| KONTAKT | | HILFE | | HOMEPAGE |
 MyReise   MyTickets   MyShopping 
 
    STARTSEITE
Suche in
  Auswahl

Kategorie:

Aktuelles
Was ist Q-Test.de
Geld verdienen
Mitglied werden
Kontakt

  User Login
Username

Passwort



Passwort vergessen ?
 

Übersicht > Medien > Bücher > Autoren > Saint-Exupery, Antoine de > Wind, Sand und Sterne

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Spannend und teilweise nachdenklich




Kameradschaft und der Tod
Bericht wurde 1339 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 


"Menschen werden niemals fliegen, denn Fliegen ist den Engeln vorbehalten", so Milton Wright, Vater der Gebrüder Wright vor ihrem Erstflug im Jahre 1903.

Nun, damals ahnte wohl keiner, welche Entwicklungsmöglichkeiten in der Fliegerei möglich waren. Zu den Pionieren für die Zivilluftfahrt zählten unbestritten die unerschrockenen Postflieger, die mit ihren fliegenden Kisten sich als erste über hohe Gebirge, unendliche Wüsten und über das Meer wagten, obwohl sie nur die primitivsten Navigationsmittel zur Verfügung hatten. Zu den bekanntesten Personen dieser Helden zählt wohl Charles Lindbergh. Aber auch Antoine de Saint-Exupéry, vielen bekannt als Autor des Märchens "Der kleine Prinz", das nicht nur für Kinder oder Junggebliebene geeignet ist.
Antoine de Saint-Exupery erzählt in seinen weiteren Werken überwiegend von den eigenen Abenteuern und Erlebnissen seiner Flüge.

Dieses Buch "Wind, Sand und Sterne" kam als Kontrastprogramm mit auf meine letzte Reise. Und es ist ....... doch halt, hübsch der Reihe nach:

Der Autor:

Antoine-Marie-Roger Comte de Saint-Exupéry wurde am 29. Juni 1900 als Sohn des Grafen Jean Marie de Saint-Exupéry und Abkömmling einer der ältesten französischen Adelsfamilien in Lyon geboren. Er hatte noch vier Geschwister. Er verliert im Alter von 4 Jahren seinen Vater , so dass die Erziehung der Kinder der Mutter oblag. Von der Liebe zu seiner Mutter erzählt das Buch "Briefe an seine Mutter". Nach seiner Schulzeit, u.a. auch in der Schweiz, bewarb er sich erfolglos bei der Marineakademie. Im Anschluss daran studierte er einige Monate Architektur an der Schule der schönen Künste in Paris und absolvierte dann seinen Militärdienst in Straßburg. 1921 trat er schließlich der französischen Luftwaffe bei.
1926 übernahm er als Pilot der Gesellschaft Latécoère die Linie Toulouse-Casablanca (Aus diesen Abenteuern entstand das Buch "Südkurier", erschienen im Jahre 1930). 1927-29 war er Direktor des Flugplatzes Cap Juby/Rio de Oro, 1929 wurde er Direktor der Aeroposta Argentina in Buenos Aires (Diese Erlebnisse wurden in dem Buch "Nachtflug", aus dem Jahr 1931, verarbeitet) und danach wieder Versuchsflieger.
1935 hatte er dann in der Wüste einen Flugzeugunfall. Die Erlebnisse hieraus beschreibt er in dem vorgestellten Buch, welches er im Jahre 1938, in der Zwangspause nach einem weiteren Unfall schrieb.
Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges meldete sich Saint-Exupéry freiwillig als Offizier zur Luftwaffe. Im November 1940 kam er in die USA, nach der Besetzung Frankreichs; hier entstand neben "Der Kleine Prinz" auch das Buch "Flug nach Arras", ein Kriegstagebuch, in dem ein schwieriger Aufklärungsflug nach der deutschen Invasion von 1940 geschildert wird. In dieser Zeit entstand auch der unter dem Buchtitel "Bekenntnis einer Freundschaft" veröffentlichte Brief an einen ausgelieferten Freund
Als die Alliierten 1942 in Nordafrika landeten, schloss sich Saint-Ex - wie ihn seine Freunde nannten - der Armee des Generals de Gaulle an. 1943 hieß seine Station Algier. Dort hat er sich durch das Training auf amerikanischen Flugzeugen auf einen erneuten Kampfeinsatz vorbereitet. Am 31. Juli 1944 startete sein Fernaufklärer von der Insel Korsika aus zu seinem letzten Flug: Der Pilot und Dichter kehrte nicht zurück. Die Vermutung, dass er von deutschen Jägern oder einer Flak abgeschossen wurde, wird allerdings heute nicht mehr aufrecht erhalten. Nach umfangreichen Recherchen nimmt man inzwischen an, dass entweder ein Motorschaden oder ein plötzlicher Sauerstoffmangel im Cockpit zum Absturz führte. Vor der französischen Mittelmeerküste wurden Wrackteile eines Flugzeugs vom Typ "Lightning P 38" gefunden. Allerdings sind seinerzeit fünf Maschinen von diesem Typs in der Region verschollen.
Nach seinem Tode erschienen noch die Werke "Stadt in der Wüste", welches aber mehr philosophische Natur sein soll als dass es von der Fliegerei erzählt, und "Brief an einen General".


Der Inhalt:

Der fliegende Poet behandelt in diesem Buch drei große Themen bzw. Abschnitte aus seinem ereignisreichen Lebens als Pilot.

Als erstes schreibt Saint-Ex über seine ersten Erfahrungen als Postflieger auf der Strecke nach Spanien und der vorhandenen Kameradschaft unter den Piloten. Für die jungen Flieger waren die erfahrenen Piloten Idole. Stolz wurde der erste Befehl vom Kommandanten entgegengenommen. Doch wurde dieser Stolz von der Sorge über die unzureichenden Streckenkenntnisse weggefegt. Er wandte sich an seinen Freund Henri Guillaumet, der ihm die Lage der Notlandeplätze inklusive all ihrer Gefahren beschrieb und Saint-Ex auch die nötige Portion Selbstvertrauen einimpfte.

Der zweite große Abschnitt erzählt von den Gefahren der Fliegerei in Südamerika zwischen Argentinien und Chile. Fesselnd beschreibt er einen Anflug vom Atlantik auf die argentinische Küste, bei dem er von berüchtigten Fallwinden (Pampero, ein Wind von den Anden her mit Geschwindigkeiten bis zu 250 km/h) immer wieder zurückgeworfen wird und auf welche Art und Weise er es letztendlich schafft sein Ziel zu erreichen.
Ebenfalls in den Anden spielt sich noch ein Drama ab. Sein Freund Guillaumet ist abgestürzt und wird vermisst. Übermenschliche Anstrengungen werden so geschildert, dass man froh ist, seine Urlaubsreisen bequem in einem Jet zu beginnen und nicht in solch einer "Kiste".
Guillaumet rettet sich zum größten Teil selbst, in dem er mehrere Tage durch das Hochgebirge stapfte, ohne Nahrung und Schlaf, weil er befürchtete nicht wieder aufzuwachen.
Aber seine Kameraden suchten und fanden ihn schließlich völlig erschöpft, aber lebend.

Zuletzt geht es um einen Postflug quer über die Sahara, auf einem Langstreckenflug nach Indochina.
Das Unglück schlug auf der Strecke von Bengasi nach Kairo zu. Was anfangs noch wie ein nächtlicher Routineflug aussah, entwickelte sich durch drehende Winde und mangelnde Sicht zu einer Katastrophe. Unkenntnis über die Flughöhe bei den nichtvorhandenen Sichtverhältnissen waren die Ursache für die Bruchlandung bei vollem Tempo. Saint-Ex und sein Bordmechaniker blieben aber unverletzt. Dann beschreibt er die Qualen des Durstes und die sinnlosen eigenen Rettungsversuche. Sinnestäuschungen plagen die beiden Männer. Aber letztendlich werden sie von Nomaden vor dem Verdursten gerettet.

Fazit:

Saint-Ex nimmt den Leser mit auf seine Reisen. Man fühlt sich als der Co-Pilot ohne besondere Aufgaben. Und man spürt, wie die Piloten damals um die ihnen anvertraute Fracht kämpften und dafür jedes Opfer erbrachten.
Der Autor beschreibt sehr einfühlsam das Thema Kameradschaft unter den Kollegen, die bis hin zur noblen Selbstlosigkeit führt. Besonders seine Schilderungen über den Tod von guten Freunden lassen regen zum Innehalten und Nachdenken an.
Die geschriebene Spannung fesselt einen an das Buch und es lässt sich somit nur schwer aus der Hand legen. Das Buch ist nicht nur ein "Muss" für Freunde der Fliegerei.

Für dieses Buch wurde Saint-Ex mit dem Romanpreis der Académie Francaise ausgezeichnet.
Das Taschenbuch ist im Karl Rauch Verlag erschienen und umfasst 220 Seiten.


Spannende Lektüre wünscht Euch
denali


Geschrieben am: 20. Nov 2001, 06:50   von: denali



Bewertungen   Übersicht


Weitere Infos? Versuchen Sie doch mal folgende Suchen bei Google:

Alle evtl. aufgeführten Marken gehören ihren jeweiligen Inhabern und unterliegen den jeweiligen Bestimmungen.


Was ist Q-Test.de | Impressum | Werbung | Geld verdienen | Banner | Counter | Preisvergleich | Download