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Übersicht > Medien > Bücher > Buchtitel > D > Der Medicus

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
mitreißend, spannend, verständlich, lehrreich

Nachteile:
?




Ein Abenteuer-, Geschichts- und Liebesroman zugleich
Bericht wurde 1517 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 4 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Es gibt öfter mal ein Buch, welches sich schon länger in meinem Besitz befindet und dann nach ein- bis zweimaligem Lesen im Regal verschwindet. Wenn ich dann keinen Lesestoff mehr habe, suche ich mir aus diesem Regal meiner Lieblingsbücher wieder eins raus, was ich wieder mal lesen möchte. So ist es mir vor kurzem auch mit dem Buch „Der Medicus“ von Noah Gordon gegangen. Auch das dritte Mal lesen war eine Bereicherung und Freude für mich.

ZUM AUTOR:
Noah Gordon wurde 1926 in Worcester, Massachusetts geboren. Nachdem er das Studium in Zeitungswissenschaft und in Englisch absolviert hatte, arbeitete er als Redakteur beim Bostoner Herald. Er veröffentlichte eine Serie von Artikeln und Erzählungen in bekannten amerikanischen Zeitschriften. Sein absoluter Durchbruch gelang ihm mit dem Buch "Der Rabbi“. Seinen Weltruhm hat der Autor aber dem historischen Roman "Der Medicus" zu verdanken, der 1986 als erster Band einer Trilogie erschien, die 1992 mit "Der Schamane" und 1995 mit "Die Erben des Medicus" vervollständigt wurde. 1999 erschien Gordons bislang letzter Roman, "Der Medicus von Saragossa". Noah Gordon hat drei bereits volljährige Kinder und lebt mit seiner Frau Lorraine auf einer Farm in den Berkshire Hills im westlichen Massachusetts.

ZUM BUCH:
Der Titel der Originalausgabe lautet: „The Physician“
Verlag: Knaur
ISBN: 3442437687
Seiten: 636

INHALT:
Noah Gordon erzählt die Geschichte von Robert Jeremy Cole in sieben Teilen, in denen das Leben und das Ziel des Waisenjungen, ein Medicus zu werden, beschrieben wird.
Die Geschichte beginnt im Jahr 1021, als Robert Jeremy Cole neun Jahre alt ist. Er lebt in einer armen Familie zusammen mit 4 jüngeren Geschwistern in London. Die Familie wird auseinander gerissen, als die Eltern beide durch unglückliche Ereignisse sterben. Kurz vor dem Tod seiner Mutter erfährt Robert zum ersten Mal von seiner außergewöhnlichen Gabe. („Als er ihre Hand ergriff ging etwas von ihrem Körper in ihn über. Es war eine Art Gewissheit. Er wusste genau was mit ihr geschehen würde.“) Dasselbe spürt er wenig später kurz vor dem Tod seines Vaters. Es erschüttert ihn tief, und er empfindet großes Entsetzen über den Tod und die Gabe, ihn vorauszusehen. Robert wird danach von seinen Geschwistern getrennt, als andere Familien sich dazu bereit erklären, die jüngeren Kinder aufzunehmen und zu ernähren. Doch niemand will ihn aufnehmen und er ist zum ersten Mal in seinem Leben sehr einsam und steht seiner Umwelt hilflos gegenüber. Damals konnte er noch nicht ahnen, dass diese Gabe ein Geschenk war, das ihn vom vertrauten Leben in London zu einer medizinischen Schule bei Isfahan führen würde. Eines Tages kommt ein fremder Mann in die Stadt, nimmt den Jungen zu sich und reist mit ihm in einem Pferdewagen durch die Städte Englands. Er ist ein Bader, ein Mann, der den Bürgern eine Unterhaltungsshow anbietet, danach geheimnisvolle Medizin in Fläschchen verkauft und die Gutgläubigen für etwas Geld untersucht. Robert wird der Lehrling des Baders („Ich werde dich eine Zeitlang zur Probe nehmen.“) und trotz seines anfänglichen Misstrauens erkennt er, dass er hier die Möglichkeit bekommt, ein sehr viel besseres Leben zu haben, wie als Betteljunge, der keinen Menschen auf der Welt hat. Der Bader lehrt Rob die Kunst, die Menschen durch Zaubertricks und Jonglieren zu unterhalten und ihnen die Wundermedizin zu verkaufen. Als Robert alt genug ist, arbeitet er als Geselle zusammen mit seinem Meister. Im Laufe der Jahre erkennt er aber, dass es weit mehr Möglichkeiten gibt, kranke Menschen zu heilen und ihnen zu helfen. Er erfährt von einem großem jüdischen Lehrer der Medizin, der den Titel Arzt der Ärzte trägt und ein so genannter Medicus ist(„ Im fernen Persien lebt ein Medicus, der Arzt der Ärzte Ibn Sina, es wird erzählt das sein Wissen unerschöpflich sei und alle großen Ärzte wurden von ihm unterrichtet“). Dieser Mann lebt im fernen Persien. Nach dem Tod seines Meisters fasst Robert den Entschluss, dorthin zu reisen und sich von diesem Mann unterrichten zu lassen. Doch als Christ erlaubt es ihm seine Religion und auch die jüdische nicht, so einem Schritt zu unternehmen. Er weiß, dass er als Katholik von der jüdischen Religion nicht anerkannt wird. Trotz des Verbots verkleidet er sich als Jude, um Zutritt zu erhalten Er hofft, dort als echter Jude das Studium zum Medicus beginnen zu können.

MEINE MEINUNG:
Ich als Leser habe gemerkt, wie gründlich und intensiv sich der Autor mit dem Leben im Mittelalter beschäftigt haben muss, um diese Epoche so detailgetreu schildern zu können. Man taucht ein in dieses Zeitalter mit all seinen Grausamkeiten, seinen Geschmäckern, seinen Gerüchen, seinen Reichtümern, seiner Ungerechtigkeit. Der Autor beschreibt mitunter auch die Unterschiede zwischen Islam, Judentum und Christenheit. Man erfährt unbeschreibbar viel über die damalige Zeit, die Menschen, die Bräuche, die Gesetze und auch über die Anfänge der Medizin. Darüber hinaus wird in dem Buch das gesamte Leben und die Entwicklung des jungen Robert J. Coles beschrieben, mit all seinen Träumen und Sehnsüchten, seinem Wunsch nach Liebe, seinen Problemen mit Gewalt und seiner Suche nach der richtigen Heilkunst, was sich bedingt auf eine Zeit der Gaukler und Scharlatane nicht so einfach herausstellt.
Es ist ein sehr bereichernder Roman, in dem man sich nie langweilt, der Rhythmus hat und flüssig zu lesen ist. Eine leicht verständlich geschriebene Sprache mit einer mitreißenden Geschichte erzeugt eine gute Mischung. Es ist zum Teil auch eine großartige Liebesgeschichte, was nichts verdirbt. Auch das dritte Mal hat dieses Buch mich noch immer so gefesselt, das ich es kaum aus der Hand legen konnte.

FAZIT:
Noah Gordon ist meiner Meinung nach ein außerordentlich geistreicher Schriftsteller, der es geschafft hat, mich in die Geschichte des Lebens von Rob mitzunehmen und zu fesseln. Ich konnte mich sehr gut in Robert hineinversetzen und auch in die damalige Zeit, die sehr gut beschrieben wird. Gordon hat eine abenteuerliche und ermutigende Geschichte einer Suche für das medizinische Wissen geschrieben.
Ich würde jedem empfehlen, dieses Buch zu lesen oder es wenigstens mal zu probieren, da es wirklich sehr unterhaltsam ist und die damalige Zeit in verschiedenen Situationen widerspiegelt.


Geschrieben am: 29. Dec 2005, 17:44   von: marina71



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