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Übersicht > Trinken > Bowle

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Magische Stimmung, Mystische Schatten

Nachteile:
Feuergefahr bei unsachgemäßer Handhabung, Alkohol, Akohol, Alkohol




Magisches Feuer
Bericht wurde 3593 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 2 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Jetzt geht es wieder auf die kalte Jahreszeit zu, und wir werden uns von der Wärme draußen, dem Grillen und dem Schwimmbadgehen verabschieden müssen. Aber es gibt einige Sachen im Herbst und Winter, auf die ich mich freue.

Nichts ist schöner, als wenn es draußen bitterkalt ist, als ein Raclette zu veranstalten, ein Fondue zu genießen, egal ob mit Fett oder Brühe, oder ein Feuerzangenbowle zu zelebrieren.

Feuerzangenbowle, wer das hört, denkt meist zuerst an Heinrich Spoerls Roman, der mit Heinz Rühmann verfilmt wurde. Und obwohl der Film aus dem Jahr 1944 ist, ist er immer noch ein Hingucker. Aber davon will ich jetzt nicht reden.

Einmal besuchten wir meine Eltern, und die hatten ein wunderschönes Feuerzangenbowlenset in der Virtine stehen. Nie gebraucht, mit Stahltopf, Deckel, passender Rechaud und natürlich eine Feuerzange. Es ging nicht lange, und wir hatten das Teil zu Hause, da sie sowieso nichts mehr trinken, und wenn es mir Freude macht, kann ich es haben.

Was brauchen wir für diese Bowle?

Gehen wir davon aus, daß wir 6-8 Personen sind. Vielmehr sollten es nicht sein, denn wenn alles um den Tisch herumsitzt, wird es dann doch etwas eng.

Wir kaufen ein:

3l trockenen Rotwein, Es genügt, wenn man den Aldi-Landwein für 1,99 DM holt. Er hat sein eigenes Aroma und ist außerdem naturrein.
1 Flasche Rum, hochprozentig. Schließlich soll er brennen, 54% sollte er mindestens haben, die Grenze nach oben bestimmt der Markt, Ihr Geldbeutel und der Finanzminister.
1 Zuckerhut. HALT, nicht gleich nach Rio fliegen. Es genügt ein handelsüblicher Zuckerhut
6 Nelken, aber nicht die vom Gärtner, sondern Gewürznelken
eine Zimtstange, Orangen- und Zitronenschale.

Nun werden alle Zutaten in den Feuertopf gekippt, natürlich außer dem Zuckerhut und dem Rum. Die Schalen, Nelken und Zimtstange kann man in ein Tee-Ei füllen und hineinhängen, das erspart späteres Fischen. Andererseits ist es auch lustig, nach zwei drei Gläsern Schalen angeln zu spielen. Das sollte jeder Gruppe selbst überlassen bleiben.

Den gefüllten Feuertopf erhitzen wir, aber nicht kochen lassen. Es reicht, wenn er etwas Temperatur hat. Den erhitzten Topf stellen wir auf den Rechaud mit dem Brenner, der es nicht erwarten kann, seine Hitze an den Topf weiterzugeben.

Nun kommt das schönste an der Feuerzangenbowle: Das Abbrennen des Zuckerhutes. Da dies aber eine gefährliche Sache ist, sollten die nur Leute ausführen, die sich mit Brandverhütung auskennen. Schütten Sie nie, niemals den Rum direkt aus der Flasche auf eine offene Flamme, egal ob auf dem Zuckerhut oder auf dem Löffel.

Weiter mit der Bowle, wir legen dir Feuerzange auf den Topf, den Zuckerhut auf die Zange und tränken den Zucker mit Rum, aber so, daß sowenig Rum wie möglich in den Topf tropft.

Wir beginnen mit der Zeremonie. Licht aus! Streichholz an!

Und mit dem Streichholz den Rum im Zuckerhut entzündet. Der Lichtschein des brennenden Zuckerhutes erleuchtet die Gesichter der um den Tisch sitzenden Gesellschaft, manch einer schaut erwartungsvoll, ein anderer bedenklich abwartend, der Dritte wird vom Zusehen schon betrunken, und doch verzerrt das Licht- und Schattenspiel der Flamme die Gesichter immer wieder auf ein Neues. Ein Gefühl entsteht, wie bei einem Lagerfeuer, und doch ist das Licht anders. Die blaue Flamme des brennenden Zuckers erhellt den Raum auf eine magische Weise, wie man sie erleben muß, die Mystik, die von dieser Flamme ausgeht ist möglicherweise nicht von dieser Welt. Der „Brennmeister“ läßt den Zuckerhut weiterbrennen, in dem er den Rum löffelweise über den Zuckerhut nachgießt. Der Löffel, an dem Rum hängt fängt ebenfalls an zu brennen, und ergibt zusätzliche Schattenspiele an der Wand. Je länger der Zuckerhut brennt, desto kleiner wird er, das brennende Zucker-Rum-Gemisch tropft zischend in die heiße Bowle und versüßt so den Rotwein.

Leider ist der Zuckerhut Vergangenheit, bitte wieder Licht an.

Den Topfinhalt umrühren, das Tee-Ei herausholen und her mit Euren Gläsern...


Noch ein paar Tipps für den Gastgeber:

Da es eine hochprozentige Sache ist, kann man den Alkoholgehalt etwas reduzieren, indem man eine Flasche Wein durch frischgepressten Orangen- und Zitronensaft ersetzt

Sammeln Sie vorher die Autoschlüssel ein und sperren Sie die weg!

Wenn Sie kein Feuerzangenbowleset haben, ist das nicht schlimm. Ein Kochtopf und ein metallenes Kuchengitter tun den gleichen Zweck. Mann kann auch mit zwei Messern arbeiten,aber das Kuchengitter ist sicherer.

Ich wünsche viel Spaß mit der Bowle, und glauben Sie mir, sie schmeckt........


Geschrieben am: 20. Oct 2001, 10:26   von: kornix



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