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Colmar - Perle und Kleinmetropole im Oberelsaß
Bericht wurde 6610 mal gelesen Produktbewertung:  k/a
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Es gibt drei Welt-Kultur-Denkmäler, die das Elsaß aufzuweisen hat: Das Straßburger Münster, die Humanisten-Bibliothek in Selestat (Schlettstadt) und den Isenheimer Altar von Matthias Grünewald im Unterlinden-Museum in Colmar.

Jedes der drei kulturellen Highlights lohnt für sich allein schon einen Besuch.

Begleiten Sie mich deshalb auf einem kleinen Spaziergang durch die Klein- und Wein-Metropole Colmar - am besten außerhalb der Sommersaison, wenn die Touri-Ströme abgeebbt sind.

Wir fahren im Oberrheintal von der A5 südlich von Freiburg ab Richtung Frankreich über Breisach ca. 50 km den Vogesen entgegen, den Schwarzwald im Rücken.

Die Wegweiser leiten uns sicher nach Colmar. Sind wir durch den unansehnlichen Vorort Horbourg gefahren, dann immer den Schildern 'Centre Ville' folgen. Am besten auf dem zentralen und bewachten Parkplatz den PKW abstellen und los gehts!

Wenige Schritte weiter sind wir auf dem 'Place de Unterlinden' angekommen und genießen die geschäftige Atmosphäre tagsüber.

Rechter Hand steht das alte Dominikaner-Kloster, dass das Unterlinden-Museum mit dem weltberühmten Isenheimer Altar beherbergt. Wir kehren dort ein und lassen uns eine Weile vom Auferstehungsbild des M.Grünewald faszinieren. Mehr braucht's erstmal nicht.

Auf den Vorplatz zurückgekehrt, wenden wir uns rechts zur Dominikaner-Kirche an der alten Stadtbibliothek und verschiedenen, einladenden Cafes vorbei - ein Espresso, Cappucino zwischendurch tut allerdings immer gut.

In der gotischen Kirche betrachten wir das Bild der 'Maria im Rosenhag' und genießen danach die Artisten und Feuerschlucker auf dem Kirchvorplatz.

Sollten wir bisher nirgendwo eingekehrt sein, so kommt jetzt ein Einkehr-MUSS (mein Herz blutet, denn ich gebe jetzt meinen intimen, ultimativen Colmar-Geheimtipp preis!):

Zwei ältere Damen betreiben hinter der Kirche St. Martin - nicht weit von der Dominikanerkirche entfernt - einen 'Salon de The', der seinesgleichen sucht.

Um St. Martin herum, gehen wir durch einen steinernen Torbogen direkt auf die rötliche, jugendstilige Schaufensterfront des Salons zu. Wir öffnen die Tür - von Glöckchengebimmel begleitet - und treten ein in eine kleine Welt, in der die Zeit der Jahrhundertwende stehen geblieben zu sein scheint. Mehr wird nicht verraten.

Nachdem wir uns an einem leckeren Lotus- oder Caramel-Tee bei Stan-Getz-Saxophon-Klängen im Hintergrund erwärmt haben, ziehen wir Arm in Arm weiter am alten Zollhaus vorbei hinunter nach 'Klein-Venedig'.

Hinter der alten Markthalle in der Rue de Truite (Forellenweg) erstreckt sich eine verschwiegene, idyllisch gelegene und schnuckelige Häuserzeile an der Lauch (Nebenflüßchen der Ill).

Hier legen im Sommer die kleinen Fischerboote an und die originellen und einladenden Fischrestaurants locken uns...

Nun, heute abend gehen wir ins 'Aux Trois Poissons' (Telefonische Anmeldung empfohlen unter 0389412521, von Deutschland aus 0033 vorwählen und die 0 vor der 3 weglassen!). Dieses Restaurant wird von Jean und Gilles Seiler geführt und hat in der Region einen Spitzenruf - zurecht.

Wir essen Zander auf Choucroute (Sauerkraut). Als Entree gibt es Entenleber auf Blattsalat oder Fischsuppe mit Croutons, Fischmayonnaise und Reibekäse mit Baguettes. Noch ein wenig Münsterkäse, Chevre au poivre (Ziegenfrischkäse mit Pfefferstaub) und Brie gefällig?

Das Sorbet-Dessert rundet unser 'Menue Affaires' für 170 FF ab. Dazu haben wir einen Liter Mineralwasser und - ganz besonders zu empfehlen - eine Flasche Riesling (Weingut W.Leyber für 140 FF) goutiert.

Die Weinkarte ist exquisit aufbereitet, der Keller scheint von erlesenen Tröpfchen nur so überzuquellen.

Das Embiente ist sehr gediegen: viel Holz, geschmackvolle Ölbilder an den Wänden, ein kleiner Ofen zaubert wohlige Gemütlichkeit in die gute Stube; das Personal - im traditionellen schwarz/weiß gekleidet - achtet sehr aufmerksam darauf, dass die Gäste immer etwas auf dem Teller oder im Glas haben.

Für Gaumen, Augen, Ohren - kurz für alle Sinne ein kleines Fest.

Für zwei Personen müssen schon für einen zweistündigen Aufenthalt in diesem Etablissement 150,- DM (ca. 500 FF) eingeplant werden. Einige Häuser weiter lädt aber auch das 'Le Petit Gourmant' (so klein wie eine Ölsardinenbüchse, aber sehr gemütlich) ebenfalls zum Schmaus ein. Auch ein Geheimtipp.

Die Auswahl an Einkehrmöglichkeiten ist an diesem Ort opulent.

Wer aber tagsüber durch Colmar schlendert, findet genug reizvolle Möglichkeiten, in Cafes, Bistros und Restaurants einzukehren (Menues ab 50 FF/ca. 15 DM) und wird auch da auf seine Kosten kommen.

Nun, Colmar ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Kulturell, kulinarisch bedeutsame und sinnenbetonte Lebensart verschmelzen hier in dieser elsässischen mittelalterlichen Perle mit weltoffenem Flair zu einem außergewöhnlichen Ort.

Dass es so etwas noch gibt ...

Kontakt:
Office de Tourisme
4, Rue des Unterlinden
F-68000 Colmar.
Täglich geöffnet. Mittagspause von 12 - 14 Uhr

Hierhin lohnt sich zur weiteren Information auch mal ein Abstecher: http://www.ville-colmar.fr/


Geschrieben am: 01. Sep 2001, 19:32   von: Reve



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