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Übersicht > Medien > Bücher > Autoren > Lessing, Gotthold Ephraim - Emilia Galotti

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
guter und interessanter Einblick in die \"Welt\" von damals, interessant geschrieben: Sprache, Spannung bis zum Ende, weil unerwarteter Schluss, \"gute\" Katastrophe

Nachteile:
absolut nichts




Eine Rose gebrochen, ehe der Sturm sie entblättert
Bericht wurde 4582 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 2 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Unsere letzte Deutschlektüre für dieses Jahr war die „Emilia Galotti“ von Gotthold Ephraim Lessing.
Dieses Buch haben wir nun seit einiger Zeit auch fertig besprochen und nun will ich euch auch einen kleinen Einblick in den Inhalt und die Geschichte desselben geben.



-_-_-_ Story _-_-_-
Emilia Galotti
Odoardo – Vater der Emilia
Claudia – Mutter der Emilia
Hettore Gonzaga – Prinz von Guastalla
Marinelli – Kammerherr des Prinzen
Camillo Rota – einer von des Prinzen Räten
Conti – Maler
Graf Appiani
Gräfin Orsina
Angelo und einige Bediente

(Auszug aus der Lektüre)

Zu Anfang des Buches unterhält sich der Prinz von Guastalla mit dem Maler Conti, sie sehen sich einige Bilder an und plötzlich sieht der Prinz ein Bild von einer jungen Dame, die er doch sicherlich kennt. Es handelt sich hierbei um die junge Emilia Galotti, von der er seit einem Treffen völlig angetan ist.
Er kauft das Bild und will sie selbst unbedingt wiedersehen. Die Briefe, die er einstweilen von seiner Geliebten, der Gräfin Orsina bekommt, ignoriert er, auch aufgrund der bevorstehenden Hochzeit mit der Prinzessin von Massa. Aber trotz allem vergisst er Emilia Galotti nicht. Er gibt Marinelli schließlich zu verstehen, dass er an der jungen Dame interessiert ist und zusammen kommen sie dann auf die Idee, dass die Hochzeit der Emilia mit dem Grafen Appiani verhindert werden muss.
Der Prinz überlässt Marinelli die Macht über alles, um diesen Streich, wie er ihn nennt, abwenden zu können.

Am Tage der Hochzeit von Emilia will sie noch ein letztes Mal sehr innige Buße in der Kirche tun. Doch als sie nach Hause zu ihrer Mutter zurückkehrt, ist sie vollends aufgelöst und erzählt ihrer Mutter völlig verwirrt, dass der Prinz sie in der Kirche aufgesucht und ihr seine Liebe gestanden hätte.
Die Mutter beschwichtigt ihre Tochter und versucht ihr auszureden, das überhaupt zu glauben und Emilias zukünftigen Ehemann etwas davon zu erzählen, weil sonst die Ehe gleich unter einem schlechten Stern stehen könnte. Als Odoardo, der Vater der Emilia, aber dann erfährt, dass Emilia den Prinzen schon einmal getroffen hat und an diesem Morgen wieder ein Treffen stattgefunden hat, wird er wütend und drückt Claudia seine Abneigung gegenüber dem Prinzen aus. Er will nicht, dass sich seine Tochter mit ihm abgiebt, weil alleine der Graf Appiani ein gewürdigter Schwiegersohn für ihn ist.

Währenddessen stattet Marinelli dem Grafen Appiani einem Besuch ab, bei welchem er ihn bittet wegen der Hochzeit des Prinzen und der Prinzessin von Massa bitte sogleich mit abzureisen (er war in früheren Zeiten ein Bediensteter des Prinzen). Der Graf Appiani lehnt ab mit der Begründung, dass er seine eigene Hochzeit deswegen nicht verschieben wolle.
Doch das war nicht der letzte Plan von Marinelli, er beauftragt Angelo, ihn aus dem Weg zu schaffen...

Der Graf Appiani wird nämlich noch am gleichen Tag von Angelo und seinen Bediensteten ermordet und Emilia und ihre Mutter werden zum Lustschloss Dosalo des Prinzen gebracht. Dort findet sich wenig später auch ihr Vater Odoardo ein. Dieser durchschaut schließlich bald den Plan des Prinzen, ebenfalls auch Claudia und es geschieht die Katastrophe, wie sie in jedem Drama zu erwarten ist...

.. was das schließlich sein soll, müsst ihr selber lesen, ich will ja nicht alles vorwegnehmen!



-_-_-_ Leseprobe aus Emilia Galotti (Hamburger Lesehefte Verlag) _-_-_-
...

Claudia: Was ist mit dir, meine Tochter? Was ist dir?
Emilia: Nichts, nichts -
Claudia: Und blickst so wild um dich? Und zitterst an jedem Gliede?
Emilia: Was hab ich hören müssen! Und wo, wo hab ich es hören müssen!
Claudia: Ich habe dich in der Kirche geglaubt-
Emilia: eben da! Was ist dem Laster Kirch und Altar? - Ah, meine Mutter (Sich ihr in die Arme werfend.)

...



-_-_-_ Sprache _-_-_-
Die Sprache ist, wie man ja in der Leseprobe schon gesehen hat, sehr gehoben und man muss schon aufpassen, dass man auch alles richtig versteht, was man liest. Denn hier können sehr leicht Missverständnisse auftauchen, weil man die Sprache, wie sie in solchen Büchern ist, einfach nicht mehr benutzt.
Mir ist es daher schon öfters so ergangen, dass ich etwas falsch verstanden habe.
Ansonsten sind aber nicht viele Wörter dabei, die man jetzt nicht mehr kennt und nach denen man sich erkundigen muss. Auch sonst ist alles ziemlich klar, wenn man mal im Lesen richtig drin ist.

Mir persönlich gefällt auch die Sprache wie sie ist, weil es einfach mal etwas anderes ist, als die, die wir jetzt immer gebrauchen. Und da ich sowieso gerne Dramen lese, erübrigt sich das ja.



-_-_-_ Meine Meinung _-_-_-
Ich fand dieses Buch und seinen Inhalt sehr gut, denn es wird hier sehr deutlich klar, wie die Verhältnisse zwischen Adel und Bürgertum waren.
Der Graf Appiani stammt aus dem Adel und will die bürgerliche Emilia Galotti heiraten. Nicht zuletzt wegen dem Aufsteigen in den Adel ist ihr Vater total fasziniert von dem Grafen, wie ich finde. Es wird nicht nur deswegen sein, weil er so ein intelligenter junger Mann und alles an ihm einfach wundervoll ist, wie er vorgibt.
An dieser Stelle werden dann auch einige Bemerkungen von Marinelli gemacht, die verdeutlichen, dass er das Bürgertum abwerten möchte, zum Beispiel als er den Grafen bittet, die Hochzeit zu verschieben, Emilia würde ihm ja eh nicht wegrennen. Hier kommt es zu einem heftigen Wortwechsel zwischen den beiden.

Auch die Eigenschaften des Prinzen haben mir zu Denken gegeben, denn er ist total egoistisch, er bekommt meist alles, was er sich in den Kopf setzt und alle Bediensteten springen, wenn er mit dem Finger schnippt. Zu damaligen Zeiten sicherlich auch normal.

Was mir auch noch aufgefallen ist, dass Odoardo, also der Vater von Emilia, gegen ein Leben in der Stadt ist, damit seine Tochter nicht falsch erzogen wird. Dagegen hat sich die Mutter, Claudia allerdings gewehrt und sie lebt alleine mit ihrer Tochter in der Stadt, weg von Odoardo, der auf dem Land geblieben ist.
So etwas habe ich zum ersten Mal gelesen und besonders die Sticheleien, die sich aufgrund diesem Konflikt ergeben, waren sehr amüsant, wenn auch sachlich in diesem Drama.

Für mich stellt „Emilia Galotti“ einfach ein sehr schönes Buch dar, welches einen guten Einblick in die Verhältnisse von damals gibt. Vieles muss man sich erst erschließen, wenn man es verstehen will, aber das Meiste ist einfach sonnenklar, wenn man es liest.
Mir hat es sehr gut gefallen und ich habe es auch sehr schnell gelesen, weil es mich fasziniert hat. Daher empfehle ich es auf jeden Fall, holt es euch einfach mal!



-_-_-_ Sonstiges _-_-_-
Seitenanzahl: 71 + Lebensübersicht (3 Seiten), Stoffgeschichte (1 Seite) und Worterklärungen (3 Seiten).
Auf der letzen Seite befindet sich wie bei allen Hamburger Lesehefte Verlag – Büchern eine Übersicht der dort erschienenen Bücher.
Heftbearbeitung: Uwe Lehmann
Umschlagzeichnung: Ingeborg Strange-Friis
ISBN: 3-87291-148-1



-_-_-_ Persönliches zu Lessing _-_-_-
Geboren wurde Lessing am 22.Januar 1729 in Kamenz (Lausitz). Ausgebildet wurde er durch seinen Vater und kam später auf die Fürstenschule St. Afra in Meißen. Er wurde Theologiestudent in Leipzig, wo er seine ersten Gedichte verfasste und sich für Theater interessierte.
1748 feierte er seinen Erfolg wegen dem Buch „Der junge Gelehrte“. Er wohnte in Berlin, Hamburg und verlobte sich schließlich mit Eva König, 1776 Heirat.
1778 stirbt Eva, 3 Jahre später, am 15. Februar 1781 stirbt auch Lessing.

Werke:
1748: Der junge Gelehrte
1755: Miss Sara Simpson
1759: Philotas
1767: Minna von Barnhelm oder das Soldatenglück
1772: Emilia Galotti
1779: Nathan der Weise



-_-_-_ Preis _-_-_-
Gekostet hat es vielleicht um die 1,20€. Ich bin mir da nicht mehr so ganz sicher, aber ich habe die Hamburger Lesehefte Verlag – Ausgabe und da sind keine Bücher wirklich teuer. Der Kauf hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt, auch wenn er nicht optional war.
Das Geld solltet ihr vielleicht auch mal investieren ;)



-_-_-_ Fazit _-_-_-
Ich kann euch dieses Buch also nur empfehlen, mir hat es in allen Bereichen sehr gut gefallen, ich musste schließlich auch eine Klausur drüber schreiben. Solche Dramen würde ich immer wieder lesen, nur müsste man vorher schon wissen, ob sie gut sind oder nicht, denn manche sind auch wirklich grauenhaft.
Dieses hier zählt aber wirklich zu den Besseren und daher fünf Sterne für das Buch ;)

Viel Spaß beim Lesen wünscht dani ;)


+++

PS: Die Überschrift ist ein Zitat aus dem Buch (5.Aufzug, 7.Auftritt, 42.Zeile)


Geschrieben am: 02. Oct 2004, 14:48   von: dani___



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