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Übersicht > Unterhaltung > Angel Sanctuary (ein Anime)

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung



Ein Engel mit nem B davor
Bericht wurde 6057 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Gestern hat VOX mal wieder in die große Anime-Grabbelkiste gegriffen und ein kleines Meisterwerk gesendet, was den gemeinen Europäer mal wieder an der japanischen Grundeinstellung zweifeln lässt.

Die eigentliche Story basiert auf einer Vorgeschichte, die dem Zuschauer nur nach und nach durch einen Erzähler oder durch Rückblenden offenbart wird – das Manko eines Films der nach einer sehr großen Druckvorlage entstanden ist. Langsam habe ich das Gefühl, daß es animetypisch ist, daß man sich nur schwer in die Geschichte einfindet. Leider bleibt bei Angel Sanctuary bezüglich der Charakterisierung der Figuren doch einiges im argen, eigentlich würde man als Zuschauer doch gern mehr wissen.

Die Vorgeschichte: Der Engel Alexiel hat gegen Gott gemeutert, sich mit den Dämonen verbündet, sich mit Rosiel, seinem Zwilling, verfeindet und dafür die Quittung bekommen. Alexiel wird als Mensch immer wieder geboren.

Die Geschichte: Im erzkatholischen Japan, bzw. in einem Tokio in dem irgendwie kaum noch Asiaten herumlaufen, lebt Setsuna, blond, männlich, Schüler, der mehr mit der Liebe zu seiner Schwester Sara beschäftigt ist, als einsehen zu wollen, daß er die Reinkarnation des Engels Alexiel ist. Diese Liebe ist auch der Grund warum Alexiel unterbewußt auch nicht wieder in Erscheinung treten will, weshalb die gutste Sara auch ein übles Ende nehmen wird.

Deshalb treffen wir eine bunte Versammlung an Figuren die mehr oder weniger an einer Rückkehr des Engels interessiert sind:

Rosiel, der ebenfalls wieder erweckt wurde – fast wahnsinnig ist vor Liebe zu seiner Schwester, der aber gleichzeitig noch eine Rechnung mit ihr auf hat.
Einige Dämonen, die Setsuna lieber vorher umbringen wollen.
Einige Dämonen, die sich von Alexiel die Schaffung einer neuen Welt erhoffen in der alle sich wieder lieb haben.

(sollte einer übrigens wissen wollen, was Gott davon denkt: der konnte das Elend nicht mehr sehen und horcht an der Matratze)

Wie es die Japaner wohl lieben, strotzt die Geschichte nur vor inneren Zerrissenheiten:

Der Bruder, der seine Schwester liebt.
Sara, die nicht weiß ob sie ihren Bruder liebt, oder lieber auf ihre Mama hört.
Ein seltsamer Beschützer Alexiels, der an einem Machoproblem knabbert und seine Zuneigung für Setsuna entdeckt (nein, er ist nicht schwul).
Dämonen, die nicht wissen, ob sie den Engel oder den Menschen lieber mögen.
Ein Engel der nicht weiß, ob er seine Schwester liebt oder sie lieber in Einzelteile zerlegen möchte.

Kann man sich mehr Raum für Dramatik und Tragik wünschen?

Die Darstellung der Engel hat mich übrigens entfernt an den Film God’s Army erinnert. Eher androgyn auf das ewige Leben angelegt, haben wir hier keine lieben und netten Boten Gottes, sondern düstere Schwertschwinger, gegen welche die auftretenden Dämonen nahezu harmlos und sympathisch wirken – weshalb letztere samt Kind und Kegel auch von den Engeln von dannen gemäht wurden, bis die Dämonenwelt verschwand.

Die Umsetzung der Geschichte ist actiongeladen und blutig in Szene gesetzt worden. Selbst das Wetter scheint sich der jeweiligen Grundstimmung der Szene angepasst zu haben. Die Story an sich gefällt mir gut, wenn auch das Ende für meinen Geschmack etwas zu weit hergeholt und zu dick aufgetragen worden ist – als hätte sich der Autor in der eigenen Story verheddert und die Notbremse gezogen, was zu einem Heile-Heile-Gänschen-Effekt führt – gleichzeitig aber auch eine Fortsetzung der Geschichte androht ( *g ).

Sehr schön gelungen, fand ich die Zeichnungen an denen man eigentlich nur eines zu Meckern hat: man sieht zu deutlich, wer zu den guten und wer zu den bösen gehört. So sind die guten einfach nur schön, die bösen haben diesen verschlagenen Zug und die unwichtigen Figuren gehen völlig unter.

Die Musik passt gut in den Film ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Auch die deutsche Synchronisation hat mir dieses Mal gut gefallen. Die Stimmen passten zu den Charakteren und erklangen auch punktgenau, wenn die Figur die Lippen bewegte. Es geht also doch! Eine Ausnahme hierbei die Figur Sara, eindeutig als junge Frau dargestellt, verpasste man ihr ein dünnes Kinderstimmchen a là Sailormoon.

Abschließend verbleiben für mich mal wieder die Fragen:
Warum mögen Japaner keine Japaner in Animes? Warum dürfen die Figuren aber japanische Namen haben? Sind Japaner katholisch? Wie stehen Japaner zu Engeln?


Geschrieben am: 25. Aug 2002, 16:33   von: Vampire-Lady



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