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Übersicht > City-Guide > Ausland > Tongeren

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
der beste Flohmarkt von Benelux, Belgiens älteste Stadt




Ein Sonntag in Tongeren
Bericht wurde 4866 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Es ist Sonntag in Liège, viertel nach sechs am Morgen, die Sonne strahlt hell in mein Zimmer, ich wache auf.

Der Entschluss ist schnell gefasst und sonnenklar: auf nach Tongeren an diesem herrlichen Tag.

Ich mache mich fertig, schnappe meinen leeren Rucksack und eile durch die menschenleere Stadt zum Bahnhof Palais. Auf dem Weg ziehe ich noch schnell ein paar Hundert Francs aus dem Geldautomaten.

Am Bahnhof angekommen kaufe ich für BF 170 (=ca. DM 8,50) ein Billet Weekend und begebe mich schnell auf das Gleis, wo mein InterRegio (IR) um 7.21h Richtung Antwerpen abfahren wird. Der Zug kommt pünktlich. Ich verschnaufe ein wenig und bin froh, wenn ich ihn verpasst hätte, wäre mir eine Stunde in Tongeren verloren gegangen.

Der Zug ist nahezu leer, ich finde problemlos einen Platz. Die IRs in Belgien sind meistens alt, unbequem und nicht mit den deutschen IRs zu vergleichen. Aber egal, ich fahre nur eine knappe halbe Stunde.....

....eine knappe halbe Stunde mit drei Zwischenstops in eine andere Welt - nach Flandern. Mein Ziel Tongeren liegt bereits im niederländisch sprechenden Teil Belgiens - in der Provinz Limburg. Von hier ist es auch nicht weit zur deutschen oder niederländischen Grenze, Aachen und Maastricht sozusagen um die Ecke.

Der Zug nähert sich dem Bahnhof, ich sehe bereits die prächtige Liebfrauen-Basilika. Pünktlich kommen wir in Tongeren an. Ich bin da, in Belgiens ältester Stadt.

Ich verlasse den Bahnhof und schlendere die Stationslaan entlang. Nach wenigen hundert Metern erreiche ich eine Ampelkreuzung. Ich erblicke Menschen, Leben, Trubel....

....und bin am Ziel: dem berühmten Flohmarkt - der Größte in Benelux.

Jeden Sonntag findet er statt, von 5.00h bis etwa 13.00h. Auf fünf Straßenzügen, z.T. entlang der alten Stadtmauer und in drei Hallen finde ich alles, was mein Flohmarkt-Herz begehrt: hauptsächlich Antiquitäten und Möbel - vieles sehr preiswert, alte Schallplatten, Klamotten, Spielzeug, Geschirr, und, und, und......

Die meisten Händler kommen aus Flandern und Wallonien, etliche inzwischen auch aus Deutschland. Mit Deutsch kommt man gut durch, neben den Belgischen Francs werden Niederländische Gulden und Deutsche Mark als Zahlungsmittel akzeptiert - nächstes Jahr ist mit dem Euro alles noch einfacher.

Ich schlendere durch die Gassen, die Hallen. Es ist mittlerweile schon 9.00h und ordentlich voll. Ich gehe erst einmal über den gesamten Flohmarkt ohne was zu kaufen, ich schaue, schaue, schaue.....

Bei der zweiten Runde schlage ich zu: Jupiller-Biergläser von der WM '94 - mir fehlt noch Frankie Van der Elst. Ich bekomme ihn - für 20 Francs. Die schönen Erinnerungen, wie wir die Holländer bei der WM damals besiegten, kommen in mir hoch - ein schöner Tag! Ich greife noch mal zu, kaufe insgesamt 10 Biergläser....

.... später ergattere ich noch ein paar Schallplatten und Pins - insgesamt eine Super-Ausbeute, aber so manches musste ich zurücklassen, da ich ja nur mit dem Zug hergekommen bin.

Es ist mittlerweile fast 13.00h, viele Händler packen bereits ein. Ich bin zufrieden und hungrig. An der bereits erwähnten Ampelkreuzung finde ich Erlösung - belgische Fritten at their best. Die Schlange an der Bude ist entsprechend lang, aber alles Warten lohnt sich. Achtung: die große Portion ist in der Tat GROß!

Wohl gesättigt entschließe ich mich, noch einen Gang durch die Stadt zu machen. Ich gehe entlang der Maastrichterstraat Richtung Grote Markt. Die kleinen Läden entlang der Einkaufsmeile sind zwar geschlossen, in Anbetracht meiner Eroberungen stört es mich aber wenig.

Ich komme am Grote Markt an und stehe vor ihr: der Liebfrauen-Basilika. Sie wirkt jetzt noch gewaltiger mit ihrem markanten 64m hohen viereckigen Turm als noch beim Blick aus dem Zugfenster heraus. Von 1240 bis 1509 wurde an ihr gebaut.

Ich drehe mich und sehe die Statue von Ambiorix. Sie stammt aus dem Jahr 1866 und gedenkt dem berühmten Führer der Einheimischen im Kampf gegen die Römischen Besetzer.

Ich genieße noch ein wenig den herrlichen Anblick des Marktplatzes und wende mich dann südwärts. Die Korverstraat entlang erreiche ich nach rd. 400 m den mittelalterlichen Beguinenhof - typisch für Städte in Flandern, Ihr findet sie überall, ob in Brügge, Gent oder Mechelen. Etwa einhundert kleine Wohnungen der Beguinen aus dem 17. und 18. Jahrhundert beeindrucken den Betrachter um eine der ältesten Kirchen der Stadt - der Begijnhofkerk.

Ich schlendere ostwärts zum Moerenpoort, einem Turm der alten Stadtmauer, den man kostenlos erklimmen kann. Ich lasse mir natürlich den Anblick auf Tongeren vom Turm aus nicht entgehen....

Nun ist mein kleiner Rundgang zu Ende, mein Rucksack mit den Eroberungen vom Flohmarkt fühlt sich mittlerweile 'tonnenschwer' an. Ich gehe den Leopoldwal hoch und biege in die Stationslaan zum Bahnhof ein.

Mein Zug aus Antwerpen ist pünktlich und ich bin nach einer halben Stunde wieder in Liège. Zufrieden nach einem tollen Tag weiß ich, daß ich bald eines Sonntags wieder nach Tongeren fahren werden.....

.....aber dann mit dem Auto!


Praktische Infos:

Unter www.tongeren.be findet ihr die offizielle Homepage der Stadt mit Infos in holländischer, französischer und englischer Sprache.

Tongeren liegt an der im Stunden-Takt bedienten SNCB-Linie Antwerpen- Liège - Infos unter www.sncb.be.

Mit dem Auto ist Tongeren leicht von Liège, Aachen oder Maastricht über Landstraßen zu erreichen - bei rechtzeitiger Anreise sonntags findet man um das Flohmarkt-Gelände reichlich Parkplätze.

Wenn Ihr in der Gegend seit, macht einen Abstecher - es lohnt sich!


(c) Comte de Flandre


Geschrieben am: 21. Feb 2002, 22:16   von: Comte_de_Flandre



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