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Übersicht > Unterhaltung > Kinofilme > Drama > The Green Mile

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
ausgefeilte Charaktere, dargestellt von großartigen Schauspielern, außergewöhnlich

Nachteile:
Nix




John Coffey! Wie das Getränk...
Bericht wurde 2103 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

...nur anders geschrieben. So stellt sich der neue Häftling dem leitenden Wächter des Todestraktes Paul Edgecomb (Tom Hanks) vor. Es ist in den 30er Jahren in Amerika und neben Egecomb, sorgen dessen Kollegen Brutus „Brutal“ Howell (David Morse), Barry Pepper (Dean Stanton) und Jeffrey Demunn (Harry Terwilliger) das es im Todestrakt gesittet zugeht und klare Regeln befolgt werden. So gibt es kaum Probleme im Todestrakt. Wärter und Häftlinge arbeiten fast kollegial zusammen. Erst seit einiger Zeit, seit der neue Wärter Percy Wetmore (Doug Hutchison), der Neffe des Gouverneurs, auch im Block beschäftigt ist, hat sich das Klima verschlechtert. Percy ist arrogant und behandelt die Gefangenen wie Vieh, was seinen Kollegen überhaupt nicht passt, da diese die Gefangenen weiterhin wie Menschen behandeln.
Eines Tages kommt also der neue Häftling John Coffey (Michael Clarke Duncan) in den Trakt. Er soll 2 kleine Mädchen ermordet haben und wenn man Coffey sieht, könnte man ihm das auch zutrauen. Er ist ein Hüne von einem Mann, über 2 Meter groß und doppelt so breit, wie jeder andere im Block. Doch Coffey ist von sehr einfacher und sanfter Natur, etwas zurückgeblieben, er hat Angst im Dunkeln, er ist höflich. Und er besitzt eine übernatürliche Gabe, die Edgecomb am eigenen Leib erfährt.
Edgecomb zweifelt immer mehr an der Coffey vorgeworfenen Tat und er merkt, dass John Coffey sein ganzes Leben verändert wird.

Meine Meinung
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The Green Mile basiert auf einem Fortsetzungsroman aus 6 Büchern von Stephen King, die von Regisseur Frank Darabont in Szene gesetzt wurden. Frank Darabont? Genau. Jener Frank Darabont, der sich schon einmal eines Stephen King Stoffes annahm und daraus einen brillanten Film schuf, nämlich „Die Verurteilten“.
Dazu Tom Hanks als Hauptdarsteller. Dieser Film muss doch ein Kracher werden!
Und wer jetzt denkt ich sage, „nein, schlechter Film“ oder so was irrt. Der Film ist meiner Meinung nach ein absoluter Kracher, wie man ihn selten geboten bekommt.

The Green Mile ist äußerst langsam angelegt, sehr behutsam wird der Zuschauer in den Film eingeführt, es wird sich für alle wichtigen Charakter Zeit genommen, um diese dem Publikum eingehen näher zu bringen. Alle Charaktere werden durchweg von herausragenden Darstellern gespielt, von denen es jeder schafft alle Facetten seines Charakters dem Zuschauer zu präsentieren. Und trotz dieser langsamen behutsamen Einführung, trotz der großen Länge des Films (3 Stunden) wird der Film nie langweilig, sondern ist von vorne bis hinten äußerst spannend.

Von den Darstellern ganz besonders hervorzuheben ist neben dem überragenden Tom Hanks, Michael Clarke Duncan. Der hünenhafte Schwarze ist die zentrale Figur des Films und diese Rolle meistert er bravourös, und allein seine Geschichtsausdrücke sind Oscarreif.

Frank Darabont hat den Film äußerst detailgetreu inszeniert, viel Zeit wird auf jede Kleinigkeit des Films verwendet, aber das (und das ist ein sehr großes Kunststück) ohne sich auch nur in einer Kleinigkeit irgendwie zu verzetteln. Man merkt auch das alles versucht wurde, den Film möglichst authentisch wirken zu lassen, und dies ist auch gelungen. Die Hinrichtungsszenen wirken äußerst real, sind für manche Nerven vielleicht sogar zu real und deswegen zu brutal umgesetzt.
Der Film ist auch ein Stück weit (auch wenn es nicht der zentrale Punkt des Films ist, aber doch schon ein wichtiger Aspekt) eine Anklage gegen die Todesstrafe. Deutlich wird aufgezeigt, wie grausam und vor allem auch falsch, weil unkorrigierbar, die Todesstrafe ist.

Manche Kritiker werfen dem Film vor, dass er ein Friede, Freuden, Eierkuchen – Leben im Todestrakt suggerieren würde, und damit zu absolutem Kitsch verkommen würde. Diesen Vorwurf kann ich aber überhaupt nicht verstehen, denn wenn man sich den Film eingehend anschaut, dann erkennt man doch, dass die Wärter versuchen mit den Gefangenen ein kollegiales Verhältnis aufzubauen und das dies auch vernünftig ist und auch gelingen kann. Die Gefangenen wissen, dass es ihnen besser geht, wenn sie den Befehlen der Wärter gehorchen, die Wärter wissen, dass ihre Arbeit leichter ist, wenn sie auch auf die Gefangenen eingehen, außerdem sind sie alle Gläubige Christen und glauben daran, dass die Gefangenen nach dem Tod für ihre Schuld gesühnt haben. Man kann deswegen nicht sagen, dass der Film ein unrealistisches kitschiges Bild des Lebens in einem Todestrakt simulieren würde, sondern nur ein außergewöhnliches Bild eines Lebens, dass aber nur funktionieren kann, wenn beide Seiten kooperieren. Dies macht der Film auch deutlich in dem er zeigt, wie dieses Leben sich ändern kann, wenn auf einer der Seiten ein Störenfried ist.

The Green Mile ist ein außergewöhnlicher Film, der mich als Zuschauer emotional sehr berührt hat. Der Film ist von Anfang bis Ende sehr gut in Szene gesetzt und auch die Anfangs noch etwas überflüssig wirkende Rahmengeschichte (der alte Paul Edgecomb in einem Altersheim erzählt einer Mitbewohnerin diese Geschichte) passt am Ende dann doch sehr gut in den Film, verbessert ihn sogar noch mal und dürfte meiner Meinung nach nicht fehlen. Ich kann deswegen jedem, der den Film noch nicht kennt, nur empfehlen sich einmal Zeit zu nehmen, viel Zeit und den Film sich anzuschauen. Einen unvergesslichen Filmabend dabei.

Zum Abschluss meines Berichts wie gewohnt die Statistiken zum Film.

Titel Deutschland: The Green Mile
Originaltitel: The Green Mile
Genre: Drama
USA 1999, FSK 12, Laufzeit: 181 Minuten

Darsteller: Tom Hanks (Paul Edgecomb), David Morse (Brutus "Brutal" Howell), Bonnie Hunt (Jan Edgecomb), Michael Clarke Duncan (John Coffey), James Cromwell (Direktor Hal Moores), Michael Jeter (Eduard Delacroix), Graham Greene (Arlen Bitterbuck), Doug Hutchison (Percy Wetmore), Sam Rockwell ("Wild Bill" Wharton), Barry Pepper (Dean Stanton), Jeffrey Demunn (Harry Terwilliger), Patricia Clarkson (Melinda Moores), Harry Dean Stanton (Toot-Toot), Dabbs Greer (Paul Edgecomb, alt), Eve Brent (Elaine Connelly), Brent Briscoe (Bill Dodge), Gary Sinise (Burt Hammersmith)

Regie: Frank Darabont
Produzenten: David Valdes, Frank Darabont für Castle Rock
Drehbuch: Frank Darabont nach dem Roman "The Green Mile" von Stephen King
Musik: Thomas Newman
Kamera: David Tattersall
Ausstattung: Terence Marsh
Schnitt: Richard Francis-Bruce
Kostüme: Karyn Wagner

© Björn Becher 2002, 2003


Geschrieben am: 04. Apr 2003, 14:05   von: Bjoern.Becher



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