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Übersicht > Unterhaltung > Kinofilme > Komödien > Good bye Lenin!

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
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Die DDR lebt!!!
Bericht wurde 1730 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 


Die Handlung
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Alex (Daniel Brühl) ist ungefähr Anfang 20, als die Mauer fällt. Zehn Jahre zuvor hat sein Vater die Familie verlassen, um im Westen sein Glück zu finden. Alex Mutter Christiane (Katrin Sass) geht seitdem ganz in der sozialistischen Idee auf – sie widmet ihr Leben ihren Kindern und dem Staate DDR. Alex findet die Sache mit der Wende eigentlich klasse – wenn da nicht ein klitzekleines Problem wäre: Seine Mutter ist etwa einen Monat vor dem Mauerfall durch einen Herzinfarkt ins Koma gefallen. Als sie im Sommer 1990 wieder erwacht, darf sie keinerlei Aufregung erleben. Doch wie soll Alex das anstellen, wo die Medien voll sind mit der Wiedervereinigung?

Alex lässt die DDR also in seiner Wohnung wieder auferstehen: Er richtet das Zimmer seiner Mutter wieder haargenau so her, wie es vorher war, engagiert „FDJ-Sänger“ zu ihrem Geburtstag, sogar echtes DDR-Fernsehen stellt er mit einem Freund für sie nach. Seine Schwester Ariane (Maria Simon) und seine Freundin Lara (Chulpan Khamatova) helfen ihm nach Kräften dabei. Doch je mehr Alex seiner Mutter eine „neue, ideale“ DDR vorspielt, desto grotesker wird seine Geschichte und desto schwieriger wird es, die Wahrheit zu sagen. Was Alex nicht ahnt: Auch seine Mutter hat ein großes Geheimnis...


Meine Meinung
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Bereits die Vorschau zu dem Film hatte mich angesprochen. Das klang nach einem humorvollen, aber einfühlsam gemachten Film zum Thema „Ostalgie“. Ich wurde auch nicht enttäuscht: Der Film ist wirklich sehenswert. Dabei kann man nicht genau sagen, ob es nun eine Komödie ist (ja, man kann über manches herzlich lachen) oder ob es nicht eher ein Familiendrama ist (eigentlich ist die Geschichte teilweise ziemlich traurig). Zu köstlich sind doch die Szenen, in denen Alex im Müll nach alten DDR-Lebensmittelverpackungen sucht und dann die jetzt erhältlichen West-Sachen einfüllt, weil seine Mutter unbedingt Spreewaldgurken essen möchte... Auf der anderen Seite ist die Geschichte ein Drama mit Konflikten zwischen Geschwistern, Eltern, Ost und West. Auch wenn der Dramen-Anteil nicht allzu tiefgehend ist, schimmern doch immer wieder einige ernsthafte Fragen durch die fröhliche Stimmung des Films. Dadurch gewinnt der Film meiner Meinung nach an Glaubwürdigkeit – es ist eben nicht einfach eine lustige Klamotte, sondern eine gefühlvoll inszenierte Geschichte zur Wendezeit.

Die Emotionalität des Films wird durch die Verwendung alter Zeitungsbilder und Fernsehaufnahmen unterstützt – ich erinnere mich noch sehr genau daran, wie wir jeden Abend vor der Kiste saßen und nach Berlin geschaut haben. Auch wenn ich damals erst 13 und eine „Wessi“ war, hat mich der Mauerfall nachhaltig beeindruckt. Das holt der Film teilweise wieder hervor mit den allseits bekannten Bildern. Auch die Musik ist gut gemischt und teilweise nostalgisch, besonders nett die immer mal wieder ertönende Sandmännchen-Melodie. ;-)

Gegen Ende (der Film dauert zwei Stunden) kriegt der Film aber die Kurve nicht ganz – bzw. Alex kriegt die Kurve nicht, seiner Mutter endlich die Wahrheit zu sagen. Seine Geschichte wird immer abstruser, was mich als Zuschauerin beim dritten oder vierten Mal dann doch kurz genervt hat. Das vergeht zwar schnell wieder, aber die selbst ausgedachten Fernsehnachrichten sind dann doch einmal zu viel da. Das ändert aber nichts an meiner Gesamtbewertung: Sehenswert.

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*Achtung Ende, hier wird’s detailliert!!!*
(weiter bei „Die Darsteller“ wers noch sehen will)

Doch auch die Geschichte der Familie ist bewegend und eigentlich sehr traurig: Denn Alex Mutter gesteht, dass der Vater sie gar nicht verlassen hat. Ursprünglich sollte sie mit den Kindern nachkommen in den Westen. Doch sie hat sich dann nicht getraut, weil sie Angst vor den Schikanen hatte. Da hat sie lieber die Geschichte der „anderen Frau“ erfunden und alle Briefe des Vaters vor den Kindern versteckt. Heute bereut sie es, aber ändern lässt es sicht nicht mehr. Die Begegnung mit seinem Vater (und seinen „neuen Geschwistern“) ist für Alex doppelt schmerzhaft: Der Vater erkennt ihn zunächst nicht, sagt ihm, er habe jahrelang auf sie gewartet und dann doch ein neues eigenes Leben begonnen. Und Alex muss ihm sagen, dass die geliebte Mutter sterben wird und den Vater noch mal sehen will... Der Tod der Mutter ist fast eine Erlösung, weil Alex nicht mehr lügen muss und weil

*Ende vom Ende*
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Die Darsteller
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Die Schauspieler wurden meiner Ansicht nach durch die Bank hervorragend ausgesucht. Sie wirken natürlich, sympathisch und echt. Vor allem Hauptdarsteller Daniel Brühl zeigt, was er kann. Er verkörpert den jungen Mann, der aus Liebe zu seiner Mutter alle nur erdenklichen Mühen auf sich nimmt (und für sie eine DDR wie sie nie war, aber toll gewesen wäre, erschafft) einfach wunderbar. Er scheint seine Figur zu leben – egal, ob Alex um Lara wirbt, sich mit sturen Bankangestellten streitet oder dem Vater wieder begegnet – alles wirkt echt.


Daten und Fakten
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Deutschland 2002
Regie: Wolfgang Becker
Freigabe: ab 6 Jahren
Länge: 120 Minuten


Mein Fazit
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Sehenswert für West wie Ost. Humorige, schön inszenierte Geschichte mit viel Ostalgie und guten Darstellern. Von mir gibt’s volle Punktzahl, weil der Film mich wirklich gut unterhalten hat.


Geschrieben am: 21. Apr 2003, 14:38   von: pitbull_7



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