie ist auch noch intelligent, hat einen supersicheren gutbezahlten Job in der Bank, der ihr noch dazu Spaß macht, aber vorallem ist sie mit ihrer großen Liebe Charles verlobt.
Und wenn das nicht schon mehr als perfekt klingen würde...Charles ist auch noch eine mehr als gute Partie, denn seine Eltern, und somit auch er, stammen aus einem recht gut betuchten Hause.

Kurz gesagt, Tracy hat alles geschafft, was sie sich wohl irgendwann einmal vorgenommen oder gewünscht hatte, und jede Mutter wäre sicherlich stolz auf so eine Tochter... aber eben diese, Tracys Mutter wird den baldigen Schwiegersohn nicht mehr kennenlernen, denn kurz vor der Hochzeit wird Tracy von der Polizei aus New Orleans mitgeteilt, daß ihre Mutter tot aufgefunden wurde.

Tracy fährt natürlich sofort nach New Orleans, ohne Charles, und dort erfährt sie schließlich, daß ihre Mutter sich erschossen hat.
Ihre Mutter eine Selbstmörderin, aber warum? Schon bald erfährt sie, was ihre Mutter in solche Verzweiflung gestürzt hat. Sie wurde von Schwindlern, absolut ausgebootet, um ihre Firma gebracht, und auch um ihr Privathaus. Tracys Mutter stand vor einem riesigen Schuldenberg, und als Tracy den Hintergründen auf die Spur kommt, hat sie nur eines im Kopf...Rache!

Joe Cammeron, der dies angezettelt hatte, und ihre Mutter durch Betrug um jedes Vermögen gebracht hat, ist allerdings nur ein kleiner Drahtzieher. Hinter dieser Aktion stehen noch einige große Bosse von New Orleans, ohne die nichts geht, und die in der Stadt absolut das Sagen haben, auch Richter, Polizei und andere staatliche Obertiere sind regelrecht von dieser Bande gekauft worden.
Das allerdings weiß Tracy noch nicht, als sie, mit einer Pistole bewaffnet vor der Tür von Joe Cammeron steht. Sie hat eigentlich vor, Joe Cammeron etwas Angst zu machen, damit dieser ein Schuldgeständnis unterschreibt...aber es kommt alles ganz anders.

Denn besagter Joe Cammeron bedrängt sie sexuell, und noch bevor sie ein unterschriebenes Schuldbekenntnis hat, geht der Schuß ihrer Pistole los, und Tracy flieht.
Sie ist sich sicher...sie hat Joe Cammeron umgebracht, und als die Polizei Tracy am Flughafen festnimmt, ist sie sich dessen noch sicherer.
Aber der Schein trügt. Joe Cammeron lebt, und das Syndikat, in welchem er mit die Fäden in der Hand hat, hat nur eines im Sinn...Tracy loszuwerden. Und das dies für so eine Verbrecherbande ganz einfach ist, spürt Tracy am eigenen Leibe.
Sie wird verurteilt, wegen Bilderdiebstahl und Mordversuch, zu fünfzehn Jahren Haft! Alles war eine miese Falle, in die sie gutgläubig tappte, denn ihr Verteidigungsanwalt, der Richter, und alle haben wohl etwas mit dieser Bande zu tun.

Und so landet Tracy im Hochsicherheitsgefängnis, und dort beginnt für Tracy die wohl schlimmste Zeit in ihrem Leben.
Sie wird konfrontiert mit den brutalen und anzüglichen Mitgefangenen. Erst hat sie noch große Hoffnung, daß Charles zu ihr hält, und sie aus dem Gefängnis herausholt, aber auch Charles scheint ihr gar nicht zuzuhören, glaubt dem was in der Presse steht mehr als seiner Verlobten.
Tracy befindet sich nahe am Abgrund und ist völlig verzweifelt. Wie nur soll sie diese 15 Jahre überstehen? Aber dann zeigt sich, daß sie einen sehr starken Überlebenswillen hat, sie boxt sich durch, und hat schließlich nur noch eines im Sinn: Dem Gefängnis zu entfliehen und vorallem Rache zu üben. Rache an Joe Cammeron, dessen Bosse, den Anwalt, dem Richter...und auch Rache an ihren Ex-Verlobten Charles. Sie ist wirklich besessen von Rachegedanken...und daher kommt auch der Name des Romans: „Kalte Glut“.

Als schließlich Tracy ein paar Monate später das Gefängnis verläßt, wie und warum will ich hier nicht verraten, da das ungemein spannend war, macht sie sich auch daran als Racheengel ihr Unwesen zu treiben.
Und hier profitiert sie schließlich, nicht nur von ihrer Schönheit, vorallem durch ihre Intelligenz. Und sie macht sich systematisch daran ihre Widersacher zu vernichten.

Doch sehr bald muß Tracy erneut ziemlich schlimme Schicksalsschläge einstecken, als ehemaliger Häftling, wird sie wo es nur geht von der Gesellschaft gemieden. Keine Bank, kein Kaufhaus will sie einstellen, denn immer wieder wird ihr der Bilderdiebstahl, welcher doch nie vollführt wurde, vorgehalten, und so verwehrt ihr die Gesellschaft die Rückkehr in ein normales Leben.

Was macht man, wenn man keinen Pfennig Geld hat, und auch keine Aussicht auf einen Job, oder ein gut bürgerliches Leben?
Man benutzt abermals die Intelligenz, mit der sie ihre Widersacher schon vernichtete, und wird eine regelrechte Superganovin, die sich vorallem um nimmersatte Reiche kümmert, und deren angehäufte Reichtümer etwas schmälert.

Klar, sowas erweckt auch das Interesse von staatlichen Organisationen wie die sie quer durch Europa verfolgende Interpol, oder dem Detectiv Daniel Cooper, der hinter ihr her ist.
Aber auch andere Ganoven und Gauner werden schnell auf Tracy aufmerksam, und so läuft ihr sehr schnell Jeff Stevens über den Weg, ein Mann den Tracy anfangs nicht ausstehen kann, dabei sind die beiden sich vorallem in der Berufswahl doch sehr ähnlich...

So...damit will ich es mal belassen.
Auch wenn es sich vielleicht so anhören mag, ich hätte zuviel verraten, ich habe versucht, nicht mehr zu verraten, als letztendlich auf dem Buchumschlag bereits zu erfahren ist.
Die Spannung bleibt Euch auf jeden Fall garantiert erhalten!!!

Wie fand ich das Buch nun?
Nun...meine Einleitung läßt ja schon erahnen, daß ich von dem Buch mehr als begeistert war.
Es war für mich wirklich mehr als schwierig, den Roman mal aus der Hand zu legen, und wenn ich konnte, las ich. Heute früh sogar so 5 Seiten beim allmorgendlichen Frühstückcappucino bevor es auf die Arbeit ging.

Dies war das erste Buch, daß ich von Sidney Sheldon gelesen habe, und ich weiß eines genau: Meine Büchersucht verlangt nach mehr!

Mehr von diesem Schreibstil...
denn das Buch ist wirklich unheimlich flüssig zu lesen. Meistens geht es im Buch um Tracy, hin und wieder wird auch mal aus der Sicht von Detectiv Daniel Cooper erzählt, aber so, daß es keineswegs verwirrend ist.
Man findet somit immer wieder sehr schnell in die Handlung hinein, und viele Dialoge erleichtern das sowieso.
Dieser Roman ist sicherlich nicht das, was man schwere Kost nennt. Es ist wie gesagt mehr als einfach zu lesen...aber wer will schon immer schweren Lesestoff haben? Ich nicht, und so war ich nun mal schlicht und ergreifend begeistert!

Anfangs erscheint einem alles etwas wie in einem Groschenroman...alles ist ja sooooo perfekt. Ich wurde voll Mißtrauen an mein letztes Leseerlebnis erinnert (Danielle Steel), und dachte schon das wird immer so weitergehen... aber recht schnell schlägt das Buch eine recht harte Gangart ein.
Die Erlebnisse Tracys im Gefängnis die Sheldon hier beschreibt, waren teilweise wirklich erschreckend. Man will nicht glauben, das es so in einer Justiz-Vollzugs-Anstalt zugehen kann, aber ich denke sexuelle Belästigungen, Erpressungen und Brutalitäten sind in Gefängnissen sicherlich keine Seltenheit. Bekommen wir zumindest immer wieder in Filmen usw. vorgekaut und vorgeführt.

Und eben genau durch diese schrecklichen Erlebnisse schaffte es Sheldon, das mir Tracy so richtig sympathisch wurde. Und so fieberte man mit ihr sofort mit, als sie sich daran macht Rache auszuüben, und freut sich so tierisch über ihre Gemeinheiten und Komplotte die sie ausheckt, um ihre Feinde unschädlich zu machen.

Vorallem aber die Ideen die hier der Autor hatte, sind einfach klasse! Denn jeder Beutezug von Tracy ist wirklich sehr unterhaltend und zudem noch irgendwie witzig. Sie führt alle Leute so an der Nase herum, wie es nicht besser geht, und so ist das Buch nicht nur spannend, sondern noch außerordentlich amüsant. So z.B. eine Schachparty gegen die den amtierenden Weltmeister und den Ex-Weltmeister. Sie spielt gleichzeitig mit beiden eine Partie Schach, und die Wetten stehen natürlich gegen sie...aber durch viel Witz und Intelligenz schafft sie es doch tatsächlich beide, von sich ach so überzeugten Schachgenies zu überlisten. So daß sie es nicht merken, und gewinnt natürlich beide Partien. Und schon ist unsere Tracy wieder um 50.000 Dollar reicher.

Nur in einem wurde ich etwas enttäuscht: Die Rache von Tracy an Charles, hatte ich mir da schon etwas heftiger vorgestellt. Schließlich ging es am Anfang des Buches fast nur um ihren perfekten Ex-Verlobten, und die Tatsache, daß er Tracy so schnell fallenläßt hätte bei mir sicherlich größere Rachefeldzüge veranlaßt. Die Rache an Charles wurde aber mehr als schnell abgehakt, und nicht so „liebevoll“ geplant wie die anderen Rachefeldzüge.Naja...egal.

Das Buch wird irgendwie nie langweilig, da es hier immer wieder etwas neues gibt. Denn das Buch macht eine absolute 180° Wendung. Aus der lieben netten verliebten Bankangestellten, wird eine der meistgesuchtesten Diebinnen.
Wer das langweilig findet, dem ist nicht mehr geholfen...


Ist es sonst in den meisten Büchern so, daß man mit den Detektiven mitfiebert und mitzittert, daß sie die Verbrecher gefangen nehmen und dingfest machen können, ist es in diesem Buch genau anders herum. Man hofft immer wieder, daß es Tracy gelingt einen neuen Raub unentdeckt zu machen. Der Oberdetektiv ist einem ohnehin von Anfang an mehr als unsympathisch, und so fand ich es recht interessant und unterhaltsam mal zu der eigentlich „bösen“ Seite zu halten. Aber was heißt böse Seite...Tracy nimmt ihr Geld ja nicht von den Armen... sie hat wohl ein bißchen ein Robin-Hood-Syndrom, und zockt nur die Reichen und Überheblichen ab.

Die ganze Handlung erscheint einem gesunden Menschenverstand zwar als ziemlich unmöglich, aber egal. Die Unterhaltung zählt, und die wird hier eindeutig geboten.

Noch ein paar Infos zum Autor:
Sydney Sheldon wurde 1917 in Chicago geboren. Er schrieb schon recht früh für die Studios in Hollywood, und hatte bereits mit fünfundzwanzig Jahren große Erfolge am Broadway.
Am bekanntesten in dieser Zeit ist wohl sein Drehbuch zu dem Musical „Annie, get your gun“.
Erst mit 50 Jahren veröffentlichte er seinen ersten Roman, und ist seitdem regelmäßig auf den Bestsellerlisten vertreten.


Das Buch fesselt einen, von Anfang an, bis zum Ende der insgesamt 414 Seiten, und somit bekommt das Buch ein Top in jeder Kategorie.
Für nur 12,00 DM ist das Buch übrigens bei Amazon in der Taschenbuchausgabe zu erstehen.




Geschrieben am: 26. Sep 2001, 21:43   von: Nicky



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