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Übersicht > Medien > Bücher > Buchtitel > E > Engel der Verdammten (Rice, Anne)

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung



Knochendiener
Bericht wurde 1172 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Noch ein vampirloses Buch von Anne Rice:

Engel der Verdammten (Servant of the Bones) wurde 1996 geschrieben. Da Rice selten über normale Menschen schreibt, geht ist auch diesmal um ein untotes Wesen, um einen besonderen Geist. Interessant ist diesmal die Widmung des Buches: für Gott.

Inhalt:
Der Geist Azrael sucht eines Tages den Schriftsteller Jonathan auf, der sich aufgrund einer Art Schreibblockade in eine einsame Hütte zurückgezogen hat, und bittet Ihn seine Geschichte aufzuschreiben.
Azrael war ein Jude im alten Babylon, der zwischen seinem eigenen und dem babylonischen Glauben aufwuchs. Azrael hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem babylonischen Gott Marduk, der ihm schon als Jugendlicher erscheint. Aus eben diesem Grunde erhält er den Vorschlag babylonischer Mächtiger, sich zu opfern, um dem schwachgewordenen Gott Marduk zu stärken. Dafür dürfen die ehemals verschleppten Juden, Babylon verlassen. Azrael willigt ein, obwohl Marduk ihn warnt.
Azrael wird einem Ritual unterzogen, daß ihn eigentlich töten soll, im Endeffekt aber seine Seele von seinem Körper trennt und aus ihm ein Geisterwesen werden lässt, das an die eigenen Knochen –durch das Ritual vergoldet- gebunden ist, wie ein Flaschengeist an seine Flasche. Der Besitzer der Knochen hat die Macht über den Geist.
Über die Jahrtausende entwickelte sich Azrael vom schwachen verwirrten Gespenst, das seinem jeweiligen Meister gehorchen muss, und demzufolge auch mißbraucht wird, zu einem starken, unabhängigen Geisterwesen, welches zur Legende wird. Azrael erkennt dabei, daß er keinem Meister mehr folgen muss und auch nicht mehr an die Knochen gebunden ist. Er zieht durch die Lande und lässt sich teilweise unmateralisiert durch die Zeit treiben, immer auf der Suche nach einem Weg ins endgültige Jenseits, welcher ihm aber verwehrt bleibt.
Was ihn in unserem Jahrhundert wieder auf den Plan ruft, ist Gregory Belkin. Dieser hat ein riesiges religiöses Imperium aufgebaut, und ist als charismatischer Sektenführer medial allseits präsent. Belkin plant die Vernichtung der Menschheit mit Viren. Für sein Ziel opfert er selbst die eigene Tochter, deren Tod Azrael rächen will. Belkins Frau begeht Selbstmord. Azrael nimmt Kontakt zu Belkins Familie (Vater und Bruder) auf, die er verleugnet, da sie Juden sind. Er wendet sich aber auch an Gregory direkt, weil dieser ihn irgendwie fasziniert. Gregory sieht natürlich in erster Linie das Machtpotential, das er meint mit dem Besitz des Geistes Azrael erworben zu haben – schließlich gelangte Gregory in den Besitz dessen Gebeine.
Nun, das Ende ist happy, kein Virenalarm, der fiese Gregory kriegt sein Fett weg – von seinem Bruder und von Azrael in Gemeinschaftsarbeit.

Anne Rice macht das, was sie immer tut: sie schleift den Leser über ein paar hundert Seiten durch Jahrtausende von Weltgeschichte. Die Story ist diesmal an für die Autorin nicht ganz gewöhnliche Orte gebettet – d. h. nicht New Orleans, nicht San Franciso, nicht Ägypten, nicht Italien. Azrael ist eine recht sympatische und ein wenig tragische Hauptfigur, die mit dem Schicksal hadert, das Gute zu wollen, aber daür das Böse in Kauf nehmen zu müssen - sympatisch gerade gegen andere, vampirische Figuren, die z. T. einen doch etwas schwarzen Humor haben. Obwohl mir in ihren letzten Büchern die religiösen Aspekte eher auf die Nerven gehen, doch ein Buch, daß ich an zwei oder drei Nachmittagen „erledigt“ hatte.


Geschrieben am: 12. Sep 2001, 20:27   von: Vampire-Lady



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