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Übersicht > City-Guide > Ausland

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Sehenswürdigkeiten, Landschaft, Menschen, Strand, Hotel, Restaurants, Kulturangebot

Nachteile:
keine




Griechenland-Thassos
Bericht wurde 11605 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 3 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Mein Griechenlandurlaub liegt nun fast schon 2 Monate zurück. Es waren schöne Tage der Erholung, die ich sicherlich in meinem Leben nicht vergessen werde. Ich hatte diesmal die Freude mit meiner Familie Chalkidiki und Thassos zu besuchen. Über die Insel Thassos, meinen Aufenthalt und meine Reiserlebnisse auf dieser bezaubernden nördlichsten griechischen Grossinsel, möchte ich heute berichten.

Berichtaufbau
*****************
A
1.) Fahrt mit der Fähre nach Thassos--Wert: 90 DM
2.) 5 Hotelübernachtungen auf Thassos-Wert: 1100 DM
3.) 4 Restaurantbesuche auf Thassos---Wert: 280 DM
4.) Klatsch und Tratsch der Inselbewohner-Wert: Unbezahlbar

B
Strände/Sehenswürdigkeiten/Ortschaften

C
Gesamteindruck


A
1.)Fahrt mit der Fähre
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Da meine Familie und ich selten mit Reiseveranstaltern reisen, sondern selbst unsere Reisen organisieren, haben wir dadurch keinen Zeitdruck uns versuchen auch eine Fahrt mit einer Fähre zu geniessen. Vom Hafen von Keramoti, der sich in der Nähe von Kavala befindet (der grössten Stadt Ostmazedoniens) gelangt man mit der Fähre nach ca. 45 Minuten auf Thassos. Mit der normalen Fähre zahlt man ca. 90 DM (16.000 dr) für 4 Personen. Mit der etwas schnelleren Delphinfähre muss man etwas mehr bezahlen. Wer mit dem Auto reist, kann natürlich sein Auto mit auf die Fähre laden. Das kostet natürlich extra. Es sind jedoch eher wenige, die ihr eigenes Auto mitnehmen. Die Taxis sind in Griechenland sehr billig und man kann mit wenigen tausend Drachmen einen grossen Teil der Insel besuchen. Die 45 Minuten Fahrt mit dem Schiff ist recht angenehm – im Gegensatz zu den langen Stundenfahrten, wenn man Inseln der Kykladen besucht (Mykonos, Santorin, Naxos usw.) Man verfolgt mit grossem Interesse, wie man sich vom Hafen entfernt und nach ein paar Minuten weit und breit nur noch Meer zu sehen ist. Es werden in den Gewässern öfters Delphine gesichtet, die manchmal sogar für einige Minuten neben dem Schiff schwimmen. Wir hatten leider nicht die Freude dieses Naturspektakel mitzuerleben. Nach 45 Minuten ist man dann in der gleichnamigen Hauptstadt der Insel Thassos angelangt.


2.) Hotelübernachtungen auf Thassos
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Auch in der Hochsaison kann man auf Thassos problemlos Hotelzimmer finden. Es ist nun mal nicht Rhodos oder Mykonos, wo man wirklich Monate vorher Zimmer gebucht haben sollte. Thassos hat diesen grossen Vorteil. Und ein weiterer Vorteil sind die Preise der Hotels. Wenn man auf Rhodos für ein Doppelzimmer in einem normalen 3 Sternehotel über 250 DM die Nacht zahlen muss und in Thassos nur 110 DM, dann merkt man wie billiger man Urlaub machen kann. Es gibt eine Riesenanzahl an Hotels in der Hauptstadt Thassos. Da sich hier auch die meisten Touristen aufhalten, wegen der schönen Strände und der vielen Sehenswürdigkeiten, entschieden wir uns auch für ein Hotel der Mittelklasse, dem Pigasos Hotel, gerade mal einen halben Kilometer vom Hafen entfernt. Ein 3 Sterne Hotel mit sehr grossen Vorteilen: nicht zu gross (gerade mal zweistöckig), Swimming Pool, der meistens leer war, einem Fitnessraum, Restaurant, Bar und gerade mal 500 Meter vom Strand entfernt. Mit den Preisen waren wir eigentlich recht zufrieden. 20.000 Drachmen (ca. 110 DM) das Doppelzimmer mit Frühstück. Wir zahlten insgesamt für die 5 Übernachtungen in den zwei Doppelzimmern 1100 DM. Ist eigentlich nicht sehr viel für eine vierköpfige Familie in einer wirklichen Trauminsel zur Hochsaison. Durch die Balkons hat man eine wunderschöne Sicht auf Hafen und Strand und kann am Abend zu einem eiskalten Nescafe Frappe den Sonnenuntergang geniessen. Das Hotelpersonal ist sehr freundlich gewesen und auch unsere Bedürfnisse nach mehreren Extra-Handtüchern wurden kostenfrei gedeckt. Das einzigste was mich eigentlich in den ersten Nächten im Hotelzimmer genervt hat, waren die Schnaken. Da man am Tag die Fenster offen hat, um zu durchlüften, kommen die ungebetenen Besucher, die einem in der Nacht das Blut saugen. Ich musste mit meiner Schwester des öfteren auf Schnakenjagd gehen, mitten in de Nacht, denn ich wurde an Beinen und Armen, meine Schwester sogar im Gesicht gestochen. Am dritten Tag kaufte ich dann am Kiosk eine Autanflasche (Bayer scheint in Griechenland sehr beliebt zu sein - man findet an jeder Ecke die Produkte des Pharmagiganten) und das Problem wurde chemisch gelöst. Für all diejenigen, die vielleicht keinen sehr grossen Wert auf die Übernachtung setzen, sondern viel mehr unterwegs sein wollen, gibt es preiswerte Zimmervermietungen. Einfache Inselbewohner, die etwas ihr Einkommen aufstocken wollen, bieten meistens Einzel- und Doppelzimmer für weniger als 10.000 dr (ca. 57 DM) die Nacht. Zwar kann man hier nicht mit grossem Service rechnen, doch wenn man den ganzen Tag die Insel erforschen möchte und abends todmüde im Zimmer ankommt, ist das Bett da um sich zu erholen – und das ist doch das wichtigste. Die Campingmöglichkeiten auf der Insel sind ebenfalls gross.


3.) Restaurantbesuche auf Thassos
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Wer sich als Schlemmer bezeichnet und in seinem Urlaub grossen Wert auf einheimische Spezialitäten setzt, ist auf Thassos genau richtig! Eine grosse Anzahl an Restaurants, die der Grieche als Taverne bezeichnet, sind auf der ganzen Insel auffindbar. Gerade in der Nähe des Strandes befinden sich traumhaft romantische Tavernen, die am Abend bis spät in die Nacht überfüllt sind. Neben den Wellen zu essen ist nun mal ein absolutes Muss auf Thassos. Wir hatten insgesamt 4 Mal die Freude in diesen Tavernen zu essen: drei Mal in der Hauptstadt Thassos und einmal in Panagia, einen Ort im nordöstlichen Teil der Insel. Auf der ganzen Insel bekommt man frischen Fisch und weitere Meeresköstlichkeiten. Ich persönlich liebe Muschelsuppe (Saganaki), aber auch Schollenfisch, Htapodi (Tintenfisch-Octapus) oder Kalamaris sind meine bevorzugten Gerichte. Von all diesen Spezialitäten haben wir gekostet. Immer mit verschiedenen Salaten. Sehr zu empfehlen ist der frische Auberginensalat, der griechische Bauernsalat, der Paprikasalat, der Taramasalat, der etwas scharfe Käsesalat oder das allseits beliebte Tsatsiki. Wer etwas tiefer in die Tasche greifen möchte, bestellt einen Meeresfrüchtesalat. Hier weiss man zumindest, dass das Produkt frisch ist. Die Preise sind eigentlich sehr gut. Für eine Muschelsuppe, gebratene Muscheln oder einen Kalamaristeller zahlt man 1800 dr (ca. 10,30 DM). Die verschiedene Salate sind für 500-700 dr zu haben, ausser dem Bauernsalat, der durch die vielen Zutaten (Oliven, Schafskäse, Paprika, Tomaten, Zwiebeln, und Olivenöl) etwas teurer ist (ca. 1100 dr). Fischteller mit Schollenfilets kommen schon über die 2500 dr. (ca. 14 DM) pro Teller. Wir haben ca. 280 DM ausgegeben bei 4 Restaurantbesuchen und kamen voll auf unsere Kosten. So viele neue bzw. lange nicht mehr gegessene Spezialitäten gekostet zu haben und dazu auch schnell und freundlich bedient worden zu sein, bleibt immer positiv in Erinnerung. Die griechische Küche ist absolut empfehlenswert und ein Restaurantbesuch ist für alle Touristen fast Pflicht. Für alle, die etwas Geld sparen wollen und eher einen Snack zu sich nehmen wollen, gibt es fast an jeder Ecke ein Gyrosgeschäft, wo man viel billiger seinen Gyros oder sein Souvlaki in Pita zu sich nehmen kann (ca. 2,85 DM pro Pita mit Füllung). In den vielen Konditoreien/Cafes kann man dann als Nachtisch ein saftiges Mpaklava (nussgefüllter Blatterteigkuchen mit Sirup) mit Vanilleeis geniessen.


4.) Klatsch und Tratsch der Inselbewohner
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Ich bin ja schon aus beruflichen Gründen ein Tratscher. Mit anderen Worten bin ich an Gerüchten, Skandalen und allgemein was unter der Kategorie Boulevard fällt, sehr interessiert. Auf Thassos schien ich auch in diesem Bereich, wie im Paradies gelandet zu sein. Die Inselbewohner sind sehr offen und sprechen sehr gerne mit den Touristen. Da ich nun mal griechisch sehr gut spreche, habe ich auch sehr viele Geschehnisse, die sich auf der Insel abgespielt habe, in Erfahrung bringen können. Es waren da schon einige lustige Geschichten dabei. Eine Mordgeschichte leider auch – als im Mai 3 Beamte des Städtebauamtes ermordet wurden. Von den Tätern fehlt immer noch jede Spur. Aber solche traurigen Vorfälle gibt es alle 3-4 Jahre auf jeder Insel. Da wo viel Geld und Macht im Spiel ist, wird es gefährlich. Auf Mallorca wurde vor ein paar Jahren, wenn ich mich recht erinnere, ein reicher deutscher Geschäftsinhaber der Insel und seine Familie kaltblütig ermordet. Von Mafia war die Rede – doch wer kann das beweisen und die Täter fassen? Vor allem auf solchen Inseln, wo die Polizei meistens vollbelastet ist, scheinen die Täter leichtes Spiel zu haben. Doch lassen wir das traurige und wenden uns dem lustigen zu. Eine der Stories der Inselbewohner hat mich am meisten imponiert. Die ganze Inselwelt ist seit dem vergangenen Juni von einem Skandal der Superlative erschüttert: Ein Abgeordneter des griechischen Bundestages aus Nordgriechenland hat seine Ferienwohnung auf Thassos. Bei einem seiner vielen Besuche in die griechische Hauptstadt (ca. 700 Kilometer südlicher), wurde seine Ehefrau – die sich auf der Insel befand – vom Leibwächter des Abgeordneten auf frischer Tat mit einer anderen Frau ertappt! Die Geschichte kam an die Öffentlichkeit und viele Zeitungen Griechenlands schrieben darüber. Doch das skandalöseste kommt noch: die Liebhaberin der Frau des Abgeordneten ist eine sehr berühmte griechische Sängerin. Gerüchte um den Namen des Abgeordneten und der Sängerin gibt es viele, mit Sicherheit kann man jedoch nicht sagen um welche Personen es sich handelt. Der Skandal wurde so gross, dass etliche Abgeordnete aus Nordgriechenland bei den Zeitungen anriefen, um selbst zu erfahren um welchen ihrer Kollegen es sich handelt, bzw. ob vielleicht sogar ihre Frau was damit zu tun haben könnte. Eine traumhafte skandalöse Story für alle Journalisten in Griechenland und ich muss sagen, ich war auch ganz fasziniert!


B
Strände/Sehenswürdigkeiten/Ortschaften
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Eines der beeindruckendsten Ereignisse auf Thassos waren für mich die Fischer. Dutzende von Menschen, die von der Fischerei leben (entweder den Fisch auf dem Markt der Insel oder an die Restaurants verkaufen) sind in der Umgebung des Hafens zu finden. Es macht einen Riesenspass ihnen bei ihrer Arbeit zuzuschauen. Ihre Spannung ob sie einen grossen Fisch an der Angel haben, ihre Freude wenn sie den Fisch an Land ziehen, aber auch ihr Fluchen, wenn der Köder vom Fisch gegessen wurde. Das griechische Temperament ist einmalig! Am liebsten wollte ich selbst fischen, leider fehlte mir dazu die Ausrüstung. Hier braucht man übrigens keine staatliche Erlaubnis um fischen zu können. Jeder der möchte, kann sich das Fischen als Hobby oder Beruf aussuchen.
Thassos ist trotz des grossen Waldbrandes Ende der 80er Jahre einer der grünsten Inseln Griechenlands. Die Einheimischen nennen sie, wie ich feststellen konnte, zu Recht grüne Perle der Ägäis. Dutzende von Pinien- und Tannenwäldern sind im Zentrum der Insel auffindbar und der Naturfreund kann sich auf ein grosses Erlebnis freuen, indem er diese Wälder oder die vielen grünen Hochlandschaften erforscht. Auf den Bergen der Insel (viele sind über 1000 Meter hoch) sieht man sehr oft abgeschnittene Bergteile. Einfach in der Mitte abgeschnitten! Es handelt sich um Marmorwerke/gruben. Marmor gibt es auf Thasos in grossen Mengen und deshalb werden auch viele Berge innerhalb einiger Jahre fast ausgehöhlt. Doch am meisten ist man von den malerischen Dörfern der Insel beeindruckt. Wir haben Panagia und Limenaria besucht. In Panagia befindet man sich in einem sehr christlichen Ort. Hier kann man die alte Panagiakirche im Zentrum des Dorfes besuchen und etwas vom orthodoxen Christentum mitbekommen. In Limenaria dagegen, der südlichsten Ortschaft der Insel, gilt das Motto Spass pur erleben. Hier findet man die besten Strände auf Thasos. Teilweise ruhige Strände, sehr sauber gehalten und das Wasser ist so wie man sich es wünscht: türkisblau und es wird erst nach über 20-25 Metern tief. Auch für Taucher ein Paradies. Da sich auf Thasos sehr wenige umweltzerstörende Fabriken befinden, ist das Meereswasser glasklar. Nahe des Strands, staunt man über Jet-Skifahrer oder Segler, die ihr Hobby geniessen.
Für den Freund von archäologischen Funden und Museen gibt es einige Möglichkeiten die Insel zu erkunden. In der Hauptstadt kann man das 1934 gegründete Archäologische Museum besuchen. Statuen, Töpfe und Waffen aus dem 3 und 4 Jahrhundert sind hier zu bestaunen. Viele historische Stätten und Amphitheater, wo die Griechen ihre Dramen (und seltener ihre Komödien) spielten, kann man auf der ganzen Insel besuchen.


C
Gesamteindruck
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Thassos ist ein traumhafte Insel. Sie ist ideal für alle Geschmäcker: für den Naturfreund, der die Wälder und Berge der Insel erforschen will oder für die Familie, die schöne Strände besuchen und in romantische Tavernen duzende von Köstlichkeiten geniessen kann, aber auch für den multikulturellen Touristen bietet die Insel eine Menge an archäologischen Schönheiten und viele Museen. Viel Sonne tanken und die traumhaften Strände geniessen, ist wohl der grösste Vorteil der Insel. Leider waren unsere 6 Tage auf Thasos etwas zu wenig, ich wollte am Schluss eigentlich gar nicht weg, aber es ging nun mal nicht anders. Mit Sicherheit werde ich jedoch in den nächsten Jahren die Insel wiederbesuchen und vielleicht ein paar Tage mehr auf ihr verbringen.


Geschrieben am: 17. Oct 2001, 09:32   von: trampastheo



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