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Übersicht > Unterhaltung > TV > Filme

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
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Nachteile:
gewalt




L.A. Crash
Bericht wurde 2247 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

L.A. Crash


WE’RE ALL LIVIN’ IN AMERICA
der Kreis des Teufels


Ich habe mir den Film L.A. Crash gestern auf DVD angesehen und werde euch heute meine Erfahrungen schildern, die ich während und nach dem Sehen gemacht habe, und welche Gedanken ich mir gemacht habe.



DIE STORY:


“It's the sense of touch.
Any real city,
you walk.
You know?
You brush by people,
they bump into you.
In L.A. nobody touches you.
We’re always behind this metal and glass.
It's the sense of touch.
I think we miss that touch so much
that we crash into each other
just so we can feel something.”


Dies ist der Anfangsmonolog des Films in der Originalversion. Man hört ihn, während man durch Glas in die regnerische Nach ausblickt.


L.A.
Ein paar Tage im Leben verschiedener Menschen.

- ein weißer Waffenhändler der einem arabisch aussehenden Mann keine Pistole verkaufen will und ihn beschuldigt, ein Terrorist zu sein.
- Ein Perser der mit seiner Familie ein kleines Geschäft führt und eines Tages ausgeraubt wird und damit alles verliert (denn die Versicherung bezichtigt ihn der fahrlässigen Handlung und bezahlt den Schaden nicht)
- zwei schwarze Kleinkriminelle, die Autos klauen und verkaufen, und eines Tages einen alten Chinesen überfahren
- ein schwarzer Mann beim Fernsehen, dessen Frau von einem rechts-radikalen Polizisten sexuell belästigt wird
- ein weißes Ehepaar, dessen Auto von zwei schwarzen Verbrechern geklaut wird.
- ein schwarzer Mann beim Gericht, der mit Vorurteilen zu kämpfen hat.
- zwei Polizisten, die sich nicht leiden können
- ein junger, weißer Polizist der einen Schwarzen durch ein trauriges Missverständnis erschießt
- usw.

Gewalt, Hass, Fremdenfeindlichkeit, Extremismus, Terror, Trauer, Hoffnungslosigkeit, Kriminalität und Menschenhandel beherrschen das Leben dieser Menschen. Denn jeder ist gegen jeden.
Die Hölle auf Erden?
Mag sein. Aber durch all diese Dunkelheit schimmert ein oder zweimal ein kleiner Lichtstrahl der Hoffnung durch – Freude, Glück, Hoffnung, und die Liebe.
Die Dunkelheit überwiegt, doch es gibt auch Sonnenschein. Wenn nicht oft, so doch vereinzelt. Das ist doch auch was.


Jeder gegen Jeden.




FORMALE DETAILS ZUR DVD:


Sound-Formate sind zu finden in Dolby, PAL, Surround Sound (ich empfehle hierbei Dolby Surround)

Sprachen auf der DVD sind: Deutsch, Englisch

Altersfreigabe ab 12 Jahren (ist ein bisschen zu tief, ich würde es eher bei 16 ansetzen, da viele 12 Jährige die Parallelen und Handlungen im Film nicht verstehen werden, und da der Film doch sehr grausam ist)

Erscheinungstermin der DVD: 9. Januar 2006

Extras auf der DVD:

* Audiokommentar (vom Regisseur und Schauspielern)
* Hinter den Kulissen (Infos zu den Dreharbeiten)
* Musikvideo (zum Titelsong des Films)
* Kinotrailer (auf deutsch und englisch)




FORMALE DETAILS ZUM FILM:


- Regisseur: der Oscar-Prämierte Paul Higgins, der auch Drehbücher für Filme wie „Short Cuts“ und „Million Dollar Baby“ schrieb, wofür er letzteres den Oscar gewann, für das beste Drehbuch.
- Land, in dem gedreht wurde: Hauptsächlich Amerika (L.A.)
- Originaltitel: Crash
- Filmlänge: 108 Minuten
- Offizielle deutsche Homepage zum Film: http://www.rtl.de/film/specials/crash_derfilm/
- Award: Oscar als bestes Drehbuch, bester Schnitt und bester Film.
- Cover: das Cover zeigt den jungen schwarzen Schlosser, mit seiner Tochter. Er schreit, da der Perser gerade auf ihn, bzw. auf seine Tochter geschossen hat, und glaubt, sie verblutet…




BESETZUNG:


Nur einige von vielen Schauspielern im Film, aber die bekanntesten:

* Sandra Bullock: Jean Cabot (die Frau des Bezirksanwalts Richard Cabot)
* Don Cheadle: Detective Graham Waters (ein Polizeiinspektor, liiert mit einer Hispano-Frau)
* Matt Dillon: Sgt. Ryan (der rassistische Polizist, der die schwarze Frau belästigt)
* Jennifer Esposito: Ria (die geliebte des Polizeiinspektors Graham Waters)
* William Fichtner: Jake Flanagan
* Brendan Fraser: Richard „Rick“ Cabot (der Bezirksanwalt)
* Terrence Howard: Cameron
* Chris Bridges: Anthony
* Thandie Newton: Christine
* Ryan Phillippe: Officer Hanson (der junge weiße Polizist, der einen Schwarzen erschießt)
* Larenz Tate: Peter Waters
* Tony Danza: Fred
* Keith David: Lt. Dixon
* Shaun Toub: Farhad (der persische Geschäftsinhaber)
* Michael Peña: Daniel
* Loretta Devine: Shaniqua Johnson




WEITERE WERKE VON DEN SCHAUSPIELERN:


- Sandra Bullock: „Miss Undercover 1 & 2“, „Das Haus am See“
- Brendan Fraser: „Die Mumie 1 & 2 & 3“, „Tintenherz“, „Der stille Amerikaner“
- Matt Dillon: „To Die For“, “Grace of my Heart”, “City of Ghosts”
- Don Cheadle: „Traffic“




FILMMUSIK:

Mark Isham ist der Komponist der Filmmusik. Er schrieb schon die Musik für Filme wie „The Black Dahlia“, „Antarctica – Gefangen im Eis“, „The Hitcher“, „Save the Last Dance“, „Blade“ und „Was Frauen wollen“. Und natürlich viele weitere mehr.




MEINE MEINUNG:


Der Film hat mich sehr beeindruckt. Und schockiert. Und wütend gemacht. Und fasziniert. Ein Film, der einem die Augen öffnen möchte, für die wahren Lebensumstände in den USA, dem „Land der Träume“.

Besser wäre wohl: „das Land der Alpträume“, in dem jeder an Waffen gelangen kann und in dem jeder seine Vorurteile gegen den anderen hat.

Amerika ist eigentlich ein Schmelztopf der Kulturen. Und im Grunde ist hier keiner Einheimisch, sondern irgendwann eingewandert, bzw. die Vorfahren. Die einzigen Menschen, die man wirklich als „native americans“ bezeichnen kann, sind die Indianer. Aber lassen wir das weg. Darum geht es nicht in diesem Film.
Es geht darum, dass „die anderen“, eben alle anderen Menschen aller Kulturen behaupten, sie wären die Menschen, die im Recht sind. Die einheimisch sind.
Und über andere bestimmen können.

Und wozu führt das? Zu Missverständnissen. Zu Komplikationen. Zu Neid und Missgunst. Zu Hass und Fremdenfeindlichkeit.
Da sind die Schwarzen gegen die Weißen, die Weißen gegen die Hispanos, die Hispanos gegen die Asiaten, die Asiaten gegen die Schwarzen, die Perser gegen die Chinesen, die Schwarzen gegen die Perser.

Und durch mangelhafte Kommunikation und Sprache führt das widerum zu Missverständnissen, die tödlich ausgehen können. Oder könnten.
So z.B. im Film bei dem Perser, der die Eingangstür von seinem Geschäft reparieren lässt, bzw. das Schloss. Ein schwarzer wirkt hierbei als Schlosser und will abkassieren, erklärt dem Perser allerdings, dass das Schloss nicht die Ursache des Problems ist, sondern die gesamte Tür. Der Perser versteht es nicht, da er nur gebrochenes Englisch spricht, und bezichtigt ihm der Abzockerei. Der schwarze geht, ohne abzurechnen. Und der Perser, dessen Tochter vor kurzem zum Schutz eine Pistole gekauft hat, will den Schwarzen durch Gewalt androhen, ihm sein Geld zu geben. Der Schwarze versteht nicht, und der Perser bedroht ihn mit der Waffe.
Die Tochter des Schwarzen kommt auf ihn zu gerannt und springt zwischen ihn und ihren Vater. Und die Waffe knallt!
Aber nichts passiert, da es nur Luft-Patronen sind, die sich in der Pistole befinden. Und es geht doch gut aus.

Das ist auch nur einer der Fälle, die im Film vorkommen. Ich habe oben in der Inhaltsangabe schon beschrieben, welche Fälle im Film vorkommen. Dies sind fast alle Fälle.
Und im Grunde ist das Schicksal all dieser Menschen miteinander verwoben, wie der Regisseur und der Drehbuchschreiber es eingerichtet haben. Alle haben etwas miteinander zu tun.
z.B. sind die 2 schwarzen Kriminelle, die die weißen Leute ausrauben, auch die zwei Schwarzen, die im Allgemeinen Autos klauen und weiterverkaufen. Und es sind auch dieselben, die einen alten Chinesen überfahren, welcher dann von seiner Frau in jedem Krankenhaus der Stadt gesucht wird. Und diese Frau hatte einen Unfall, bei dem auch ein Schwarzer und seine lateinamerikanische Frau zu schaden gekommen sind.
Und einer des schwarzen Kriminellen-Duos befreundet sich mit einem weißen Polizisten. Er fährt mit ihm im Auto und lacht, der Polizist versteht das falsch und erschießt ihn. Er öffnet seine Hand und sieht anstatt der Pistole, die er dort vermutet hatte, eine silberne Figur – den Schutzheiligen der Autos – welche auch er in seinem Auto hat.

Glück und Unglück gehen Hand in Hand.
Die Schicksale der Menschen gehen Hand in Hand und sind alle miteinander verwoben. Im Guten wie im Schlechten.
Wenn man es auf einer höheren Ebene betrachten möchte, wie im elisabethanischen Zeitalter beispielsweise, könnte man das nicht nur auf den Film im Genauen beziehen, sondern auch auf das Leben der Menschen in Amerika im Allgemeinen.

Der Film sagt: alle Menschen sind Individuen. Jeder Mensch hat seine eigene Kultur, sein eigenes Leben. Und alle Menschen sind sich doch von Grund auf verschieden. Und doch gehören alle zusammen. Und alle Menschen in Amerika hat es doch eines Tages nach Amerika verschlagen. Manchmal aus demselben Grund. Das verbindet die Menschen. Doch häufig nehmen sie es nicht wahr. Und so erkennen sie nicht ihren Zusammenhalt. Und sind gegeneinander.
Missverständnisse bieten einen Grund für Gewalt und Kriminalität.

Glück erkennt man z.B. daran, dass der rassistische Polizist der schwarzen Frau, die er belästigt hatte, das Leben rettet, indem er sie aus einem bald in die Luft gehenden Bus befreit.


Das Leben beschreibt sich wie folgt:

„Es gibt nur zwei Themen zwischen Geburt und Tod: Liebe und Macht. Alle anderen Themen sind Derivate davon.“

Diese weisen Worte stammen von Vito von Eichborn aus der aktuellen Ausgabe des BOD-Magazins.
Und diese Worte lassen sich womöglich auch auf Amerika im Allgemeinen beziehen (oder sogar die ganze Welt – wenn nicht sogar die ganze Menschheitsgeschichte), sondern auch auf den Film „L.A. Crash“ im Besonderen.

Sind es nicht die Weißen, die Angst haben, ihre MACHT zu verlieren, seit die Schwarzen sich in vielem durchsetzen konnten, und sie deswegen wieder unterdrücken müssen, um ihre Macht behalten zu können? Und ist es dann nicht der HASS, der der Liebe keinen Platz mehr lässt, der sich in den Herzen der Schwarzen, wie auch der Weißen entwickelt, und dann erstere dazu verleitet, Gewalttaten zu begehen?

Das ist auch der Grund, welcher das schwarze Kriminellen-Duo antreibt, das weiße Pärchen ihrem Auto zu entledigen, weil sie wütend sind, da die Frau bei deren Anblick Angst bekam?

Und so geht der Teufelskreis weiter.
Am Ende bekommen alle Protagonisten einen Einblick in ihr wahres Leben. Oder sie erkennen, was sie falsch gemacht haben, oder wie sie wirklich sind.
So erkennt eben der junge Polizist – welcher den jungen schwarzen erschoss – dass er trotz seiner Toleranz immer noch Vorurteile in sich hegt (denn er dachte, dass der schwarze ihn erschießen will).
Sein Ex-Partner, der rassistische Polizist, sagt irgendwann im Film zu ihm: „Du denkst du weißt, wer du bist? Du hast keine Ahnung“.
Weise Worte. Im Nachhinein. Hätte er denn selbst wissen können, dass er den Schwarzen Mann erschießt, bevor er es getan hatte? Aus welchem Gefühl ist dieser Schuss entsprungen?
Im Nachhinein bereut man…

Oder die junge Frau, die Vorurteile gegen andere Ausländer hegt, erkennt, dass sie ihre Fehler zuerst bei sich selbst suchen muss. Und dass sie durch ihre Selbstsucht, und ihre Angst alles verloren hat. Und dass nur ihre lateinamerikanische Haushälterin eigentlich wirklich zu ihr steht. Nicht ihr Mann. Nicht ihre Freundinnen.

Und am Ende des Films wird eine Szene vom Anfang eingeblendet. Ein toter Junge wurde im Busch gefunden. Und ein Autounfall passiert WIEDER zwischen einer Schwarzen und einer Chinesin in Chinatown.

So erkennt man, dass alles wieder von Vorne anfängt. Und dass man den Teufelskreis nicht stoppen kann.

Der Film hat mich sehr nachdenklich gemacht. Und mir wieder einmal bestätigt, dass sich die Menschen nicht geändert haben. Nicht seit Anbeginn der Zeit. Und bis heute nicht. Und sie werden sich auch nicht ändern. Auch nicht in der Zukunft. Aber manchmal erkennt er sich selbst und benimmt sich, wenn auch nur an einem Tag, richtig.

Die Musik hat sein letztes zur Stimmung im Film beigetragen. Im Film selbst herrscht eine so eigene Atmosphäre, die einen bedrückt.
Von Zeit zu Zeit wollte ich ausschalten. Doch ich konnte nicht, da ich weiterschauen musste. Ich war hin- und her gerissen. Die Musik bestärkt das Bedrückende noch. Leise Töne, teilweise mit arabischen Einflüssen. Eine Frauenstimme, die klagende Töne singt.

Die Regieführung ist oftmals sehr wackelig. Das bestärkt den authentischen Ausdruck des Ganzen. Es scheint manchmal, als hätte ein Amateur das ganze gedreht.
Der Regisseur wollte den Anschein erwecken, es handle sich um einen Dokumentarfilm. Und das ist ihm auch gelungen.

Auch bei den Schauspielern wurde nichts verschönert. Nichts wird verschönert am Leben. Es scheint nicht wie eine normale, kitschige Hollywood-Produktion, in der alles Friede Freude Eierkuchen ist. Die Schauspieler bieten eine großartige Leistung. Es wird auch nicht bekannt, wer denn nun Hauptdarsteller ist, und wer nicht.

Man könnte vielleicht annehmen, es wären Brendan Fraser und Sandra Bullock, die die Hauptrollen spielen, da sie die – ich nehme mal an – bekanntesten der Schauspieler waren. Vielleicht noch Matt Dilon. Aber das stimmt so nicht. Sandra Bullock kommt nur vereinzelt vor. Und in einer der Schlussszenen, in der sie im Krankenhaus ihre hispanische Haushälterin umarmt und ihr sagt, dass sie ihre einzige Freundin ist.

Nein: jeder bietet seinen besonderen Beitrag im Film an. Alle sind Nebendarsteller im Film. Oder alle sind Hauptdarsteller. Es gibt eigentlich keine Rolle, die nicht wichtig im Film erscheint. Und alle spielen brillant, undverfälscht, authentisch, extrem realitätsnah, herzergreifend gut.

Ein klasse Film. Ein Film, der gesehen werden muss. Da er einem selbst auch die Augen öffnen kann. Weil er echt ist. Weil er nicht verstellt und verschönert. Weil er die Wahrheit zeigt und zeigen will.


Schon andere Rezensenten meinten, dass es bemerkenswert ist, dass der Film überhaupt gedreht werden konnte. Das glaube ich auch. Denn es geht um Themen, die sich die Amerikaner in ihrem Patriotismus und ihrer Landesliebe oftmals nicht eingestehen wollen – sowie auch die „Traumfabrik Hollywood“ die den Themen Fremdenhass, Klassenunterschiede, Korruption im Staatssystem und bei Gericht adieu sagt und sich nicht mal mit ihnen beschäftigt.
Das tut aber dieser Film. Und auch noch in so intelligent verstrickter und erzählter Weise, dass der Film die besten Auszeichnungen verdient hat.



Fazit:

Ein bemerkenswerter Film.


Geschrieben am: 07. Jul 2007, 22:29   von: scarlettrose



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