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Übersicht > Telekommunikation > Handys > Nokia > Nokia 6110

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Litium Ionen Akku
Funktionenvielfalt
großes Telefonbuch

Nachteile:
Singlebandgerät
Antenne
Größe / Gewicht




Ein schönes Rentnermodell
Bericht wurde 1304 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Vorwort
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Heute möchte ich mal über mein altes und erstes Handy von Nokia, Modell 6110 schreiben. Es war mein erstes Handy, was so funktioniert hat, wie es sollte und mehr noch es war unkaputtbar. 1998 habe ich es gekauft, und es funktioniert heute noch. Davor hatte ich Pech mit Handys. Da ich anfangs keine Ahnung hatte, und es damals auch kaum Leute gab, die ein Handy hatten, habe ich mir Mist andrehen lassen.

Welches ist es?
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Das Gerät kam ca. im Jahr 1997 oder 98 auf den Markt. Derzeit hatte das Nokia 5110 und 5130 die Privatkundenwelt erobert. Viele Menschen kauften derzeit ihr erstes Handy, und fast alle Handybesitzer hatten das 51xx. Es gab natürlich auch Personen, die – vielleicht aus Patriotismus – ein Siemens nahmen.

Kaufentscheidung
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Wie gesagt hatte ich mir erstmal Mist andrehen lassen, benötigte aber beruflich unbedingt ein Handy, und so ging ich in den Pro Markt, wo man damals noch sehr gut und engagiert bedient wurde, und trug mein Anliegen vor. Dort erklärte mir der Verkäufer, daß die meißten Leute das 5110 haben. Ich bohrte nach, und fragte nach den teureren Geräten und den Unterschieden, wobei wir auf den Akku zu sprechen kamen. Litium – Ionen – Akkus haben keinen Memory – Effekt! Das war für mich das ausschlaggebende Argument, weil ich dadurch Folgekosten sparen konnte. Ich hätte das 5110 für 500,- DM kaufen können, kaufte aber für 1000,- DM das baugleiche Buisiness – Modell 6110, nicht weil mich die Zusatzfunktionen interessierten, sondern wegen des Akkus.
Heute weiß ich, daß dies eine Fehlentscheidung war. Ich hätte das 5110 nehmen sollen und sofort einen Litium – Ionen – Akku mit Vibrationsalarm dazukaufen sollen, wobei ich fast 400,- DM gespart hätte. Es paßt nämlich an beide Geräte der gleiche Akku. Aber damals hatte ich noch keine Ahnung von der Materie und der Verkäufer konnte oder wollte mich auch nicht so gut beraten.

Funktionen
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SMS-Kurzmitteilungen – Darauf komme ich weiter unten noch genauer zu sprechen.
Uhr: Läßt sich verbergen oder permanent im Display anzeigen.
Wecker: Früher hat man gesagt, schön - es gibt eine Wecker, wogegen man heute sagt, es gibt nur einen Wecker. Aber dieser Wecker ist sehr zuverlässig, klingelt (und vibriert, wenn Vibra aufrüstet) und man kann das Handy auch ausschalten – der Wecker klingelt trotzdem.
Taschenrechner und Kalender sind auch da. Allerdings ist der Organizer, der auf Wunsch bei Terminen klingelt sehr klein. Also muß man hinterher entweder die Eintragungen wieder löschen, oder man nimmt ihn nur als Geburtstagskalender.
Benutzerdefinierte Profile: Hier stellt man sich Klingetön, Vibra, SMS-Ton und so weiter ein.
Infrarot-Schnittstelle: Eine Technik, um Daten zu übertragen, die sehr hilfreich ist, und inzwischen etwas durch Bluetooth ersetzt wird.

TECHNISCHE DATEN:
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Mit den Maßen von 47 x 130 x 28 mm und 137 g. War es für damaliger Verhältnisse schon kleiner geworden, ist für heutige Verhältnisse aber eindeutig zu groß oder wenigstens sehr groß.

Speicherverwaltung
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50 Einträge mit Namen und Rufnummern im Mobiltelefonspeicher, bis zu 250 Einträge auf der SIM-Karte (die tatsächliche Anzahl der Speichereinträge auf der SIM-Karte ist SIM-Karten-abhängig) Damit kommt man also auf 300 Einträge, was ich als völlig ausreichend empfinde. Allerdings wird man nicht 300 verschiedene Kontakte speichern können, da für jeden Namen nur eine Nummer gespeichert werden kann. So hat man dann zum Beispiel für einen Freund, nennen wir ihn Tomas z.B. drei Einträge, einmal privat (Tomas p), einmal auf der Arbeit (Tomas d) und einmal das Handy (Tomas D2).

Mitteilungsfunktionen
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Senden und Empfangen von Mitteilungen mit bis zu 160 Zeichen. Ich finde diese Begrenzung nicht unbedingt schlecht, weil man so im Vergleich zu der neuen Modalität, wo die SMS beliebig lang sein können, noch bemerkt, wie viel Geld man fürs smsen ausgiebt. Wieviel Zeichen bereits eingetippt sind, zeigt das Handy an.
Im Ausgang der SMS – Funktion kann man sich Notizen einspeichern, so habe ich das jedenfalls immer gemacht.

Kommunikation ohne Kabel
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Infrarot-Schnittstelle für kabellose Kommunikation zwischen Mobiltelefon und kompatiblem PC oder Drucker (keine Zusatzausstattung erforderlich) Übertragen von Namen und Rufnummern zwischen kompatiblen Mobiltelefonen über die Infrarot-Schnittstelle. Rufnummern und Klingeltöne könenn über Infrarot übertragen werden. Wenn alles funktioniert ist Infrarot toll, aber leider geht es nicht immer. Mein früherer Laptop hatte z.B. Infrarot, wollte aber nie mit meinem 6110 kommunizieren. Irgendwann habe ich mir auch mal billig so eine Handysoftware für Klingeltöne, Logos und so weiter gekauft, wo ich leider auch feststellen mußte, daß ich mit Infrarot nicht weiterkomme.

Anrufverwaltung
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Kurzwahl: für bis zu 9 Namen (Taste 1 ist immer für die Sprachmailbox reserviert). Dieses Feature ist sehr schön, wenn man sich merken kann, welche Telefonnummer unter welcher Kurzwahlnummer gespeichert ist. Wenn man jedoch die Kurzwahltasten eher selten benutzt, und daher immer wieder vergessen hat, was wo gespeichert ist, kommt man im Telefonbuch schneller an die Nummer.
Wahlwiederholung der zuletzt gewählten Rufnummer und Anzeige der Anruflisten der gewählten und angenommenen Anrufe sowie der Anrufe in Abwesenheit (Anzeige der gesamten Liste durch Drücken der grünen Hörertaste). Diese Funktion ist auch sehr hilfreich, und erstezt meiner Meinung nach die Kurzwahlfunktion, weil man unter Anrufliste immer die wichtigsten Ansprechpartner sofort findet.
Wahl von Notrufnummern wie 112 auch ohne SIM-Karte und bei aktivierter Anrufsperre möglich: Dieses Feature ist eigentlich bei allen Handys möglich.
Anklopfen und Halten habe ich gleich erstmal ausgestellt, weil ich diese Funktionen als Unsinn empfinde. Rufumleitung brauche ich normalerweise auch nicht, stelle ich nur bei Bedarf ein – dann wird der Anruf entweder auf die Mailbox oder auf eine andere Nummer umgeleitet.
Festgelegte Rufnummern (diese Funktion gestattet nur Anrufe zu vorher auf der SIM-Karte festgelegten Rufnummern): Eine Art Sicherung, für Kinder oder wenn das Handy mal gestohlen wird.

Unterstützte Netze
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Das Handy ist ein Singleband – Gerät, welches auf der Frequenz GSM 900 sendet und empfängt. Auf dieser Frequenz senden nur D1 und D2. Dies war für mich auch der Grund, das Handy auszurangieren, weil ich irgendwann zu o2 gewechselt bin, und das ist auf der Frequenz 1800 Mhz.

Akku
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Akku-Leisungen bei dem besten Akku, den man sich dazu kaufen müsste.
Sprechzeit: 2 Std. 15 Min. - 5 Std., Stand-by-Zeit: 270 Std. Enthalten ist aber der Li-Ionen - Standard-Akku.
In der Realität heißt das, wenn der Standard - Akku neu ist, braucht man ihn in der ersten Zeit nur alle 3 Tage aufladen, es sei denn man hat sehr viel telefoniert und gesmst. Bei mir hat der mitgelieferte Akku etwas länger als 2 Jahre gehalten. Als ich dann nach jedem Gespräch gleich wieder aufladen mußte, habe ich mir im D2 – Shop einen Akku mit Vibrationsalarm gekauft.
Haltbarkeit
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Ich hatte von vielen Leuten gehört, daß das Nokia 6110 nie kaputt geht. Diese Erfahrung kann ich bestätigten. Bei mir ist es einmal ins Wasser gefallen, und hat es komischerweise voll funktionstüchtig überlebt. Auch ist es mehrfach heruntergefallen, einmal von ca. 1,5 Metern Höhe. Das Gerät funktioniert heute noch.

Benutzbarkeit
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Ich fand das 6110 immer sehr gut zu benutzen, weil es eine sehr einfache Menueführung hat, und eigentlich alles dran ist, was man braucht.
Auf den Vibrationsalarm mußte ich leider lange verzichten, weil man den Vibra über den Akku nachrüstet, und bei dem Standard-Akku kein Vibrationsalarm enthalten ist. Aus Geiz, und anfangs auch aus Unwissenheit habe ich den ersten Akku erstmal „verbrauchen“ wollen. Damals war ich nicht sehr zufrieden mit dem 6110, weil ich viele Anrufe verpaßt habe, aufgrund der leisen Klingeltöne. Ich hatte mir zwar schon den schrillsten gesucht, und so laut wie möglich eingestellt, aber im Straßenlärm habe ich oft nichts gehört. Als ich dann den neuen Akku, mit dem Vibrationsalarm hatte, war ich erst richtig zufrieden mit dem Gerät. Später hätte ich anders entschieden, und zwar sofort einen Vibrationsakku dazu gekauft, denn das ist mir wichtig – wichtiger als Klingeltöne, weil ich so nichts von den eingehenden Anrufen und SMS verpasse, aber nicht jeder darauf aufmerksam wird. Dennoch hat das Handy ca. 35 Klingeltöne, und es lassen sich ein paar eigene Klingeltöne zusätzlich abspeichern.
Die Erinnerungsfunktion, kann man auf jeden Fall gut gebrauchen.
Der Oberschalenwechsel ist auch eine schöne Sache, die bei den aktuell im Laden stehenden Geräten gar nicht mehr üblich ist. Allerdings ist es bei diesem Modell anders als beim Privatkundenhandy 5110/5130, wo man die Oberschalen aufstecken kann. Hier muß man sich einen Torx 6 Schraubenzieher kaufen, und die Cover ab- und aufschrauben. Dies habe ich aber trotzdem gemacht, weil ich die Originalfarbe, dieses Chamöleon – Grün – Lila häßlich fand.
Nicht nur die Oberschale kann ausgetauscht werden, sondern auch die LEDs und die Software. So haben manche Leute z.B . blaue Beleuchtung. Per Softwarewechsel kann man z.B. einen Dimmer, andere Klingeltöne, andere animierte Gifs für die Menuepunkte. Das ist aber nur etwas für Freaks. Das 6110 hatten damals hauptsächlich kleine und große Selbständige oder Manager, die an solchen Spielereien kein Interesse haben. Heutzutage dagegen kaufen hautpsächlich Leute dieses Modell, weil sie es für 1 – 10,- € kaufen können, und die Zubehörteile sind nicht mehr so einfach zu bekommen. Wo ich schon mal beim Thema Spielerei bin: Das Betreiberlogo kann man auch ersetzen, mit der passenden Software auf CDRom sogar selbst erstellen.

Fazit
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Insgesamt ein tolles Gerät, sehr zuverlässiges, robustes Gerät. Heutzutage ist das 6110 für 10,- € oder weniger zu haben; natürlich nur noch auf dem Gebrauchtmarkt.
Für Leute, die sich eine Prepaid – Karte ohne Handy holen wollen, ein Vertrag für die halbe Grundgebühr, ein Handy für die Kinder, oder aus welchen Gründen auch immer ein billiges Mobilfunkgerät brauchen, bietet sich dieses Gerät an, weil es sehr einfach zu bedienen ist und sehr robust ist. Vor allem alte Menschen wissen die großen Handys, die noch nicht so viel Schnickschnack haben zu schätzen. Die Akkus kann man im Internet nach wie vor kaufen, nur im Laden nicht. Wichtig ist es, daran zu denken, für D1 und D2 ist das 6110 und für E+ und o2 ist das 6130.
Ich persönlich würde vermutlich lieber 20,- € bei eine Privatverkäufer oder mehr bei einem gewerblichen Verkäufer ausgeben, um ein möglichst kleines Gerät zu bekommen. Denn ich denke auch daran, daß ich mal ohne Tasche und ohne Hosentasche ein paar Schritte laufen möchte, und irgendwo muß das Handy dann hin. Außerdem muß auch nicht jeder gleich sehen, was für ein Handy ich habe.


Geschrieben am: 28. Aug 2006, 14:18   von: campimo



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