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Übersicht > Games > PC > Rollenspiele > Diablo 2

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
sehr gute Grafik und neue Elemente

Nachteile:
nichts




Des Bösen neue Helfer
Bericht wurde 1881 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Seit dem ersten legendären Rollenspiel-Kreuzzug von Blizzard in Gestalt von „Diablo“ haben sich viele andere Softwareschmieden mit mehr oder weniger gelungenen Nachahmungen dieses Rollenspielklassikers versucht, wobei man wohl nur mit Mühe einen ebenbürtigen und direkt vergleichbaren Konkurrenten ausmachen dürfte. Letztlich nur dank fortschreitender Technik und Möglichkeiten im Bereich der Spieleprogrammierungen gelang es den Mitanbietern, Blizzards „Diablo“ den Rang abzulaufen. Doch nun schlugen die Macher von WarCraft und StarCraft zurück und schufen ein epochales Werk, das für längere Zeit die Gunst der Spielerherzen an sich binden dürfte: „Diablo II“!

Das neue Werk, dass nicht nur von der Handhabung und den grundsätzlichen Merkmalen, sondern auch von der Hintergrundstory unmittelbar an seinen „Vorfahren“ anknüpft, ist dabei eines der wenigen Spiele, bei denen kein Zwiespalt bei all jenen Spielern entsteht, die einerseits bereits die Vorgängerversion in nächtelangen Sessions lieben gelernt haben und nun zwar die (oftmals ja wirklich) besseren Grafik- und Soundeffekte des Nachfolgers schätzen, auf der anderen Seite aber auch wieder so manchem Konzept und Feature des Vorgängers nachtrauern. Bei „Diablo II“ ist das nach meiner Erfahrung nicht so: zwar hat Blizzard eine Überarbeitung der Charaktere und ihrer Fertigkeiten übernommen, jedoch dabei die wesentlichen Eigenschaften und Strukturen beibehalten, so dass Kenner von Diablo (I) ohne langes überlegen sofort gegen das Böse in seinen vielgestaltigen Ausgeburten Front beziehen können, ohne dabei jedoch lediglich durch überarbeitete Grafiksequenzen unterhalten zu werden. Aber auch Neueinsteiger werden sich dank der intuitiv angelegten Steuerung sehr schnell zurecht finden dürfen und den Helfershelfern der drei Übel (siehe unten) schnell die Stirn zeigen können.

Wie bereits erwähnt, knüpft Diablo II beinahe unmittelbar da an, wo der Spieler von Diablo (I) sein Ende gefunden hat. Für alle, die den Vorgänger nicht kennen, deshalb ein kurzer Rückblick, der lediglich einer besseren Einordnung dienen soll:

In Diablo (I) kam dem Spieler in Gestalt des von ihm erwählten Charakters die Aufgabe zu, in den Tiefen eines längst verfallenen Klosters Diablo, den Herrn des Schreckens und einer der drei „großen Übel“, zu vernichten. Diablo, der mit seinen beiden Brüdern Baal und Morpheus, aus der Hölle auf die Erde verbannt worden ist, wurde einstmals mit Hilfe mächtiger magischer Seelensteine eingefangen, wobei ihm jedoch über Jahrhunderte hinweg eine Lockerung seiner Fesseln gelungen ist, bis er schließlich vom Geist des Königs Leoric und dessen Bischof Lazarus Besitz ergreifen konnte und über diese ein Schreckensregime ausübte. Tristram, das friedliche Dorf, das unmittelbar an das alte Kloster angrenzt, unter dessen Fundamenten Diablos Seelenstein einstmals verborgen wurde, ist der Ausgangspunkt für den Spieler und gleichzeitig Refugium für seinen Charakter. Von hier aus startete das Spiel, wobei verschiedene Aufgaben, gestellt von den Dorfbewohnern, dem Helden weiterhalfen. Am Ende stand der Sieg über Diablo, der dem Bösen scheinbar Einhalt gebieten sollte.

Doch, wie Diablo II zeigt, ist dem längst nicht so. Der erschöpfte Held kehrte zwar nach Tristram aus den Tiefen der Hölle zurück, war jedoch nicht mehr der, der einst in die Tiefen hinabgestiegen ist – als „Dunkler Wanderer“ durchstreift es fortan die Welt von Sanktuario, auf der Suche nach einem nur ihm bekannten Ziel.

Der Spieler, der erneut über den von ihm auserwählten Charakter gegen das Böse antritt, sieht sich dabei einer wesentlich realistischer ausgestalteten und gleichzeitig mehrere Größenordnungen höher angesiedelten Welt wieder. In insgesamt vier Akten, von denen die ersten drei aus jeweils sechs, der vierte aus drei Rätseln besteht, ist den Herausforderungen des Bösen zu begegnen und die Helfer der Höllenfürsten zu trotzen. Dabei gelangt der Held in die verschiedenen Königtümer, betritt unheimliche Dungeons und verfallene Gebäude, durchstreift hitzeverbrannte Wüsten und erforscht Orte, die der modernen Wissenschaft Hohn sprechen, bevor er schließlich den beiden „großen Übeln“, Mephisto und schließlich Diablo, ihr unheiliges Leben entreißt.

Gewählt kann in Diablo II gleich unter fünf höchst unterschiedlichen Charakteren, der Zauberin, dem Paladin, der Amazone, dem Nekromanten und dem Barbar. Jedem Charakter ist ein sogenannter Fertigkeitenbaum zugeordnet, der jeweils dreißig (!) verschiedene Fertigkeiten, aufgeteilt in drei Kategorien à 10 Fertigkeiten, bereit hält und mit jedem Erfahrungsgewinn und den daraus folgenden Boni bei erreichen eines höheren Levels ausgebaut werden kann. Daneben gibt es die für alle fünf Charaktere gleichen Attribute „Leben“, „Energie“, „Geschicklichkeit“ und „Kraft“, wobei die fünf natürlich in Anlehnung an ihre Rollen unterschiedliche Startwerte haben.

So haben beispielsweise der Nekromant ebenso wie die Zauberin als magiebewusste Charaktere wesentlich mehr Energie und dafür weniger Kraft und Geschicklichkeit als etwa der Paladin oder gar der Barbar, wohingegen die Amazone in der Geschicklichkeit dominanter ist. So lassen sich Paladin und Barbar einerseits als Nahkämpfer einteilen, wohingegen die Amazone, die Zauberin und der Nekromant eher Fernangriffe bevorzugen, auf der anderen Seite stellt der Paladin einen Hybridcharakter als Zwischenstück zwischen „Körpereinsatz“ von Barbar und Amazone und „Geisteseinsatz“ von Nekromant und Zauberin dar.

Die Zauberin zeichnet sich durch die Beherrschung von Feuer-, Eis- und Blitzzaubern aus, mittels derer sie ihre Gegner einfrieren, verbrennen oder einäschern kann, wobei sie aufgrund ihrer eher schwachen körperlichen Konstitution besser aus der Ferne angreift, dafür aber auch bei fortgeschrittenem Level mehrere Angreifer zugleich „abfertigen“ kann. Abgestellt auf die optischen Effekte ist natürlich die Zauberin die erste Wahl, da ihre insgesamt beinahe 30 Zaubersprüche, angefangen beim „kleinen“ Feuerball bis hin zum Meteor oder dem Gewittersturm, doch wesentlich eindrucksvoller sind als das Massaker, dass der Barbar zu bieten hat.

Ähnlich liegt es bei der Amazone, die anstelle magischer Waffen mehr auf Wurfmesser oder Bolzen und Pfeile vertraut und dabei ebenfalls schon aus der Ferne ihren Gegnern das Leben schwer zu machen versteht, wobei auch sie, obgleich etwas „rüstiger“ als die Zauberin, einen direkten Nahkampf meiden sollte.

Der Nekromant versteht sich auf die dunkle Seite der Magie und kann daher sehr gut Tote wiedererwecken und eben noch niedergestreckte Gegner in seine Dienste stellen, um sie neuen Angreifern entgegen zu werfen. Aber auch Flüche als nachhaltig benachteiligende „Makel“ für den Betroffenen sowie Giftangriffe und schließlich die Heraufbeschwörung von vier verschiedenen Golem-Arten sind seine Stärke.

Der Paladin hingegen hat sich ganz dem Licht verschrieben und versteht es, sich in verschiedene Auren einzuhüllen, die neben einer schnelleren Heilung, einer verbesserten Defensiveigenschaft oder einer perfekteren Waffenbeherrschung auf das Zurückwerfen eines zugefügten Schadens, möglicherweise in potenzierter Höhe, zulässt und schließlich auch das Bekehren von Angreifern ermöglicht, die sodann gegen ihresgleichen ins Feld ziehen.

Der Barbar schließlich ist der Prototyp des Nahkämpfers, der jedem Angreifer und Feind mit Axt, Knüppel oder Schwert gegenüber tritt und in kleine Stücke zu hauen versucht. Dabei kann neben einem Ausbau der kämpferischen Fähigkeiten auch die natürliche Resistenz gegenüber magischer Angriffe sowie die Möglichkeit, verstärkte Angriffe durchzuführen, eingesetzt werden.

Nach meiner bisherigen Erfahrung, um ein kurzes Zwischenergebnis zu präsentieren, eignet sich die Zauberin als bester Charakter, um den Anforderungen in den höheren Leveln zu begegnen, wobei man sich hier besser auf einzelne Fertigkeiten konzentrieren sollte, anstatt von jeder Möglichkeit Gebrauch machen zu wollen. Im Bereich der Attribute sollten auch „Stärke“ und „Geschicklichkeit“ im Hinblick auf wirksame Rüstungen nicht vernachlässigt werden.

Nachdem nun die Wahl des Charakters und die Namensvergabe ist, betritt der Spieler das „Lager der Jägerinnen“ und bekommt nach einer kurzen Begrüßung auch schon das erste Rätsel gestellt, wobei dieses mehr dem Erlernen der Spielsteuerung denn dem wirklichen Spiel dient – aber immerhin steht am Ende eine zusätzliche Fertigkeit, die verteilt werden kann!

Bereits kurz erwähnt worden sind die Erfahrungspunkte und die einzelnen Level, zu denen folgendes für Diablo-Neulinge auszuführen ist: für jede „Hinrichtung“ eines Monsters oder Feindes allgemein erhält der Charakter in Abhängigkeit der Stärke des Getöteten Erfahrungspunkte, die, sofern bestimmte Grenzen erreicht und überschritten worden sind, zu einer Steigerung der Fähigkeiten des Charakters führen, in dem bei den vier Attributen fünf Punkte, bei den Fertigkeiten ein Punkt verteilt werden kann. Dabei ist bei den Fertigkeiten der Erfahrungslevel eines Charakters für die volle Nutzbarkeit des Baumes entscheidend, so dass ein Neustarter nicht bereits die stärksten Fertigkeiten ausbauen kann, sondern sich eben bis zum angegebenen Level „hochkämpfen“ muß. Gleichzeitig ist bei vielen Gegenständen, die entweder von Besiegten fallen gelassen, in Truhen und Verstecken aufgefunden oder schließlich käuflich erworben werden können, neben einer Mindestqualifikation in den Attributen „Stärke“ und „Geschicklichkeit“ auch eine Mindesterfahrung vorausgesetzt, wodurch auch hier das Tragen von Elitegegenständen, sofern solche in den frühen Leveln gefunden werden sollten, verhindert wird.

Der Charakter verfügt im sogenannten Inventar-Menu über die Möglichkeit, neben einer schier endlosen Waffenwahl auch einen Gürtel, einen Helm, zwei Ringe, ein Handschuhpaar sowie Stiefel und ein Amulett neben der Körperrüstung zu tragen, womit die Möglichkeit gegeben ist, zusätzliche kämpferische oder sonstige Eigenschaften zu erwerben, so etwa eine verbesserte Defensivfähigkeit, aber auch höhere Attributwerte oder mehr Schadenszufügung bei Angriffen.
Neu ist dabei, daß Rüstungen, Helme, Schilde und Waffen mit Edelsteinen versehen werden können, durch die sie bestimmte Fähigkeiten zusätzlich erhalten. Dabei existieren sieben verschiedene Edelsteine (Amethyst, Saphir, Topaz, Diamant, Rubin, Smaragd und Totenschädel), die ihrerseits in fünf Qualitätsstufen vorhanden sind, so daß eine zusätzliche Auswahl und Motivation hinsichtlich neuer Kombinationen und Gestaltungsmöglichkeiten geboten wird. So bringt etwa ein Rubin in einer Waffe mehr Schadenspunkte, wohingegen er im Schild oder Helm zu einer gewissen Feuerresistenz führt.

Bezüglich des ebenfalls möglichen „Battle-Nets“, das Online-Spiele mit bis zu acht Spielern ermöglicht, kann ich leider mangels entsprechender Erfahrungen keinerlei weiterführende Ausführungen machen, da in diesem Bereich sonst alles Spekulation wäre.

Zuletzt bleibt mir eigentlich nur noch ein abschließendes Gesamturteil, daß aber eigentlich mit einem Wort schon ausführbar ist: „genial“!!! Denn obgleich die Grafik nach wie vor mit 640x480 ausgelegt ist und, sofern ich das richtig verstanden habe, lediglich 256 Farben zum Einsatz kommen, ist die graphische Ausgestaltung von einer beispiellosen Brillanz, die durch die Möglichkeit, das ganze im Perspektive-Modus zu spielen, noch gesteigert wird. Denn in diesem hat man tatsächlich einen leichten 3D-Eindruck, der zwar etwas auf die Performance drückt, dafür aber wirklich mitreisend ist.
Auch im Bereich der Soundeffekte ist einiges geboten, so daß eine wirklich beeindruckende Atmosphäre auch ohne überstarke Soundanlagen möglich ist.
Die graphischen Effekte, die etwa bei Tod der sicherlich weit über 200 verschiedenen Monster entseht, aber auch die Sprachqualität der Akteure sowie die vielfältigen Handlungsorte sind ein echter Leckerbissen, der sich sehr gut in den Kontext der Hintergrundgeschichte einfügt, die in ihrer Dramatik kaum zu übertreffen ist.

Ich kann daher jedem, der gerne Rollenspiele „durch zockt“, nur den Kauf dieses Spiels empfehlen, da es selbst nach dem x-ten Durchspielen infolge der Möglichkeit, mit dem gleichen Charakter nach erfolgter Absolvierung der Rettung der Welt in einem schwierigeren Spielgrad mit den erworbenen Werten und Gegenständen noch einmal von vorn zu beginnen – Normal > Alptraum > Hölle – ebenfalls einen beträchtlichen Spielreiz breit hält, der sich natürlich infolge der zufallsgenerierten Levels und den fünf Charakteren auch schon so sehr stark ausprägen dürfte.

Weiterführende Informationen lassen sich im übrigen auf der Seite www.diablo2.de finden (nein, nicht meine Homepage!), bei der neben ausführlicheren Charakterbeschreibungen – irgendwie sind die mit der Anleitung identisch – auch einige Tips&Tricks sowie Chat-Foren finden lassen.


Geschrieben am: 11. Aug 2003, 19:44   von: magnifico



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