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Irias bei den Tieren ..
Bericht wurde 5854 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 


Meinen diesjährigen Herbsturlaub habe ich wieder in meiner Schleswig-holsteinischen Heimat verbracht. Leider hatte ich den 10 Tagen die ich dort verbracht habe, nur einen einzigen sonnigen Tag und den galt es natürlich gut zu nutzen. Bereits in meiner Kindheit sind meine Eltern oft mit uns in den Tierpark in Gettorf gefahren, da aber meine Erinnerung daran doch recht verblasst war, wollte ich gern mal wieder dorthin.

Gettorf liegt in der Nähe von Kiel und ist mit dem Auto über die B76 Kiel-Eckernförde leicht zu finden. In Gettorf selbst ist der Weg zum Tierpark sehr gut ausgeschildert. Direkt vor den Türen des Tierparks stehen für die Besucher eine große Anzahl kostenloser Parkplätze zur Verfügung. Geöffnet ist der Tierpark das ganze Jahr. Im Sommerhalbjahr kann man ihn von 9-18 Uhr, im Winterhalbjahr von 10 Uhr bis zum Dunkelwerden besuchen. Die Eintrittspreise betragen für Erwachsene 6 € und Kinder bis 14 Jahren 3 €. Leider ist auf der Preisliste am Kassenhäuschen nicht zu erkennen, dass Behindert und Senioren einen ermäßigten Eintritt von 4,50 € bekommen. Diese Information konnte ich lediglich der Webseite www.tierparkgettorf.de entnehmen. Es gibt auch noch zahlreiche weitere Ermäßigungen für beispielsweise Gruppen oder auch für Schulklassen.

Am Kassenhaus können natürlich auch noch jede Menge Souvenirs, Postkarten und auch Futter für die Tiere gekauft werden. Leider konnte ich kein Faltblatt oder eine Broschüre mit einem Wegweiser oder einem Orientierungsplan finden. Bevor wir uns nun auf die Wanderung durch den Tierpark machten, suchten wir auch vergeblich einen Hinweis auf einen Rundgang. Außer einer Tafel direkt am Eingang, auf dem die zahlreichen Gehege abgebildet sind, sind leider keine weiteren Beschriftungen zu einem Rundgang zu finden.

Der breiten Menge folgend machten wir uns dann auf den Weg um die zahlreichen Tiere anzuschauen. Der Tierpark Gettorf bietet 900 exotische und einheimische Tiere in 180 Arten inmitten gepflegter Blumenanlagen (Angaben sind von der Seite www.tierparkgettorf.de) Die meisten der Tiere sind in zahlreichen Außengehegen zu sehen. In der Vogelparadieshalle und der Tropenhalle sind viele exotische Vögel zu bestaunen, die vor allem in der Tropenhalle frei gehalten werden. Neben den Tieren kann man hier auch eine große Auswahl an exotischen, herrlich blühenden Pflanzen sehen. Bei den Papageien ist es möglich, in einem abgrenzten Bereich das große Gehege zu betreten und die Tiere zu füttern. Die Auswahl der verschiedenen Papageien ist sehr vielfältig und es ist eine Freude die farbenprächtigen Tiere zu beobachten. Aber auch kleine uns sehr gut bekannte Exoten wie Wellensittiche sind zahlreich in allen erdenklichen und bekannten Farbvariationen zu sehen.

Auch einheimische Vogelarten wie zahlreiche Entenarten oder auch Fasane kann man in großzügig angelegten Gehegen finden, in denen viele kleine Teiche dafür sorgen, dass die Tiere eine natürliche Umgebung haben. Erwähnenswert ist, dass zwischen den ganzen Freigehegen immer wieder Spielplätze angelegt sind, auf denen Familien mit Kindern eine Rast einlegen können. Auch stehen zahlreiche Sitzgruppen zur Verfügung, an denen man eine Mittagspause einlegen kann und das mitgebrachte Picknick inmitten der Tierwelt abhalten kann.

In den Außengehegen sind neben vielen einheimischen Tieren wie zum Beispiel Hirschen auch Zebras, Antilopen, Tapire, Kängurus, oder auch Zwergebuas zu sehen. Wer am Eingang kein Tierfutter gekauft hat und nun doch ein paar Tiere füttern möchte, findet an den Gehegen an denen es erlaubt ist die Tiere zu füttern einen Futterrautomaten, der wie Kaugummiautomat funktioniert. Mit 20 Cent ist man dabei und aus einem Rohr kommt nach zweimaligem Drehen an der Vorrichtung eine Menge an Trockenfutter, die gut 2 Hände füllt. Die Tiere wissen natürlich genau wo es was zu fressen gibt und kommen umgehend angelaufen, wenn sie das Geräusch des trockenen Futters hören. Für Kinder ist es natürlich eine spannende Sache den Tieren das Futter zu geben und ich fand es auch äußerst witzig, wie mein Lieblingsziegenbock in rasender Geschwindigkeit, einem Staubsauger gleich, das Futter verdrückt hatte.

Wie in den meisten Tierpärken gibt es auch in Gettorf einen Streichelzoo. Unzählige kleine Ziegen lassen sich geduldig von den Kindern streicheln und es ist kein seltener Anblick, wenn eine kleine Ziege wie ein Kätzchen auf dem Schoß eines Kindes sitzt und sich hingebungsvoll kraulen lässt. Den Kindern macht es natürlich unheimlich Spaß und auch die Ziegen wirken in dem munteren Treiben zufrieden. Es gibt auch einen Bereich in dem verschiedene Haustiere zu sehen sind. Neben Hausschweinen und Ziegen sind auch Kleintiere wie verschiedene Kaninchen und Meerschweinchen zu sehen, die Anfang Oktober gerade ganz viele niedliche kleine Jungtiere hatten.

Der meistbesuchte Teil des Tierparks ist sicher der Teil, in denen eine Vielzahl von verschiedenen Affen gezeigt wird. Neben Schimpansen sind auch Krallenaffen, Rothandtamarin, Totenkopfäffchen, Weißbüscheläffchen, Berberaffen, Gibbons und Makaken zu sehen. Die Schimpansen haben neben ihrem Haus auch ein sehr großes Freigehege, in dem man den imposanten Tieren direkt ins Auge sehen kann. Bis auf ca. 1 Meter Abstand kann man an das Gitter heran und trotz Hinweisschildern, die darum bitten die Tiere nicht zu füttern, gibt’s leider immer wieder so genannte Tierfreunde, die die Nähe zu den Tieren ausnutzen und sie doch mit irgendwelchen mitgebrachten Dingen füttern. Bei den Makaken gibt es zweimal täglich die Möglichkeit mit einem Tierpfleger gemeinsam das Gehege zu betreten und den Tieren kleine Obststücke, die der Pfleger vorher verteilt, zu geben. Die pfiffigen Tiere wissen natürlich genau dass sie eine Leckerei bekommen und gehen der Reihe nach an den Besuchern vorbei um ihr Obststück aus deren Händen in Empfang zu nehmen.

Meine absoluten Lieblinge sind die kleinen Totenkopfäffchen, die wie viele andere Affenarten auch, gerade viele Jungtiere hatten. Die Totenkopfäffchen haben ein sehr großes Gehege, in denen sie wild herumtollen und ihre Spiele treiben. Am liebsten hätte ich eins der kleinen Äffchen für Paulchen als kleinen Spielkameraden mitgenommen, aber nachdem ich den Tieren lange bei ihren ausgelassenen Spielen zugesehen hatten, war mir klar, dass die Tiere und ich dann zu Hause wohl nur noch wenig Spaß hätten.

Bis auf ein paar wenige Ausnahmen haben die Tiere recht große Gehege, bei vereinzelten Affenkäfigen fragte ich mich aber doch, ob es nicht ein wenig zu beengt sei. Die Tiere selbst machten auf mich aber, soweit ich es beurteilen kann, ein recht munteren und zufriedenen Eindruck.

Die Wege im gesamten Tierpark sind in sehr gutem Zustand und es gibt keine Stufen oder Treppen, die Eltern mit Kinderwagen oder auch Rollstuhlfahrer vor unlösbare Probleme stellen. Einzig die Toiletten dürften für Rollstuhlfahrern ein Problem darstellen; hier sind Stufen zu überwinden um hineinzukommen und auch innen sind die Toilettenhäuschen nicht rollstuhlgerecht. Ansonsten machen die Toiletten aber einen sauberer Eindruck.

Natürlich ist in Mitten des Tierparks ein Lokal, in dem man sich zwischendurch stärken kann. Die Speisekarte ist nicht so reichhaltig, aber es stehen einige gutbürgerliche Gerichte zur Auswahl, deren Preise durchschnittlich und angemessen sind. Über die Qualität des Kaffees hülle ich mich lieber in Schweigen, da dieser meinen bescheidenen Ansprüchen nicht wirklich gerecht werden konnte. Das Lokal ist von der Einrichtung sehr schlicht gehalten, aber es ist sehr sauber und die Mitarbeiter sind freundlich. Das Essen ist nach kurzer Zeit auf dem Tisch und schmeckt auch recht gut.

Neben dem eigentlichen Tierpark gibt es in Gettorf in der Anlage auch noch einen Waldlehrpfad. Ich selber habe mir den Waldlehrpfad nicht angesehen. Den Hinweisen konnte ich aber entnehmen, dass dort zahlreiche Schaukästen über die Bäume und auch die heimischen Bewohner des Waldes aufklären. An verschiedenen Wochentagen werden Führungen über diesen Waldlehrpfad angeboten.

Auch Führungen durch den gesamten Tierpark werden einmal im Monat unter der Führung einer Zoo-Biologin angeboten. Leider war es mir vorher nicht bekannt, ansonsten hätte ich sicher daran teilgenommen, um mehr über die verschiedenen Tiere zu erfahren.

Unser Besuch im Tierpark Gettorf hat mir sehr gut gefallen. Es gibt zahlreiche Tiere anzusehen und die gesamte Anlage wirkt nicht wie künstlich erschaffen, sondern passt sich der Natur an. Es sind zahlreiche Bänke vorhanden, auf denen sich auch ältere Menschen oder Gehbehinderte zwischendurch erholen können.

An vielen Käfigen waren Schilder angebracht auf denen Namen von Personen zu lesen waren, die Patenschaften für die Tiere übernommen haben. Wer sich für eine Patenschaft und die Kosten die dadurch entstehen interessiert, kann unter Mailadresse die auf der Webseiten angegeben ist, nährere Informationen erhalten.

Für die Anlage und die zahlreichen schönen Tiere kann ich die volle Punktzahl vergeben. Einen Abzug gibt es von mir allerdings dafür, dass es an der Kasse keine offensichtlichen Hinweise über die Ermäßigungen gibt, oder sie sind so gut versteckt, dass man sie kaum finden kann. Außerdem würden ein paar Hinweisschilder im Tierpark helfen sich zurechtzufinden, um auch wirklich alle Gehege zu finden.

Mir hat der sonnige Tag im Tierpark Gettorf sehr gut gefallen und ich kann jedem der in der Nähe ist einen Besuch dort wärmsten empfehlen.


Geschrieben am: 20. Oct 2003, 19:30   von: irias



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