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Übersicht > Finanzen > Anlegerverhalten

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Man kann dieser Tage sehr schnell ein kleines Vermögen machen.......

Nachteile:
......wenn man zuvor ein großes hatte.




Good news? Bad news! - Perspektiven für Privatanleger
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Während sich viele Anleger vor wenigen Jahren noch mit einer Rendite von 3% für eine Sparbuchanlage begnügten, werden heute Renditen unter 100% beinahe als unzureichend empfunden. In der Wirtschaftspresse spricht man mittlerweile von der "Gier" der Privatanleger. Die Euphorie der deutschen Anleger drückt sich auch durch den überaus hohen Anstieg der Mittelzuflüsse in Aktienfonds aus. Vor fünf Jahren flossen gerade mal 14 Mrd. DM in Aktienfonds. Letztes Jahr hingegen wurden hierzulande bereits 65 Mrd. DM in Aktienfonds investiert.

Der meisten deutschen Privatanleger haben, aus meiner subjektiven Sicht der Dinge, den Sprung vom Sparbuchinhaber zum Spekulanten gewagt, unter Umgehung einer wirklich fundierten Anlagestrategie. Anleger sind Leute, die fundamental gute Werte kaufen. Spekulanten hingegen kaufen in der Hoffnung, später an jemand anderen zu einem höheren Preis zu verkaufen. Das wusste schon Sir John Templeton. Der deutsche Kleinsparer als Hasardeur?

Vor allem die Aktien der Technologie - Branche sind zum Thema Nr.1 geworden. So war z.B. die Aktie der Siemens-Tochter infineon vor ihrem Börsengang mehr als 30fach überzeichnet, obgleich Siemens in den vergangenen Jahren nur Ärger mit der Halbleiterplatte hatte. Vor nicht einmal zwei Jahren musste Siemens seinen Aktionären beibringen, dass dieses Zukunftsgeschäft Verluste in Milliardenhöhe einbrachte. Auch der Internet-Buchdienst Amazon.com schreibt konstant rote Zahlen (1999: 700 Mio. USD Verlust). Nach Ansicht von Morgan Stanley sind 90% aller Internetwerte überbewertet, ja 70% der Unternehmen werden voraussichtlich niemals Gewinne einfahren.

Solche Tatsachen können jedoch offensichtlich die Euphorie der Privatanleger nicht bremsen. Die Fundamentaldaten der Unternehmen waren einst die wichtigsten Bewertungskriterien der Analysten und Fondsmanager. Sie finden zunehmend weniger Beachtung. Stattdessen wird der Markt getrieben von blinden, hoffnungsvollen Zukunftserwartungen. Einige Experten vergleichen die heutige Euphorie mit der Situation vor 1929. Vor gut siebzig Jahren boomte die US-Wirtschaft. Die Aktien stiegen auf stratosphärische Höhen, die in keinem Verhältnis mehr zu den Unternehmen standen und.......Aktien wurden auf Kredit gekauft. Plötzlich kippte die Stimmung. Die Weltwirtschaft startete zur rasantesten Talfahrt in ihrer Geschichte.

GELTEN DIE ALTEN REGELN NOCH?

Betrachtet man die Situation heute, so sind nur wenige Unternehmen für die außergewöhnlich hohen Renditen verantwortlich. So wurde beispielsweise die 99er Performance des S&P 500 von nur 31 Aktien (vor allem aus dem Technologiebereich) getragen; also bloßen rund 6% der im Index vertretenen Aktien. Diese Abhängigkeit von einigen wenigen Werten erhöht die Anfälligkeit für Kursschwankungen dementsprechend enorm. Erschwerend kommt hinzu, dass das Volumen der kreditfinanzierten Aktienkäufe in den vergangenen Monaten, wie in den Zwanziger Jahren, sowohl in den USA als auch in Deutschland stark angestiegen ist. Im Falle eines Markteinbruchs wird dies für viele Privatanleger zum schmerzlichen Dilemma führen.

Die aufgeführten Faktoren bergen erhebliche Gefahren für all jene Anleger, denen das Risiko teilweise überhaupt nicht bewusst ist. Die jüngsten Einbrüche an Nasdaq und am Neuen Markt zeigen mögliche Entwicklungen deutlich auf. Sind sie die Vorboten und Vorläufer dessen, was möglich ist?

Was tun?
Wer heute in fundierte Standardwerte investiert, der wird auch dann ruhig schlafen können, wenn alles in die Binsen geht. Vorausgesetzt er hält sich an die Devise von Altmeister Kostelany, nur alle fünf Jahre einmal nachzuschauen, was seine Aktien denn so machen. Statt Abschluss einer Kapital-Lebensversicherung weitaus profitabler: Sukzessive Aktien des Versicherers erstehen. Und.............................Aktienkauf niemals auf Pump.

Ich brauche nicht zu erwähnen, daß ich eher dem konservativen, auf Sicherheit bedachten Anlegertypus zuzuordnen bin. Langfristig betrachtet bin ich damit aber bis jetzt immer besser gefahren als meine (professionelle) Zockerverwandtschaft, die auf schnelle hohe Gewinne hochspekulativer Art setzt. Vor allem hab' ich den besseren Schlaf.
Guat's Nächtle.


Geschrieben am: 31. Aug 2001, 16:49   von: RudiRe



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