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Übersicht > Medien > Bücher > Autoren > Zimmer Bradley, Marion

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Ein "Muß" für Darkover-Fans

Nachteile:
Leichte strukturelle Schwächen




Die Schattenmatrix
Bericht wurde 1689 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 5 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Die Schattenmatrix“ (743 S., ISB 3-8289-6839-2, Bechtermünz-Verlag) ist der zuletzt in Deutschland erschienene Roman aus dem Darkover-Zyklus von Marion Zimmer Bradley und wahrscheinlich der vorletzte aus diesem Zyklus, den man überhaupt von dieser großartigen Autorin lesen kann.

Vorab einige allgemeine Informationen für die Interessierten, wen nur das Buch interessiert, der muß etwas scrollen...

Zur Autorin

Marion Zimmer Bradley wurde am 03.06.1930 Albany, New York, geboren. Ihre Mutter war Historikerin, der Vater gelernter Zimmermann, später Farmer. Sie brach mit 19 das College ab und heiratete den 30 Jahre älteren Bahnangestellten Robert A. Bradley und ging mit ihm nach Texas, und brachte nach einem Jahr ihren ersten Sohn David zur Welt. Nach 10 Jahren machte sie ihren Abschluß nach und studierte bis 1964. 1964 wurde sie auch von ihrem ersten Mann geschieden, heiratete ihren zweiten, den Numismatiker Walter Breen und bekam ihren zweiten Sohn Patrick Russel.. Sie lebte bis zu ihrem Tod am 21.09.1999 in Berkeley, Nordkalifornien.
Das Schreiben begann im Alter von 16 Jahren, sie gab mit 17 ihr erstes SF-Fan-Magazin heraus und verschrieb sich vor allem der phantastischen Literatur.
Zu ihren bekanntesten Werken zählen sicher die Avalon-Trilogie (Die Nebel von Avalon, Die Herrin von Avalon und Die Wälder von Albion), ihre Geschichten um Ruwenda und vor allem der von ihr geschaffene Darkover-Zyklus, zu dem „Die Schattenmatrix“ gehört.
MZB beschrieb gern weibliche Protagonisten und Außenseiter, deren Probleme sie aus der jeweils persönlichen Sicht erzählte. Insbesondere im Fall Darkover benutzte sie immer wieder extreme Gegensätze (Linda Leith in der Universitätszeitschrift „Science Fiction Studies“: Terra gegen Darkover, Ration gegen Intuition, Technologie gegen Instinkt, Establishment gegen Counter-Establishment, Alter gegen Jugend, Mann gegen Frau, Künstlichkeit gegen Natur, Bürgertum gegen Feudalismus), um die Spannungsfelder zu schaffen, in denen ihre Hauptpersonen sich selbst entwickeln und finden. Ein Kernpunkt und Triebfeder ist dabei die Kritik MZB´s an der Stellung der Frau in der Gesellschaft, sowie Hinweis auf die Gefahren des Technikmißbrauchs. Aktueller Bezug: Gentechnik.
Im Vordergrund stand aber immer die Erzählung und einfühlsame Beschreibung des Seelenlebens der Figuren.


Ich möchte hier keine komplette Bibliographie ausbreiten aber sicher nützlich sind in Reihenfolge der Chronologie Darkovers (gem. den Freunden von Darkover, es gibt auch leicht abweichende Reihenfolgen)

die erschienenen Bücher aus dem Darkover-Zyklus

(Gründung)
Landung auf Darkover

(Zeitalter des Chaos)
Herrin der Stürme
Herrin der Falken

(Zeit der 100 Königreiche)
Zeit der 100 Königreiche
Die Erben von Hammerfell

(Gegen die Terraner - 1. Neuer Kontakt)
An den Feuern von Hastur
Die zerbrochene Kette
Das Zauberschwert
Der verbotene Turm
Gildenhaus Thendara
Die schwarze Schwesternschaft
Die Kräfte der Comyn
Die Winde von Darkover

(Gegen die Terraner - 2. Nach den Comyn)
Die blutige Sonne (Urfassung: Das Schwert des Aldones)
Hasturs Erbe
Retter des Planeten (die erste Darkover Erzählung)
Sharra´s Exil
Die Weltenzerstörer
Ashara´s Rückkehr
Die Schattenmatrix
„Traitors Sun“ (in Deutschland noch nicht erschienen)

Darüber hinaus gibt es einige Kurzgeschichtensammlungen aus dem Fandom, die von Marion Zimmer Bradley herausgegeben wurden (z. B. Der Preis des Bewahrers, Schwert des Chaos, Freie Amazonen von Darkover).


Über Darkover

Darkover ist ein (recht kalter) Planet der Sonne Cottmann, auf dem (ca. 1000 Jahre ?) in der Zukunft ein Kolonisten-Raumschiff von der Erde strandet. Die Gestrandeten müssen sich ihre neue Heimat einrichten, fallen kulturell in´s Mittelalter zurück, entwickeln jedoch Psi-Kräfte („Laran“), die sie mit Hilfe von „Matrix-Steinen“ verstärken können.
Es entwickeln sich Clan´s und Königreiche, letzendlich 7 Domänen mit Herrschaftshäusern, die ihre Vormachtstellung auf den vererbten Psi-Kräften gründen.
Tausende Jahre später wird Darkover von den Terranern wiederentdeckt und versucht in die „Föderation“ einzugliedern.


Zum Buch „Die Schattenmatrix“

„Die Schattenmatrix“ spielt in der „aktuellen“ Darkover-Zeit, dem Konflikt mit den Terranern. Es ist die direkte Fortsetzung von „Ashara´s Rückkehr“ aus dem Margaret-Alton-„Unterzyklus“.
Es gibt noch einen Nachfolgeroman im amerikanischen unter „Traitor´s sun“ erschienen (hier noch nicht erhältlich).

Das Geschehen um Margaret Alton schließt an den Inhalt von „Hastur´s Erbe“ und „Sharra´s Exil“ an.

In „Ashara´s Rückkehr“ kehrt Margaret Alton, die psibegabte Tochter von Lew Alton, nach Darkover zurück, nachdem sie ihre Jugend im terranischen Imperium verbracht hat. Sie wurde vom Geist einer schon lange nicht mehr leibhaftig existierenden Vorfahrin, der Bewahrerin Ashara Alton, überschattet. Margaret befreit sich von dieser Beeinflussung durch Zerstörung des imaginären Spiegelturms, wobei sich ihr das Muster des Turm-Schlußsteins als Schattenmatrix in die Hand einbrennt. Währenddessen spielen sich die gesellschaftlichen Kämpfe unter ihrer Verwandschaft ab, die um ihre Ansprüche und ihr Erbe fürchten und Margaret, die den verhaßten Terranern zugehörig war, nicht anerkennen.

„Die Schattenmatrix“ gliedert sich in zwei Hauptteile, im ersten Teil geht es um die persönlichen Probleme der Hauptpersonen, so versucht Margaret nun die neuentdeckten Psi-Fähigkeiten zu erforschen und in den Griff zu bekommen, nachdem sie akzeptiert hat, daß Darkover ihre Heimat ist und sie dort bleiben will. Dabei ist die Rolle und Bedeutung ihrer einzigartigen Schattenmatrix rätselhaft.
Zudem hat sie Probleme mit den gesellschaftlichen Zwängen, die ihr eine Heirat mit ihrem Geliebten Mikhail Hastur, der zweiten Hauptperson des Romans, nicht erlauben. Das labile Gleichgewicht der Kräfte zwischen den Domänen drohte ansonsten zu kippen.
Um Mikhail rankt sich die zweite Handlungsebene des ersten Teils, er ist Neffe und designierter „Regierungsnachfolger“ von Regis Hastur, der aber mittlerweile einen Sohn hat, der möglicherweise selbst Ansprüche stellt. In dieser Rolle soll er die Probleme um die Erbnachfolge in der Domäne Elhalyn lösen, was einige Probleme mit sich bringt, aber ich will nicht zuviel erzählen.

Der zweite Hauptteil des Romans spielt im Zeitalter des Chaos (nur für ganz Neugierige):

Im Laufe des Geschehens werden die beiden durch eine Lichtgestalt der darkovanischen Geschichte, Varzil den Guten, in den Ruinen des Turms von Hali in die Vergangenheit Darkovers, in das Zeitalter des Chaos, verschlagen, wo sie einige Dinge unternehmen müssen, um die Zukunft (ihre Gegenwart) erst zu ermöglichen. Hierzu ist es erforderlich, daß die beiden verheiratet werden und psitechnisch eine Einheit bilden. Mikhail erhält den Matrix-Ring von Varzil dem Guten.
Sie entgehen der in dieser Zeit existierenden Ashara Alton, die hier ihre letzte Möglichkeit hätte Margaret zu vernichten und es gelingt ihnen wieder in ihre eigene Zeit zurückzukehren, wo man natürlich nicht über die vollendeten Tatsachen beglückt ist. Letzlich ordnen sich aber die Dinge und es gibt einen Lichtblick für die Zukunft Darkovers.

Meine Einschätzung

Ich finde „Die Schattenmatrix“ besser als ihren Vorgänger „Ashara´s Rückkehr“ aber nicht unbedingt herausragend, für Darkover-Begeisterte aber unter keinen Umständen verzichtbar.

Die Geschehnisse im ersten Teil sind gut beschrieben, besonders die Beschreibung der inneren Konflikte Mikhails finde ich gelungen und es kommt durchaus Spannung auf.

Die Rückführung in das Zeitalter des Chaos und Verknüpfung der Geschichte mit Varzil gefiel mir nicht so gut. Diesen Handlungsstrang finde ich nicht unbedingt von zwingender Logik und Kontinuität der Erzählung bleibt etwas auf der Strecke. Es werden einige Probleme durch die überraschende Heirat in der Vergangenheit mit dem „Holzhammer“ gelöst, was etwas Schade ist, mit dem Plot hätte man mehr anfangen können.
Das ganze Geschehen wirkt auf mich etwas lieblos und unbefriedigend, da der erste und zweite Teil nicht aufeinander aufbauen und einen Handlungsbogen weiterführen, sondern eigentlich zwei getrennte Geschichten sind, lediglich verknüpft durch die beiden Hauptpersonen.
Der zweite Teil als Patentlösung für die Lösung der verzwickten Machtbalance-Probleme ist für mich nicht sehr elegant.

Egal, ich bin Darkover-Fan und froh um jeden Roman, den ich verschlingen kann. Letztlich gefällt mir der Erzählstil von MZB und auch dieser Roman hat seine Reize.
Gespannt und etwas traurig, da es keine weiteren von ihr mehr geben wird, bin ich auf „Traitor´s Sun“, die Fortsetzung, dort werden wohl die Terraner stärker als bisher versuchen sich Darkover unter den Nagel zu reißen.

Fazit

Ein für Fan´s von Marion Zimmer Bradley´s Darkover-Welt empfehlenswerter Roman, der sich gut lesen läßt und die gewohnten Vorzüge der einfühlsamen Bradley´schen Erzählkunst sowie spannende Elemente enthält. Der Fan wird über die strukturellen Schwächen wohlwollend hinwegsehen.

Holger

P.S.:
Den Roman habe ich übrigens in einem Weltbild-Laden erstanden, ist auch bei Weltbild im Internet erhältlich und kostet nur 25,-- DM (günstig für Hardcover).


Geschrieben am: 27. Sep 2001, 21:13   von: jeelbein



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