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Geschäftseröffnung
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Tja, wie ihr wißt bin ich von Deutschland zurück nach Holland gezogen und möchte hier ein Geschäft aufmachen. Leider ist dies überhaupt nicht so einfach als das die Regierung hier das erscheinen läßt. In Deutschland hatte ich 10 Jahre ein Geschäft: ein Goldankauf/-verkauf.

Ich beziehe schon seit ich 16 bin eine Invalidenrente und grade diese Gruppe der Bevölkerung wird hier extra gefördert. Auch Leute mit Sozialhilfe sollen so die Möglichkeit bekommen ein Geschäft zu öffnen(Theoretisch).

Wie geht das nun alles, wenn man eine Invalidenrente bekommt oder Sozialhilfe?
Man geht erst zur GAK (LVA) oder zur Stadt und teilt denen mit, das man vorhat ein Geschäft zu beginnen. Die schreiben das auf und wünschen einem viel Glück.

Dann geht man zur KvK(IHK) und läßt sich einen Termin geben bei einem Berater von Starterzentrum. Das Starterszentrum hilft einem wo es nur geht, bis das alles soweit geregelt ist, das man mit seinem Unternehmungsplan zur Bank, GAK oder Stadt gehen kann, um sich die finanziellem Mittel zu besorgen.

Beim 1. Termin beim Starterszentrum erklärt man kurz, was man vorhat und kauft sich dort die Software für den Unternehmungsplan. Dies ist eine CD-ROM für Euro 13,61 und beinhaltet die Vorlage für den entgültigen Unternehmungsplan.

Was ist ein Unternehmungsplan?
Dies ist ein Konzept für das Geschäft und ohne dieses Schreibwerk, bekommt man nirgendwo finanziele Unterstützung, Hilfe oder sonst was.

Der Unternehmungsplan ist in 7 kapiteln verteilt:
1. Persönliche Daten
2. Umschreibung des Plans
3. Marketingstrategie
4. Investierung und Finanzierung
5. Umsatz und Ablösung der Kredite
6. Privatausgaben
7. Liquiditätsprognose

Kapitel 1: Persönliche Daten
Zuerst möchte man hier wissen wer du bist, den Ehestand, die komplette Einkommenssituation, ob man Allimente zahlt/bekommt, schon mal Bankrott war, ob man Schulden hat.

Danach soll man ausfüllen welche persönliche Versicherungen man schon hat und welche man sich noch zulegen möchte. Auch Schulbildung und Berufserfahrung, sollte man genauestens angeben.

Kapitel 1 schließt ab mit der Frage nach dem Ziel und wie man das erreichen will. Natürlich sollte man alles sehr ausführlich erzählen und evt. mit Daten und Dokumente erklären.

Kapitel 2: Umschreibung des Plans
In diesem Kapitel geht man schon tiefer auf das kommende Geschäft ein. Ob man schon ein Ladenlokal in Aussicht hat, was das kosten wird, mit wem man alles schon Gespräche hatte über das Geschäft, welche Rechtsform das Geschäft haben wird.

Man soll sich schon den Namen für den Laden aussuchen und kontrollieren ob der Name noch frei zu verwenden ist. Man soll untersuchen welcher Papierkram die Stadt für das betreffende Geschäft benötigt, welche Verordnungen die Stadt für die Ladenadresse hat usw.

Ein Steuerberater soll schon mal gesucht werden und evt. Personal eingeplant. Zu diesem Zeitpunkt geht alles recht schnell und man meint es geht voran. Da wird aber Kapitel 3 enttäuschen.

Kapitel 3: Marketingstrategie
Hier muß man sich erst die Berufssparte heraussuchen und in meinem Fall, ist das Detailhandel. Mein Geschäft soll wieder ein Goldankauf- und Verkauf werden.

Dieses Kapitel ist schwierig, denn hier sollen die Zahlen sprechen.

Man fängt erst mal an zu umschreiben, welche kommerziele Formel man für seinen Laden einsetzen will. Diese Formel setzt sich zusammen aus Zielgruppen, angebotenes Produkt, Preisniveau, Personal usw.

Danach kommt die Marktforschung. Man soll untersuchen wieviel potentiele Kunden es gibt und was die, statistisch gesehen, pro Kopf/Monat/Jahr bei dir ausgeben und woran. Hier taucht dann das erste graue Haar auf und das Internet bietet gute Möglichkeiten zur Recherche.

Man soll schon mal seine Einkaufsquellen aufschreiben, seinen Absatz planen. Danach soll man die Konkurrenz unter die Lupe nehmen und Vergleiche ziehen zwischen den eigenen Laden und die Läden der Konkurrenz. Natürlich immer wieder die Zahlen angeben. Das 2. graue Haar erscheint.

Die restlichen Kapitel fasse ich hier ganz kurz zusammen. Im Wesentlichem geht es hier nur um die Vertiefung der Zahlen aus Kapitel 3. Bishin zur menge verbrauchten Tesa-Film im ersten Geschäftsjahr wird alles kalkuliert.

Zwischendurch ist man jede Woche auf der KvK und bespricht dort mit dem Berater alles, was man gemacht und untersucht hat. Der Unternehmungsplan wird immer neu angepasst und korrigiert.

Jetzt, nach 5 Monaten, bin ich soweit das ich meinen Antrag und den Unternehmungsplan an der GAK vorlegen kann. Sowohl von der GAK als von der Stadt, kann man als Invalider oder Arbeidsloser einen Startkrediet bekommen anhand des Unternehmungsplan. Es handelt sich hierbei um eine Summe von Euro 35.000. Diese soll man dann innerhalb 10 Jahren zurückzahlen.

Das ich jetzt einen perfekten Unternehmungsplan von etwa 150 Seiten vorlegen kann und 10 Jahre Geschäftserfahrung, will aber nicht sagen das der Antrag genehmigt wird. Die ganze Prozedur dauert jetzt noch etwa 12 Wochen und wenn die Entscheidung negativ ausfällt, war meine Arbeit ganz umsonst. Das bereits investierte Geld ist dann futsch.

FAZIT:
Auch wenn man hier in Holland keine Diplome mehr braucht und staatlich gefördert wird, ist es trotzdem fast unmöglich ein Geschäft zu öffnen, wenn man auf der unterste Stufe der Bevölkerung steht. Wer unten ist, soll unten bleiben.
COPYRIGHT ILONKA LISKA


Geschrieben am: 18. Sep 2001, 15:36   von: 15081965



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