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Übersicht > Unterhaltung > Kinofilme > Zeichentrick > Shrek - Der tollkühne Held

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung



Ein Film, den man definitiv mehrmals anschaut
Bericht wurde 1175 mal gelesen Produktbewertung:  k/a
Bericht wurde 5 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Auch wenn es in den Meinungsforen mittlerweile unzählige Berichte zu diesem Film gibt, kann ich es mir jetzt doch nicht verkneifen, nachdem ich endlich auch im Kino war, meine Eindrücke zu schreiben.

Für den unwahrscheinlichen Fall, das dies hier jemand lesen sollte, der wirklich noch nichts von diesem Animationsfilm gehört haben sollte, kommt jetzt die ultimativ kurze Handlungszusammenfassung:

Der Oger Shrek, grün und nicht gerade hübsch, lebt als Einsiedler im Wald, bis die versammelte Schar von Märchenfiguren bei ihm einfällt, da der Herrscher des Königreichs, der kleine, hintertriebenen Lord Farquaad, sie nicht mehr in seinen Reich haben will. Um sie wieder loszuwerden, muss sich Shrek zusammen mit einem geschwätzigen Esel auf den Weg machen, eine Prinzessin vor einem Drachen zu retten ...

Meinung:

Wer sich die Handlung so anschaut, wird denken, dass bis auf die Tatsache, dass unser Held nicht gerade wie ein Held aussieht, alles andere so klingt, wie in einem normalen Märchen, wie sie immer wieder gerne von Disney als Zeichentrickfilm verfilmt werden, oder? Doch STOP, dieser Film ist nicht von Disney sondern von Dreamworks, einem Studio das neben Steven Spielberg und dem Platteboss Geffen auch noch Jeffrey Katzenberg gehört. Und Katzenberg musste vor einigen Jahren im Streit den Chefsessel bei Disney räumen. Ein Schelm, wer Böses denkt :-)

Und wenn es die Produzenten noch so sehr leugnen, dieser Film ist neben vielem anderen auch eine gehörige Abrechnung mit der Art, in der Disney uns in den letzten Jahren seine zuckersüßen Märchenfilme a la Tarzan, König der Löwen usw. präsentiert hat. Denn während dort alles mehr oder weniger geordnet in Gut und Böse, Schön und Hässlich ist, gelten diese Regeln zumindest teilweise bei Shrek nicht mehr. Natürlich gibt es auch hier eine Handlung, die von Anfang an in Gut und Böse aufteilt, doch alleine durch die Wahl der Hauptfigur, einem grünen, in Schlamm badenden Monster, der Kerzen aus seinem Ohrenschmalz zieht, wird ein Gegenpunkt zu den schönen, reinen Disneyhelden gesetzt. Ganz zu schweigen von den ganzen Boshaftigkeiten und kleinen Spitzen gegenüber diversen Disney-Figuren, die sich durch den ganzen Film ziehen, die ich aber hier bewusst nicht erzähle, da dies einen Teil des Spaßes beim Anschauen verderben würde. Doch achtet ganz genau auf Kleinigkeiten, neben den großen Anspielungen gibt es auch viel schöne, subtile Sachen. Aber bei den Anspielungen beschränkt sich Shrek nicht nur auf Disney: Vom Herzblatt über Matrix, von Wrestling über alte englischen Kinderlieder, alles wird eingearbeitet, zitiert und persifliert.

Doch zum Glück ist der Film nicht nur ein Flickwerk aus Filmzitaten. Man hat nicht vergessen um all dies herum eine recht spannende, lustige und abwechslungsreiche Geschichte zu stricken, so dass man auch unabhängig von all der Zitiererei viel Spaß haben kann. Obwohl wir nur relativ wenige Leute in der 17:30-Uhr-Vorstellung waren, hallte das ganze Kino manchmal vor Lachen. Und auch wenn Shrek aufgrund der Anspielungen nicht unbedingt in erster Linie ein Kinderfilm ist, werden auch die Kids unheimlich viel Spaß haben. Denn wenn man sich nicht bei jeder Szene den Kopf zebricht, wo das wieder geklaut oder zitiert ist, kann man den Film wahrscheinlich sogar mit noch mehr „kindlicher“ Freude anschauen.

Kommen wir an dieser Stelle zum handwerklichen Teil. Der gesamte Film ist im Rechner animiert und dreidimensional dargestellt. Und das Ergebnis ist einfach fantastisch. Die Figuren wirken absolut realistisch und auch das ganze Umfeld (Landschaften, Kameraschwenks, etc) ist atemberaubend. Computeranimation auf dem Gipfel des momentan Möglichen (Angeblich mittlerweile von Final Fantasy übertroffen, aber der Film reizt mich thematisch überhaupt nicht). Gerade wenn man den Vergleich zu den aus meiner Sicht in den letzten Jahren immer gröber gezeichneten Disney-Figuren und der dort scheinbar als besonders modern angesehen Art der Animation, in der die Bilder bewusst zweidimensional wirken, zieht, trennen diesen Film von den Märchenfilmen Welten. Und auch gegenüber Filmen wie Toy Story oder Ants ist noch einmal ein großer Sprung auszumachen.

Was einen ganz besondern Reiz der Figuren ausmacht, und was insbesondere die englische Originalversion auszeichnet, die ich mir, wie meine Stammleser wahrscheinlich schon vermutet haben, angeschaut habe, ist die Tatsache, dass zuerst die Tonspuren von den bekannten Schauspielern, die den Trickfiguren ihre Stimme geliehen haben (z.B. Eddie Murphy, Mike Meyers oder Cameron Diaz) eingespielt wurden. Erst dann begann die Animationsarbeit und dabei wurden die Eigenheiten dieser Schauspieler auch auf die Trickfiguren übertragen. Somit ist der ständig quatschende Esel eindeutig als Eddie Murphy zu erkennen oder die Prinzessin sieht aus wie Cameron Diaz. Dadurch passen die Stimmen natürlich noch viel besser. Wer sich an dieser Stelle Gedanken macht und vor dem „Maschinengewehrmaul“ Murphy oder dem angeblichen irischen Akzent, den Mike Meyers Shrek verpasst hat, zurückschreckt und die Originalfassung meiden will, dem sei hiermit Entwarnung gegeben. Aus meiner Sicht ist Eddie Murphy trotz seines Tempos und seiner typischen Sprechweise sehr gut zu verstehen und diesen angebliche Akzent bei Shrek würden man wahrscheinlich kaum bemerken, wenn er nicht vorher erwähnt worden wäre; manchen deutschen Nachrichtensprecher haben mehr Akzent. Aber wenn dies immer noch nicht beruhigt, der kann auch die deutsche Version schauen, sowohl die Übersetzung als auch die Stimmauswahl soll, wie mir zuverlässige Quellen berichtet haben, überdurchschnittlich gut sein.

Ein weiterer Aspekt, der diesen Film ausmacht, ist der Umgang mit der Musik. Zum einen wird Musik, ein typisches Markenzeichen von Disney, immer wieder abgewürgt oder unterbunden (Der Esel darf nicht singen, höchstens summen; Prinzessin und Vogel), zum anderen verzichtet der Film aber nicht völlig auf Musik, setzt aber mehr auf die rockigen, härtern Töne oder nutzt auch einmal schräge neue Einspielungen bekannter Songs. Dabei gibt es viele gute Lieder, die erstaunlicherweise trotz des anderen Grundtons ebenso gut unterstützend zu den Filmbildern passen, wie die Disney-Schnulzen. Der Soundtrack ist mittlerweile in den Top Ten und eigentlich einen eigenen Bericht wert.

Bevor dies hier zu einer Doktorarbeit wird, die keiner mehr bis zum Ende liest, breche ich meinen Gedankenfluss hier ab und fasse es einfach so zusammen:

Shrek ist garantiert einer der Höhepunkt des diesjährigen Kinojahres und wer ihn verpasst, wird es definitiv bereuen und wer all die kleinen Details, Spitzen, Witze, Anspielungen mitbekommen will, muss ihn mehr als einmal sehen.


Geschrieben am: 31. Aug 2001, 01:07   von: emty



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