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Übersicht > Medien > Musik > Gruppen > C

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Ehrlich, schnörkellos, handgemacht, Musik die jeder kennt, "Konzentrat einer Rock-Legende"


Nachteile:
Gibt´s nicht




Creedence Clearwater Revival - Chronicle I
Bericht wurde 1820 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 3 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Musik, die jeder – oder fast jeder – kennt und bei der die meisten den Interpreten nicht kennen, dazu fällt mir als erstes CREEDENCE CLEARWATER REVIVAL ein.
Eine schöne Zusammenfassung der 20 bekanntesten Songs dieser nicht mehr existenten Gruppe ist das Album CHRONICLE, über das ich hier en paar Worte verlieren möchte.

WER IST CCR ?

Die Band bestand aus 4 Mitgliedern
JOHN C. FOGERTY - Lead-Guitar und Gesang
TOM FOGERTY - Guitar
STU COOK - Bass
DOUG CLIFFORD - Drums

DER WEG DER BAND

Diese Bandmitglieder spielten seit 1959 unter verschiedenen Namen zusammen, es begann mit den unter dem Namen THE BLUE VELVETS und mit Dazustoßen von Tom Fogerty im November 59 nannte man sich TOM FOGERTY & THE BLUE VELVETS.
1964 erfolgte in Zusammenhang mit einem Vertrag bei Fantasy Records die Umbenennung in THE GOLLIWOGS und als die Plattenfirma den Besitzer wechselte (Saul Zaentz kaufte den Laden), konnte man sich am Heiligabend des Jahres 1967 den Namen CREEDENCE CLEARWATER REVIVAL geben.

CCR stammen aus Berkeley in der Nähe von San Francisco, der Stadt, die als das Zentrum des Flower-Power galt. Die Musik, die sie machten paßte im Grunde nicht so recht in das Umfeld, sie wurde meist mit Rythm and Blues aus dem Mississipi-Delta, oder Südstaaten-Country-Rock mit Folkanleihen in Verbindung gebracht.
CCR präsentierten handgemachte Musik mit schnörkellosen, ehrlichen Songs, sie machten Musik, die nie modern war.

In der oben genannten Formation wurden 7 Platten produziert:

07/1968 CREEDENCE CLEARWATER REVIVAL
Diese Scheibe erreichte auf Anhieb Goldstatus

01/1969 BAYOU COUNTRY
Verkaufte sich über 1 Mio mal und erlangte Platin, wie auch die nachfolgenden LP´s

08/1969 GREEN RIVER und
11/1969 WILLY AND THE POOR BOYS
Im Jahr 1969 hagelte es förmlich Preise und Auszeichnungen, wie unter anderem die Auszeichnung zur „Best American Band“ vom Rolling Stone oder „Top-Single-Artist of the Year“ vom Billboard.

1970 eroberte man Europa und im Juli erschien COSMOS FACTORY, die sich über 3 Mio mal verkaufte. Die internationalen Preise häuften sich und CCR wurde populärer als die Beatles, der absolute Top-Act. Im Dezember des Jahres erschien noch die Scheibe PENDULUM und man tourte durch die Welt.

1971 beschließt Tom Fogerty Solopfade zu beschreiten, womit das Ende der Band sich abzeichnet. Zwar wird im April 1972 die letzte, wenig erfolgreiche LP, MARDI GRAS, veröffentlicht und die Live-Auftritte noch weitergeführt, sogar bis Japan und Australien ausgeweitet, doch im Juli 1972 bricht die Gruppe auseinander, das Ende wird am 16.10.72 bekanntgegeben..

Tom Fogerty starb im September 1990 an Aids, bzw. Tuberkulose, sein Bruder John Fogerty, Stimme und Kopf der Gruppe, macht heute noch Musik und kommt alle paar Jahre mehr oder weniger erfolgreich ins Rampenlicht.
Stu Cook und Doug Clifford versuchen mit Creedence Clearwater Revisited zusammen mit dem ehemaligen Cars-Gitarristen Elliot Easton, dem Sänger John Tristao und Steve Gunner vom alten Ruhm zu zehren und tingeln mit dieser Band um die Welt.
John Fogerty versuchte Mitte der Neunziger den Bandnamen zu untersagen, konnte sich vor Gericht aber nicht durchsetzen.

DIE TITEL AUF CHRONICLE

Die CD beginnt mit SUSIE Q vom ersten Album Creedence Clearwater Revival (1968), zusammen mit I PUT A SPELL ON YOU die erste Single-Veröffentlichung unter dem neuen Namen.
Die Musik beginnt zunächst ganz leise mit Schlagzeug und wird um Rhythmus-Gitarre und Tambourine ergänzt, dabei wird langsam bis zur Normal-Lautstärke aufgezogen. Bevor die unverkennbare Stimme von John Fogerty einsetzt, hat sich der akzentuierte, etwas schleppende Grundschlag schon richtig eingeimpft, der Fuß beginnt ganz unwillkürlich zu wippen. Dieser Rhythmus wird – wie fast immer – konsequent bis zum Ende durchgehalten. Sehr abwechslungsreich werden aber im Zuge des Songs Gitarrensoli, Stimmenverzerrungen, die im Ping-Pong-Stereo-Effekt der Beatles entweder nur von rechts oder links kommen oder ein chorartiges Hintergrund-Singen, das unter das Gitarren-Solo gelegt wird.
Ein Lied, das im Prinzip mit einfachsten Mitteln den heutigen Effekthaschern aufzeigt, wie man aus wenig einen absoluten Klassiker machen kann.

Gefolgt wird der Titel von dem schon erwähnten, langsamen I PUT A SPELL ON YOU, das schon durch den 6/8-Takt den katerartig krächzende Flehen von John Fogerty´s Gesang unterstützt. Auch hier wieder schöne Gitarrensoli, die eine Atmosphäre verbreiten, die an schwitzende, alte Cowboys erinnert, die tabakkauend im Schaukelstuhl ihrer Veranda sitzend melancholisch in die Ferne blicken.

Der dritte Song ist ein absoluter Klassiker, der auch von Tina Turner gecovert wurde und zu meinen Favoriten gehört: PROUD MARY vom Album BAYOU COUNTRY, der erste richtige Welthit.
Der Name war hier Programm, die schwüle Atmosphäre des Mississipi-Delta und der Sümpfe Louisiana´s findet sich in zahlreichen Songs wieder, Swamp-Musik vom feinsten.
Das Lied beschreibt einen Typen, der seinen harten Job in der Stadt verloren hat und sich um seine Zukunft sorgt

Left a good job in the city,
Workin' for The Man ev'ry night and day,
And I never lost one minute of sleepin',
Worryin' 'bout the way things might have been.

Dann der Refrain, den wohl jeder schon mal gehört hat:

Big wheel keep on turnin',
Proud Mary keep on burnin',
Rollin', rollin', rollin' on the river.

Der Inhalt beginnte sich in der nächsten Strophe zu erschließen, nach einem Job als Tellerwäscher in Memphis und leidvollen Erfahrungen in New Orleans, ohne jemals die schönen Seiten der Stadt zu sehen, kam er zu einer Fahrt auf einem Mississipi-Raddampfer:

Cleaned a lot of plates in Memphis,
Pumped a lot of pain down in New Orleans,
But I never saw the good side of the city,
'Til I hitched a ride on a river boat queen.

Big wheel keep on turnin',
Proud Mary keep on burnin',
Rollin', rollin', rollin' on the river.

Und nun die erlösende Aussage, daß es in dieser Gegend Leute gibt, die auch ohne Geld zu leben verstehen, Menschen, die dich gastfreundlich aufnehmen...

If you come down to the river,
Bet you gonna find some people who live.
You don't have to worry 'cause you have no money,
People on the river are happy to give.

Big wheel keep on turnin',
Proud Mary keep on burnin',
Rollin', rollin', rollin' on the river.

Keine Angst, ich komme jetzt nicht mit jedem Text um die Ecke !
Es folgt das nicht minder bekannte BAD MOON RISING, vom gleichen Album.
Dominiert von einem sehr straighten Rhythmus, der keine Gnade, keine Abweichungen kennt - Brakes oder Synkopen scheinen Doug Clifford nahezu unbekannt zu sein - singt Fogerty hier ohne sein „Krächzen“. Wieder ein typischer „Mitschnipper“.

LODI, der nächste Titel und auch von GREEN RIVER, die Rückseite von BAD MOON RISING, hat wieder einen melancholischen Touch, doch wie immer läßt die Rythmusgruppe kein Verweilen zu und zieht unbeirrt bis zum Ende durch.

Titel 6 ist GREEN RIVER (immer noch von GREEN RIVER ;) ), Fogerty singt hier mit starkem Echo etwas aus dem Hintergrund und die Gitarren stehen weitgehend im Vordergrund, ein schnörkelloser Song.

COMMOTION beginnt sehr rockig mit einer zornig quäkenden Gitarre und wird vom gnadenlosen Schlagzeug sehr geradeaus mit wenigen Soli bis schnellen Ende nach 2´41 getrieben.

Titel 8 ist wieder einer der absoluten Kracher DOWN ON THE CORNER, ein richtiger Muntermacher wie ich finde. Wer hierbei regungslos verharrt, sollte sich tatsächlich andere Musik suchen.
Der Song ist zwar nicht besonders schnell, aber die starken Gitarren-Phrasen und der absolut unverwechselbare Gesang Fogerty´s wecken so richtig die Hummeln im Hintern. Der Song stammt übrigens von der LP WILLIE AND THE POORBOYS.

FORTUNATE SON, der 9. Titel ist die Rückseite von DOWN ON THE CORNER und zeigt wiederholt, daß CCR Songs, über die andere Bands froh gewesen wären, sie als Single veröffentlichen zu können, regelmäßig als B-Seiten verwendet hat.
Der Song gehört zu den rockigen und Fogerty schnarrt leicht gepreßt seinen Trotz heraus:
It ain´t me, it ain´t me, I´m no fortunate son...

TRAVELIN´ BAND stammt auch von WILLY AND THE POORBOYS und ist ein Uptempo-Song, reiner Rock´n Roll.

Gefolgt von WHO´LL STOP THE RAIN, der Single-Rückseite, bei dem man sich wieder etwas ausruhen und mal durchatmen kann. Ein Lied der nachdenklich, melancholischen Art, dessen Rhythmus mich an ein durch karge Prärie reitendes Pferd mit einem erschöpften Reiter denken läßt, der am Horizont sein Ziel erblickt.
Komische Assoziation, aber so ist´s nun mal ;-)

Titel 12 ist wieder einer meiner Lieblingstitel UP AROUND THE BEND, vom Album COSMO´S FACTORY.
Das klare Gitarren-Intro fordert unbarmherzig zum Fuß-Tappen oder mitschnippsen auf, ein Lied, das mich immer wieder zum „Sitz-Tänzer“ werden läßt...

Die Rückseite dieser Single ist RUN THROUGH THE JUNGLE, das mit einem verfremdeten Gitarren-Effekt beginnt und CCR-typisch zunächst vom den ganzen Titel durchgezogenen Rythm-Gitarren-Thema eingeführt wird. Fogerty und seine Truppe verbreiten in diesem Lied wieder eine Stimmung die an die schwülen Sümpfe im Delta erinnert.

Der 14. Titel LOOKIN´ OUT MY BACK DOOR dürfte wohl niemandem wirklich unbekannt sein. Ich glaube ich habe dieses Lied, das von COSMO´S FACTORY stammt, Anfang der Siebziger – und da war ich noch ein ziemlich kleiner Pöks – schon gemocht. Hier kann ich nicht anders ich muß mal kurz mitpfeifen * doo doo doo *
Loo oo king out my back door !

LONG AS I CAN SEE THE LIGHT, der 15. Song ist natürlich mal wieder die B-Seite von Lookin´out.
Ein schleppender, langsamer Titel, bei dem Fogerty wieder alles an gequältem Krächzen und Stöhnen reinlegt, was seine Röhre hergibt.

Der 16. Titel ragt mit seinen 11´04 deutlich aus der Menge der meistens nur knapp 3 Minuten langen Songs hervor. Eigentlich kennt man ihn eher von Marvin Gaye: I HEARD IT THROUGH THE GRAPEVINE,
hier zeigen Fogerty und seine Mannen, daß sie es verstehen zu spielen. Nicht schlecht aber ich muß zugeben, daß mir Gaye´s Fassung besser gefällt, denn irgendwo in der Mitte wird´s etwas langweilig.

HAVE YOU EVER SEEN THE RAIN ? fragt der 17. Titel vom 6. Album PENDULUM.
Das Lied dürften auch die meisten schon mal gehört haben. Das Lied erinnert vom Titel und auch vom Stil her an WHO´LL STOP THE RAIN und ist irgendwie entspannend.

Zum Aufwachen gibt es dann den 18. Song HEY TONIGHT, eines der Markenzeichen von CCR, das auch unglaublich bekannt ist. Das Gitarren-Intro ist einfach genial und der Song wirkt auf mich immer wie ein Tritt in den Hintern (im positiven Sinne), die Antriebskräfte werden spürbar gestärkt und man wird gezwungen irgendein Körperteil am Rhythmus teilnehmen zu lassen.

SWEET HITCH-HIKER stammt dann schon aus der Phase nach dem Abgang von Tom Fogerty und gehört zu den rockigen, schnelleren Titeln, bei denen John Fogerty wieder so richtig krächzt.

Den 20. und letzten Titel macht SOMEDAY NEVER COMES, die letzte Single-Veröffentlichung aus dem März 72. Ein fluffiger Song, bei dem John Fogerty wieder seinen „flehenden“ Gesang zum Besten gibt.
Das Lied endet recht unvermittelt – ähnlich wie die Geschichte der Band.

So, meine persönlichen Eindrücke von dieser Scheibe und ihrer Musik habe ich versucht in die Titelbeschreibungen einfließen zu lassen, es bleibt ein

FAZIT

Dieser erste CHRONICLE-Sampler beinhaltet die für mich besten und wichtigsten Songs einer absoluten Rock-Legende. Werke, die man oft und immer wieder hört und doch meistens nicht realisiert, von wem sie stammen.

Die Musik die CREEDENCE CLEARWATER REVIVAL gemacht haben, war sehr einfach, sowohl von ihrer Rythmik, als auch von den Harmonien her und auch die Texte sind im wesentlichen sehr einfach gehalten. Diese Musik war im Grunde schon bei ihrer Entstehung Ende der Sechziger, Anfang der Siebziger unmodern und lag nicht im Trend. Umso erstaunlicher, welchen Erfolg CCR damit, vor allem in den USA hatten. Über 2-3 Jahre war man der totale Top-Act.
Ich mag diese einfache, schnörkellose Musik, handgemacht, ehrlich und ohne irgendwelche Gimmicks – nicht immer aber immer wieder.
Wenn man vom leeren, einfallslosen Elektro-Pop und den Marketing-Erfolgen unserer Zeit satt hat, in der die Entstehung von Kunst-Truppen schon als Fernseh-Event ausgeschlachtet wird und die stereotype Tanz-Perfomance bei möglichst vielen Fernseh-Shows mehr zählt als die eigentliche Musik, für den ist diese Scheibe Balsam und man erinnert sich mal wieder daran, wo die Wurzeln so mancher, guter Musik liegen.

WO KANN ICH DAS KAUFEN ODER REINHÖREN ?

Die CD, die 1987 bei ZYX erschienen ist, kann man z. B. bei Amazon (laut Preistester das günstigste Angebot) für 29.99 DM zzgl. 5,95 DM Versandkosten erwerben. Um sich einen Eindruck zu verschaffen gibt es hier auch bei jedem Titel eine Hörprobe, die man mit dem kostenlos downloadbaren Real Player abhören kann.

INFO´s IM INTERNET

Die Fanpage unter http://home.t-online.de/home/R.ETZ bietet einige Informationen, bei denen ich mich auch für die geschichtlichen Info´s bedient habe, darüber hinaus Links zu anderen Seiten, die sich unter anderem auch mit John Fogerty und seiner Solo-Karriere beschäftigen, zahlreiche Fotos, Diskografie und schließlich auch Presseberichte zu Solo-Auftritten John Fogerty´s. Es lohnt sich mal reinzuschauen.



Viel Spaß beim Reinhören

Holger


Geschrieben am: 18. Oct 2001, 21:55   von: jeelbein



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