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Übersicht > Familie > Haustiere > Katzen > Rassen

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
pflegeintensiv

Nachteile:
lieb




Meine große Liebe ..
Bericht wurde 2075 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 


Langsam ist es an der Zeit, dass ich meine große Liebe, Paulchen, mal etwas näher vorstelle. Paulchen ist ein ausgewachsener Perserkater, in den Farben schwarz-weiß.

Bis vor ein paar Jahren habe ich immer behauptet, dass mir kein Perser ins Haus kommt. Im Sommer 1998 wurde ich dann angesprochen, ob ich nicht einen damals ungefähr 10 Jahre alten Perser aufnehmen könnte. Ich habe ihn mir angesehen und mich gleich in ihn verliebt. Nachdem er ca. 4 Wochen brauchte um sich bei mir einzugewöhnen ist aus ihm die anhänglichste Katze geworden die bisher hatte.

Zum Glück gehört er zu den Persern, die jedenfalls eine kleine Nase bekommen haben. Die Katzen mit den zurückgezüchteten Nasen leiden oftmals unter starken Atemproblemen und tränenden Augen. Auch Paulchen atmet manchmal sehr schwer und vor allem wenn er schläft, bekommt er häufig Probleme richtig durchzuatmen und beglückt mich nachts mit lautstarkem schnarchen.

Paulchen wurde damals in einem total verwahrlosten Zustand aufgegriffen. Sein Fell klebte am Körper, es war so verdreckt, dass seine Grundfarbe nicht zu erkennen war. Er wurde dann geschoren, musste aber dazu eine Vollnarkose bekommen. Nachdem das Fell wieder nachgewachsen war, versuchte ich ihn natürlich zu kämmen. Er reagierte jedoch so aggressiv auf die Versuche, dass ich es wieder bleiben ließ. Offensichtlich war er es von seinen Vorbesitzern nicht gewohnt. Das Fell von Perserkatzen ist sehr dicht und üppig und kann bis zu 15 cm lang werden. Eine intensive Pflege ist unbedingt nötig, da das Fell sehr schnell verflitzt und sich binnen kürzester Zeit faustgroße Haarballen bilden können. Diese setzen sich auf der Haut fest und es hat die Folge, dass die Haut nicht mehr atmen kann und es auch leichte zu Ekzemen kommen kann. Das Tier leidet dann fürchterlich bei den Versuchen diese Ballen noch herauszukämmen.

Mit unserem Tierarzt habe ich abgesprochen, dass er regelmäßig geschoren wird. Jegliche Versuche ihn zu kämmen waren vergebens. Ich wollte nicht das er Angst vor mir bekommt. Gewaltsame Kämmversuche sollten nicht vorgenommen werden, da die Haut der Perser sehr empfindlich ist und durch massives einwirken mit dem Kamm können leicht Risse in der Haut die schmerzhafte Folge sein. Jetzt sind wir mittlerweile soweit, dass ihn teilweise kämmen darf. Er lässt es sich an vielen Körperstellen gefallen, jedoch gerade an den problematischen Stellen zwischen den Pfoten, an der Brust, unter dem Schwanz am After und den Hinterpfoten habe ich nach wie vor keine Chance. Wir gehen jetzt halbjährlich zum Tierarzt und er wird dann teilweise geschoren. Ich merke ihm deutlich an, dass er sich nach dem Scheren viel wohler fühlt und wesentlich aktiver wird. Außerdem fällt es ihm selbst leichter sich zu putzen.

Perserkatzen können stundenlang an ihrem Lieblingsplatz liegen und wirken oft behäbig und faul. Wie auch mein Paulchen lassen sich die meisten Perser sehr gern streicheln und kraulen. Ihre Krallen zeigen sie sehr selten, im allgemeinen sind sie freundlich und ausgeglichen Aus eigenem Antrieb werden sie kaum aktiv. Nur die Katzenkinder sind genauso verspielt wie alle Kätzchen. Paulchen zu etwas mehr Bewegung zu verhelfen scheint fast aussichtslos. Er guckt mir immer nur gelangweilt zu, wenn ich mit Bällchen, Stoffmäusen oder unzähligem anderem Spielzeug ihn zum spielen bringen will.
Die meisten Perserkatzen verstehen sich sehr gut mit anderen Katzen oder auch Hunden. Nur hier ist mein Paulchen die große Ausnahme, er verträgt sich mit keinem anderen Tier. Kämpfen entspricht nicht dem Naturell der Perserkatzen, im Mäuse fangen sind sie wahrhaft keine Helden. Ich habe Paulchen mal eine aufziehbare Maus mitgebracht. Als ich sie dann auf ihn zulaufen ließ, guckte er etwas erstaunt, hob dann die Vorderpfote und ließ die Maus einfach unter sich durchlaufen.

Im Umgang mit Kindern treten kaum Probleme auf, da Perser in Stresssituationen sehr gelassen reagieren. Bei großer Hektik ziehen sie sich an einen ruhigen Ort zurück.

Perser kommen sehr gut mit dem Alleinsein zurecht, freuen sich aber auf ihren Menschen. Jeden Abend wenn ich nach Hause komme, gehören die ersten 2 Stunden ihm. Er fordert seine Streicheleinheiten ausdrücklich ein und trottet wie ein Schatten hinter mir her, wenn ich aufstehe und das Zimmer verlasse. Ohne die nötige Zuwendung verkümmern die Katzen.

Der Drang in die Natur ist nicht sehr ausgeprägt, die meisten Perserkatzen sind mit der Haltung in der Wohnung zufrieden, sofern sie es von klein auf gewohnt sind. Paulchen hat in den letzten 3 ½ Jahren bisher nur einen Ausflug ins Treppenhaus unternommen und der war nach 2 Minuten beendet.

Bevor man sich einen Perser ins Haus holt, sollte man sich viele Gedanke darüber machen, ob man bereit ist den Tieren die nötige Aufmerksamkeit und Pflege zu kommen zu lassen. Die Pflege des Fells nimmt täglich ca. 1. Std. in Anspruch. Dazu kommen die unangenehmen Säuberungsaktionen, falls die Katze Durchfall hatte und der Hintern und die Beine geputzt werden müssen. Hier ist auch der Mensch gefordert, denn alleine wird die Katze damit nicht fertig. Die Augen müssen regelmäßig gereinigt werden und die Wohnung wird binnen kürzester Zeit mit langen Haaren übersät sein. Der regelmäßig Gang zum Tierarzt sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Auch in Futterfragen kann es bei Persern leicht zu Problemen kommen. Paulchen bekommt von den meisten Nassfuttersorten massiven Durchfall. Die meisten guten Tierärzte werden aber Futter empfehlen, nachdem sie die Perserkatze genau untersucht haben und die Ursachen kennen.

Ich würde zwar keinen Perser vom Züchter kaufen, da ich gewisse angezüchtete "Schönheitsideale" nicht nachvollziehen kann. Trotz aller Probleme die Paulchens Pflege mit sich bringt, würde ich ihn niemals hergeben. Er ist meine große Liebe, mein bester Freund und ich hoffe, dass er noch sehr lange bei mir bleiben wird.

Herzliche Grüße

Iris und Paulchen (der wie meistens gerade auf meinem Monitor schläft :-))



Geschrieben am: 17. Nov 2002, 20:16   von: irias



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